DreamLand Grusel - 51 - Die Caves und der Klang des Todes (1 von 2)

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    • @Agatha: Was die Jugendsprecher betrifft, muss ich aber zugeben, dass ich gar nicht weiß, wer hier wen spricht. Leider habe ich nirgends eine Liste der Sprecher/-innen gefunden mit den zugehörenden Rollen. Daher kann es durchaus sein, dass manche Sprecher noch gar nicht Erwachsen sind - für mich klangen sie aber so.
      Es sagt viel über die Welt aus, mein Kind,
      sagte der Vater zu dem Knaben,
      dass die Dummen glücklich sind
      und die Schlauen Depressionen haben.”

      Marc-Uwe Kling
    • Sascha schrieb:

      Ach so, ein Nachtrag noch: Bei einem Hörspiel, das in den 80ern spielt, stellt sich ja auch immer die Frage: Wie bekommt man ein 80er-Feeling hin. Damit hatte ja schon das großartige Monster 1983 zu tun. Bei Stranger Things war das leicht, man sieht eben die Autos der 80er, die Architektur der Spielhallen und der Malls, die Mode usw. Bei einem Hörspiel geht das schwerer. Hier hat man das so "gelöst", dass mit der Holzhammermethode ein Film nach dem anderen angesprochen wird, der für diese Zeit prägend war. Getreu dem Motto: Hallo! Rambo! 80er. Raff es!

      Ich habe selbst keine bessere Lösung, wie man das in einem Hörspiel machen soll. Aber einen Film nach dem anderen zu zitieren ist eben auch nicht die filigrane Klinge. Wenn das mal ein Hörspiel schaffen sollte, dass es unterschwellig gelingt, Bilder der 80er im Kopf lebendig werden zu lassen, ohne dass die Absicht allzu offensichtlich und plump wirkt, dann wäre das schon ein sehr großer Wurf.

      Interessante Fragestellung. Ich finde ja generell, dass viele deutsche Skript-Autoren einfach viel zu plump agieren. Die von Dir beschriebene Verfahrensweise scheint in diese Kategorie zu fallen.
      Das Problem ist für mich oft, dass zwar ein bestimmtes Setting gewählt wird, die Geschichte selbst aber gar nicht unbedingt richtig in dieses Setting eingebettet ist. Darum muss man dann bemüht auf 80'er Jahre-Inventar zurückgreifen bzw. es in die Dialoge einbauen, um mit dem Holzhammer darauf zu verweisen.
      Besser wäre es wohl, dies subtiler zu machen, indem man zunächst einmal eine Geschichte nur dann in einer anderen Zeit spielen lässt, wenn sie es auch erfordert - und dann eben auch so konsequent ist, sich darüber Gedanken zu machen, wie Personen und Plot verfasst sein müssen, damit diese Zeitsetzung auch gerechtfertigt erscheint.

      Man kann ja durchaus in der Ausgestaltung von Figuren, ihren Berufen, ihren Neigungen, ihren Handlungen schon viel Zeitspezifisches setzen, man kann die Handlung entlang von Dingen konstruieren, die einen Zeitbezug haben, also einen zeittypischen Hintergrund (und eben nicht mit dem Holzhammer) kreieren. Man kann recherchieren, welche sprachlichen Eigentümlichkeiten gängig waren und versuchen, einen solchen Sound (unaufdringlich) einzuweben.

      Man kann den Soundtrack entsprechend einfärben.

      Ich finde, da gibt es durchaus einige Möglichkeiten.
      Aber das macht natürlich Mühe. Ist zusätzliche Arbeit.

      Inwiefern das hier gemacht oder versäumt wurde, kann ich natürlich nicht beurteilen, da ich das Hörspiel nicht kenne.

      Monster1983 fand ich übrigens gar nicht so 80'er-mäßig muss ich gestehen. Das Teil lebte durch eine tolle Atmosphäre, und Menger schaffte es, hier etwas ganz eigenes und Intensives zu schaffen, aber ich fand auch da die Einbettung über Erwähnungen in Dialogen nicht optimal. Für mich hätte das im Grunde auch in jedem Hinterwäldler-Kaff der Gegenwart spielen können. Aber da eben alles andere stimmte und er sogar mit dem legendären Mückenpisse! ein tolles, authentisch klingendes Pseudo-Zitat erfunden hat, wirkt das alles wunderbar rund.
    • @Thomas Birker (DLP)

      Gerade gehört.
      Hat mir gut gefallen.

      Meine Gedanken:

      "The Signal" meets "Stranger Things".

      Ich habe das Hörspiel mit Kopfhörern gehört. Die Musik von Tom Steinbrecher hat mir wirklich gut gefallen, ich fand die Lautstärke passend zum Dialog.
      Ich habe die ganzen Anspielungen auf Es, Goonies, Monster 1983 usw. als Hommage gesehen und fand sie gut.
      Auch der Gag mit den Füßen in der Porno Abteilung war lustig.
      Luisa Wietzorek ist mit Abstand die beste Sprecherin.
      Auch den älteren Bruder fand ich gut.
      Ebenfalls die Idee, dass nur ältere Menschen von dem Geräusch betroffen sind, da Kinder vllt. noch nicht so gewalttätig oder voll entwickelt sind - da kann man selbst interpretieren warum das so ist.
      Anfangs wirkt das Hörspiel noch sehr harmlos, die Gewalt ist dann in der Mitte aber schon sehr heftig, auch wenn es zu Recht nicht explizit dargestellt wird.

      Was mir nicht so gut gefallen hat:
      Das alles im Rückblick im Inneren der Höhle erzählt wird, nimmt dem Ganzen nicht nur die Spannung, da man weiß wer überlebt, es ist auch reine Zeitverschwendung.
      Anfangs verwirrt es sogar.
      Das Hörspiel gewinnt nichts dadurch und es wäre besser gewesen, die Story einfach chronologisch zu erzählen.

      Zwei der Jungs hören sich absolut gleich an. Mir hätte es besser gefallen, wenn es 2 Jungs und 2 Mädchen gewesen wären, sowohl im Zuge der Gleichberechtigung, als auch wie z.B. bei den Fünf Freunden mit 2 unterschiedlichen weiblichen Charaktern, was den Hörer zusätzlich die Protagonisten besser unterscheiden lässt. Das "token girl" ist nicht mehr zeitgemäß und es entsprach auch in den 80ern nicht der Wirklichkeit.

      Die beiden FBI Agenten Smith und Johnson sind wirklich zu stereotyp und wirken völlig inkompetent und lächerlich.

      Das Geräusch am Ende, das ja schon ahnen lässt, was hinter den Ereignissen steckt
      Spoiler anzeigen
      nämlich ein Alien
      finde ich neutral.
      Es lässt den Hörer aber nicht mehr rätseln welche Quelle "der Klang des Todes" hat.

      Insgesamt ein sehr solides Hörspiel, das zeigt, dass Dreamland Grusel auch nach 50 Folgen noch tolle, neue Geschichten zu erzählen hat.

      Schulnote: 2
      8/10
      :st: :st: :st: :st: :st2:

      Teil 2 werde ich mir ebenfalls zulegen.
    • Danke für Dein persönliches Feedback und schöne das es Dir im großen und ganzen gefällt. Teil 2 ist etwas anders aufgezogen, das mit den Stimmen kann ich so nicht bestätigen, ich habe extra sehr unterschiedliche Stimmen ausgewählt, auch sind die Stimmen nicht gerade unbekannt.
      Die Andeutungen gegen Ende ist natürlich dafür da heiß auf Folge 52 zu machen ❤
      www.TS-Dreamland.de - Hörspiele back to the roots

      Tony Ballard - Dreamland Grusel - Andi Meisfeld - Der Trotzkopf
    • Mückenpisse! Jetzt hab ich es doch schon gehört! :green:
      Hat mir prima gefallen und mich vom Feeling her in das Umfeld von Monster 1983 und Stranger Things katapultiert (was wohl auch so gedacht war, nehme ich an! :cool: ).
      Dazu beigetragen hat auch die Stimme von Flower Miller, Luisa Wietzorek. :thumbsup: Die finde ich sowieso erstklassig. Und jetzt spielt es auch noch in den Höhlen... :aufgeregt: Schöne Hommage mit genügend Eigenständigkeit. Freue mich schon sehr auf die Fortsetzung! :]
      Eins und eins ist zwei -- von London bis Shanghai!


    • Habe die Folge mittlerweile auch gehört und kann mich weitgehend den positiven unter den Beurteilungen anschließen.
      Für mein Empfinden wurde auch nicht zu stark aufgetragen, um die Handlung in die 80er zu "verlegen".
      Damals haben die Kids halt relativ viel über Filme geredet, sobald welche neu in die Kinos gekommen waren - oder man sogar schon über einen Videorekorder verfügte, mit dem man sich die populären Sachen dann evtl noch zuhause ansehen konnte.
      Man darf nicht vergessen, dass viele der Medien, die heute Kinder und Jugendliche beschäftigen, einfach noch nicht vorhanden waren. ;)
      Also ich fand hier diesbezüglich nichts übertrieben oder aufgesetzt, das passte schon. :)

      Hinsichtlich der Stimmen sticht natürlich die tolle Luisa Wietzorek hervor, und mir ging es genau wie @gruenspatz, ich hatte ständig "Flower" vor "Ohren", sobald ich sie hörte.
      Die "Jungen" könnten zwar für 14-jährige (btw. wieso werden sie von ihrem Lehrer gesiezt?) tatsächlich etwas jünger klingen, aber für mich war das so gerade noch okay.
      Das Wort "Mückenpisse" ist natürlich eine weitere Hommage an "Monster 1983" gewesen. :zustimm:
      Aber ansonsten hat diese Geschichte nichts mit dem Hörspiel zu tun, wenn man mal vom Jahrzehnt absieht.
      Und mit den "Amseln" versuchte man hier ja irgendwie, auch einen eigenen 80er-Ausdruck zu kreieren. ;)

      Mir gefiel gut, wie die Kids einen Weg fanden, sich vor den Erwachsenen in Sicherheit zu bringen und das Erlebte gemeinsam irgendwie zu verarbeiten.
      Wobei sie natürlich mit der Zeit ziemlich viele Dinge in ihre Höhle hätten schleppen müssen... ;)

      Die beiden Agenten waren für mich allerdings auch eher lächerliche, in dieser Form regelrecht unnötige Figuren. :S
      Man wird sehen, wie es bezüglich ihres Erscheinens und möglichen Eingreifens dann im zweiten Teil weitergeht.

      Marco schrieb:

      Was mir nicht so gut gefallen hat:
      Das alles im Rückblick im Inneren der Höhle erzählt wird, nimmt dem Ganzen nicht nur die Spannung, da man weiß wer überlebt, es ist auch reine Zeitverschwendung.
      Anfangs verwirrt es sogar.
      Ja, ich muss ehrlich sagen, das war auch für mich hier ein "Verwirr-Faktor", und ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich diese Erzählweise so ganz durchschaut hatte. ;)

      Bin gespannt auf den zweiten Teil.

      Für mich gehört "Der Klang des Todes" aber in jedem Fall zu den DGs, die mir gefallen haben.
      Schön, dass hier die Bandbreite der Stories so groß ist und eigentlich jeder Folgen finden kann, die ihm besonders zusagen.
      "Sorge dafür, dass jeder Tag mit einem Abschlusslacher endet" (A.Fröhlich)
    • Danke für Eure Meinungen, ES, Stand by me, Strangers Thing u.a. waren Vorbilder, also ja die Verbindungen waren Absicht.
      Ja, mir liegt die Abwechslung in unserer Reihe am Herzen und ich versuche für jeden etwas dabei zu haben. 53 ist zum Beispiel ein Thema was sich einige gewünscht haben und 54 und 55 sind dann ja wieder an die wundervolle H. G. Francis Neon Gruselreihe angelehnt.
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      Tony Ballard - Dreamland Grusel - Andi Meisfeld - Der Trotzkopf
    • Übrigens: @pops und Martin besprechen die Folge auch im aktuellen Ohrcast. Und auch sie kommen, ähnlich wie ich und einige andere hier, zu dem Ergebnis, dass der 80er-Jahre-Hammer mit allen Filmen etc. eher stört, als dass er Atmosphäre schafft. Kann ich nur unterstützen. Dass die Sprecher (hier stimmt die männliche Form) zu erwachsen klingen beanstanden sie anders als ich hingegen nicht. Ich nenne das mal: Das Feuerzangenbowlen-Phänomen, wo sich ja auch niemand stört, dass nur erwachsene Männer auf den Schulbänken sitzen.
      Es sagt viel über die Welt aus, mein Kind,
      sagte der Vater zu dem Knaben,
      dass die Dummen glücklich sind
      und die Schlauen Depressionen haben.”

      Marc-Uwe Kling
    • kurze Info es geht am 20.5 Weiter:

      Sie waren geflohen, hielten sich versteckt in ihrer Höhle und schwärmten nur aus, um sich zu besorgen, was sie zum Überleben brauchten. Die vier Caves würden ihren Gegnern, den Feinden aus der Schule Derrek und Kevin, sowie dem noch viel gefährlicheren Gegner, der für das unheimliche Geräusch verantwortlich war, nicht ewig aus dem Weg gehen können. Es war nur eine Frage der Zeit bis Will, Nancy, Denis und Dave Opfer von tödlichen Fallen oder des übermächtigen Gegners werden würden. Oder gelingt es ihnen als Team den Gefahren zu trotzen?
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    • @Sascha unsere Sprecherinen und Sprecher sprechen auch in zahlreichen Filmen, Serien und andere Hörspielen Jugendliche kritisierst Du das auch jedes mal? Ghostsitter mit Felix Strüven als 16. Jährigen Hauptdarsteller erfreut sich zum Beispiel großer Beliebtheit.
      Vincent Borko ist das Stimmen Double vom Sprecher des Justus Jonas in Drei Fragezeichen Kids etc.
      www.TS-Dreamland.de - Hörspiele back to the roots

      Tony Ballard - Dreamland Grusel - Andi Meisfeld - Der Trotzkopf
    • Thomas Birker (DLP) schrieb:

      @Sascha unsere Sprecherinen und Sprecher sprechen auch in zahlreichen Filmen, Serien und andere Hörspielen Jugendliche kritisierst Du das auch jedes mal? Ghostsitter mit Felix Strüven als 16. Jährigen Hauptdarsteller erfreut sich zum Beispiel großer Beliebtheit.
      Vincent Borko ist das Stimmen Double vom Sprecher des Justus Jonas in Drei Fragezeichen Kids etc.

      Ich habe bislang weder Ghostsitter noch die Drei Fragezeichen Kids gehört und deshalb an diesen Hörspielen auch nichts kritisiert. Aber ja, wenn ich sie hören würde und das Gefühl hätte, dass Stimmen für mich nicht zu den Figuren passen, dann würde ich das kritisieren. Und dass die Sprecher (hier richtig gegendert, es ging mir ja um die männlichen Rollen) bei anderen in ähnlichen Rollen beliebt sind will ich gar nicht in Abrede stellen. Ich hatte lediglich die Wirkung auf mich beschrieben. Dass das sehr subjektiv sein kann und andere das ganz anders sehen können, ist mir natürlich auch klar.

      Insgesamt kann ich sehr gut verstehen, wenn man als Hörspiel-Verlag seine Babies liebt und Kritik daran nicht gerne hört oder liest. Deshalb habe ich auch gar nicht die Erwartung, dass die Reaktion darauf ist: "Hey, wie cool, da hat jemand unser Hörspiel gehört und hat sich sogar noch die Mühe gemacht, sich damit auseinanderzusetzen und ein sachliches Feedback zu schreiben. Da schauen wir uns mal in Ruhe an und überlegen, ob wir daraus nicht etwas für die nächsten Hörspiele mitnehmen können."

      Es wäre aber ein möglicher Ansatz, mit Kritik umzugehen.
      Es sagt viel über die Welt aus, mein Kind,
      sagte der Vater zu dem Knaben,
      dass die Dummen glücklich sind
      und die Schlauen Depressionen haben.”

      Marc-Uwe Kling
    • Konstruktive Kritik ist immer gerne gesehen, muss aber Sinn machen. Noch ein kleiner Fakt, Luisa die weibliche Hauptdarstellerin ist sogar älter als einige ihrer männlichen Caves Kollegen. Also ich sehe es nicht so wie Du und bisher auch kein anderer Hörer, keine weitere Hörerin. Felix Strüven ist übrigens auch Karl bei TKKG junior.
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