Info Deutlicher "Männerüberschuss" in den Hörspielforen - woran liegt es?

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    • Deutlicher "Männerüberschuss" in den Hörspielforen - woran liegt es?

      Weibliche User: 10

      Ehrlich gesagt, sind das mehr als ich geschätzt hätte, wenn man mich danach gefragt hätte.

      Dass es viel weniger weibliche als männliche Hörspielhörer gibt, die auch im Internet kommunizieren, war eigentlich schon immer so. Nur warum das so ist, wäre mal interessant zu ergründen...
    • Sheriff Cody schrieb:

      Nur warum das so ist, wäre mal interessant zu ergründen...
      Ich bin eine Frau und kann mir das Phänomen selbst nicht erklären.
      Frauen schreiben ja in der Regel auch nicht weniger gern als Männer. Häufig ist ja das genaue Gegenteil der Fall! :zwinker:
      Vielleicht fühlen sich aber viele in den eher Männer-dominierten Foren nicht wirklich wohl, und dadurch setzt dann der "Abwärtstrend" dort immer stärker ein.
      Hier gab es schon viele Jahre auch Frauen "im Team", die "Chefin" ist eine, vielleicht macht es das einfacher, mit einzusteigen?
      Ich weiß es wirklich nicht!
      Denn auch im Grusel sind ja verhältnismäßig wenige, wenn auch mehr als anderswo.
    • Unter den Top 20 der Hörgrusler mit den meisten Beiträgen sind zumindest schon mal 7 Frauen.

      So besehen, ergibt sich ein anderes Verhältnis, und das mag auch ein Grund dafür sein, dass dieses Missverhältnis im Gesamten so nicht spürbar ist: Es mag zwar insgesamt weniger Frauen im Hörgrusel geben, aber die, die da sind, beteiligen sich rege, während die wortkarge Masse wohl sehr stark männlich dominiert zu sein scheint. :green:
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      > Die Weisse Lilie <,
      I, II + III
    • Dass es viel weniger weibliche als männliche Hörspielhörer gibt, die auch im Internet kommunizieren, war eigentlich schon immer so. Nur warum das so ist, wäre mal interessant zu ergründen
      Frauen haben eben andere Hobbys als Männer, die oft vorm Rechner sitzen.
      Viele Frauen lesen lieber, oder streicheln Katzen, Pferde, am Her...ähm kochen und backen gerne, waschen, putzen und bügeln, Schuhe kaufen,Hochzeitskleider aussuchen, müßen Kinder groß ziehen, usw, da haben die auch weniger Zeit fürs Netz. Logisch. :green:
      :wech:
      Menschlichkeit ist nur noch eine dunkle Erinnerung...
    • Evil schrieb:

      Frauen haben eben andere Hobbys als Männer, die oft vorm Rechner sitzen.Viele Frauen lesen lieber, oder streicheln Katzen, Pferde, am Her...ähm kochen und backen gerne, waschen, putzen und bügeln, Schuhe kaufen,Hochzeitskleider aussuchen, müßen Kinder groß ziehen, usw, da haben die auch weniger Zeit fürs Netz. Logisch. :green:
      :wech:
      Aber wir sind multitaskingfähig :D
    • Sheriff Cody schrieb:

      Dass es viel weniger weibliche als männliche Hörspielhörer gibt, die auch im Internet kommunizieren, war eigentlich schon immer so. Nur warum das so ist, wäre mal interessant zu ergründen...

      Das ist immer wieder eine interessante Frage, nicht nur beim Thema Hörspiele. Ich habe mich schon oft über die Jahre mit der Frage beschäftigt, warum es (scheinbar) vergleichsweise wenige professionelle (oder semi-professionelle) weibliche als männliche Musiker gibt. Was das betrifft, hat dies eine lange, traurige Geschichte und hat tatsächlich - bis heute! - mit Unterdrückung und auch mit "klassischen Erziehungsmethoden" zu tun.

      Interessanter, wenn auch umfangreicher Artikel dazu: Frauen in der Musik

      Zurück zu den Hörspielen, eine These: ist es möglich, dass zur ersten Hochzeit des kommerziellen Hörspiels zum Großteil "klassische Themen für Jungs" produziert wurden (SF, Abenteuer, Grusel, Western etc) und demzufolge damals mehr Jungs als Mädchen hörspielinteressiert waren?

      (Zur Sicherheit: ICH finde NICHT, dass es typisch männliche oder typisch weibliche Themen für unterhaltsame Geschichten gibt, ich beziehe mich ausschließlich auf die scheinbar damals herrschende Sicht der Dinge!) ;)
      :hammer: ... mit so *nem kleinen Richterhämmerchen allen auf die Birne kloppen und dabei jedes Mal "ABGELEHNT!" schreien - das wär's :hammer:
    • *dot* schrieb:

      ist es möglich, dass zur ersten Hochzeit des kommerziellen Hörspiels zum Großteil "klassische Themen für Jungs" produziert wurden (SF, Abenteuer, Grusel, Western etc) und demzufolge damals mehr Jungs als Mädchen hörspielinteressiert waren?
      Es gab doch aber genauso "Hanni und Nanni" bzw. das enorm große "Blyton-Repertoire" (es wurde ja kaum etwas von ihr NICHT verhörspielt, auch die ganzen Einzelbände), dazu "Trixie Belden", "Bummi", "Bille und Zottel" etc., etliche Tiergeschichten, Märchen usw..
      Und viele Themen sind doch ohnehin "geschlechtsneutral", gerade wenn es um Krimigeschichten o.ä. geht.
      Oft genug waren genauso Mädchen wie Jungs mit dabei. Man denke nur an die Fünf Freunde, Rätsel um..., Geheimnis um... oder die Schwarze Sieben.
      Aber auch "wir Frauen" haben uns doch früher für Abenteuer oder Gruseliges interessiert, ich war doch selbst in der "Hochzeit" ein Kind!
      Und ich denke nicht, dass ich einen außergewöhnlichen oder sogar "abartigen" :biggrin: Geschmack hatte diesbezüglich.
      Eine Freundin von mir liebte! z.B. Winnetou, die hatte nur Platten mit Indianergeschichten. Das war mir dann schon zuviel des Guten. =)

      Das mit dem "Großteil "klassische Themen für Jungs"" ist mir zu "pauschal" gedacht und trifft auch mMn nicht zu.
      Auch Mädchen wollten nicht nur Geschichten "von der Häschenwiese, dem Igelwäldchen oder dem Ponyhof". ;)
      Und wurden in der Regel problemlos fündig.

      Ich kann mir das Phänomen wirklich nicht erklären, so gern ich es auch würde.
      Alle Versuche bleiben halbherzig bzw. unbefriedigend.

      Irgendwie wäre das Thema schon (fast) einen eigenen Thread wert, in den wir "umlagern" sollten.
    • An den Hörspielen alleine wird es wohl nicht gelegen haben, auch wenn damals in den 80ern noch teilweise das Klischee vorherrschte, dass Mädchen mit Puppen spielen und Jungs mit Matchbox. Hörspiele gehört haben wohl alle.

      Ich denke eher, dass es an der Technik, also PC und Internet, liegt. Die Generation, die sich hier gerade über Hörspiele unterhält, ist größtenteils schätzungsweise zwischen 1970 und 1980 geboren (etwas Abweichungen gibt es natürlich). Als es in den 80er Jahren mit dem PC für zu Hause losging, waren es wohl vorzugsweiße Jungs, die sich damit beschäftigt haben. Ich habe 1996 einen schulischen Abschluss im Bereich Wirtschaft / IT gemacht und war eine von 3 Frauen, die bis zum Abschluss noch dabei waren. Insgesamt waren wir um die 20 Schüler.

      Auch in meinem Bekanntenkreis interessieren sich viele Frauen aus dieser Generation einfach nicht für die Möglichkeiten, im Internet zu kommunizieren. Diese Zeit ist wohl gerade so die Kehrtwende, was die klassiche Frauenrolle in der IT angeht. Diejenigen, die in den 80er oder 90ern geboren sind, wuchsen ja schon mit der Technik auf. Da stellt sich die Frage gar nicht, das ist normal.
    • Buratino schrieb:

      Weil die Kindergärten nicht bemustert werden.
      Wurden sie früher auch nicht und trotzdem haben viele Hörspiele gehört.

      Buratino schrieb:

      Weil keinerlei Werbung gemacht wird.
      Audbile macht breitflächig Werbung und auch Lübbe hat schon die ein oder andere Werbeaktion gestartet.

      Buratino schrieb:

      Weil es die Hörspiekle nicht bei Aldi gibt.
      Doch gibt es und zwar recht regelmäßig, aber natürlich nicht alles.

      Buratino schrieb:

      Weil Minderjährige nicht bei Amazon einkaufen können. ...
      Das ist auch gut so, aber auch nicht nötig. In Sozialkaufhäusern gibt es die Hörspiele (ja auch Elea) zum Taschengeldpreis.

      Aber so oder so bist Du schon wieder OFF Topic! :off:

      Es soll hier darum gehen, warum so wenig Mädchen/Frauen in den Hörspielforen unterwegs sind bzw. etwas posten. ;)


      Ich denke ununterbrochen daran.
    • Ich denke, Erklärungen, die ans Medium Hörspiel ansetzen, helfen nicht viel. Das "Problem" ist eher die Kommunikationsplattform Forum, die ganz allgemein deutlich seltener von Frauen genutzt wird. Im anderen Thread habe ich ja schon auf Wikipedia verwiesen, wo es ja das selbe Problem gibt. Andererseits sind auf den "sozialen" Netzwerken deutlich mehr Frauen unterwegs.
      Frage an die Foren-/Internet-Urgesteine hier: Kann es sein, dass früher deutlich mehr Männer das Internet genutzt haben als Frauen? Das wäre eine Erklärung, warum alte Plattformen wie Foren immer noch hauptsächlich von Männern bevölkert werden, während es bei den neueren ausgeglichener ist.
      (Ich kann das nicht beurteilen, da ich nicht dabei war, aber das wäre eine Hypothese.)
    • Ich habe am Anfang meiner Forenzeit in zwei Foren regelmäßig gelesen: bei phantastische-hoerspiele.de und bei der rocky-beach.com, und gerade bei Letzterer schien mir der Frauenanteil ausgesprochen hoch zu sein, jedenfalls deutlich höher als 90:10, zumindest was die auch regelmäßig aktiven Userinnen angeht.

      Ist halt auch immer die Frage, ob es am Ende nicht das Lager der stummen Leser und der Karteileichen ist, bei dem die Männer dominieren. :zwinker:

      Bei phantastische-hoerspiele.de war der Frauenanteil spürbar gering. Das Forum wurde aber auch sehr dominiert von Sinclair-Themen, und da könnte ich mir vorstellen, dass das einfach nicht den Geschmack der breiten Masse an Hörerinnen getroffen hat.

      Mag also immer auch an den Themen liegen.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      > Die Weisse Lilie <,
      I, II + III
    • Hardenberg schrieb:

      Mag also immer auch an den Themen liegen.
      Kann sein, ja, aber hinsichtlich Hörspielforen sind die Themen, über die gesprochen wird, doch sehr ausgewogen.
      Da geht es doch nicht nur um Sinclair oder andere vermeintliche Männer-Hörspiele. :zwinker:
      Gäbe also keinen Grund, warum es da auch so sein sollte.

      S.R.-Fan schrieb:

      Diejenigen, die in den 80er oder 90ern geboren sind, wuchsen ja schon mit der Technik auf. Da stellt sich die Frage gar nicht, das ist normal.
      Ja, aber von denen sind doch auch kaum Frauen hier. :)
      Würde die These also auch nicht wirklich stützen.
      Oder die interessieren sich dann weniger für Hörspiele. :denk:
      Hier sind ja tatsächlich fast mehr von denjenigen, die es gar nicht sein dürften, weil sie mit der Technik zu wenig/ zu spät in Berührung gekommen sind, daher kaum Interesse haben.
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