[SRF/ORF1] Il Ritorno in Patria

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    • [SRF/ORF1] Il Ritorno in Patria

      Inhalt:
      Mit «Il Ritorno in Patria» schuf W. G. Sebald ein Stück Weltliteratur. Die autobiographisch anmutende Erzählung handelt vor allem von der Sehnsucht nach Heimat - und von der unerbittlichen Gegenwart der Erinnerung. Zu Sebalds 20. Todestag gibt es erstmalig eine Hörspielfassung des Textes. Ein Ausgewanderter kehrt nach dreissig Jahren in seine Heimat zurück, ins kleine Allgäuer Dorf Wertach. Er will überprüfen, «ob das, was in meiner Fantasie von diesem Ort noch existiert, tatsächlich auffindbar ist». Einzig seiner Schulfreundin Anna gibt er sich zu erkennen, sie lebt noch immer im gleichen Haus wie damals. Gemeinsam beschwören die beiden die Welt der Kindheit, und der Besuch gerät zur Reise ins Totenreich. Sie treffen auf Wiedergänger wie den Onkel Peter, der dem Pfarrer eine Waldkanzel bauen will, damit der den Bäumen predigen kann. Oder die Schwestern Babett, Bina und Mathild, die ein Café führen, in das nie jemand hineingeht. Auch die anderen Figuren - Bauern, Holzknechte und ein Landarzt - scheinen einem heimelig-unheimlichen Volkstheater entstiegen zu sein. Und zu allem Überfluss begleitet den Erzähler während der ganzen Reise ein gespenstischer Schatten, ein Doppelgänger, der sich mit düsteren Vorhersagen zu Wort meldet. Am Ende stirbt ein Jäger, ein krankes Kind kommt gerade noch mit dem Leben davon - und eine unerwartete Einsicht treibt den Ausgewanderten zum zweiten Mal zur Flucht aus der Heimat.

      Sprecher:
      August Zirner (Erzähler), Crescentia Dünsser (Anna Ambroser), Paul Bartdorff (Max), Catalina Bartdorff (Anna, jung), Monica Anna Cammerlander (Bedienerin), Christian Heller (Holzknecht), Jürg Kienberger (Dr. Piazolo), Händl Klaus (Tiroler Polizist), Karl Knaup (Bauer Erd), Martin Ostermeier (Zollbeamter), Mona Petri (Fräulein Rauch), Seraphina Schweiger (Romana), Gabi Striegl (Rezeptionistin) sowie W. G. Sebald (Wanderer)

      Produktion:
      Musik: Cico Beck
      Tontechnik: Basil Kneubühler
      Dramaturgie: Wolfram Höll
      Hörspielbearbeitung und Regie: Ralf Bücheler und Johannes Mayr
      SRF/ORF 2021

      Der SRF hat das Hörspiel zum :download: bereit gestellt.


      OTR-Fan
    • Ja, habs mir auch mal runtergeladen, bin mir aber nicht so ganz sicher, ob das nicht doch extrem Mundart-lastig ausfallen wird.
      Durch die Co-Produktion mit dem ORF vermute ich zwar kein reines Schwyzerdütsch, aber könnte trotzdem schwierig werden.
      Höre nachher mal kurz rein.
      "Sorge dafür, dass jeder Tag mit einem Abschlusslacher endet" (A.Fröhlich)
    • Ich hoffe einfach mal dass da Hochdeutsch gesprochen wird. Ist ja schon komisch - eine schweizerisch-österreichische Co-Produktion, die überwiegend in Deutschland spielt... =)
      Ein Vogel sitzt auf meinem Bein, dem schlag ich gleich die Fresse ein.
      Knarf Rellöm
    • marc50 schrieb:

      Ich hoffe einfach mal dass da Hochdeutsch gesprochen wird.
      Ja, war alles gar kein Problem. Ich meine, es gab einen Satz im Dialekt, aber damit hatte es sich.

      Interessant gemachte Geschichte, bei der man ältere Aufnahmen des Autors W.G. Sebald mit verwendet hat, so dass er als der "Wanderer", quasi eine weitere Person, immer mal wieder mit ein paar bedeutungsvollen Sätzen zu hören ist.
      Diese klingen zwar im Verhätlnis zum restlichen Hörspiel ein bisschen "blechern", man merkt eben, dass sie nicht wirklich "dazugehören", aber das stört nicht im geringsten, sondern macht das Ganze besonders.

      Inhaltlich begibt man sich hier mit dem Erzähler, mittlerweile Auslandskorrespondent in England, auf eine Reise in die eigene Kindheit und zu verschiedenen Stationen, die ihm beim Besuch seines Heimatortes wieder einfallen.
      Dabei begegnen ihm allerdings nur noch scheinbar :zwinker: Menschen, die er damals kannte, alles "lebt" nur durch die Erinnerung.
      So muss auch er erkennen, dass man die Zeit nicht zurückdrehen kann, dass sich alles verändert, ob wir es wollen oder nicht...

      Fand ich wirklich hörenswert!
      "Sorge dafür, dass jeder Tag mit einem Abschlusslacher endet" (A.Fröhlich)