Wer ist euer Sinclair-Macher Nummer 1?

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    • Wer ist euer Sinclair-Macher Nummer 1?

      Wer hat für euch die besten John Sinclair Hörspiele veröffentlicht? 24

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      Nachdem ich mir nun 124 Folgen der Edition 2000 angehört habe und mir ein Hörbild der 3 Hörspielmacher Max Braun/Erwin Scherschel (TSB), Oliver Döring und Dennis Erhardt machen konnte, habe ich mir natürlich die spannende Frage gestellt, wer denn für mich der beste der 3 Macher ist. Diese Frage möchte ich an euch weiter geben. Wen haltet ihr persönlich als Nummer 1. Oder seid ihr der Ansicht, dass für euch zwei davon oder sogar alle drei die besten Sinclairhörspiele gemacht haben. Man kann also in der angehängten Umfrage ganz nach eurem Gutdünken einen, zwei, drei oder alle vier ankreuzen. Über ein erklärendes Posting darunter würde ich mich freuen.

      Viel Spaß :winke2:
      Schönes neues Hörspieljahr 2019 :winke:
    • Ohne jegliche Zweifel habe ich mein Kreuzchen bei Olli gemacht.
      Letztends, als ich noch die ersten 2000er-Folgen gehört habe, dachte ich mir: "Mann, Mann, Mann, was muss damals ein Raunen durch die Massen gegangen sein, als Du der Hörspielwelt das 'angetan' hast."
      Insbesondere die teilweise markerschütternden Schockmomente; eine Offenbarung für die Sinne. - Gleichwohl diese immer wieder tollen Übergänge aus dem Anfang des Hörspiels in das Intro übergehend, finden bis heute kein vergleichbares Niveau.

      Ich denke da z.B. an "Dämona, Dienerin des Satans." --- #Es is Satan, Theresa, Saaatan. Und er wohnt in meinem Körper, hörst Du Theresa.#
      Dann das krasse Lachen von Damona, Theresas Schreieieieieiein....Intro! - Bämm!
      Und der Hörer sitzt noch Minuten nach Ausklingen des Einstiegs mit Gänsehaut begleitendem Zittern vor dem Lautsprecher.

      Da konnte man (ich) schon auf die Idee kommen, unverzüglich sämtliche Mitgift bei der Familie einzusammeln und sich entsprechend bei Olli anzubieten. :herz5:
    • Es geht mir ein bisschen wie @Haggi

      Ich finde TSB hat die meisten großartigen Folgen produziert (107!) - Platz 1.

      Döring hat gerade in der Anfangszeit (1-1?) und am Ende (Jack the Ripper) großartige Sinclair Hörspiele gemacht - Platz 2.

      Welbat hat eine großartige Modernisierung inszeniert, aber es sind bisher erst wenige Folgen (13) erschienen - Platz 3.

      Nur Erhard hat (von den bisher 55 Sinclair Folgen) deutlich mehr mittelmäßige als gute Hörspiele abgeliefert.
    • Meine Nr. 1 ist Oliver Döring, weil ich seine Umsetzungen einfach nach wie vor am besten finde.
      Mein Lieblings- John Sinclair ist halt auch F. Glaubrecht und mein Lieblings-Erzähler J. Kerzel. Da geht nix drüber!
      Auf Platz 2, ziemlich dicht dahinter, sind die TSB-Stories, weil einfach Kult und halt auch etwas ganz Besonderes.
      Wer weiß, ob es die anderen Vertonungen überhaupt in dem Umfang gegeben hätte, wenn damals der Grundstein zum Sinclair-Hörspiel-Hype :zwinker: nicht in Wiesbaden gelegt worden wäre! :thumbup:
    • Auch nach dem Hören aller EDI Folgen muss ich schreiben, dass es gar nicht so einfach ist, hier eine Entscheidung zu treffen.

      Douglas Welbat erfrischende Neuinterpretation von Sinclair hatte mir großen Spass gemacht zu hören. Er würde wohl meine Stimme bekommen, wenn es bereits mehr Folgen der Serie auf dem Markt gäbe. Ich denke diese Interpretation muss sich auch erst beweisen, über einen längeren Zeitraum zu gefallen. Bis jetzt ist sie definitiv für mich auf Augenhöhe mit Döring und Max Braun. Jedoch, wie wir alle wissen nach 50 Folgen kann ein bestimmter Stil und eine Geschichte schon für Abnützungserscheinungen beim Hörer bekommen. Von daher lasse ich für mich Douglas vorerst einmal außen vor.

      Dennis Erhardt hat das schwere Los gezogen, die Nachfolge von Oliver Döring anzutreten. Ich finde er hat es besonders zu Beginn sehr gut gemacht. Er hat sich was Sprecher und Inszenierung betrifft, deutlich von Döring abgehoben und damit für neue Impulse gesorgt. Er setzte zunächst auf die "Grusel-Karte", die bei mir sofort "zog". Mit Stellas Rattenkeller und der Kreuztrilogie hat er für mich dann auch relativ bald Großartiges geschaffen. Leider hat dann mit zunehmender Folgenanzahl die Zahl der Actionfolgen gepaart mit hohem Tempo zugenommen und sein anfänglicher Wille nach Gruselatmosphäre, so wie ich die ersten Folgen verstanden hatte, war verflogen. Zudem kamen immer mehr Folgen mit Superheldengeschichten und viel Fantasy, was mir weniger behagte. Die letzten Folgen empfand ich auch von der Qualität her nicht mehr so gelungen, große Ausnahme Das Tal der lebenden Toten, bei dem er sich in bester Douglas Welbat Manier vom starren Jason Dark Konzept gelöst hat und etwas wirklich Tolles auf die Beine stellen konnte. Letztendlich ist Dennis für mich nur ein guter Döring Ersatz, aber kein gleichwertiger Ersatz. Dies liegt darin, dass sich bei seinen Produktionen doch auch deutlich mehr weniger gute Folgen hinein mischen. Trotzdem macht er eine gute Arbeit und ich höre auch seine Folgen sehr gerne, besonders wenn er sich wie bei Kreuztrilogie oder bei der umstrittenen 112 vom Roman entfernt. Ich glaube aber dass er sich mit den vielen Sinclairproduktionen ein wenig übernimmt und die Qualität bei manchen Folgen leidet.

      Oliver Döring hat durchwegs nur gute Folgen produziert, ganz wenige Ausnahmen, die wohl auch meinem persönlichen Geschmack geschuldet sind, bestätigen die Regel. Er hat die Serie durchwegs auf eine neue Stufe gestellt. Insgesamt kann ich behaupten, dass fast alle Döring Sinclairs gute und unterhaltsame Hörspielkost waren. Es gab tolle Horrorhörspiele, die stets Action, tollen Sound und tolle Effekte inklusive Schockmomente, die man bis dato in Hörspielen noch nicht kannte, boten. Es waren im Grunde Hörspiele mit seichtem und trivialem Inhalt aber im Kinoformat präsentiert. Die Atmosphäre war selten gruselig. Dies kann man ihm ankreiden, aber im Gegenzug war keine Folge fade oder langatmig. Heute muss ich schreiben - gut gemacht Oli (auch wenn ich vor Jahren deutlich kritischer seine Hörspiele bewertet hatte) Mein Vergleich mit den TSB Hörspielen lautet, dass die für mich uninteressanten und teilweise Faden Mordligafolgen bei Döring unterhaltsamer aufbereitet wurden. Meine persönlichen Klassiker wie Teufelsuhr, Ripper oder Halloween gefallen mir in der TSB-Version besser weil deutlich unheimlicher und gruseliger.


      Die Tonstudio Braun Folgen, hier auch nicht sehr freundlich als Ramsch abgetan, sind für mich in Sachen Gruselatmosphäre sicherlich die beste Wahl. Hier hat Max Braun gemeinsam mit Erwin Scherschel, der ja des öfteren die Regie übernommen hatte, ein wunderbares Händchen. Zudem sorgt die Orgel immer noch für eine fast einzigartige Stimmung, die gerade zu einem Gruselhörspiel wunderbar passt. So hat TSB eine Reihe für mich hervorragender Roman-Adaptionen abgeliefert, an die auch ein Oliver Döring nicht heran kam. Im gleichen Atemzug muss ich aber auch schreiben, dass nicht alle Folgen, die von TSB erschienen sind, Gold sind.

      Von daher ergibt dies bei mir eine Pattstellung zwischen TSB und Döringschen Sinclairhörspielen. Ich habe daher beiden meine Stimme gegeben. Bei manchen Folgen bevorzuge ich TSB und bei manchen Folgen die Döringvariante.
      Schönes neues Hörspieljahr 2019 :winke: