Wichtig Binge Hören - "Die drei Fragezeichen"-Klassikerfolgen - hier ist Platz für Eure Eindrücke - diese Woche: DDF 7 - Der unheimliche Drache und DDF 8 - Der grüne Geist

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      Mich haben wohl tatsächlich meine Kindheiterfahrungen mit den jeweiligen Folgen geprägt.

      Den sprechenden bzw. den pfeifenden Totenkopf (wo Just im Bett liegt) fand ich damals gruselig und die Folge habe ich bis heute am seltensten von den Klassikern gehört.
      Es ist interessant wie unterschiedlich die Folgen bewertet werden dadurch.
      Bei mir ist sie irgendwo im Mittelfeld platziert und da kommt sie auch nicht mehr weg =)

      Dabei ist die Folge gut gemacht, aber für mich halt tatsächlich "nur" gut.

      Hardenberg schrieb:

      Und jetzt freue ich mich schon auf die nächsten drei Folgen.
      Ich auch. Da ist auch mein "Erstie" bei, meine Einsteigerfolge :herz5:
      Besser Illusionen die uns entzuecken als zehntausend Wahrheiten
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      6 Der sprechende Totenkopf


      Interessanterweise eine Folge, die ich, soweit ich mich erinnere, als Kind nicht kannte. Daher fehlt ein wenig der Nostalgie-Faktor, wobei ich den Totenkopf jetzt trotzdem gerne mal wieder gehört habe und das dürfte für die Qualität der Folge sprechen. Es gibt zwar einige Ungereimheiten, aber die Rätsel sind nett und die Amto der Folge stimmt ebenfalls.
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      Ups, bin ich zu früh?
      Mein Sohn und ich haben heute schon mal in den Unheimlichen Drachen reingehört. (Die Mathe-Aufgaben waren zu langweilig.)
      Ich liebe diese Folge.
      Mag aber sein, dass ich da nicht ganz objektiv bin, denn Der unheimliche Drache war mein erstes Hörspiel überhaupt.

      Ich mag die Folge von vorne bis hinten, natürlich ist die Grundidee völlig schräg, aber im Vergleich zu heutigen Folgen wurde das Schräge damals plausibel gemacht durch die schräge Persönlichkeit des Mr. Shelby. Heutzutage handeln in neuen Folgen ganz normale Leute schräg, und man tut so, als könnte man das ernstnehmen. Hier sieht sogar Justus am Ende von einer weiteren Verfolgung Shelbys ab, weil er ihn für einen im Gunde harmlosen Spinner hält.

      Bis zur Auflösung geht es aber mal wieder abwechslungsreich und spannend zu. Stimmungsvoll fand ich immer die Ausflüge in die Höhle, mit den finsteren Harpunenmännern, von denen einer wie Patrick klingt. :zwinker: Da hatte ich früher schon immer ganz konkrete Bilder vor Augen, und dieselben Bilder habe ich noch heute. =)

      Was ich allerdings schon als Kind nicht verstanden habe, war die Beschreibung der drei ???, der Drache klinge, als würde er husten, denn das Geräusch, das Europa dem Drachen zuordnet, klingt ja nun gar nicht nach Husten, sondern nach wirklichem Brüllen - das ich als Kind auch ziemlich beeindruckend fand.

      Dass die Kinder nicht bemerken, dass der Drache auf Rädern heranrollt - nun gut, es ist vielleicht wirklich von Vorteil, dass ich noch Kind war, als ich das das erste Mal hörte. Oder könnte man sich auf das Zwielicht in der Höhle rausreden? =)

      Auch die Sprecher sind ein Gedicht. Pasetti darf als Hitchcock auftreten, Lauffen gibt einen genialen Spaßvogel ("Lasst es sein, lasst - lasst es sein - meine Hööööhle!"), und F.-J. Steffens' Text als Carter ("Ja, was wollt Ihr Burschen hier? ...") kann ich bis heute mitsprechen.

      Also - kurz und gut: Andere mögen sich an dieser Folge abarbeiten. Ich liebe sie!

      :love3:
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      So, und hier geht es dann ab heute weiter mit den nächsten beiden Binge-Folgen:

      DDF - 07 - Der unheimliche Drache

      und

      DDF - 08 - Der grüne Geist :ggghost: (Den müsst Ihr Euch jetzt halt grün denken. ;) )

      Wie immer viel Vergnügen bei den beiden Stories :sera: - und es wäre halt auch schön, wenn Ihr hier ein gewisses "Feedback" (wie ausführlich nun auch immer, das bleibt ganz Euch überlassen) abgeben würdet, damit man sieht, wer überhaupt noch dabei ist. :pfeifen:
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      Ich habe gestern mal spontan den Grünen Geist begonnen und dabei verdutzt festgestellt, dass die männlichen Schreie exakt dieselben sind wie beim Teufelsberg (wo sie überhaupt nicht zur Stimme des Charakters passen). Wäre das so teuer gewesen, jeden Sprecher selbst schreien zu lassen?! :roll:
      Ansonsten ist das eine Folge, die durch den getrennten Ermittlungsweg (Peter und Bob) zum ersten Mal so aufgetreten ist in der Serie.
      Ein Fehler ist, dass Peter zu Bob und Chang sagt, er wisse gar nicht, warum sein Pferd durchgeht. Dabei wird das noch zwei Sätze vorher erklärt. ?(
      Auch das Erklärgebrabbel, als Peter alleine zum Jeep zurückreitet, ist Käse und sehr ungelenk. Show, don't tell. :D
      Ich mag die Folge insgesamt (trotzdem) sehr, alte chinesische Mythen, der 107jährige Wong, viel Atmosphäre, und Sprecher, die ich mag. :]
      Und natürlich Hitchcock, der alles toppt ("Jensen heißt die Kanaille.") :thumbsup:
      Eins und eins ist zwei -- von London bis Shanghai!


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      Ich finde ja vor allem bei Der grüne Geist die Sprecherleistung von Peter Kirchberger großartig. Ich bin ja ansonsten kein großer Freund seiner Stimme und seines teils übertriebenen Spiels, aber wie er hier seine Rolle anlegt und spricht, finde ich super. Er klingt in den verschiedenen Situationen tatsächlich (für meine Ohren) unterschiedlich, so dass ich mir früher nicht mal sicher war, welcher der Männer vom Anfang er eigentlich war.

      Aber auch die anderen Sprecher sind großartig: Rolf Mamero als Jensen, Marianne Kehlau als Lydia Green - und dann natürlich Ernst von Klipstein als der als Won. Ich bin hundertsieben Jahre alt geworden mithilfe der Perlen. Das ist für mich eines der Zitate der DDF-Klassiker. =)

      Diese Folge ist mal wieder atmosphärisch ungeheuer dicht, und die Handlung sehr pointiert und daher rasant dargestellt. Das ist überhaupt das große Plus an den Klassikern: sie weisen nicht den Hauch von Längen auf (was zugegebenermaßen hin und wieder auf Kosten der Logik ging; wobei ich noch immer der Meinung bin, dass das nicht Francis Schuld war, sondern im Nachhinein noch an den Skripten rumgefummelt wurde, um sie kassettentauglich zu machen).
      Hier auch: Der Besuch des Geisterhauses, das Aufstemmen der Mauer, die Reise zu Lydia Green, der Diebstahl der Perlen, die Konfrontation mit Jensen, Entführung usw.: die Handlung pausiert kaum, die Geschichte wird unaufhaltsam vorangetrieben. Da sollten sich viele der heutigen Hörspielmacher mal ein Beispiel dran nehmen.

      Was die Geschichte selbst angeht, so ist es ein bisschen wie beim unheimlichen Drachen: Wenn man genau darüber nachdenkt, dann wirkt das Ganze natürlich nicht sehr plausibel: ein Geist, der mit einem Projektor an die Wand geworfen wird und den alle für einen echten halten... naja, so ganz glaubwürdig ist das ja nicht. Obwohl man einwenden könnte, dass die Männer zu Beginn ja auch glauben, dass jemand einen Jux mit ihnen macht, und auf dem Anwesen von Lydia Green nur diejenigen an ihn glauben, die entweder eh schon bereit dazu sind (Lydia Green selbst) oder eben, wie betont wird, besonders geistergläubig bzw. abergläubisch sind (die Arbeiter auf dem Weingut). Insofern wird dieser vermeintliche Mangel an Plausibilität zumindest bereits innerhalb der Vorlage erkannt, und es wird versucht, ihm zu begegnen, während das heutzutage niemanden mehr juckt, ob Vergleichbares auch nur ansatzweise in der Gegenwart denkbar wäre. Es ist einfach alles erlaubt.

      Für mich vor allem wegen der Atmosphäre und der großartigen Sprecherleistungen eine Highlight-Folge. Mit vielen einprägsamen Zitaten...

      Jensen heißt die Kanaille.

      Leden, leden, leden! Jetzt Zeit für Jungs zu essen. Essen macht stalke Männel. Setzt Euch!

      Fragt eine Maus, wohin es geht, wenn Adlerklauen sie ergreifen?


      ++++


      Meine aktuellen Ergüsse zu Der unheimliche Drache finden sich hier. Ich war ein wenig voreilig. :zwinker:
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      @Hardenberg Du kannst, wenn Du ganz genau sein willst, den "Drache"-Text nochmal darunter in den "Grüner Geist"-Post reinkopieren, und ich lösche Dir den obendrüber dann einfach weg. :)
      Einen Post irgendwo komplett rausnehmen und woanders im selben Thread hinsetzen, das können wir auch nicht so einfach. Zumindest nicht, dass ich es wüsste. :denk:
      Aber es geht ja andererseits auch so.
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      Apropos Drache. Gute Folge mit einem textlichen Megaaussetzer. Wie kann man nur so einen Satz wie den mit dem Frontsoldaten in ein Kinderhörspiel packen. Voll daneben. :kopffass:
      Dass der Drache hustet, haben die Kollegen vom Sounddesign auch in den Sand gesetzt. Der hustet gar nicht, sollte es aber. :D
      Ansonsten starke Folge, immer was los. Schöner Klassiker. :]
      Eins und eins ist zwei -- von London bis Shanghai!


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      gruenspatz schrieb:

      Wie kann man nur so einen Satz wie den mit dem Frontsoldaten in ein Kinderhörspiel packen.
      Dafür is F.J. Steffens Schrotflinte dann wenigsten eine ungefährliche Schrottflinte. ;)
      Ja, der Satz is unglücklich und daneben, aber vergiss nicht, dass man es mit solchen Sätzen in den frühen 80ern noch nicht so genau genommen hat.

      Bei mir gibts den Drachen heute Abend, mal sehen, wie weit ich noch damit komme vor dem Schlafengehen...
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      Hardenberg schrieb:

      Was ist denn an dem Satz mit dem Frontsoldaten so daneben?

      Ich fand den Satz schon immer total überrtrieben.
      Würde zwar vielleicht nicht gerade von einem "Megaaussetzter" sprechen, aber es ist auch für mich (das darf ja jeder sehen, wie er will) absolut nicht passend, in einem Kinderhörspiel Vergleiche zwischen erschrockenen Jungs und Soldaten in einem Krieg an der Front zu ziehen, die quasi minütlich um ihr Leben fürchten müssen.
      Das ist schlichtweg auf unangenehme Weise "drüber" ausdruckstechnisch, da hätten es auch die "Angsthasen" getan. :pfeifen:
      Und ich gehe davon aus, dass @gruenspatz das auch in etwa so gemeint hat/ so sieht.

      Zumal es den Satz im Buch auch nicht gibt.
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      Ich denke, es sollte ja gerade die große Übertreibung dargestellt werden. Da kommt so ein Vogel an Drähten, und die Jungs nehmen dieses Viech so ernst, als wären sie Soldaten an der Front, weil sie es nicht erkennen.
      Ich finde das überhaupt nicht geschmacklos. Es soll ja nur verdeutlichen, wie doof die Kinder sich fühlen. Deswegen auch: schöne Blamage!

      Aber wie Du schon schreibst: Das kann ja jeder anders sehen. :)