André Minningers GRUSELSERIE - Eine Bilanz

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    • 5 stellig für Europa Verhältnis.

      Und Pop sowie Amazon sind kein Masstab,man kann als Laie gerade bei Amazon am Verkaufsrang nicht ablesen wie viel Stück tatsächlich abverkauft worden sind, und bei Pop gibt es ja sowas überhaupt nicht !

      Nach meinen Infos ist bei Gruselserie gerade vierstellig verkauft worden,ich denke dass der Stream auch einiges am Umsatz noch gerissen hat.

      Aber wenn die Verkaufszahlen so erfolgreich gewesen wäre,hätte Sony sich sicherlich nicht fast ein Jahr für die Folge 6 Zeit gelassen ?
    • Gianni schrieb:

      @Rudolf Platte soll man wirklich warten bis nach Folge XX endlich etwas Spannung bzw. Grusel auftauchen wird?
      Nein, das kann man von niemandem verlangen. Aber bei der Gruselserie wie auch bei DDF gibt es nun mal nicht wenige Komplettisten wie mich, die auch bei Folgen minderer bis durchschnittlicher Qualität der Serie treu bleiben - und sich dann schon über leichte Ausreißer nach oben sehr freuen können ;-)

      Beim ersten Hören fand ich die neuen Gruselfolgen auch gar nicht soooo schlecht, immerhin habe ich mir alle noch mindestens ein zweites Mal angehört - das kann ich bei den letzten DDF-Folgen ja nun leider nur noch von den wenigsten behaupten...
      Allerbesten Gewissens empfehle ich:
      DAGON von M. Winter
      Luxus-Ausstattung sowohl CD als auch LP
    • Also ich bin da ganz bei @Gianni. Was da bisher geboten wurde, war unterm Strich nicht mal durchschnittliche Hörspielkost. Das war einfach nichts, gar nichts, jedenfalls für meinen Geschmack. Die #2 hatte noch positive Ansätze, das fand ich auch, aber das Ende war dann so was von grauenvoll, dass das für mich die ganze Folge zerstört hat. Und #5 war so abgedreht trashig, dass das schon wieder (unfreiwillig) komisch war, zu verfolgen, wie sich gestandene Sprecher wie Udo Schenk und Gertie Honeck durch ein abstruses Skript voller aberwitziger Dialogzeilen quälen.

      Im Grunde bedaure ich das. Dem ambitionierten Versuch einer Nachfolgereihe zu den legendären Neon-Grusel hätte ich mehr Erfolg gegönnt. Aber dann hätte man, wie einst bei Larry Brent, halt auch etwas dafür tun müssen, und das fängt zumindest schon mal bei einem Skript-Autoren an, der es auch wirklich handwerklich versteht, ein von vorn bis hinten gelungenes Skript auf die Beine zu stellen - und noch dazu ein paar spannende Ideen halbwegs sinnvoll zu einem Ende zu führen. Beides sind nicht unbedingt die Stärken von André Minninger, um es mal vorsichtig auszudrücken. Man hätte aus der Erfahrung mit dem Larry Brent-Revival lernen können.

      Jedenfalls geht diese Reihe mal gar nicht, nach meinem Dafürhalten. Wer wissen will, wie so etwas wie die Neon-Grusel-Reihe heute klingen müsste, der kann gern zu der von mir hochgelobten Reihe Midnight Tales greifen. Die ist ebenso ambitioniert, ebenso knackig, ebenso abwechslungsreich und ebenso atmosphärisch dicht wie die Reihe von Francis. Für mich so etwas wie die Gruselserie 2.0.


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    • Retro schrieb:

      Die Gruselserie vom "Studio Hörsturz" wäre meines Erachtens ein würdiger Nachfolger gewesen- nicht nur wegen des gleichen Namens.
      Ja, da wäre Potential gewesen.
      Zumindest die zweite Folge finde ich bis heute richtig prima!
      Wobei ich davon ausgehe, dass D. Frenzel früher oder später auch hätte sehen müssen, wie er an weitere gute Skripte kommt.
      Weiß nicht, was da alles schon vorhanden war, um das Niveau zu halten bzw. noch ein bisschen zu steigern.
      Letztlich isses wohl damals nur am Geld gescheitert, sowas is immer schade!

      Aber die Serie is halt hier auch nicht mehr die Frage.
      "Sorge dafür, dass jeder Tag mit einem Abschlusslacher endet" (A.Fröhlich)
    • Habe gestern noch einmal die für mich schwächste Francis-Folge DEM MONSTER AUF DER BLUTIGEN SPUR mit der für mich schwächsten Minninger-Folge PROJEKT X - INVASION DER ALIENS verglichen (also mal wieder ein privates thematisch zusammenhängendes Doppelfeature veranstaltet).

      Die beiden Folgen lassen sich auch von einem anderen Standpunkt aus gut vergleichen, sind sie doch die einzigen, in denen mehr oder weniger Kindersprecher dominieren.

      Zudem hatte ich hier für einen fairen Vergleich eine äußerst günstige Ausgangsposition: beide Hörspiele habe ich bisher nur ein-,zweimal gehört ;-)

      Überraschendes Ergebnis: Minninger schlägt Francis für mich doch recht deutlich, was Atmosphäre, Zusammenspiel der Akteure und auch das Monster-Sound-Design angeht. Der Musikeinsatz ist auch ok und ich empfand bei Francis nicht, dass hier irgendetwas besser getroffen wäre. Auch die Qualität der Dialoge empfand ich letztendlich als gleichwertig. Gut, Francis Story war dann vielleicht (nein, sicher!) doch noch etwas stringenter, aber keinesfalls spannender. Unterhalten hat mich in diesem Fall Minninger weit besser! Und hatte dabei teilweise wirklich auch Anklänge an bestes EUROPA-Flair früherer Tage, was durch den direkten Vergleich einfach auch mal mehr auffiel!

      Wenn ein Vergleich der jeweils schlechtesten Folgen der alten und der neuen Serie für mich so ausfällt, vielleicht tue ich dann Minninger ja doch Unrecht... Dass mir seine Art Enden zu schreiben nicht immer so ganz zusagt, konnte ich aufs Ganze gesehen im Vergleich zu dem Francis-Machwerk dann doch wirklich gut verschmerzen...

      Ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals so eine positive Rezi über die für mich mieseste Minninger-Folge schreiben werde*! Manchmal kommt es halt doch auf den Blickwinkel an. :green:

      *das ist mir auch sehr unangenehm, aber man muss ja fair bleiben
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    • Rudolf Platte schrieb:

      Habe gestern noch einmal die für mich schwächste Francis-Folge DEM MONSTER AUF DER BLUTIGEN SPUR mit der für mich schwächsten Minninger-Folge PROJEKT X - INVASION DER ALIENS verglichen
      Vielen Dank dafür!
      Das war sehr interessant zu lesen und tatsächlich überraschend.
      Aber du hast es auch begründet und klingt für mich nachvollziehbar.
      Ich kenne die Minninger Folge nicht, vielleicht sollte ich auch einmal rein- und durchhören :]
      Besser Illusionen die uns entzuecken als zehntausend Wahrheiten
    • Ich frage mich echt, wie die Verantwortlichen auf die Ideen für ihre Plots und auch die Titel kommen. :kopffass:

      Angesichts dessen, was am Ende dabei rumkommt, könnte man den Eindruck gewinnen, dass so etwas im Zuge einer sehr feucht-fröhlichen Party geschieht, bei der man sich einen Spaß draus macht, möglichst blödsinnige Titel oder hanebüchene Geschichten zu ersinnen - und der bzw. die jeweils abstruseste gewinnt dann am Ende. =)

      Polterabend - Nacht des Entsetzens, mordende Würgepflanzen, Dracula im Weltall - und jetzt also Frankensteins Nichte... :wirr2:

      Wenn man nicht den Verdacht haben müsste, dass die das tatsächlich (wenigstens ein Stück weit) Ernst meinen, dann wäre das vielleicht sogar ganz witzig. :zwinker:

      =)



      Haben übrigens schon alle an den drei Umfragen auf Seite 1 teilgenommen?


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