Info VIDAN - Schrei nach Leben

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      g.com schrieb:

      Ich möchte hier jetzt nicht einen Diskussion vom Zaun brechen.
      Nein, alles okay, jeder sagt seine Meinung, und das is doch auch gut so! :kumpel:

      Wir sehen selbst häufiger mal Filme mit billiger Synchro - und die gefallen uns trotzdem, weil es irgendwie zur Story passt. =)
      Aber die sollte halt auch nicht versuchen, besonders "hochwertig" daherzukommen, sonst wirkt das doppelt schlimm. :pinch:

      Und damit mich die Sprecher bei "Vidan" davon abhalten könnten, das Hörspiel zu genießen, wenn mir der Inhalt ansonsten gefällt, müssten die wirklich furchtbar sein - was sie ja aber gar nicht sind. :)
      So etwas is bisher ohnehin eher selten mal der Fall gewesen, in erster Linie zählt der Plot!
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      Ich habe gerade die 1. Folge gehört und weiß im Moment noch nicht, ob es mir gefällt oder nicht. Bisher werden ja immer kleine Türen aufgemacht und sicherlich wird die Geschichte nach und nach erst gelüftet, aber so richtig "gepackt" hat es mich nicht. Die Sprecher selbst fand ich bis dato eigentlich sehr angenehm, auch wenn man in der ersten Szene wirklich deutlich merkt, dass die Beiden getrennt aufgenommen wurden. Die Betonungen des alten Paares passt nicht zueinander. Auffällig ist aber wirklich, dass es sehr "behäbig" inszeniert ist. Ich meine damit, dass es wirklich alles sehr ruhig daher kommt und die wenigen Soundeffekte lassen die ganze Geschichte etwas kahler wirken. Da hätte man sicherlich noch ein Mü mehr heraus holen können. Aber vielleicht ist diese Art ja auch von den Machern gewollt. Das kann ich natürlich nicht beurteilen. Ich bin gespannt, was am Ende noch alles so passiert. :)
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      Securitate schrieb:

      Was für ein Cliffhanger-Brett!!! Hau mir auf´s Maul - sorry! - aber hat der das wirklich gesagt?
      *aufsmaulhau*
      Naja in den ersten 9 Folgen war es nicht wirklich bei mir auf dem Schirm.
      Spoiler anzeigen
      Aber in Folge 10 dann spätestens als die eigentlich "wildfremde" den Titelgeber plötzlich über das Thema ausfragt - aus dem Nichts heraus.
      Da war zumindest mir klar, dass in die Richtung jetzt noch was kommt, ansonsten würde die Vertiefung des Themas so kurz vor Schluss gar keinen richtigen Sinn machen (für die Story).
      Die Art der Inszenierung fand ich hier gut gemacht. Hatte wirklich ein Cliffhanger-Feeling wie es mir gefällt.
      Ein wenig fühlt sich die Staffel an wie ein Gabriel Burns 0.5.
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      @g.com: Hier zerreisst ja keiner das Hörspiel, sondern wir sagen ganz sachlich, was auffällt.
      Und die Qualität der Sprecher ist eben sehr weit gestreut. Wenn jemand wie Jürgen Kluckert dabei ist, fallen schlechte Sprecher bzw. schlechte Aufnahmen natürlich noch stärker auf.
      Vielleicht kommt unsere Kritik ja auch konstruktiv an.
      Potz Hokus, Pokus, hi und hu!



      „Dürfen wir auf fremde Lebensformen einfach draufhauen?”
      „Wenn sie in unseren Schlafsäcken sind, ja!"


      Enterprise, Folge Geistergeschichten

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      Naja, wenn ich die ersten Folgen VIDAN mit den ersten Folgen GB vergleiche, was die Sprecherleistungen und das technische Drumherum angeht, dann ist das auf einem ähnlichen Niveau. GB war anfangs auch noch weit vom Spitzenniveau entfernt, was die Produktion angeht; später kamen noch schlechte Skripte dazu.

      Insofern übe ich Nachsicht mit Regie-Newcomer Weber, auch wenn ich viele Kritikpunkte teile. Insbesondere die Leistung von einem Profi wie Sven Plate geht gar nicht. Und einige Nebenrollen-Sprecher sind tatsächlich suboptimal besetzt. Aber das fällt für mich nicht so dramatisch ins Gewicht. Dafür ist die Handlung nicht so endlos zerfasert, so dass niemand mehr sagen kann, ob überhaupt noch jemand weiß, ob das am Ende Sinn ergibt. Und dennoch ist es spannend und mysteriös, jedenfalls für jemanden, der sich noch nicht an diesem Genre sattgehört hat.

      Und wenn Secu und ich mal einer (ähnlichen) Meinung sind, dann muss das doch was heißen, oder? :green:
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:

      VIDAN
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      Komisch. Wenn ich die "ersten" GB-Folgen einlege habe ich da einen anderen Eindruck.
      Titel wie "Experiment Stille", "Angst aus Eis", "Die Fänge des Windes" oder "Nebelsee" waren damals und
      sind auch heute noch ziemlich packende Klopper, wenn ich sie mir anhöre. Weber und Sassenberg haben in der Serie
      "damals" echt alles gegeben und das merkt man der Produktion einfach an, auch noch nach heutigen Maßstäben.
      Ich ziehe zumindest die ersten GB-Folgen aufgrund der dichten und düsteren Stimmung,
      der super in Szene gesetzten unterschiedlichen Szenarien
      und spannenden Story-Ideen und des tollen und eingängigen Soundtracks einer Vidan-Staffel 1 allemal vor.
      Hinzu kommen die tollen Charaktere, die auch in den ersten Folgen schon gut "gezeichnet" waren.
      Das fehlt mir bei Vidan leider auch - mehr Charakter bei den Charakteren. Außer dem Indianer-Sheriff und seinem Hund
      ist mir noch keiner so richtig ans Herz gewachsen.

      Wie gesagt, Vidan war gut, aber kein Meisterwerk. Dafür gibt es in meinen Augen noch zu viele Baustellen.
      Gefühlt ist die Staffel 1 ein zusammenhängendes Szenario ohne große Abwechslung.
      Die Untermalung der Ortswechsel ist meiner Meinung nach ziemlich hanebüchen herausgearbeitet worden.
      Dazu die Sprecherleistungen vieler Nebencharaktere und der unbeteiligt wirkende Hauptakteur.
      Ich habe immer das Gefühl, dass der auf Stimmungsblocker unterwegs ist.
      Ich mag es aber trotzdem, wäre aber mit dem frenetischen Jubel eher verhalten.

      Vergleichend hätte es aber z.B. dem Burns besser getan, die zig Story-Elemente
      ggf. staffelweise einzubringen und somit das Fundament immer erst nach 7-8 Folgen mit neuen Elementen auszubauen.
      Die Produktionsart war aber eben damals anders als heute und darum hat man sich wohl dafür entschieden, von Anfang an
      so viele Elemente wie möglich einzubringen. Dadurch ist es komplexer als ein Vidan zum aktuellen Zeitpunkt, aber natürlich auch unübersichtlicher. Bei Vidan hat man erstmal einen Story-Strang einfadig durchgezogen und viel andere Dinge außen vor gelassen,
      die aber sicher noch kommen werden. Dadurch wirkt es für mich im Vergleich natürlich aktuell von der Story her "einfach".
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      Naja, Deine Meinung ist Dir ja unbenommen, aber ich sehe es nun mal anders. :zwinker: Vielleicht tritt über die Jahre aber auch ein wenig Verklärung ein. Ich habe GB vor noch gar nicht so langer Zeit bis in die 30'er-Folgen noch mal gehört, und gerade unter den ersten Folgen ist auch hier durchaus nicht alles Gold. Der Flüsterer war ein guter Einstieg, aber schon Die Brut war deutlich schlechter als jede Folge VIDAN, nach meinem Geschmack, auch Die Nachtkathedrale und vor allem Die Totenmaschine sind für mich nicht sonderlich gut gelungen. Auch die Sprecherleistungen waren da in Teilen unbefriedigend. Blümchen habe ich ja schon genannt, andere Sprecher in kleinen Rollen klangen auch nicht immer supersouverän, und von der Besetzung Santiago Ziesmers als Frau will ich gar nicht erst sprechen...

      Ich will hier aber auch gar nicht zu sehr ins Detail gehen mit einem GB-Vergleich, das wäre in einem eigenen Thread besser aufgehoben, aber was mein Punkt ist:

      GB war auch nicht von Beginn an auf dem Top-Niveau. Die Geschichte brauchte dafür viele Folgen lang - und flachte dann ganz schnell wieder ab. Vor allem wurde viel Atmosphäre über Andeutungen und Mysterien erreicht, in denen sich die Autoren dann über die Jahre jedoch selbst verheddert haben und die sie vermutlich nie entwirren werden. Wenn das der Preis ist, den man als Hörer zu zahlen hat, dann verzichte ich gern auf diese Art von Pseudo-Komplexität und erfreue mich an einer doch etwas bescheideneren Ausgestaltung der Handlung - die dafür aber auch in sich stimmig, am Ende rund und für den Autoren jederzeit beherrschbar bleibt. Vollmundige Versprechungen - und sei es zwischen den Zeilen -, die dann nicht eingelöst werden, brauche ich jedenfalls nicht (mehr). Selbstüberschätzung ist keine Tugend.

      Und was die Inszenierung angeht, hat Sassenberg auch lange gebraucht - aber dann zweifellos einen hohen Grad an Meisterschaft erreicht.

      Aber da kann Weber ja durchaus auch noch hinkommen. Ist ja wohl auch sein erster Versuch in Sachen Regie/Produktion, oder?

      Mit den heutigen Ohren hört man natürlich evtl. ungnädiger, weil man schon Produktionen wie GB 1-45 oder Monster1983 I-III usw. als Verlgeich heranziehen kann.
      Da hatte es GB als erster seiner Art natürlich leichter in ihren Anfängen.

      Ich bin nicht für meine Nachsicht bekannt, aber hier sehe ich deutlich mehr Grund zum Optimismus, was die Zukunft angeht, als Grund zur Sorge oder zum Verdruss. Wenn VIDAN erfolgreich ist, wird es eine zweite Staffel geben - und diese wird sicherlich handwerklich noch besser sein. Sie wird aber vor allem inhaltlich überzeugen: weil hier ein echter Autor die Handlungsfäden spinnt, der sein Handwerk wirklich versteht und auch in großen Bögen zu denken vermag. Und darauf bin ich gespannt. Gut durchdachte Mystery mag ich nämlich.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:

      VIDAN
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      Ich habe bei Vidan nur mal kurz reingehört, kann also noch nichts über die gesamte Staffel bzw. übergeordnete Story sagen.

      Ich vergleiche aber automatisch mit Gabriel Burns und auch Monster 1983, da ersteres auch von Raimon Weber geschrieben wurde und letzteres vom Setting (Sheriff, Deputy, Kleinstadt) ähnlich ist.

      Vidan kommt bei mir bisher deutlich schlechter weg, was die Sprecher und Atmosphäre angeht, zur Story kann ich wie gesagt noch nicht viel sagen.

      Mehr Senf von mir, wenn ich mehr gehört habe.
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      Geht mir genauso - gestern nur die erste Hälfte der ersten CD gehört und war - nach den Jubelchören hier - doch etwas enttäuscht. Wenn die Erwarteungen so hoch sind, ist das natürlich oft problematisch.
      Ein gleichwertige Produktion wie GB sehe ich zumindest für den Anfang der Reihe nicht. Da sind schon deutliche Unterschiede in der Qualität. Ich werde heute noch mal versuchen unvoreingenommener ran zu gehen. Besonders gestört hat mich, das hier schon angesprochene oft mangelnde "Interacting" der Sprecher. Es klingt oft klinisch, gestelzt, abgelesen. Aber ich will hier nicht zu negativ werden, sondern lieber noch mal rangehen und es einfach hören.
      Zumindest freut mich, dass Europa mit so etwas mal rauskommt. Das kann für das Hörspiel an sich nur gut sein.