Info Der wahre Ohr-Horror: Sprecher-Stars und ihre peinlichsten Auftritte

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    • Der wahre Ohr-Horror: Sprecher-Stars und ihre peinlichsten Auftritte

      Okay, wir müssen nicht lange darüber streiten, dass es immer wieder mal Hörspiele gibt, in denen Sprecherinnen und Sprecher auftreten, deren Performances nahelegen, dass hier nicht unbedingt das höchste Maß an Talent und Professionalität bei der Besetzung entscheidend war. Oft macht auch ein knappes Budget die Besetzung kleinerer Rollen mit der Tochter des Pförtners oder dem Schwager des Steuerberaters notwendig.

      Es gibt aber auch die anderen Fälle: Sprecher, die eigentlich hochprofessionell sind und für eine durchgängig sehr hohe Qualität stehen, legen auf einmal eine Performance hin, die zum Weglaufen, nicht selten sogar zum Fremdschämen ist.

      Oder sie meistern ihre Aufgabe zwar ordentlich, tun dies aber innerhalb eines Hörspiels, das inhaltlich so völlig Banane ist, dass man sich fragt, mit welchen Substanzen oder Kenntnissen kompromittierenden Wissens die Produktionsbeteiligten es geschafft haben, den Sprecher dazu zu bringen, in einem solchen Machwerk mitzusprechen, weil die Fallhöhe angesichts der Qualität des Sprechers einfach so immens ist.

      Woran liegt es, wenn Sprecher, die es nachweislich können, auf einmal einen grottigen Auftritt hinlegen? Schlechte Regie? Mangelndes Interesse? Oder was sonst?

      Und welche Beispiele für Fremdscham-Auftritte etablierter und nachweislich erstklassiger Sprecherinnen und Sprecher kennt Ihr?

      Auf die Thread-Idee gekommen bin ich übrigens angesichts des doch sehr überraschenden Casts des neuen (und mutmaßlichen) Trash-Feuerwerks aus Minningers Grusel-Serie: Dracula - Tod im All - mit Sprecher-Legende (hier darf man es wirklich mal schreiben!) Christian Brückner! :arg4:

      Und ich bitte zu beachten, dass ich natürlich - wie immer! - beim Thread-Titel zuspitze. Das ist bitte mit Augenzwinkern zu nehmen. =)
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten
    • Oh ja, oh ja - da fällt mir wirklich gleich was zu ein:

      Jürgen Thormann als Senor Santora in "Die drei ??? und der Zauberspiegel". So so schrecklich. Wirklich. So. Schrecklich. :aufgeregt:

      "Aberrr ein Mann, ein kleinerrr Mann" - Das pure Ohren-Grauen und ein wirklich entsetzlicher Auftritt. Der große Jürgen Thormann! Und so untalentiert in Sachen spanischer Akzent. :roll: Eine echte Fehlbesetzung in diesem speziellen Fall. - Aber natürlich auch irgendwie Kult, diese Figur. In Jubiläumsfolge 200 "Das feurige Auge" hat André Marx dem obigen Zitat gehuldigt mit den Worten "Ein Mann, ein großer Mann!". :bow:
      Das Leben ist zu kurz für schlechte Hörspiele.
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      Hörspiel- und Hörbuch-Rezensionen
    • Kein Hörspiel, sondern ein Hörbuch, aber immerhin der erste Samuel Reynolds himself:
      Horst Frank als Hörbuchsprecher von "Die Nadel" kann über weite Strecken sein Gebiss nicht drinhalten und speichelt die Sätze nur so raus, das löst beim Zuhören körperliche Abwehrreaktionen aus, und man fragt sich, was die Regie so gemacht hat während der Aufnahmen. Lief zuletzt anscheinend nicht so gut für Horst.
    • Ich finds immer dann schlimm, wenn es sich um Sprecher handelt, die ich eigentlich ganz gut finde (wenn sie vielleicht auch nicht gerad meine Lieblinge sind :zwinker: ) und die ansonsten wissen "wie es geht", aber dann in einzelnen Hörspielen plötzlich irgendwie total "drüber" wirken oder eben mit einem Akzent kämpfen, dem sie hörbar nicht gewachsen sind. Bzw Texten, die total übertrieben klingen.
      So empfand ich z.B. Uschi Hugo und ihrer Rolle in "GS - 72 - Monster aus dem Eis" ziemlich furchtbar, weil sie mit dem spanischen Akzent nicht wirklich zurechtkam. :pinch:
      Oder ihre Schwester Dorette bei "DDF - Der schwarze Tag Geschichte 2 - Schwarze Seelen", gleich als "Helen" und "Ellen", für mich doppelt überagierend und doppelt überkandidelte Texte sprechend. :panic: Ist die Folge der Kurzgeschichtensammlung, die ich eigentlich nicht mehr in den Player packe, im Unterschied zum Rest.


      gruenspatz schrieb:

      Der große Jürgen Thormann!
      Ja. :pinch:
      Aber in dem Zusammenhang finde ich auch Volker Brandt als "Hoang Van Dong" bei "DDF - Narbengesicht" ziemlich übel, als Mihai Eftimin ist er bei der "Flammenden Spur" aber auch nicht viel besser. Hm, eigentlich immer dann, wenn er einen Akzent sprechen muss. :S
      Das kann halt längst nicht jeder Sprecher/ jede Sprecherin. Ich selbst würde mich damit auch schwertun, aber ich machs ja auch nicht beruflich. ;)
      Oder denken wir an Hans Irle als "Chiang Pi-Peng", den chinesichen Gesandten im "Tanzenden Teufel". :pinch: Für die piepsige Rolle mit pseudo-asiatischem Akzent tut mir der Mann bis heute leid! :sterne:
      Okay, irgendwie sind die Sätze dann aber auch gerade "Kult" geworden. =)
    • Hardenberg schrieb:

      Ich fand ja vor allem immer den letzten Auftritt der großen Marianne Kehlau in einem Hörspiel total unwürdig: als Disko-Oma Amy Scream in Minningers DDF-Machwerk "Der Mann ohne Kopf".
      Oh, wie recht Du hast :zustimm: , obwohl sie mir da beim Hören immer irgendwie noch vorkommt, als habe sie Spaß an der Rolle gehabt.
      Aber ich denke, sie war einfach nur "Profi durch und durch", und hat auch für diesen peinlich en Quark alles gegeben. :)
    • Und ich überlege gerade, in welcher Gruselkabinett-Folge ich die ansonsten wunderbare Joseline Gassen unerträglich fand - Die Katze und der Kanarienvogel oder Der Mönch? :gruebel:

      Völlig drüber, Overacting ohne Ende - unerträglich! Und zwar nicht weil der Charakter nervig sein sollte, sondern weil sie in der Rolle völlig unecht und unauthentisch klingt. Grottig! Da hätte die Regie unbedingt eingreifen müssen.

      Ähnlich verhielt es sich mit Reinhilt Schneider in der DDF-Folge Tal des Schreckens. Was hatte ich mich vorher auf ein Wiederhören mit ihr gefreut - und dann so ein völlig überzogenes Kasper-Spiel. Ätzend!
      Danach hatte Reinhilt Schneider lange einen wenig schmeichelhadten Stempel bei mir.
      Bis sie sich durch ihre tollen Leistungen beim Gruselkabinett wieder rehabilitieren konnte.

      Ganz schlimm fand ich auch Gernot Endemann als Peter Griest in der DreamlandGrusel-Fortsetzung von Draculas Insel. Der kriegt da ja kaum einen Satz gerade heraus. Fürchterlich! Dabei habe ich ihn in den DDF-Klassikern so gern gehört.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten
    • Hardenberg schrieb:

      Und ich überlege gerade, in welcher Gruselkabinett-Folge ich die ansonsten wunderbare Joseline Gassen unerträglich fand - Die Katze und der Kanarienvogel oder Der Mönch? :gruebel:

      Völlig drüber, Overacting ohne Ende - unerträglich! Und zwar nicht weil der Charakter nervig sein sollte, sondern weil sie in der Rolle völlig unecht und unauthentisch klingt. Grottig! Da hätte die Regie unbedingt eingreifen müssen.

      *HITCHCOCK-ZEIGEFINGER_ON*
      Bedenke: Vielleicht war es gerade die Regie und nicht die Sprecherin, die hierfür verantwortlich ist?!?! Wir wissen es nicht!
      *HITCHCOCK-ZEIGEFINGER_OFF*

      =)
      Das Leben ist zu kurz für schlechte Hörspiele.
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      Hörspiel- und Hörbuch-Rezensionen
    • Das habe ich eh nie verstanden, was das sollte! Und habe lange einen storyinternen Kniff dahinter vermutet, der vielleicht später noch offenbart würde.

      Selbst wenn man an einer zusätzlichen Sprecherin sparen wollte, macht das Ding keinen Sinn. Man hätte die Rolle ja problemlos zu einem männlichen Charakter umschreiben können, und eine Frau lasse ich überdies nicht gerade von einem so superprägnanten Sprecher wie Ziesmer sprechen.

      Echt schräg! :wirr2:

      =)
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten
    • Hardenberg schrieb:

      Man hätte die Rolle ja problemlos zu einem männlichen Charakter umschreiben können, und eine Frau lasse ich überdies nicht gerade von einem so superprägnanten Sprecher wie Ziesmer sprechen.
      Zumal wir doch seit "PW - Das Feld beim Krähenhaus" wissen, dass V. Sassenberg einen weiblichen Charakter selbst auch bemerkenswert gut sprechen kann.
      Und das meine ich jetzt in keinster Weise ironisch, sondern vollkommen ernst, seine Verkörperung der "Lila Miles" ist ihm wirklich gelungen!
    • Agatha schrieb:

      Hardenberg schrieb:

      Man hätte die Rolle ja problemlos zu einem männlichen Charakter umschreiben können, und eine Frau lasse ich überdies nicht gerade von einem so superprägnanten Sprecher wie Ziesmer sprechen.
      Zumal wir doch seit "PW - Das Feld beim Krähenhaus" wissen, dass V. Sassenberg einen weiblichen Charakter selbst auch bemerkenswert gut sprechen kann.Und das meine ich jetzt in keinster Weise ironisch, sondern vollkommen ernst, seine Verkörperung der "Lila Miles" ist ihm wirklich gelungen!
      Ich denke, dass dieses schräge Element mit Absicht Verwendung findet. Das unterstreicht den leisen Grusel doch sehr gut. :]
      Das Leben ist zu kurz für schlechte Hörspiele.
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      Hörspiel- und Hörbuch-Rezensionen
    • gruenspatz schrieb:

      Ich denke, dass dieses schräge Element mit Absicht Verwendung findet. Das unterstreicht den leisen Grusel doch sehr gut. :]
      Ja, natürlich, und das empfindet man als Hörer ja auch genau so! :)

      Ich wollte mit dem Beispiel doch nur sagen, wenn niemand sonst zur Verfügung gestanden hätte, hätte VS diese Frauenrolle auch bei GB noch selbst übernehmen können - und das wäre möglicherweise besser gelungen, als es S. Ziesmer machen zu lassen. :zwinker:
    • Hardenberg schrieb:

      Ähnlich verhielt es sich mit Reinhilt Schneider in der DDF-Folge Tal des Schreckens. Was hatte ich mich vorher auf ein Wiederhören mit ihr gefreut - und dann so ein völlig überzogenes Kasper-Spiel. Ätzend!
      Danach hatte Reinhilt Schneider lange einen wenig schmeichelhadten Stempel bei mir.
      Bis sie sich durch ihre tollen Leistungen beim Gruselkabinett wieder rehabilitieren konnte.
      Da ich die Folge sehr mag, musste ich kurz überlegen. Ich fand diese kleine Rolle gar nicht so überzogen. Sie war halt ein Snob. Aber peinlich fand ich es jetzt nicht. :cool: