Der Hexer von Salem - 3 - Die Hexe von Salem

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    • Der Hexer von Salem - 3 - Die Hexe von Salem

      Der Hexer von Salem – 3. Die Hexe von Salem



      Robert Craven kommt in London in der Pension Westminster an, um den Mann zu finden, auf den er durch seinen Vater aufmerksam gemacht wurde und der sich Howard nennt. Doch er steht vor vernagelten Fenstern und einem heruntergekommenen Haus, sodass sogar der Kutscher schnell wieder das Weite sucht. Doch das Innere überrascht ihn mit seiner hochwertigen Ausstattung ebenso wie die Informationen, die er von Howard erhält…

      Wolfgang Hohlbeins Geschichten um den „Hexer von Salem“ sind zwar schon ein paar Jahre alt, haben aber nichts von ihrer düsteren Faszination verloren – insbesondere nicht in der hervorragenden Hörspielumsetzung von Stefan Lindner, die bereits in den ersten beiden Episoden begeistert hat. Einige Zeit später ist nun auch die dritte Folge „Die Hexe von Salem“ erschienen. Der Titel lässt es erahnen: Es wird eine weibliche Hexerin vorgestellt, die einen interessanten Kontrastpunkt zu Robert Craven bildet und noch einmal eine ganz neue Stimmung mit sich bringt. Die Stimmung wird durch sie noch düsterer und bedrohlicher, was schon recht zu Beginn angedeutet und dann immer weiter vertieft wird – sehr gelungen. Doch auch ansonsten bringt die Folge einige überraschende Neuerungen mit sich, beispielsweise die Identität des geheimnisvollen Howards und seiner Rolle in der Geschichte, der aber auch noch weitere Hintergründe zu dem Vater von Robert berichten kann, die den weiteren Serienverlauf weiter beeinflussen wird. Doch es gibt auch eine eigenständige Handlung, die sich auf diese Folge begrenzt und ihr eine eigene Identität verleiht, anstatt „nur“ die Rahmenhandlung weiter zu erzählen. Das wirkt wieder ziemlich voll, und da auch das Tempo nicht gerade langsam ist, benötigt man schon volle Konzentration, um allem folgen zu können, wird dann aber auch mit einer hervorragenden Erzählweise und vielen spannenden Momenten belohnt.

      Claudia Urbschat Mingues ist in der Rolle der Lyssa zu hören und zeigt eine weitere, sehr gelungene Facette ihres Könnens, klingt mystisch, bedrohlich, teilweise fast hypnotisierend, wobei sie auch einen Hauch Erotik mit einfließen lässt. Oliver Link trifft als geheimnisvoller Howard auf, seine tiefe Stimme nimmt markante Einfärbungen an und pusht die Stimmung des Hörspiels mit seinem ausdrucksstarken Auftreten. In der Rolle des Andrew Fabian Harloff zu hören, auch er passt hervorragend in das Ambiente der Serie und fügt ihr einige neue Facetten hinzu. Weitere Sprecher sind Thomas Albus, Katharina von Draake und Stefan Wilkening.

      Die hervorragende akustische Gestaltung der ersten beiden Episoden wird auch hier wieder gekonnt fortgesetzt. Die Musik mit den klassischen Instrumenten wirkt düster, bedrohlich und sorgt im Hintergrund auch während vieler Dialoge für die passende Stimmung. Aber auch die Ausstattung mit Geräuschen ist vielfältig und sehr treffend, sodass passende Kulissen für die Szenen entstehen oder die Handlungen der Charaktere an Prägnanz gewinnen.

      Das Titelmotiv des Hörspiels gefällt mir ebenfalls wieder sehr gut, insbesondere da die kühle, abweisende Farbgebung wieder für eine ganz besondere Stimmung sorgt. Aber auch die Frau in dem Mantel mit den weit geschnittenen Ärmeln, den ausgebreiteten Armen und dem nach oben gewendeten Blick ist ein sehr gelungenes Motiv. Im Inneren des kleinen Booklets sind neben den üblichen Angaben noch Fotos einiger Sprecher abgedruckt.

      Fazit: „Die Hexe von Salem“ überzeugt mit ihren vielen spannenden Entwicklungen, die die Serienhandlung deutlich vorantreiben und neue Elemente hinzufügen, bereits bestehende aber auch erweitern und vertiefen. Doch auch die hier erzählte Handlung weiß mit vielen spannenden Momenten zu überzeugen. Eine lebendige Folge, die mit fast 80 Minuten Laufzeit zudem sehr viel gelungenes Material bietet.

      VÖ: 8. August 2020
      Label: Lindenblatt
      Bestellnummer: 9783960663140