IMAGA, das Streaming und die sonstige Veröffentlichungspolitik

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    • IMAGA, das Streaming und die sonstige Veröffentlichungspolitik

      Facebook Text unter folgendem Link zu lesen!

      Quelle: facebook.com/ImagaHoerspiele/posts/1891615330979443

      Wie steht ihr eigentlich zu dieser Veröffentlichungspolitik? Ist es in der heutigen Zeit klug, zuerst einmal nur über den eigenen Webshop zu verkaufen und vor allem das Streaming so massiv zu benachteiligen? Die angesprochenen Nachteile des Streamings sind ja durchaus richtig, aber geht diese Entscheidung nicht trotzdem am Hörverhalten der Mehrheit vorbei?

      Ich bin gespannt auf eure Meinungen.
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."

      - Günter Merlau -
    • Ich find's gut. Normalerweise läuft es ja andersherum. Aber ich bin auch der Ansicht, daß Streaming ganz an das Ende der Verwertungskette gehört und sie nicht dominieren sollte, wie es ja leider fast flächendeckend der Fall ist. Endlich werden die Hardware-Käufer mal belohnt!

      Alles nur IMHO, natürlich.
    • MonsterAsyl schrieb:

      Da ich kein Facebook Account habe, kann ich das auch nicht lesen , aber Dein "Begleittext" sagt ja auch einiges aus. Ich finds gut & richtig!!! Vor allem

      Jeder der auf den Link klickt kann den Text auch lesen. Er ist öffentlich! Man benötigt keinen Account. Ich darf den Text ja leider hier nicht zitieren.
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."

      - Günter Merlau -
    • Milo schrieb:

      Ich find's gut. Normalerweise läuft es ja andersherum. Aber ich bin auch der Ansicht, daß Streaming ganz an das Ende der Verwertungskette gehört und sie nicht dominieren sollte, wie es ja leider fast flächendeckend der Fall ist. Endlich werden die Hardware-Käufer mal belohnt!

      Alles nur IMHO, natürlich.

      Man kann ja dieser Meinung sein. Aber ich denke dann wird man auf lange Sicht mit seinen Audioprodukten so am Markt nicht mehr überleben können.
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."

      - Günter Merlau -
    • Lenny schrieb:

      Man kann ja dieser Meinung sein. Aber ich denke dann wird man auf lange Sicht mit seinen Audioprodukten so am Markt nicht mehr überleben können.
      Warum?
      Weil man eher darauf setzt zuerst die zahlenden Kunden zu bedienen?
      Ich finde es richtig, Leuten denen ein Produkt etwas wert ist mit einem Vorteil zu versehen.

      Denn welchen "Nachteil" haben denn die Streamer? Doch nur das sie es erst später hören dürfen.
      Ich frage mich eh, mit welchem Recht nicht zahlende Personen überhaupt verlangen können, mit zahlenden Kunden gleichgestellt zu werden.

      Ich würde es sogar noch verstehen, wenn "Premium-Streamer" ein Zwischenschritt wären, also z.B. drei Monate nach physischem Release und "Gratis-Streamer" dann erst nach 6 Monaten.

      Label-Shops finde ich total gut und die sollte man auf jeden Fall unterstützen.
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Ich finde das, was IMAGA da macht völlig falsch und denke, dass die Rechnung nicht aufgehen wird.

      Schauen wir einmal aus der Hörspiel-Foren Bubble heraus:

      - Die CD-Verkäufe sinken seit Jahren kontinuierlich (de.statista.com/statistik/date…trie-absatz-von-cd-alben/)
      - Die CD Verkaufsflächen in den Ladengeschäften schrumpfen ebenfalls bzw. sind zum Teil gar nicht mehr vorhanden
      - Stattdessen findet man an dieser Stelle nun massig Vinyl
      - Das Streaming hat mittlerweile die CD UND Download Verkäufe im Umsatz überholt

      Daneben sind weitere Entwicklungen im Hörspielbereich zu beobachten. Maritim setzt schon seit Jahren auf digitale Vermarktung ihrer Produkte. Offensichtlich ist man damit auch erfolgreich. Serien die anfangs über Winterzeit als CD vertrieben wurden, laufen inzwischen auch nur noch digital (z.B. Danger). Auch bei "Die schwarze Sonne" musste Winterzeit die Segel streichen und pop.de musste einspringen. Titania Medien eines der ältesten und erfolgreichsten Label der neueren Hörspielgeschichte hat sich lange dagegen gewehrt den kompletten Katalog in Streaming Portalen freizugeben. In den letzten Jahren hat man jedoch gemerkt, dass es noch einmal zu einem massiven Einbruch bei den CD-Verkäufen gekommen ist. Letztendlich hat man klein bei geben müssen und hat den kompletten Katalog im Stream veröffentlicht. Immer mehr Titel des Titania-Katalogs werden nicht mehr auf CD nach gepresst, weil es sich wirtschaftlich nicht lohnt. Man veröffentlicht die neue Reihe Grimms Märchen nur im Download. Auch hier würde es ohne pop.de keine CD-Auflage mehr geben.

      Nun kommt ein kleines Label wie IMAGA und meint sich mit exklusiven Verkäufen im hauseigenen Webshop über Wasser halten zu können. Den Shop kennt doch niemand außer uns Hardcore Fans. Außerdem wollen sich viele potentielle Käufer nicht in jedem kleinen Labelshop registrieren. Darüber hinaus zeigt die Entwicklung der letzten Jahre, CD und auch Download sind ein Auslaufmodell. Heute MUSS man in allen gängigen Streaming-Portalen vertreten sein um überhaupt gefunden und gehört zu werden.

      Was IMAGA jetzt tut führt dazu, dass sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Ich könnte mir auch vorstellen, dass IMAGA's Partner MARITIM das alles gar nicht so toll findet, Denn es widerspricht völlig der Linie von Maritim. Aus meiner Sicht ignoriert IMAGA völlig die Realität und das aktuelle Geschehen auf dem Markt.
      "Mit dem Hören von Die drei Fragezeichen oute ich mich nicht als Hörspielfan, sondern als Fan meiner eigenen Kindheit."

      - Günter Merlau -
    • Um jetzt mal den Zankapfel weiträumig zu umschiffen, hier nur mal ein objektiver Gedanke dazu:

      Wer streamt, hat wahnsinnig viel Hörstoff. Ich könnte mir vorstellen, dass ergo eventuell Produkte, die nur irgendwo im stillen Kämmerlein verkauft werden, dann bei ganz vielen Hörern schlicht und ergreifend unter den Tisch fallen werden, ohne dass diese Hörer überhaupt merken, dass ihnen was Gutes fehlen könnte.
      Eins und eins ist zwei -- von London bis Shanghai!


    • @gruenspatz Was ja sogar bei unsereins trotz Foren, Social Media und Aufgeschlossen gegen "eh fast alles" passiert.

      Lenny schrieb:

      Ich könnte mir auch vorstellen, dass IMAGA's Partner MARITIM das alles gar nicht so toll findet, Denn es widerspricht völlig der Linie von Maritim. Aus meiner Sicht ignoriert IMAGA völlig die Realität und das aktuelle Geschehen auf dem Markt.
      Das glaub ich nicht, die paar Hörspiele tun Maritim nicht weh. Da dürfen die Mitgesellschafter schon ein wenig rumexperimentieren, sind ja auch für Pobot keine uninteressanten Daten, die hierbei generiert werden.
      Junge, du sitzt immer nur zu Hause am PC
      Gut so, weitermachen!
    • gruenspatz schrieb:

      Um jetzt mal den Zankapfel weiträumig zu umschiffen, hier nur mal ein objektiver Gedanke dazu:

      Wer streamt, hat wahnsinnig viel Hörstoff. Ich könnte mir vorstellen, dass ergo eventuell Produkte, die nur irgendwo im stillen Kämmerlein verkauft werden, dann bei ganz vielen Hörern schlicht und ergreifend unter den Tisch fallen werden, ohne dass diese Hörer überhaupt merken, dass ihnen was Gutes fehlen könnte.
      In meinen Augen ist das Thema "Streaming contra Kauf der CD des DLs" hier oft und ausschweifend genug abgehandelt worden :pfeifen: , dazu haben wir eigentlich genügend Threads.
      Deshalb werde ich da an dieser Stelle nicht mehr groß drauf eingehen. :zwinker:

      Ansonsten muss ich sagen, dass Dein Gedanke es vollauf trifft!
      Wer streamt, der hat massig Auswahl, und sollte derjenige nicht ein Freund der Imaga-Produktionen sein, dann fällt ihm entweder schlichtweg gar nicht auf, dass die fehlen - oder er seknt sich: 'Is auch so genug da, irgendwann tauchen die Produktionen ja doch im Stream auf!'
      Im besten Fall kauft er trotzdem, aber das ist eine Rechnung, bei der sich erst in der (nahen?) Zukunft zeigen wird, ob sie aufgeht.

      Aber genau das ist ja auch eigentlich das Fatale!
      Wer als Label versucht, sich dem Streaming-Druck zu widersetzen, der kuckt dabei evtl. in die Röhre.
      Nur, wie schon geschrieben, das thema hatten wir hier wirklich bereits sehr oft - auch ohne ein konkretes "Beispiel" wie eben jetzt Imaga.
      Contendo hat ja auch seine CD-Produktionen immer erst ein paar Wochen nach VÖ im Stream, um erst einmal denen den Vorzug zu geben, die kaufen.
      "Sorge dafür, dass jeder Tag mit einem Abschlusslacher endet" (A.Fröhlich)
    • Streaming lohnt sich generell für kleine Labels nicht,da kommen nur Peanuts rum.Warum kleine Labels da mit machen kann ich nicht verstehen ; vielleicht erhoffen die dadurch daß der physische Verkauf verstärkt wird was aber lt meinen Info nicht der Fall ist
    • Ich bin da eigentlich ganz neutral.
      Bin weder der CD-Verfechter noch der Streaming-Gegner.
      Ich sehe die Sache ganz genau so wie @Ben Kenobi. :]

      Ben Kenobi schrieb:


      Lenny schrieb:

      Man kann ja dieser Meinung sein. Aber ich denke dann wird man auf lange Sicht mit seinen Audioprodukten so am Markt nicht mehr überleben können.
      Warum?Weil man eher darauf setzt zuerst die zahlenden Kunden zu bedienen?
      Ich finde es richtig, Leuten denen ein Produkt etwas wert ist mit einem Vorteil zu versehen.

      Denn welchen "Nachteil" haben denn die Streamer? Doch nur das sie es erst später hören dürfen.
      Ich frage mich eh, mit welchem Recht nicht zahlende Personen überhaupt verlangen können, mit zahlenden Kunden gleichgestellt zu werden.

      Ich würde es sogar noch verstehen, wenn "Premium-Streamer" ein Zwischenschritt wären, also z.B. drei Monate nach physischem Release und "Gratis-Streamer" dann erst nach 6 Monaten.

      Label-Shops finde ich total gut und die sollte man auf jeden Fall unterstützen.

      Gruß, Frank
      Wo Leidenschaft ist, da ist auch Hoffnung.
    • Streaming komplett aus dem Portfolio streichen ist in der heutigen Zeit eigentlich kaum noch möglich. Ich finde es aber durchaus ok, für einen Zeitraum X einen Mehrwert für Käufer zu schaffen, also z.B. 3-6 Monate nur physisch und erst dann Streaming. Haben die ??? ja auch bis zur Folge 200 über Jahre so gemacht, dass Streaming immer eine Folge zurück war.
      Bei Musikalben besteht der Mehrwert dann oft durch ein spezielles Boxset mit weiteren Gimmicks, die man nur so erhalten kann.

      Die richtigen Liebhaber haben dann die Möglichkeit, etwas Besonderes zu erwerben. Und wer als Konsument nur auf Streaming setzt, wartet dann auch ab.
      Ich bin auch einer derjenigen, die nur sehr selten und in ganz speziellen Fällen kaufen. Dafür habe ich aber über Napster (dafür bezahle ich seit Jahren jeden Monat) die Möglichkeit, sehr viele Reihen und andere Hörspiele kennenzulernen, die ich ansonsten nicht entdeckt hätte - und die ich mir vermutlich auch niemals kaufen würde.
    • Neu

      Haggi schrieb:

      Streaming lohnt sich generell für kleine Labels nicht,da kommen nur Peanuts rum.Warum kleine Labels da mit machen kann ich nicht verstehen ; vielleicht erhoffen die dadurch daß der physische Verkauf verstärkt wird was aber lt meinen Info nicht der Fall ist
      Gerade den sehr kleinen Nebenerwerbslabeln praktisch ohne Mitarbeitern geht es halt nicht nur um Geld.

      Ist ja auch witzlos so viel Arbeit in ein Hörspiel zu stecken und dann hören das mit CD und Download vielleicht 500 Leute wenn überhaupt.
      Junge, du sitzt immer nur zu Hause am PC
      Gut so, weitermachen!
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