Gruselkabinett - 157 - Das Auge des Panthers

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    • Gruselkabinett - 157 - Das Auge des Panthers

      Gruselkabinett - 157. Das Auge des Panthers



      Nachdem Jenner Branding bereits mehrfach nach einem Heiratsantrag von seiner Geliebten Irene Marlowe zurückgewiesen wurde, will er nun endlich die Hintergründe ihrer Ablehnung erfahren. Und so erzählt die junge Frau mit den faszinierenden blauen Augen von einem Ehepaar in einem Blockhaus nahe des Mississippi, deren Glück mit einem Baby gekrönt wurde. Doch ihre Pionierstätigkeit bringt sie nahe an den Rand der Wildnis...

      Mit "Das Auge des Panthers" hat Titania Medien eine weitere Geschichte aus dem englischen Sprachrraum aufgetan, die hierzulande bisher kaum bekannt ist und den meisten Hörern somit einige Überraschungen bieten dürfte - insbesondere weil die Geschichte noch einmal andere Akzente innerhalb der Serie setzt. Der Aufbau erscheint zunächst allerdings klassisch, wie so häufig ist eine Rahmenhandlung zu hören, dieses mal um den Anwalt Jenner und seine Geliebte Irene, die allerdings einen sehr engen Bezug zu den Figuren an sich hat, sodass der zweite Teil der Rahmenhandlung sehr individuell und ungewöhnlich geraten ist. Hier gilt es, die vorher geschilderten Schrecken aufzuarbeiten und die Konstellationen zu durchschauen, eine schreckliche Vermutung zu bestätigen und ein tragisches Ende für die Figuren zu verarbeiten. Der Mittelteil um das Pionierehepaar ist geprägt von der Angst der Ehefrau vor der Einsamkeit der Nacht und ein schreckliches Ereignis, das sehr prägend für die Episode umgesetzt wurde. Mir gefällt, dass wie immer der leise Grusel im Vordergrund steht und die schrecklichen Ereignisse eher angedeutet werden, das aber sehr intensiv. Die Sprache der Episode ist meist poetisch, beispielsweise wenn über die besondere Stimmung bei Dämmerung gesprochen wird, zu jeder Zeit aber sehr geschliffen und in die Zeit des Hörspiels passend. Trotz der intensiven Atmosphäre schafft es die Handlung aber nicht, durchgängig zu fesseln. Das liegt einerseits an dem sehr langen Erzähleranteil in der Geschichte am Mississippi, die allerdings geschickt durch das Gemurmel und die angsterstickten Laute der Ehefrau sowie das Geschrei ihres neugeborenen Kindes aufgelockert wird. Doch auch der Spannungsbogen sorgt durch eingeschobene Erläuterung für einen Abfall der Stimmung. Die Idee der Geschichte und die sehr intensive Umsetzung lassen diese Episode aber dennoch hörenswert werden.

      Als Irene Marlowe ist Jessica Kessler zu hören, die in der Rahmenhandlung die Faszination, die von der jungen Frau ausgeht, mit ihrer Stimme gekonnt einfangen kann und dabei einige sehr gelungene Facetten einbringt, gerade im zweiten Teil spricht sie sehr intensiv. Gertie Marlowe wird von Sigrid Burkholder gesprochen, die ihre Angst vor der Wildnis und dem Alleinsein hervorragend auch auf den Hörer überträgt und mit viel Energie umzusetzen versteht. Auch ihr späterer Irrsinn wird durch sie sehr lebendig erfasst. Erzähler der Geschichte ist der wunderbare Thomas Balou Martin, der mit ruhiger Stimme die Atmosphäre noch weiter anzuheizen versteht und präsente Akzente zu setzen versteht. Weitere Sprecher sind Patrick Stanke, Uli Krohm und Marc Gruppe.

      Die akustische Umsetzung ist wie immer geprägt von der Liebe zum Detail von Titania Medien und setzt sanfte Klaviermelodien ebenso ein wie das ferne Rufen wilder Tiere oder spannungsgeladene Melodien, die besonders dramatische Momente unterstreichen. Das ist alles fein aufeinander abgestimmt und zeichnet die Dynamik der Episode gekonnt nach.

      Das Cover wurde wieder sehr detailverliebt von Ertugrul Edirne geschaffen und lässt den Betrachter direkt in das Antlitz eines zähnefletschenden Panthers blicken. Die bläulich-schwarze Farbgebung lässt dennoch die so wichtigen blauen Augen des Tieres in den Fokus rücken. Das Innere ist wie immer schlicht, aber übersichtlich gestaltet und enthält natürlich wieder eine komplette Folgenübersicht der Serie.

      Fazit: Das Gruselkabinett zeigt hier wieder andere Facetten des Genres und baut eine sehr dichte, bedrohliche Stimmung auf, in der eine Erzählung aus der Vergangenheit ein schreckliches Geheimnis offenbart. Die Episode konzentriert sich eher auf einzelne, prägende Momente denn auf eine durchgehende Handlung und wirkt dadurch etwas stockend, überzeugt aber mit der wie immer hervorragenden Umsetzung.

      VÖ: 28. Februar 2020
      Label: Titania Medien
      Bestellnummer: 9783785781579
    • Danke für die Rezi! @DerPoldi :hutheb:

      Ich habe die Folge auch schon gehört und muss sagen, ich habe sie durchaus als kurzweilig empfunden. Jetzt keine Geschichte, die aufgrund ihrer Besonderheit hervorstechen würde, aber sehr atmosphärisch umgesetzt. Ein kleines Schmankerl für zwischendurch und als solches ganz nett. Würde vielleicht auch in eine Reihe wie die Midnight Tales passen aufgrund der Kürze und Pointiertheit.

      Sehr schön war Thomas Balou Martin als Erzähler. Ist mir sehr positiv aufgefallen, da ja in der Vergangenheit in gefühlt jeder zweiten Folge Peter Weis diesen Part übernahm, den ich aber nicht mehr so gern und so oft hören mag. Martin hat eine Stimme und eine Art des Vortrags, die es leicht macht, sich auf die Geschichte einzulassen.

      Natürlich wird die Geschichte titaniatypisch hauptsächlich über die Dialoge transportiert, aber ich habe irgendwie den Eindruck, dass sich etwas verändert hat in der Art, wie Marc Gruppe die Vorlage in Skripte umsetzt - zum deutlich Positiven. Die Dialoge sind nicht mehr so verplaudert und voll von Redundanzen, es werden mehr Konfliktpunkte oder wenigstens halbwegs konträr laufende Motive herausgearbeitet, das Floskelhafte ist stark in den Hintergrund getreten. So mein Eindruck. Ich würde es aufs Innigste begrüßen.

      Die Geschichte selbst ist unspektakulär, das muss man wohl sagen. Man hat recht schnell raus, um was es geht. Wirkliche Überraschungen gibt es nicht. Und dennoch ist das, was geschildert wird, nicht zuletzt aufgrund der Machart, Musikauswahl, Sounddesign und SprecherInnen, einnehmend dargestellt - und mit den knapp über vierzig Minuten pointiert genug ausgefallen, um nicht zu langweilen.

      Ich würde also sagen: Angesichts der Vorlage alles richtig gemacht.

      Ob es die Vorlage gebraucht hätte, steht auf einem anderen Blatt. Mir scheint, man hegt in letzter Zeit bei Titania eine Vorliebe für leicht schmuddelig angehauchte Sujets. Das kann natürlich schnell abgeschmackt klingen; hier ist aber alles in (mir) erträglichem Rahmen geblieben.

      Alles in allem bereue ich also nicht, es gehört zu haben. Hat mir sogar unterhalten, auch wenn die Story nicht sehr tiefgründig ist und die Motive auch gar nicht eingehender beleuchtet werden.

      Ein bisschen der Hals schwoll mir, als, vermutlich in Übernahme aus der Vorlage, die Mutter in der Geschichte mit folgenden Worten eingeführt wurde:

      "Die Frau war noch jung genug, um hübsch zu sein, und neu genug in der Einsamkeit der Wildnis, um sich im Grunde tagsüber ansatzweise unbeschwert zu fühlen. (...) In ihren leichten Aufgaben im Haushalt, der Versorgung ihres Kindes, ihres Ehemanns und in der Lektüre ihrer wenigen, törichten Bücher in den Mußestunden fand die junge Frau reichlich Befriedigung für ihre Bedürfnisse."

      Autsch! :pinch:

      Wenn das jetzt eine handelnde Figur gesagt hätte - okay, dann hätte ich das als zeittypische männliche Verbohrtheit abgetan, aber dadurch, dass es der Erzähler sagt, der ja in diesem Fall über der Handlung steht, kommt dem eine Art "objektiver" Beschreibung zu. Und dann hinterlässt es einen etwas ekligen Beigeschmack.

      Andererseits ging mir die Frau mit ihrer demonstrativen Schwäche und ihrem naiven Gewimmer eh schnell auf den Keks - und so habe ich mich dazu entschlossen, sie nicht als exemplarisches Beispiel für eine Frau aus Sicht Bierces zu sehen, sondern als bedauerlichen Einzelfall einer ziemlich doofen Pute. Auch so etwas soll's ja geben. =)

      An Sternen würde ich wohl gute und solide

      :st: :st: :st: :st3: :st2:
      geben.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:

      VIDAN


    • Gruselkabinett - 157 - Das Auge des Panthers

      Zum Inhalt:
      Der Rechtsanwalt Jenner Brading ist in Irene Marlowe, eine junge Frau aus der Nachbarschaft, verliebt. Doch obwohl sie seine Gefühle erwiedert, weigert sie sich, ihn zu heiraten. Eines Abends macht er ihr erneut einen Antrag, den sie wieder aus ihm unerfindlichen Gründen ablehnt. Damit will sich ihr Verehrer aber nicht mehr zufriedengeben und bedrängt sie so lange, bis sie ihr Schweigen bricht. Die Geschichte, die Brading nun zu hören bekommt, kann er kaum glauben...

      Zur Produktion:
      Seitdem ich vor vielen Jahren in einer US-High-School den Kurzfilm "An Occurrence at Owl Creek Bridge" gesehen habe, bin ich glühender Verehrer des amerikanischen Schriftstellers, Poeten und Journalisten Ambrose Bierce (24.06.1842 - ca. 1914). Sein Buch "The Devil's Dictionary" zählt zu den 100 Meisterwerken der amerikanischen Literatur und der 1892 veröffentlichte Band "Tales of Soldiers and Civilians" gilt als eins der 100 einflussreichsten Werke in den USA vor 1900. Als Schriftsteller war er ein Pionier auf dem Gebiet der realistischen Erzählungen, und als Autor von Horrorgeschichten steht er neben Edgar Allan Poe und H.P. Lovecraft. Mit seinen Kriegsgeschichten beeinflusste er solche berühmten Schriftsteller wie Stephen Crane und Ernest Hemingway.
      Im Dezember des Jahres 1913 reiste er nach Mexiko, um dort aus erster Hand über die Revolution zu berichten. Gerüchten zufolge wurde er zuletzt bei den Truppen der Rebellen gesehen, wo er für immer verschwand. Ich muss zugeben, ich war der festen Meinung, Titania Medien habe sich bereits einiger seiner Kurzgeschichten angenommen und war überrascht festzustellen, daß es sich bei "The Eyes of the Panther", so der englische Originaltitel der hier zugrundeliegenden Kurzgeschichte, tatsächlich um die erste Vertonung handelt. Ursprünglich erschien diese am 17.10.1897 im "San Francisco Examiner", bevor sie ein Jahr später in dem bereits erwähnten Werk "Tales of Soldiers and Cilvilians", auch bekannt unter dem Titel "In the midst of Life" erneut veröffentlicht wurde. Der berühmte Verfasser, Filmproduzent und Drehbuchautor Val Lewton ließ sich 1930, nach der Lektüre dieser Kurzgeschichte, zu seiner eigenen Version "The Bagheeta" inspirieren, die dann 1942 die Grundlage für den viel beachteten Film "Katzenmenschen" bildete.
      "Das Auge des Panthers" von Bierce wurde 1989 und zuletzt 2006 ebenfalls verfilmt.
      Mit dem von ihm erstellten Hörspielskript hat Autor Marc Gruppe in meinen Augen wirklich gute Arbeit geleistet. Er bleibt absolut wortgetreu bei Bierces Text, ohne aber sklavisch daran zu "kleben". Etliche Sequenzen, die ursprünglich dem Erzähler gehören, hat er entweder in Dialoge verwandelt oder zu reinen Spielszenen umgearbeitet. Vor allem letzteres ist äußerst zufriedenstellend gelungen. Exemplarisch seien hier die Szene mit der Fellmütze des Vaters und die, in der Charles Marlowe nach Hause kommt, genannt. Es ist einfach großartig, wie sich diese Ereignisse dem Hörer allein durch die Akustik erschließen. Das hier dargestellte Frauenbild, repräsentiert von Irene Marlows Mutter, erscheint heute natürlich extrem antiquiert, ist aber Zeugnis des damaligen Rollenverständnisses und gehört einfach zur Geschichte.
      Obwohl Ambrose Bierce weitgehend auf die damals üblichen rassistischen Klischees verzichtete, hat Gruppe die wenigen noch vorhandenen ebenfalls entschärft und aus den "Savage Children" bzw. "Indians" die "Ureinwohner" gemacht. Davon mal abgesehen, gibt es, wie schon erwähnt, kaum Abweichungen zum ursprünglichen Text. Lediglich die Daten der Handlung (1890 bzw. 1870) und der Geburt von Irene (hier 9 Monate, im Original 3 Monate nach den Ereignissen in der Blockhütte) wurden von ihm leicht verändert. Letzteres lohnt einer näheren Betrachtung. Interessanterweise macht nämlich der Zeitraum von 9 Monaten nach menschlichen Maßstäben zwar mehr Sinn bzw. erscheint natürlicher, aber Birce hatte die 3 Monate ganz bewusst gewählt, da sie der durchschnittlichen Trächtigkeitsdauer eines Panthers entsprechen. Ein weiterer durchaus signifikanter Unterschied zum Originaltext liegt in der Augenfarbe des Tieres. Während sie bei Bierce als rot-grün beschrieben wird, was der tatsächlichen Augenfarbe der Großkatze gleichkommt, spricht Gruppe in seinem Skript stets von einem bläulichen Schimmer, was sich mit dem Cover des Hörspiels deckt. Diese Änderung finde ich ein wenig ungeschickt, da sie meiner Meinung nach zu sehr den ursprünglich überraschenden Ausgang der Geschichte vorwegnimmt.
      Alle anderen Änderungen zur literarischen Vorlage, wie z.B. die Tatsache, daß Bierce immer nur von einem "normalen" Panther spricht, während er bei Gruppe "übergroß" ist, sind natürlich der Dramatik geschuldet. Daß es hier nur einen Nachbarn statt der ursprünglichen zwei bis drei Männer gibt, spielt für die Handlung überhaupt keine Rolle und wird von mir nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
      Wirklich neu ist hingegen der Abschlussmonolog von Charles Marlowe, in dem dieser über sein Verhältnis zu Irene reflektiert. Ich hätte selbigen nicht gebraucht, denn auch so sind die Andeutungen über Irenes Herkunft meiner Meinung nach schon deutlich genug. So oder so vergehen die knapp 42 Minuten Laufzeit wie im Flug.
      Wie gewohnt kann der geneigte Leser die Geschichte im englischen Original im Internet unter ambrosebierce.org/panther.htm finden und selbst einen Vergleich zwischen Bierces Kurzgeschichte und dem Hörspiel anstellen.
      Die Kurzweiligkeit von letzterem ist einerseits in dem knackigen Skript und andererseits in der hervorragenden technischen Ausführung durch Stephan Bosenius und Marc Gruppe begründet. Bei diversen Szenen reicht allein die Geräuschkulisse aus, um dem Hörer das Geschehen zu vermitteln. So wird die Wildnis tagsüber mit Singvogelgezwitscher und einem leise wehenden Wind dargestellt, die Dunkelheit dagegen mit nachtaktiven Vögeln, wie beispielsweise der Eule, und einem prasselnden Kaminfeuer. Apropos Vogellaute: auf dem Friedhof krächzen passenderweise die hier zu erwartenden Raben und Krähen.
      Wie von Titania Medien gewohnt, werden auch die kleinsten Töne, wie das Entzünden eines Streichholzes oder das Spannen eines Gewehrabzuges, nicht vergessen. Highlight ist aber selbstverständlich das stets hörbare, äußerst natürlich klingende Raubtiergrollen, welches auch beim Hörer für Unwohlsein sorgt.
      Äußerst effektiv fand ich auch die Art und Weise, wie die Produzenten Gerties Traum umgesetzt haben. Dabei wurde ihr Gesang bzw. Text mit einem leichten Hall versehen und im auditiven "Hintergrund" eingespielt. Sobald sie erwacht, fällt der Halleffekt weg, und Text und Geräusche stehen wieder im Vordergrund. Zum gelungenen Hörbild trägt auch die passend ausgewählte musikalische Untermalung bei. So beginnt und endet das Hörtspiel mit einem wunderbar melancholischen Klavierstück, das den perfekten Rahmen für die Handlung bietet. Darüber hinaus bekommt man noch eine sich dramatisch steigernde Weise zu hören, bei der vor allem Streichinstrumente dominieren. Die während Irenes Erklärung mit einer Art Glockenspiel intonierte Melodie hingegen, hat mich an alte Märchen erinnert, und für die unheimlichen Töne kam der Synthesizer zum Einsatz.

      Zu den Sprechern:
      Die leicht rau anmutende Stimme von Thomas Balou Martin(Erzähler) passt ausgezeichnet zu seinem Part des Berichtenden, und die punktgenaue Betonung sorgt für eine nachhaltige Vertiefung seiner Worte. Patrick Stanke(Jenner Brading) überzeugt als Jurist im mittleren Alter, den Irenes Erklärung mehr als verblüfft. Der Höhepunkt seiner Darbietung erfolgt aber erst zum Ende des Hörspiels, als er im Bett liegt und das von seiner Figur empfundenen Grauen vollkommen wortlos und allein mit Hilfe von Keuchen, Stöhnen und anderer Laute vermittelt. Mindestens ebenso gut ist auch Jessica Kesslers(Irene Marlowe) Portrait der jungen Frau, die sich nicht in der Lage sieht, dem Werben ihres Verehrers nachzugeben. Die Art und Weise, wie sie ihre tragische Rolle regelrecht "spielt", ist für mich exzellent. Nicht ganz so gut besetzt finde ich den Part ihres leidgeprüften Vaters, den Uli Krohm(Charles Marlowe) intoniert. Zwar ist sein Vortrag an sich tadellos, was sich vor allem in seinem Abschlussmonolog deutlich zeigt, meiner Meinung nach fehlt seiner Stimme inzwischen jedoch der "unverbrauchte" Klang, der für sein "jüngeres Ich" notwendig gewesen wäre. Am besten gefallen hat mir aber das hervorragende Spiel von Sigrid Burkholder(Gertie Marlowe) in der Rolle der von ihrem Mann alleingelassenen jungen Mutter. Das ist schon eine regelrechte Tour de Force für den Hörer, ihrer Angst und dem von ihrer Figur empfundenen Entsetzen beizuwohnen, welches schlussendlich in Wahnsinn mündet. Ihr irres Gelächter wird mich wohl noch eine ganze Zeit begleiten. In den Nebenrollen sind ein einwandfrei agierender Marc Gruppe(Nachbar) als irritierter, auch um die eigene Sicherheit besorgter Anwohner sowie Marlene Bosenius(Neugeborenes) als abwechselnd glucksendes oder brüllendes Baby zu hören.

      Fazit:
      Titanias erste Ambrose Bierce Vertonung hat meine sämtlichen Erwartungen übertroffen.

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      Ich denke ununterbrochen daran.
    • Vielen Dank für eure Rezensionen und dir @MonsterAsyl für die interessanten Informationen zum Autor und der Geschichte. :)
      Ich kannte sie noch nicht, und auch wenn sie mich thematisch nicht sehr anspricht, so vergeht die Zeit beim Hören wirklich wie im Flug. :]


      Hardenberg schrieb:

      "Die Frau war noch jung genug, um hübsch zu sein, und neu genug in der Einsamkeit der Wildnis, um sich im Grunde tagsüber ansatzweise unbeschwert zu fühlen. (...) In ihren leichten Aufgaben im Haushalt, der Versorgung ihres Kindes, ihres Ehemanns und in der Lektüre ihrer wenigen, törichten Bücher in den Mußestunden fand die junge Frau reichlich Befriedigung für ihre Bedürfnisse."
      Haha, ja, da habe ich auch große Ohren gemacht. :kopffass: =) Wirklich gestört hat es mich aber nicht, da es in die Zeit der Geschichte passt, und es klingt für moderne Ohren so grotesk, dass es schon amüsant ist.
      Mehr gestört hat mich da der stimmliche Altersunterschied zwischen Gertie und ihrem Mann, ich hatte den Eindruck, sie ist mit ihrem, nein, einem Großvater verheiratet.


      Hardenberg schrieb:

      die Frau mit ihrer demonstrativen Schwäche und ihrem naiven Gewimmer
      Sie ist doch gerade erst dem Wochenbett entstiegen, Hormone und so, und mit Baby in der Wildnis...da kann ich ihr diese "Schwäche" durchaus nachsehen. ;)
    • Sylphida schrieb:

      Mehr gestört hat mich da der stimmliche Altersunterschied zwischen Gertie und ihrem Mann, ich hatte den Eindruck, sie ist mit ihrem, nein, einem Großvater verheiratet.
      Klang auch erstmal seltsam. Aber wenn man bedenkt, dass es damals gar nicht so unüblich war, dass jüngere Frauen wesentlich ältere Männer geheiratet haben, passt es ja schon wieder irgendwie. ;)
    • Chris2710 schrieb:

      Sylphida schrieb:

      Mehr gestört hat mich da der stimmliche Altersunterschied zwischen Gertie und ihrem Mann, ich hatte den Eindruck, sie ist mit ihrem, nein, einem Großvater verheiratet.
      Klang auch erstmal seltsam. Aber wenn man bedenkt, dass es damals gar nicht so unüblich war, dass jüngere Frauen wesentlich ältere Männer geheiratet haben, passt es ja schon wieder irgendwie. ;)
      Das stimmt und das ist ja auch durchaus heute der Fall. ;) Das Ohr ist da wohl nicht ganz zeitgemäß-tolerant. =)
    • Hardenberg schrieb:

      [...]

      Ein bisschen der Hals schwoll mir, als, vermutlich in Übernahme aus der Vorlage, die Mutter in der Geschichte mit folgenden Worten eingeführt wurde:

      "Die Frau war noch jung genug, um hübsch zu sein, und neu genug in der Einsamkeit der Wildnis, um sich im Grunde tagsüber ansatzweise unbeschwert zu fühlen. (...) In ihren leichten Aufgaben im Haushalt, der Versorgung ihres Kindes, ihres Ehemanns und in der Lektüre ihrer wenigen, törichten Bücher in den Mußestunden fand die junge Frau reichlich Befriedigung für ihre Bedürfnisse."
      Autsch! :pinch:



      [...]

      MonsterAsyl schrieb:

      Hardenberg schrieb:

      ...vermutlich in Übernahme aus der Vorlage, die Mutter in der Geschichte mit folgenden Worten eingeführt wurde:...
      Ja, das ist wortwörtlich so in der Geschichte. :zustimm:

      Sylphida schrieb:

      Chris2710 schrieb:

      Sylphida schrieb:

      Mehr gestört hat mich da der stimmliche Altersunterschied zwischen Gertie und ihrem Mann, ich hatte den Eindruck, sie ist mit ihrem, nein, einem Großvater verheiratet.
      Klang auch erstmal seltsam. Aber wenn man bedenkt, dass es damals gar nicht so unüblich war, dass jüngere Frauen wesentlich ältere Männer geheiratet haben, passt es ja schon wieder irgendwie. ;)
      Das stimmt und das ist ja auch durchaus heute der Fall. ;) Das Ohr ist da wohl nicht ganz zeitgemäß-tolerant. =)
      Das stimmt leider. Aber ich denke, da es sich bei den Vertonungen meist um die Umsetzung zeitgenössischer Literatur handelt, sollte man auf jeden Fall die moralische Keule stecken lassen und sich daran erfreuen, dass man der Vorlage so dicht gefolgt ist. :huhu1:
      In das 21. Jahrhundert übertragen geht so etwas natürlich gar nicht mehr. :kopffass:
    • Securitate schrieb:

      ...und sich daran erfreuen, dass man der Vorlage so dicht gefolgt ist. :huhu1:
      Genau diesen Punkt schätze ich auch sehr bei Gruppes Adaptionen. Davon abgsehen weise ich ja aber trotzdem auch immer darauf hin, wenn eine Stelle in der Vorlage und/oder dem Hörspiel heutzutage nicht mehr zeitgemäß ist. Man muss solche Passagen, meiner Meinung nach, im zeitlichen Kontext des Erscheinens sehen.


      Ich denke ununterbrochen daran.
    • Das tut ja auch jeder, aber deswegen darf es doch wohl trotzdem thematisiert werden und vielleicht auch Befremden auslösen angesichts der heutigen, glücklicherweise veränderten Verhältnisse. ^^

      Hier fiel es ja im Grunde auch nur deswegen so sehr auf, weil die zitierte Passage nicht von einer handelnden Figur, sondern vom ERZÄHLER geäußert wird. Insofern betrifft dies ja nicht bloß das Was, sondern vor allem das Wie.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:

      VIDAN
    • Hardenberg schrieb:

      ...aber deswegen darf es doch wohl trotzdem thematisiert werden und vielleicht auch Befremden auslösen angesichts der heutigen, glücklicherweise veränderten Verhältnisse ^^ ...
      Na klar. Wenn ich das anders sehen würde, würde ich es ja auch nicht in meinen Rezensionen erwähnen. :)

      Hardenberg schrieb:

      ...Hier fiel es ja im Grunde auch nur deswegen so sehr auf, weil die zitierte Passage nicht von einer handelnden Figur, sondern vom ERZÄHLER geäußert wird. Insofern betrifft dies ja nicht bloß das Was, sondern vor allem das Wie.
      Sorry, aber da sehe ich keine Unterschied. :schulter: Ob das der Erzähler oder eine Figur äussert spielt doch keine Rolle. Sind ja beides Figuren aus der damaligen Zeit.


      Ich denke ununterbrochen daran.
    • MonsterAsyl schrieb:

      Hardenberg schrieb:

      ...Hier fiel es ja im Grunde auch nur deswegen so sehr auf, weil die zitierte Passage nicht von einer handelnden Figur, sondern vom ERZÄHLER geäußert wird. Insofern betrifft dies ja nicht bloß das Was, sondern vor allem das Wie.
      Sorry, aber da sehe ich keine Unterschied. :schulter: Ob das der Erzähler oder eine Figur äussert spielt doch keine Rolle. Sind ja beides Figuren aus der damaligen Zeit.

      Das ist der Grund, warum ich dieses Thema eben durchaus erwähnens- und erörterungswert finde.

      Der Unterschied liegt für mich im Produktionsdatum des Hörspiels. Natürlich stammt die Vorlage aus einer anderen Zeit, und wenn ich das Originaldokument lese, bin ich mir dessen natürlich zu jeder Zeit bewusst. Wenn aber ein alter Stoff adaptiert wird, tritt ein Gegenwartsbezug hinzu, denn das Hörspiel stammt ja von heute und nicht aus der Zeit der Vorlage. Wenn ich in diesem Kontext einen auktorialen Erzähler installiere, dann habe ich eine Instanz, die über den Dingen (der Handlung) steht - was solche wertenden Kommentare aus der reinen Szene heraushebt.

      Daher machte es für mich durchaus einen eminenten Unterschied, ob eine der handelnden Personen einen wertenden Kommentar tätigt oder ein auktorialer Erzähler. (Etwas anderes wäre es natürlich, wenn der Erzähler auch deutlich als "Person" erkennbar wäre.)

      Mit anderen Worten: Zur Zeit der Vorlage mag eine bestimmte Haltung zeittypisch gewesen sein. Heute ist sie es nicht. Der zeitkontextuelle Standort des Erzählers ist bei einem auktorialen Erzähler in einem 2020 erschienen Hörspiel mit Vorlage von Annodazumal nicht von vornherein klar. Darum befremdet mich diese Passage. Das wäre anders bei einer handelnden Person, die allein für sich selbst, nicht aber für eine "objektivere" Sicht innerhalb der Geschichte stände.

      Die Stellung solcher Zitate ist eine andere. Als Produzent muss man wissen, ob man das möchte. Das beträfe ja auch "zeittypische" Aussagen zu Homosexuellen oder dunkelhäutigen Menschen etc., wenn hier der auktoriale Erzähler (ab)wertend beschreibt.

      Nicht ohne Grund kommt dem auktorialen Erzähler ja eine Sonderstellung zu.

      Problematisch finde ich dieses Beispiel hier jetzt aber nicht, weshalb ich auch den Hinweis mit der Moralkeule völlig daneben finde. Aber ich finde es im wahrsten Sinne des Wortes bemerkenswert. ^^
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:

      VIDAN
    • Hardenberg schrieb:

      ...Wenn aber ein alter Stoff adaptiert wird, tritt ein Gegenwartsbezug hinzu, denn das Hörspiel stammt ja von heute und nicht aus der Zeit der Vorlage...
      Das sehe ich nicht so. :nein: Klar, das HSP ist von "heute", aber die Vorlage INKLUSIVE Erzähler ist es nicht. Wer die Geschichte gelesen hat, weiß das es auch dort einen allwissenden Erzähler gibt, aber das spielt ebenfalls keine Rolle, denn auch der ist in der damaligen Zeit verankert. Von daher ist mir Deine Befremdlichkeit nach wie vor nicht verständlich bzw. nachvollziehbar. :)

      Hardenberg schrieb:

      ...Als Produzent muss man wissen, ob man das möchte. Das beträfe ja auch "zeittypische" Aussagen zu Homosexuellen oder dunkelhäutigen Menschen etc., wenn hier der auktoriale Erzähler (ab)wertend beschreibt...
      Nun, Gruppe und Bosenius sind, was solche Passagen angeht sogar sehr sensibel und der Großteil solcher "Aussagen" findet ja auch keinen Eingang ins Hörspiel, aber alles kann man eben nicht streichen, weil man sich ansonsten zu sehr von der Vorlage entfernt, bzw. den "Zeitgeist" nicht aufrecht erhält. Davon abgesehen stört es mich persönlich überhaupt nicht und ich finde es eher kurios, daß man damals so gedacht hat. Ich schätze es halt, wenn man versucht möglichst alles aus der geschichte auch im Hörspiel unter zu bringen, auch wenn es heutzutage dem ein oder anderen befremdlich erscheint. Gehört für mich allein schon von daher zu einer solchen Geschichte absolut dazu. Wer sowas nicht vertragen kann, sollte eher einen Macabros Classic oder einen Larry Brent (jeweils von Winterzeit) hören. Dort wurde alles heutzutage "politisch unkorrekte" entfernt.


      Ich denke ununterbrochen daran.
    • Naja, aber dass man die Vorlage gelesen hat, kann man ja nicht voraussetzen. Es ist ein Hörspiel von heute. Dessen Geschichte in der Vergangenheit spielt. Aber das ist gar nicht der Punkt. Es geht eher darum, dass die Aussagekraft eine andere ist, wenn eine wertende Aussage von einem Erzähler und nicht von einer handelnden Person getroffen wird, denn der auktoriale Erzähler steht ja nicht umsonst über der Handlung und soll die erzählte Welt flankierend für den Leser/Hörer einordnen. Insofern macht es eben einen Unterschied, ob eine Aussage die Meinung einer handelnden Figur darstellt - oder sie von einem "objektiven" Erzähler getätigt wird.

      Und von "stören" schrieb ich ja gar nichts. Mir stieß es (inhaltlich) auf. Aber das heißt nicht, dass es mich in einer Weise gestört hätte, dass ich nun dafür plädiere, es zu streichen oder so was.

      Ich fand es ebenfalls kurios und habe dieses Zitat im Hinblick auf die Platzierung betrachtet. Und mich gefragt, ob dieser Effekt Marc Gruppe bewusst war.
      Wäre dieselbe Aussage von einer der handelnden Personen geäußert worden, wäre die Wirkung bei mir eine ganz andere gewesen.

      Was das dichte Folgen einer Vorlage angeht, so sehe ich das bekanntlich anders. Dafür sind aus meiner Sicht eher Hörbücher oder inszenierte Lesungen geeignet. Ein Hörspiel ist ein Hörspiel - mit seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten. Und da lässt sich nun mal eine Vorlage nicht eins zu eins übertragen. Im Gegenteil, man droht es sogar dadurch zu verzerren, dass man es so unendlich zäh und langweilig macht (ich denke da etwa an "Das Haus der sieben Giebel", das im Original viel prägnanter und atmosphärischer rüberkommt; ein Kunstwerk ist halt mehr als die Summe seiner Einzelteile, die man versucht war, im Hörspiel neu zusammenzusetzen).

      Ein gutes Hörspiel trifft daher für mich in erster Linie den Geist einer Geschichte und beschränkt sich nicht bloß darauf, die Vorlage Wort für Wort zu vertonen.

      Aber das ist ein weites Feld... =)
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:

      VIDAN
    • Hardenberg schrieb:

      ...Aber das ist gar nicht der Punkt. Es geht eher darum, dass die Aussagekraft eine andere ist, wenn eine wertende Aussage von einem Erzähler und nicht von einer handelnden Person getroffen wird, denn der auktoriale Erzähler steht ja nicht umsonst über der Handlung und soll die erzählte Welt flankierend für den Leser/Hörer einordnen. Insofern macht es eben einen Unterschied, ob eine Aussage die Meinung einer handelnden Figur darstellt - oder sie von einem "objektiven" Erzähler getätigt wird...
      Genau das sehe ich eben anders. Da besteht für mich kein Unterschied und ich erwarte bzw. wünsche auch keine wie auch immer geartete Einordnung. :schulter: Aber ich sehe den allwissenden Erzähler auch nicht als wie auch immer übergeordnete Instanz, von daher... :)


      Hardenberg schrieb:

      Ein gutes Hörspiel trifft daher für mich in erster Linie den Geist einer Geschichte und beschränkt sich nicht bloß darauf, die Vorlage Wort für Wort zu vertonen.
      Schon richtig, aber das eine schliesst das andere ja nicht automatisch aus. ;)

      Hardenberg schrieb:

      Aber das ist ein weites Feld... =)
      Wohl wahr.... :zustimm: :biggrin:


      Ich denke ununterbrochen daran.
    • MonsterAsyl schrieb:

      Hardenberg schrieb:

      ...Aber das ist gar nicht der Punkt. Es geht eher darum, dass die Aussagekraft eine andere ist, wenn eine wertende Aussage von einem Erzähler und nicht von einer handelnden Person getroffen wird, denn der auktoriale Erzähler steht ja nicht umsonst über der Handlung und soll die erzählte Welt flankierend für den Leser/Hörer einordnen. Insofern macht es eben einen Unterschied, ob eine Aussage die Meinung einer handelnden Figur darstellt - oder sie von einem "objektiven" Erzähler getätigt wird...
      Genau das sehe ich eben anders. Da besteht für mich kein Unterscheid und ich erwarte bzw. wünsche auch keine wie auch immer geartete Einordnung. :schulter: Aber ich sehe den allwissenden Erzähler auch nicht als wie auch immer übergeordnete Instanz, von daher... :)

      Oha, da müssten wir jetzt eigentlich tiefer in die Materie einsteigen und Wesen sowie Funktion des auktorialen Erzählers in Abgrenzung zu den handelnden Figuren genau betrachten, aber ich denke, das würde jetzt tatsächlich zu weit führen und recht bald in einem literaturwissenschaftlichen Proseminar münden. =)

      Konstatieren wir also einfach unsere Uneinigkeit in diesem Punkt. :kumpel:
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:

      VIDAN
    • Ich habe die Folge extra vorhin auch mal gehört.
      Kannte die Geschichte zwar schon durch das Hörbuch, gelesen von Andreas Fröhlich, aber es ist mindestens zehn Jahre her, dass ich das im Player hatte, von daher war mir der Inhalt doch wieder ziemlich neu.

      Ich fand die Geschichte insgesamt leider zu sehr an den Haaren herbeigezogen!
      Allzu schwer zu glauben, dass eine junge, ängstliche Frau- nachts und allein - das Fenster ihrer Hütte offen gelassen hätte.
      Da wäre doch die Angst vor dem draußen herumstreifenden Panther oder anderen Wildtieren viel zu groß gewesen und hätte den Wunsch, ihrem Mann ein Licht aufzustellen, normalerweise weit überwogen! Zumal er das ja gar nicht gefordert hatte und sie außerdem noch die Sorge für ihr neugeborenes Baby tragen musste. :wirr2:

      Gar nicht zu reden davon, dass...
      Spoiler anzeigen
      die Mutter tatsächlich von dem Panther vergewaltigt und nicht nur schwer traumatisiert worden sein soll. :wirr2:


      Sorry, das war mir dann doch viel zu unwahrscheinlich!


      Sylphida schrieb:

      Mehr gestört hat mich da der stimmliche Altersunterschied zwischen Gertie und ihrem Mann, ich hatte den Eindruck, sie ist mit ihrem, nein, einem Großvater verheiratet.
      Immerhin wurde ja im Hörspiel gesagt, dass Gertie wesentlich jünger ist als ihr Ehemann.
      Nur klingt der da schon so, wie auch 20 Jahre später noch. :pfeifen:
      Jenner sagt von ihm, er sei "vor der Zeit gealtert", wobei der gute Mann, als ihn sein Möchtegern-Schwiegersohn kennenlernt, ja bereits mindestens um die 60 sein muss.
      Da WAR man damals ohnehin alt, "vor der Zeit" hin oder her. ^^

      Gute Produktion, passende Sprecher, da gab es, wie üblich, nichts auszusetzen.
      Aber der Inhalt ist nicht meins gewesen.