Dorian Hunter - 44 - Der Teufelseid

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    • Dorian Hunter - 44 - Der Teufelseid

      Dorian Hunter – 44. Der Teufelseid



      Die Entführung von Philip, dem jungen Hermaphroditen, lässt Dorian Hunter keine Ruhe, und natürlich will er seinen Schützling trotz Zerschlagung seines Teams umgehend finden. So folgt er der einzigen Spur, die er hat: Ein Foto von ihm und Coco, das in Griechenland aufgenommen wurde und das Philip zurückgelassen hat. Auf der Fahrt trifft Dorian auf die rothaarige Schönheit Aphrodite, die enger mit den Ereignissen verknüpft ist als der Dämonen-Killer gedacht hätte…

      Viel ist passiert in den letzten Episoden von „Dorian Hunter“, krasse Wendungen haben für immer neue Voraussetzungen für die Figuren haben sich ergeben. In Folge 44 „Der Teufelseid“ wird nun nicht mehr hinzugefügt, sondern die bereits angefangenen Handlungsstränge vertieft, aufgeklärt, weitergeführt – und das ist sehr spannend geraten und bringt einige neue Stimmungen mit sich. Besonders die Reise in die Klosterlandschaft von Griechenland sorgt für einige interessante Szenerien, passend dazu wird ein wenig in der griechischen Mythologie in Verbindung mit der streng katholischen Prägung der Gegend eingeführt. Das wirkt machtvoll, kreativ und sehr stimmungsvoll, wohinter die Handlung keinesfalls zurückstehen muss. Im Gegenteil: Schon nach kurzer Zeit sorgt die verführerische Aphrodite für Aufregung, die Suche nach Philip gestaltet sich zunehmend dynamisch und druckvoll, später wird dann auch Coco Zamis‘ Schwangerschaft verschärft beobachtet und wirft zahlreiche Fragen auf, die die kommenden Episoden sicherlich stark beeinflussen werden. „Der Teufelseid“ ist eine Schlüsselfolge der Serie mit einigen wichtigen Meilensteinen für die Entwicklung der Rahmenhandlung, umso lobenswerter ist es, dass die Episode dennoch sehr eigenständige Elemente hat und ihre individuelle Ausstrahlung findet – sehr hörenswert!

      Der wunderbare Sven Plate gefällt mir als Jerome Hewitt wieder sehr gut, seine derben Kommentare kommen mit seiner kratzigen Stimme sehr gut zur Geltung, wobei er mit gelungenen Facetten einen sehr präsenten Charakter schafft. Tobias Lelle ist in der Rolle des Mönchs Christopherus zu hören, der mit viel Energie spricht und sich sehr gut an die düstere Szenerie der Serie anpasst und dabei deren Ausstrahlung noch verstärkt. Auch Toini Ruhnke macht als Aphrodite einen äußerst positiven Eindruck, bringt eine geheimnisvolle und markante Ausstrahlung mit sich, was ihren Szenen eine besondere Aura verleiht. Weitere Sprecher sind Carmen-Maja Antoni, Lutz Riedel und Tim Kreuer.

      Eine große Stärke der Serie ist seit Beginn die hervorragende akustische Gestaltung, die auch in dieser Episode sehr gut geraten ist. Die Stimmung in Griechenland wird mit dem Blöken von Eseln, Meeresrauschen und anderen Geräuschen gelungen eingefangen, in Actionszenen oder überraschenden Schockmomenten sind die Sounds aber auch lauter eingebaut. Die Musik ist erneut sehr prägnant, düster und modern, während der Humor der Serie an einigen Stellen durch das Ausfaden von Stimmen noch unterstrichen wird.

      Auf den ersten Blick ist das ausgewählte Covermotiv überraschend: Ein Embryo im Mutterleib, zusammengekrümmt und noch nicht vollständig ausgebildet. Doch das Thema ist sehr passend zu dieser Episode und vermittelt zudem eine wunderbar düstere Stimmung – natürlich auch wegen den verschwommenen Rändern und der dunklen Farbgebung. Ein kurzer Einleitungstext im Inneren beschäftigt sich mit der Episode im Zusammenhang der gesamten Serie und wird durch eine ausführliche Auflistung aller Beteiligten ergänzt.

      Fazit: „Der Teufelseid“ macht einige Zusammenhänge klarer und bereitet bisher gestreute Themen gelungen auf, hat aber auch eine sehr eigenständige Wirkung und eine individuelle Handlung. Die Stimmung ist sehr dicht und druckvoll geraten, sogar in eher ruhigen Erzählmomenten kommt eine spannende Wirkung zur Geltung. Eine sehr starke Episode der Serie!

      VÖ: 5. Februar 2021
      Label: Zaubermond
      Bestellnummer: 9783954267040