André Minningers GRUSELSERIE - Eine Bilanz

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    • André Minningers GRUSELSERIE - Eine Bilanz

      Welchen Eindruck habt Ihr nach Staffel 1 von Minningers GRUSELSERIE? 28

      Das Ergebnis ist nur für Teilnehmer sichtbar.

      So, die erste Staffel der Gruselserie ist erschienen. Zeit, einmal zurückzublicken und ein Fazit zu ziehen.

      Wie ist sie denn nun, diese neue Gruselserie, die sich an einem so großen Vorbild, nämlich der Neongrusel-Reihe des großen H. G. Francis anlehnt.

      Schafft sie es, mit dem Original mitzuhalten?
      Oder seht Ihr sie eher als Desaster an?

      Und seid Ihr bei einer zweiten Staffel, die ja angeblich kommen wird, wieder mit an Bord.

      Gestattet mir dazu mal wieder ein paar Umfragen. :)

      Und im Anschluss daran würde ich mich über einen regen Austausch zum Thema freuen.
    • Welche war die beste Folge der ersten Staffel? 26

      Das Ergebnis ist nur für Teilnehmer sichtbar.

      Welche war die beste Folge?

      Gibt es Highlights?
      Tolle Szenen, die Euch in Erinnerung geblieben sind?

      Oder auch Ohr-Horror, der so schrecklich und trashig war, dass es Euch noch heute bis in Eure Träume verfolgt?
    • Finde die Serie gut, wenn auch nicht überragend. Folge 1 gefiel mir nicht so gut. Die anderen finde ich alle in Ordnung. Am besten gefiel mir noch die Yeti-Folge. Muss auch sagen, dass ich die Dracula-Folge noch nicht gehört habe.
      Ich würde mich freuen, wenn es weitergehen würde und wäre auch als Käufer dabei.
      no disc, no fun
    • Leide fand ich die Serie nicht so hervorragend. In 4 folgen gab es keine einzige Szene wo man hätte sagen "wow", oder spannende Geschichte. Dracula hab ich noch nicht gehört.
      Da fand ich viel gruseliger andere Hörspiele von Titania, Danger von Maritim oder DLP.
      Hoffe das Staffel 2 besser wird als die bisherige.
    • Ich finde die Serie grottig - was aber auch daran liegt, dass ich eigentlich nur sehr wenige Gruselhörspiele mag. Ist einfach nicht mein Ding.
      Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich alle 5 gehört habe ... :gruebel:
      Die Moskito-Folge konnte man hören, meine ich mich zu erinnern. Und der Yeti ging auch. Aber nichts davon würde ich freiwillig nochmal hören.
      Eins und eins ist zwei -- von London bis Shanghai!


    • Ich habe die ersten drei gekauft und gehört- bin nach diesen drei Gurken aber definitiv raus, weitere Folgen interessieren mich nicht mehr.
      Wenn mir spätere Folgen z.B. in der Tauschkiste oder für die Second-Hand-Kaufhaus üblichen Preise (50cent je Hörspiel auf CD)
      über den Weg laufen höre ich wohl noch mal rein- aber mehr sind mir die Dinger nicht wert. Neukauf ausgeschlossen.

      Meine Reviews zu den ersten drei Folgen im Spoiler:
      Spoiler anzeigen

      POLTERABEND - NACHT DES ENTSETZENS



      Gudrun und Gerhard stehen kurz vor der Trauung, was natürlich mit einigen Gästen gefeiert wird.
      Allerdings scheint irgendjemand -oder irgendetwas- ein Problem mit der nahenden Hochzeit zu haben.
      Nach einer Weile taucht der Geist der verstorbenen Ex-Frau von Gerhard auf,
      und beginnt die Feier zu terrorisieren. Dazu hat sie auch guten Grund...

      Die Sprecher sind erwartungsgemäß professionell, die Geräuschuntermalung ist ebenfalls passend.
      So richtig "Gruselatmosphäre" kommt erst ab etwa der Hälfte auf, dann wird es halbwegs spannend.
      Warum "halbwegs"? Wer aufmerksam zuhört kommt dem "Geheimnis" schon relativ schnell auf die Spur.
      Dafür sorgt schon alleine die Gästeliste, und natürlich die Reaktionen von Gerhard, wenn diese vorgestellt werden.
      Auch manch anderer Punkt vermieste mir den Hörgenuss ein wenig:
      Nach diversen übernatürlichen Vorkommnissen und sogar einer Toten kriegt die gesamte Gruppe Panik,
      nur weil die Uhr um Mitternacht schlägt, was ja die "Geisterstunde" sein soll? Öhm...

      4/10

      YETI - KREATUR AUS DEM HIMALAYA



      Am Himalaya wird die Kamera eines verschollenen Expeditionstrupps gefunden.
      Auf einem der enthaltenen Bilder ist eine riesige Kreatur zu sehen, welche vermutlich ein Yeti sein könnte.
      Im Auftrag einer britschen Zeitung wird ein Suchtrupp zusammengestellt, welcher die Echtheit des Bildes prüfen soll.
      Zunächst glaubt keiner der Truppe an die Existenz eines Yetis,
      doch als sie unterwegs in den Bergen zuerst Schüsse hören und ein Leuchtsignal sehen,
      und kurz darauf auf eine Frau treffen, die ebenfalls von einem riesigen Monster berichtet ändert sich das langsam...

      Schon besser als der etwas lahme "Polterabend", was mit Sicherheit an der Thematik um den Yeti liegt.
      Wie erwartet sind auch hier die Sprecher sehr passend und die Soundeffekte durchaus gelungen,
      atmosphärisch und " technisch" gibt es nichts zu meckern.
      Den langsamen Aufbau der Geschichte (wie schon im Vorgänger) muss man wohl mögen,
      mich persönlich hat das jetzt nicht gestört, alte, "klassische" Gruselfilme sind da auch nicht anders- und die mag ich sehr.
      Dass manche Handlungen der Beteiligten eher unlogisch erscheinen, kann ich noch ertragen- auch das kennt man zur Genüge.
      Was mich allerdings durchaus gestört hat ist das Ende der Geschichte. Ich will das jetzt hier nicht verraten- aber... Ernsthaft?
      Ich war bis kurz vor Ende der Meinung, dass mir hier zumindest ein guter 7/10 Kandidat vorliegt,
      aber das Ende zieht den ansonsten gelungenen Rest leider deutlich nach unten...

      5/10

      MOSKITOS - ANFLUG DER KILLER-INSEKTEN



      Eine Touristengruppe im Amazonas-Gebiet stößt während einer Bootsfahrt auf ein seltsames Gebäude.
      Als die meisten der Gruppe sich dieses ansehen wollen, wird eine alleine an Bord gebliebene Frau scheinbar von riesigen Insekten getötet.
      Auf der Suche nach Hilfe bzw einem Telefon treffen sie am Gebäude auf einen Professor und seinen Gehilfen...

      Thematisch ist das ja eigentlich wieder was für mich.
      Tierhorror geht bei mir immer- und auch so mancher trashige Insektenhorrorfilm steht in meinem Regal.
      Aber was man hier an Ödnis und Unlogik zusammengeschwurbelt hat, tut fast schon weh...
      Die Geschichte plätschert langweilig vor sich hin, wer der Bösewicht ist bzw woher die Moskitos kommen ist keine Überraschung.
      Überraschender, bzw einfach nur Saublöd, ist dann die Idee den Professor seinen einzigen Gehilfen opfern zu lassen,
      um den unliebsamen Zeugen zu demonstrieren was hier passiert- anstatt einen der Touristen dafür zu nehmen.
      Die Sprecher machen ihre Arbeit meines Erachtens ohne höhen und tiefen, also in Ordnung ohne zu begeistern,
      Musik und Geräusche passen sich dem an- Atmosphärisch geht das schon klar. Nur blöd, wenn der Rest nicht passt.
      Gruselig ist da eher wenig, dafür ist aber einer der Protagonisten ziemlich nervig- was aber natürlich beabsichtigt ist.
      Auch wenn der "Schlussgag" durch eben diese Nervensäge schon fast unverschämt und peinlich daherkommt.
      Weitere Folgen werde ich mir wohl sparen, zumindest wenn man sie nicht zum Wühltischpreis irgendwo kriegt.

      3/10
    • Ich kenne bisher nur vier der fünf Folgen, davon fand ich keine wirklich gut, eigentlich nicht mal befriedigend.
      "Dracula, Tod im All" ist wenigstens noch trashig-witzig, bei den "Moskitos" ging mir vor allem Elga Schütz' Figur extrem auf den Wecker, beim "Yeti" war der Schluss total an den Haaren herbeigezogen, der "Polterabend" insgesamt uninteressant, trotz der ganzen "Todesfälle". ;)
      Ich habe jede Folge bisher nur einmal gehört, auch gar nicht das Bedürfnis, das nochmal zu tun, was bei mir schon viel heißen will. :biggrin:
      Einzig den "Dracula" würde ich nochmal in den Player packen, die anderen Folgen stehen im Regal, das wars.
      Ich denke nicht, dass ich bei einer weiteren Staffel nochmal mit von der Partie sein werde, da ich die Folgen ja nicht streame und mir mein Geld jetzt doch endgültig dafür zu schade ist. :pfeifen:
      Es sei denn, es käme tatsächlich noch ein Teil, den wirklich viele Hörer gut und auch mal gruselig :zwinker: fänden. Dann gern!
    • Ich habe alle 5 Folgen im Stream gehört und bin leider wenig angetan.

      Schafft sie es, mit dem Original mitzuhalten?
      Oder seht Ihr sie eher als Desaster an?
      Ich bin ja grundsätzlich der Auffassung, dass diese Serie nicht schlechter ist als sein Original. Auch da war es eigentlich eher trashig, hat aber einfach den Vorteil, dass die Originalfolgen in der passenden Zeit erschienen sind. In den 80ern war Horror durchaus oft mit Trash verbunden und so hat man einfach ein Stück Zeitgeist eingefangen. Die aktuelle Serie hat halt den Nachteil, dass die Erwartungen und die aktuelle Zeit solche flachen Trash-Geschichten nicht mehr so befürwortet. Und so konnten die Folgen inhaltlich eigentlich nur verlieren. ABER.... wenn man alles beiseite lässt, gefallen sie mir trotzdem nicht. Die "Yeti" Folge war wirklich ganz ok, aber auch diese (und alle anderen) würde ich nie wieder hören. Die Sprecher sind sehr gut gewählt, scheitern aber am Skript und an der Lauflänge. Und das macht die Sache sehr schade. Verschenktes Potenzial würde ich sagen.

      Und seid Ihr bei einer zweiten Staffel, die ja angeblich kommen wird, wieder mit an Bord.
      Da mich die Folgen im Stream ja quasi kaum etwas kosten, würde ich schon reinhören. Aber im Regal würden diese CDs nicht stehen. Leider.
    • Leider ist die Gruselserie mMn komplett daneben. Hanebüchen bis bräsige Geschichten, bei denen auch die sehr guten Schauspieler nix mehr retten können. Dramaturgie, Glaubhaftigkeit, stimmige Charaktere und Humor fehlen völlig. Musik, Cover und Geräusche sind ok, aber hier auch nur notwendiges Beiwerk. Originelle Highlights gibt es überhaupt keine. Einmal hören, sich ärgern und weg damit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Konzept dauerhaft trägt. M. E. hätte sich Europa da seinerzeit besser vom Dreamland-Konzept überzeugen lassen sollen. Ich werde sicher über Stream auch weiterhin mal reinhören, aber zum Sammeln ist das nix.
      "Du bist hier, ich spüre es, du bist ganz nah...Lindaaaaa!"

      :ziegel:
    • Ich kenne ja auch nicht alle der erschienenen Folgen, aber bei denen, die ich kenne, bin ich ehrlich schockiert, wie wenig Substanz die Geschichten haben. Es ist schon klar, dass wir da keine hohe Kunst erwarten können, aber ein bisschen Sinn für inhaltliche Stringenz und Logik darf man ja wohl erwarten. Vor allem wenn man bedenkt, dass sich hier jemand offensichtlich mit dieser Serie ein Herzensprojekt erfüllt.
      Dafür scheinen mir die Skripte aber ganz schön hingerotzt zu sein. Kann ich nicht verstehen.
      Dabei fing etwa der Yeti sogar ganz nett an. Aber es wird nichts draus gemacht. Und das Ende ist dann wirklich zum Haareraufen. Wie kommt man auf so einen Stuss?

      Bei Dracula verhält es sich ähnlich: Wie kommt man auf so einen Murks?!
      Das kann man doch keine Sekunde lang ernst nehmen, nicht mal Udo Schenk schafft das: er legt seinen Dracula wie einen Schmierenkomödianten an, um sich ein letztes bisschen Würde zu bewahren.

      Es wird ja oft darauf hingewiesen, dass auch die Neon-Grusel-Reihe von Trash dominiert wurde, und was den Inhalt angeht, so ist das sicher nicht von der Hand zu weisen, aber der Unterschied ist, dass man hier absichtlich Bezüge zu Klassikern des Gruselfilms herstellen wollte - und vor allem: Es war hervorragend, will sagen: atmosphärisch dicht!, umgesetzt. Selbst die schwächsten Folgen wie Ungeheuer aus der Tiefe oder Dem Monster auf der blutigen Spur sind, zumindest in der alten Abmischung, eindringlicher und mitreißender als der Kram, der 2019 erschienen ist.

      Für mich ist das darum überhaupt kein Vergleich.

      Man merkt einfach, das Francis ein Meister seines Fachs war, der ganz genau wusste, was er tat.

      Und das Gegenteil merkt man 2019, so leid es mir tut.

      Schade. Da wäre mal wieder mehr drin gewesen. Viel mehr. Wie schon seinerzeit bei Larry Brent.
    • Ich hab mich ja gar nicht getraut wieder auf Larry Brent hinzuweisen, aber das sehe ich genauso. In beiden Fällen hätte man vllt. einfach mal Geld für Dialogbücher ausgeben müssen, dann hätte man 2 echte Kracher gehabt. So ruiniert man mittelfristig nur den eigenen Ruf.
      "Du bist hier, ich spüre es, du bist ganz nah...Lindaaaaa!"

      :ziegel:
    • Ich habe nur die ersten beiden Folgen gehört und fand sie so langweilig und belanglos, dass ich sie direkt am nächsten Tag bei Ebay eingestellt habe.

      Dabei fand ich die Sprecher eigentlich fast alle gut...aber hat mich einfach nicht gepackt. Da gefallen mir die Serien von Thomas Birker zum Beispiel viel besser. Bei denen stören mich zwar wiederum die oft künstlich wirkenden Dialoge, aber trotzdem sind das fast immer temporeiche, atmophärische Geschichten.
    • Ich finde die Serie gut. Nicht mehr und nicht weniger.
      Minninger kommt mit seinen Geschichten natürlich nicht an Francis dran, aber das muss er auch gar nicht. Seine Serie ist was ganz eigenes und hat, außer dem Genre und den Neon-Farben im Cover, nichts mit Francis Gruselserie zu tun.

      Daher habe ich die Serien auch nie verglichen. Kann man meiner Meinung nach auch garnicht. Es fängt schon bei den Covern an.
      Der Zeichenstil ist ganz anders, der Autor ist ein anderer, die Folgen fangen wieder bei 1 an, es gibt keine Fortsetzung alter Klassiker und es gibt keine Intro Musik.

      Wie gesagt. Mir gefällt die Serie und bei einer zweite Staffel wäre ich bestimmt dabei.
    • Naja, der Vergleich liegt schon nahe, wenn man eine Reihe unter demselben Label startet, ihr im Grunde denselben Namen verleiht und sich auch mit den Coverfarben bzw. dem Wechsel, also der Optik bewusst an dieser alten Reihe orientiert. Das hätte ja alles nicht sein müssen. Man wollte über diese Parallele offensichtlich Aufmerksamkeit und Interesse gewinnen. Was ja legitim ist. Aber dann liegt eben auch ein Vergleich nahe.

      Aber darum geht es ja im Grunde auch nicht, sondern um das, was am Ende dabei herauskommt. Niemand wird wohl sagen, dass die Reihe nicht gut sei, weil sie nicht an Francis' Hörspiele heranreicht. Sondern es geht wohl mehr darum, dass die Geschichten so manchen Hörer für sich allein schon nicht überzeugen. Und wenn man dann auch noch vergleicht...

      Aber wenn man die Folgen gut oder wenigstens sehr unterhaltsam findet, ist das natürlich auch okay. :)

      Wir hören schließlich alle mit unterschiedlicher Erwartungshaltung, mit unterschiedlichen Interessen, mit unterschiedlichen Vorlieben. Und mancher mag in einem Werk etwas finden, das dem anderen verschlossen bleibt.

      Insofern schließt eine bestimmte Meinung eine andere natürlich niemals aus. Denn davon lebt schließlich ein Forum: von der Verschiedenheit der Meinungen und dem freundlichen Austausch darüber. Die Alternative wäre wohl eine pseudoharmonische Schnarchveranstaltung. =)