Info Heliosphere 2265 - 12.1 - Der Jahrhundertplan: Sarahs Geständnis

    • Hardenberg schrieb:

      Fader schrieb:

      Das ist natürlich das Vermächtnis der Kassettenkinder, die mit dem Mist früh infiziert wurden und jetzt immer noch an der Nadel hängen.
      Sehr treffend auf den Punkt gebracht.
      Ich kann euch verstehen!
      Aber ich möchte dazu anmerken, dass es ohne die Kassettenkinder unseren jetzigen Hörspielmarkt, in dieser vielfältigen und bunten Form, wahrscheinlich gar nicht geben würde.
      Ich finde die Formulierungen, das sie sich jeden Mist und an der Nadel hängen, ziemlich herabsetzend.
      Besser Illusionen die uns entzuecken als zehntausend Wahrheiten
    • @Smeralda

      Also mir lag es nicht im Sinn, mit meiner Zustimmung zu Faders Worten jemanden herabzuwürdigen.

      Wir sind ja fast alle Kassettenkinder und kennen dieses Phänomen und sind auch damit verhaftet. Deswegen habe ich ja auch versucht, es in meinem letzten Post etwas zu erläutern und zu versachlichen.

      Sicher ist das jetzt von Fader sehr zugespitzt formuliert gewesen, aber es geht vielmehr um eine Grundtendenz als um eine bestimmte Serie oder die Neigung eines bestimmten Hörers.

      Und unterm Strich ist es halt schade, dass komplexer angelegte Serien wie Heliosphere oder Gabriel Burns im Grunde von Geburt an schwächeln, aber andere Reihen und Serien, bei denen vielleicht nicht (mehr) ganz so viel Herzblut, Energie und Mühe dahintersteckt, so etwas wie Dauerbrenner werden.

      Da kann ich jeden verstehen, der hin und wieder mal an diesem Markt verzweifelt.

      Aber ich denke, niemand will hier ernsthaft jemandem seine Freude an einer bestimmten Art Hörspiel nehmen. Ich jedenfalls nicht.

      Es wäre halt schön, wenn beides friedlich und auf Dauer nebeneinander koexistieren könnte.

      Nur leider sieht es momentan nicht danach aus.

      Und dafür muss es ja Gründe geben. Ganz sachlich. Und Prägung - und das steckt ja eigentlich hinter Faders zugespitzter Metapher - mag einer davon sein.

      Also bitte von meiner Seite: nichts für ungut. Und sorry, falls es (bzw. meine ausdrückliche Zustimmung) doof rüberkam. :drueck: (Deswegen auch mein letzter Post.)
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten
    • Hardenberg schrieb:

      Es wäre halt schön, wenn beides friedlich und auf Dauer nebeneinander koexistieren könnte.
      Das finde ich ja auch!
      Burns und Heliosphere sind grandiose Serien und ich würde ihnen viele, viele Folgen noch gönnen!
      Ich fand es nur schade, dass andere Serien runtergestuft werden und es rausklang, als wäre der Konsument zu blöde diese HSP-Perlen zu schätzen.
      Aber wie gesagt, ich gehe mit euch im Prinzip.
      Ich höre Burns, Helio, Brandis genauso gerne wie die ??? und nun auch Jan Tenner und bin auch bereit für die erstgenannten ein, zwei Euro mehr zu zahlen.
      Sie haben leider nicht die breite Fanbasis, aber das liegt vielleicht auch an ihnen selbst (wobei Brandis ist aber ja erfolgreich beendet worden!).
      Über G.Burns und Herrn Sassenberg haben wir genug geschrieben, schlechter geht Öffentlichkeitsarbeit und Fannähe nicht.
      Helio habe ich aber erst über euch kennengelernt und vorher noch nie davon gehört.

      Hardenberg schrieb:


      Also bitte von meiner Seite: nichts für ungut. Und sorry, falls es (bzw. meine ausdrückliche Zustimmung) doof rüberkam. :drueck: (Deswegen auch mein letzter Post.)
      :drueck: Ach, alles gut. :drueck:
      Das habe ich auch nicht als Angriff verstanden, aber ich wollte wegen der unglücklichen Formulierung gerne etwas dazu schreiben. :klimper2:
      Besser Illusionen die uns entzuecken als zehntausend Wahrheiten
    • Hardenberg schrieb:

      Fader schrieb:

      Ahtan schrieb:

      Aber jeder dahingerotzte Groschengrusel geht weg wie geschnitten Brot.
      Das ist natürlich das Vermächtnis der Kassettenkinder, die mit dem Mist früh infiziert wurden und jetzt immer noch an der Nadel hängen.
      Sehr treffend auf den Punkt gebracht.

      Ich fürchte auch, dass ein nicht unerheblicher Teil dieser Hörerschaft durch die Prägung aus jener Zeit, was die Bereitschaft zur Abweichung von gewissen Mustern angeht, stark limitiert ist.
      Dieses Argument mag gestützt sein durch Sätze wie "ich will beim Hörspielhören nicht auch noch nachdenken müssen, das muss ich sonst schon den ganzen Tag". @Hardenberg hat recht, das soll nicht so verstanden werden, dass die Gewohnheitshörer von Groschengrusel komplexere Serien nicht verstehen können, sondern eher, dass sie sich mit sowas nicht auseinandersetzen wollen. Kleiner aber wichtiger Unterschied.

      Schade ist es trotzdem.
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.
    • Inerplanar schrieb:

      Dazu kann ich nur nochmal auf unsere Vereinbarung mit Maritim verweisen.
      Danke nochmal für die Antwort. Ich verstehe sicherlich das das Wort dort liegt. Nur will man einen Markt beliefern und dieser reagiert meist sehr penibel auf eingestellte Serien (ist in den letzten Jahren einfach zu oft passsiert) und mangelnde Info Politik. Das ist übertrieben gesagt so als wenn ich ein nur halbes Fahrrad kaufe und mir am Ende das Hinterrad fehlt. So ist das Gefühl halt bei hoch komplexen Serien die einen vernünftigen Abschluss brauchen, egal wie man diesen herbeiführt.
      FFM-ROCK.DE
    • Hardenberg schrieb:

      So, jetzt bin ich doch schwach geworden und habe es mir als DL gekauft, um schon mal reinhören zu können. Die CD zur Sammlung wird aber auch noch gekauft, ist halt eine der wenigen verbliebenen Regal-Serien für mich.

      Puh, da geht es ja, was die Fakten angeht, ganz schön geballt zur Sache in dieser Folge. Es wird echt eine ganze Menge an Hintergründen aufgezeigt. Dies geschieht in Form eines Berichts, weswegen es verhältnismäßig wenige Spielszenen gibt. Es wurden dann aber doch genügend eingeflochten, um nicht monoton oder langweilig zu sein.

      Diese Folge ist wie immer schwierig zu bewerten.
      Warum?
      Weil Heliosphere 2265 eben keine Serie ist, bei der man einfach mal so eine Episode hört. Im Grunde sind die bisher erschienenen Teil EIN Hörspiel - und so lässt sich diese Folge nur schwer losgelöst von den anderen betrachten. Um sie voll auf sich wirken lassen zu können, muss man eigentlich die ganzen Folgen vorher präsent haben, am besten alles in einem Rutsch hören, so wie ich es mit den ersten neun Folgen gemacht habe, als ich erst spät von der Serie erfahren hatte. Das war ein tolles und intensives Hör-Erlebnis.

      So ist Heliosphere 2265 eine beinahe klassiche Im-Nachhinein-Serie, nämlich eine, die während des Produktionsprozesses, wo es ja eigentlich drauf ankommt, durch die Stückelung viel weniger glänzt, als sie es mit gewissem zeitlichem Abstand tun würde, wenn man alle Folgen hintereinander hörte - so wie es sich für die Handlung eigentlich auch anbieten würde.

      Mir hat die neue Folge auf jeden Fall wieder viel Spaß gemacht, und ich freue mich schon auf den zweiten Teil (der wann genau noch einmal erscheint?).
      Puh, ja, Dein "Puh" kann ich nur bestätigen. Eigentlich ist die gesamte Folge ein Eine-Frau-Bericht, in dem ab und zu alte Spielszenen aus früheren Folgen eingeflochten sind. Sehr elegant wirkt das nicht, um es nett zu sagen. Eher mit der Brechstange in eine Folge gezwungen. Eine endlose Litanei und richtig ermüdend..
      Sehr viel Spaß hat mir das nun wirklich nicht gemacht. Schade.
      Das Leben ist zu kurz für schlechte Hörspiele.
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      Hörspiel- und Hörbuch-Rezensionen
    • So ungern ich mich inhaltlich zu Wort melde:

      Die Vorlage als Buch gibt die lange Rückblende zwingend vor.

      Während der Aufnahmen gingen wir davon aus, dass 12.1 und 12.2 zeitgleich veröffentlicht werden würden — das hat sich mit der Übernahme der Serie durch Maritim planungstechnisch geändert. Uns war bewusst, dass beim Hören von 1 ohne 2 ein Gefühl des „ähh ... now what?“ zurückbleiben würde. 12.2 gibt deutlich mehr Gas — also lohnt es sich, die Doppelfolge dann nochmal im Ganzen zu hören.
    • Interplanar schrieb:

      So ungern ich mich inhaltlich zu Wort melde:

      Die Vorlage als Buch gibt die lange Rückblende zwingend vor.

      Während der Aufnahmen gingen wir davon aus, dass 12.1 und 12.2 zeitgleich veröffentlicht werden würden — das hat sich mit der Übernahme der Serie durch Maritim planungstechnisch geändert. Uns war bewusst, dass beim Hören von 1 ohne 2 ein Gefühl des „ähh ... now what?“ zurückbleiben würde. 12.2 gibt deutlich mehr Gas — also lohnt es sich, die Doppelfolge dann nochmal im Ganzen zu hören.
      Das finde ich jetzt aber gut, dass Du es dennoch tust. :]
      So etwas in der Art habe ich mir schon gedacht. Eigentlich ist die einzige kleine Szene, in der die Ahnung von "Gas geben" vermittelt wird, die allerletzte. Deshalb hatte ich auch so schon die Hoffnung, dass in der 12.2 wesentlich mehr auf "Aktion" gesetzt wird.
      Ich freue mich trotz der Kaugummi-12.1 nun aber umso mehr auf die abschließende 12.2. :]
      Insgesamt finde ich die Serie (bis auf diese "Blase" in der 12.1) richtig stark. In der kompletten Serie hatte ich einen wirklichen Film vor Augen.
      Heliosphere 2265 hat mich richtig gepackt. :thumbup:
      Und ich werde sowieso (hatte ich eh vor) die Doppelfolge nochmal am Stück hören.
      Das Leben ist zu kurz für schlechte Hörspiele.
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      Hörspiel- und Hörbuch-Rezensionen
    • @gruenspatz

      So "schlimm" wie Du fand ich die Folge nicht, aber ich verstehe, was Du meinst, und sehe es wie Interplanar. Ich habe das ja oben ausgeführt. Eine Serie wie diese eignet sich im Grunde nicht als mit großen Abständen veröffentlichtes Hörspielwerk, bei dem immer nur kleine Häppchen dargereicht werden.

      Ich prophezeie, dass Serien wie diese über kurz oder lang komplett vom kommerziellem Hörspielmarkt verschwinden werden...


      ...WENN man nicht das Audible-Prinzip übernimmt und staffelweise auf einen Schlag oder, wie seinerzeit bei FALLEN, dicht hintereinander veröffentlicht.

      Anders ist eine Serie mit komplexem und folgenübergreifendem Inhalt heutzutage gar nicht mehr vermittelbar, glaube ich, und ich hoffe, die VÖ etwa von Gabriel Burms verzögert sich nur deshalb, weil Volker Sassenberg diesem Umstand Rechnung trägt und in die Vorproduktion geht, um dann eine kontinuierliche VÖ gewährleiszen zu können. (Aber glaube ich das auch tatsächlich?!)
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
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