Ein Plädoyer für das Grusel-Hörspiel 2.0

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    • Ein Plädoyer für das Grusel-Hörspiel 2.0

      Kürzlich wurde ich ganz nebenbei darauf hingewiesen, dass es hier im Hörgrusel thematisch eigentlich kaum noch um Grusel gehe ( :augenbraue: ). Das brachte mich ins Nachdenken, und mir fiel auf, dass ich selbst mich über die Jahre hinweg ein wenig von diesem Genre entfremdet habe. Natürlich höre ich hin und wieder noch ältere Produktionen, Gruselkabinett 1-80 oder die Neon-Gruselserie oder alle Jubeljahre mal eine Sinclair-Folge aus der Döring-Zeit, aber aktuell gibt es für mich keine Gruselserie, die ich regelmäßig verfolgen würde.

      Die letzte neueren Datums war, soweit ich mich erinnere, Monster 1983. Aber das liegt ja nun auch schon ein wenig zurück.
      Okay, Ghostbox war da noch, aber, ehrlich gesagt, hatte diese Produktion so wenig Nachhall bei mir, dass ich mich schon kaum mehr daran erinnere.
      Dann habe ich noch in die neue Gruselserie reingehört. Die konnte mich auch nicht so recht anfixen.
      Und meine Schwierigkeiten mit den aktuellen Gruselkabinett-Folgen dürften ja hinlänglich bekannt sein.

      Nun stellte sich mir ganz einfach die Frage:
      Gibt es die interessanten und lohnenswerten Grusel-Hörspiel, ob nun als Einzelfolgen oder in Serie, ganz einfach nicht (mehr) oder nehme ich sie nur nicht wahr? :schulter:

      Ich muss dazu schreiben: Ich habe kein grundsätzliches Problem mit diesem Genre, auch nicht wenn es in den Horror- oderr Mystery-Bereich geht; ich mag nicht nur solche Hörspiele hören, aber ab und zu bereiten sie mir großes Vergnügen. Ich habe ja kürzlich erst die vier The Walking Dead-Hörspiele für mich entdeckt, und ich fühlte mich so gut unterhalten, dass ich mir eine Fortsetzung durchaus wünschen würde.
      Auch bei einer Gabriel Burns-Fortsetzung wäre ich wohl sofort wieder dabei. Jedenfalls bei einer echten Fortsetzung und nicht nur einer VÖ von zwei, drei Hörspielen, die noch auf Halde lagen.

      Aber das wären im Grunde Fortführungen älterer Ideen.

      Gibt es aber auch neuere Serien und Produktionen aus dem Bereich Grusel und/oder Horror, die vielleicht sogar neue Ansätze offenbaren, eine andere Art von Geschichte erzählen wollen?

      Wie steht es also um aktuelle Gruselhörspielproduktionen, oder kurz: um das Grusel-Hörspiel 2.0

      Ich würde mich über ein kleines Pladoyer der Gruselfreunde für diese Art Hörspiele freuen.

      Was gibt es derzeit am Markt?
      Was ist aus Eurer Sicht besonders empfehlenswert? Und warum?
      Was sticht besonders aus der Masse hervor?

      Und was würdet Ihr Euch vielleicht wünschen?

      Zu Letzterem fällt mir selbst noch etwas ein: Ich bin noch nicht so Zombie-übersättigt wie viele andere, da ich im Grunde nur TWD verfolgt habe, ansonsten aber immer einen großen Bogen um diese Art Filme/Hörspiele gemacht habe. Eine Serie im Stile von TWD würde mich daher ganz sicher reizen, wenn sie gut gemacht wäre. Es war ja lange und immer wieder Dead Earth von @Contendo im Gespräch, aber es folgte nie eine Andeutung, wann denn eine VÖ zu erwarten steht. Man könnte meinen, dass man dieser Serie, die doch schon im Kasten sein soll, nicht besonders große Überlebenschance einräumt und daher mit der VÖ wartet. (Was natürlich völliger Quatsch sein kann; diese Mutmaßung ist nichts als ein Schuss ins Blaue). Aber wenn sie erscheint, würde ich sie ganz sicher mal antesten.

      Kleine Bemerkung am Rande: Hier soll es hauptsächlich um AKTUELLE Produktionen gehen, nicht um Klassiker, die schon abgeschlossen sind. Klar kommt man nicht umhin, sich auch auf ältere Hörspiele zu beziehen, aber in erster Linie geht es hier um Neuerscheinungen (gern auch neuer Folgen schon älterer bzw. etablierter) Serien.

      Also:

      Warum sollte man das neue Grusel-Hörspiel XY unbedingt hören? :)
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten
    • Hardenberg schrieb:

      Gibt es die interessanten und lohnenswerten Grusel-Hörspiel, ob nun als Einzelfolgen oder in Serie, ganz einfach nicht (mehr) oder nehme ich sie nur nicht wahr?
      Da wirst Dich halt auf nichtkommerzielles Terrain begeben müssen. Sportkamerad Traber zündet ja nun jedes Jahr eine Gruselhörspielbombe, die högschte Punktzahl verdient. "Nacht und Neumond" könnte ich mir glatt schon wieder anhören. Und "Nachtexpress" wird eh bald bei der Wahl zum Hörspiel des Jahrzehnts zumindest für mich ein Thema.
      Junge, du sitzt immer nur zu Hause am PC
      Geh doch auch mal raus, fahr MSC
    • Ich würde gerne etwas zu diesem spannenden Thread beitragen, aber ich höre gar nicht so gerne Gruselhörspiele. :tuete:
      Ich bin nur hier um cool zu wirken =)

      Meine letzte Gruselserie war Terra Mortis.

      Einer guten neuen Serie ohne übertriebene Splatter-Effekte oder Gewaltbeschreibungen, würde ich aber durchaus eine Chance geben & reinhören.
      Besser Illusionen die uns entzuecken als zehntausend Wahrheiten
    • Smeralda schrieb:

      Ich bin nur hier um cool zu wirken

      =) =) =) Made - my - day!!!! :blume:


      Genau so wie ich :green: Grusel ist mir in Wirklichkeit viel zu gruselig ^^

      Sry für den kleinen OT Hardenberg.... bei Gelegenheit etwas Sinnvolles zum Thema, versprochen :prost:
      :hammer: ... mit so *nem kleinen Richterhämmerchen allen auf die Birne kloppen und dabei jedes Mal "ABGELEHNT!" schreien - das wär's :hammer:
    • Da ich den Stein des Anstoßes geliefert habe, komme ich nicht umhin, auch was dazu zu schreiben :D

      Auch wenn es einen kaum noch gruselt, höre ich trotzdem liebend gerne Grusel.
      Und meines Erachtens gibt es ein paar ganz starke Serien in diesem Genre.

      Foster - Oliver Döring zieht alle Register, diese Serie ist ein absolutes Muss für alle Hörspielfans und hier gruselt es tatsächlich hin und wieder (z.B. Folge 5 - Die Hexe), ich hoffe auf mehr als 17 Folgen
      Dorian Hunter - hat längst nicht mehr das hohe Niveau (Hardenberg möge die Lesart erkennen :huhu2: ) der ersten Folgen, trotzdem immer noch ein Ohr wert
      Macabros von Winterzeit - Markus Winter verfolgt einen ganz anderen Ansatz, leise, unaufgeregt, atmosphärisch und auch ein wenig gruselig - einige mögen das langweilig finden, ich finde es großartig

      Hohe Erwartungen habe ich an die Lovecraft-Serie von WinterZeit und natürlich an Holy Horror, die Holy Klassiker konnten mich fast alle überzeugen und Hänsel und Gretel von Göllner ist tatsächlich auch gruselig.

      Und Gabriel Burns? Habe ich tatsächlich vor Wut und Enttäuschung irgendwann abgeschrieben, bei neuen Folgen wäre ich aber sicher unter den Hörern.

      Bei meinen einstigen Lieblingsserien hat ein Abnutzungseffekt eingesetzt. Bis vor nicht allzu langer Zeit habe ich das Gruselkabinett und John Sinclair in CD-Form gesammelt. Leider sind die neuen Folgen so beliebig geworden, dass ich sie nur noch streame. Irgendwie sind alle Folgen gut produziert, jedoch bleibt nichts mehr hängen. Man hört die Folgen und vergisst sie direkt wieder. Es gibt immer noch Highlights hin und wieder, aber es reicht nicht mehr zum richtig großen Wurf.

      Dreamland Grusel hat einige ganz tolle Episoden dabei, bei allen Fehlern eine sehr sympathische Serie und ein wesentlich würdigerer Francis-Nachfolger als die schnarchige Neuauflage von Minninger. Da frage ich mich beim Hören schon, was dieser Blödsinn soll. Geschmäcker sind ja verschieden, aber wie einige Hörer diesen Schmonz abfeiern, bleibt mir ein Rätsel. Hier bin ich tatsächlich sehr enttäuscht.
      Kommt rein, könnt Bier trinken :devil2:
    • Strike! :juhu:

      :zwinker:

      Bei Foster habe ich regelmäßig immer mal wieder das Gefühl, der Serie nochmal einen Durchlauf gönnen zu müssen. Irgendwie hat mich die Serie nie so richtig gepackt, obwohl natürlich produktionstechnisch nichts einzuwenden ist und die Handlung versucht, einige Dinge mal wieder neu zu erzählen. Ich glaube, es war ein bisschen die Eindimensionalität des Bösen, die mich nicht an andocken lassen. Ich hab nie so recht verstanden, um was es eigentlich geht. Wenn die Bösen nur ums Böse-sein willen böse sind, genügt mir das irgendwie nicht. Ich weiß auch nicht, warum. Vielleicht sollte ich es mehr als eine Art Naturgewalt sehen.
      Auf jeden Fall höre ich da noch einmal rein. Mag auch sein, dass die übermäßig guten Kritiken bei mir auch eine zu hohe Erwartungshaltung ausgelöst haben. Döring ist jedenfalls immer ein Ohr wert.

      Gabriel Burns war lange auch mein Maß aller Dinge, was Grusel/Horror angeht. In der Phase 15-35 war ich ja sehr unglücklich mit dieser Serie, aber davon ab gab es, wie man ja auch in meiner Besprechung nachlesen kann, sehr viele Folge, die ich wirklich top fand. Kategorie: besser geht's nicht. Eine verlässliche Fortführung wäre tatsächlich wünschenswert.

      Aber täuscht denn der Eindruck oder geht der Trend weg vom Gruselhörspiel?
      Oder wirkt das vielleicht nur so, weil es schon so viele etablierte Serien am Markt gibt, dass da kein Raum für Neues ist?

      Ich habe den Eindruck, dass nichts wirklich Neues mehr nachkommt.
      Oder kriege ich es nur nicht mit?

      Ich würde mir ja mal eine Serie mit hochintelligenten Antagonisten wünschen, ein wenig weg vom Monster- oder Dämonenhorror, hin zum gewieften Bösen.
      Oder eben eine epische Endzeitserie im Stil der ersten TWD-Staffeln.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten
    • Ich habe den Eindruck, dass nichts wirklich Neues mehr nachkommt.
      Oder kriege ich es nur nicht mit?
      Es war eben schon fast alles da. Das Krimi und Grusel Genre ist fast ausgeschöpft, würde ich mal behaupten. Kommt eben auch drauf an, wie lange du dich damit beschäftigst, oder wie alt du selber bist.
      Junge Hörer/ Kinder haben das ja noch alles vor sich, und fangen somit bei null an.
      Und wir älteren Hörer kennen eben schon beinahe alles.
      Liegt also nicht an dir Altenberg ...ähm Hardenberg. Verzeihung... :hutheb: 8)
      GB fand ich bisher den cleversten Streich. Genre Mix: Mystery, Thriller, Sci Fi, Fantasy, Drama, Rätsel, Endzeit...
      Oder Die schwarze Sonne: Schwere, melancholische und komplexe Kost fürs Gemüt.
      Menschlichkeit ist nur noch eine dunkle Erinnerung...
    • Hardenberg schrieb:

      Oder wirkt das vielleicht nur so, weil es schon so viele etablierte Serien am Markt gibt, dass da kein Raum für Neues ist?
      Das würde ich fast vermuten, es ist halt doch schon einiges vrohanden und auch seit längerem etabliert.
      Ob man diese Serien/ Reihen nun mag und sammelt oder nicht, sie sind da, was dazu führen könnte, es nicht mit einer weiteren zu versuchen.
      Wenn, dann würde ich als Produzent wohl eh nur einen Ein- oder Zweiteiler anpeilen, das wäre es erst mal.
      (Es gab da ja durchaus immer wieder mal Versuche, so z.B. die "Nachtmahr"-Reihe von Wolpertinger, die nur zweiteilige Hörsturz-Gruselserie oder die beiden Folgen von "Fabula Obscura" usw.)
      Und da müsste der Plot dann schon richtig, richtig gut!! sein.
      "Groschengrusel" oder noch eine weitere Gruselkabinett-Variante - bräuchte zumindest ich nicht so wirklich.
      Zwischen den beiden stehen da für mich einige der in letzter Zeit bei Dreamland erschienenen Hörspiele, die von den Plots her um einiges ausgefeilter sind als die Geister-Schocker, aber eben nicht auf historischen Vorlagen z.T. bekannter Autoren beruhen.
      Einige Beispiele, die hier genannt werden, z.B. "Foster" oder auch "GB", wären mir auch viel eher dem "Horror"- Genre zuzuordnen.
      Wir hatten ja an anderer Stelle schon mal den Versuch, da die Unterschiede herauszuarbeiten. Aber die Übergänge sind immer wieder fließend...
      Andere Sparten scheinen besser zu laufen, ein bisschen "Grusel" kann man da in so einige mit reinpacken, seien es Holmes oder einer der anderen zahlreichen Ermittler, die gerade in nie gekannter Zahl unterwegs sind. Gruselelemente gehen da doch fast immer mal - und das genügt wohl vielen Hörern.
      Möglich auch, dass sich gerade "Grusel", der ja doch auch sehr an die Atmo, an unterschwellige Ängste oder an optische Elemente gebunden ist (Dunkelheit, Nebel, Schatten, herumschleichende, unheimliche Gestalten, Schreckmomente etc.) nicht optimal über das Medium Hörspiel vermitteln lässt, es da schon ein ganz besonderes Fingerspitzengefühl braucht, das hinzubekommen und die notwendige Stimmung nicht durch einen Erzähler oder die Charaktere "zerreden" zu lassen.

      Ich wüsste derzeit jedenfalls keine Gruselserie, vor allem keine neue!, die man empfehlen könnte.

      Habe mich auch als Erwachsene nie wieder so gegruselt wie als Kind bei "Das Spukhaus in Exmoor" (Zebra LP). ;)


      Evil schrieb:

      Es war eben schon fast alles da. Das Krimi und Grusel Genre ist fast ausgeschöpft, würde ich mal behaupten.
      Das sind ja aber eigentlich zwei Paar Schuhe.
      Krimi ist, meiner Meinung nach, nie ausgeschöpft, das wird immer nach gefragt, man muss sich nur gute Plots und originelle Ermittler einfallen lassen.
      Wobei, gerade den Gelegenheitshörern, oft auch die "einfacher" gestrickten Fälle genügen.
    • @Hardenberg
      Gib dem guten Foster noch eine Chance, gute Figuren, überraschende Wendungen und eine bisher gut erdachte Geschichte, bei der man aber, ähnlich wie bei Burns oder Fallen, genau zuhören sollte.
      Kein Sinclair-Popcornkino-Hörspiel zum Nebenbei-Hören also.

      Die Folgen 1-14 von Burns sind "state of the art", immer noch, wie ich finde. Umso ärgerlicher, was in den konfusen Folgen danach und überhaupt mit der ganzen Serie vergurkt wurde.

      Was den Trend angeht, glaube ich, täuschst du dich. Viele Gruselserien laufen ja schon seit Jahren und es kommen mehr neue dazu, als alte eingestellt werden.

      Etwas wirklich Neues vermisse ich auch, freue mich hoffnungsvoll auf den Lovecraft-Ansatz von WinterZeit.
      Ob Holy Horror den alten Geschichten etwas Neues abgewinnen kann und ob Horror hier auch wirklich Horror sein wird, bleibt abzuwarten.

      Ich fände es interessant, wenn man aus Büchern von z.B. King (Es, Brennen muss Salem) mal richtige Hörspielserien machen würde, aber das wird wegen der teuren Lizenzen wohl ein Wunsch bleiben.
      Kommt rein, könnt Bier trinken :devil2:
    • Als Kind habe ich gerne die Neon Gruselserie gehört und ja selbst bei Hui Buh habe ich mich als Schulanfänger gegruselt. Später habe ich wahrscheinlich über 300 Geschichten von John Sinclair GELESEN und der GRusel war irgendwann vorbei. GB ist trotz Horroreinlage kein Grusel für mich, sondern tolle Mystery. Foster hatte ich nur einmal gehört; nix für mich. Wahrscheinlich kommt das Gruselkabinett noch am stärksten an den früheren Gruselfaktor ran; allerdings auch nur bei wenigen Folgen, wo ich die Romanvorlage nicht kenne/kannte. Tauben aus der Hölle war so ein Fall. Irres Feeling. Aber wohl eine der wenigen Ausnahmen.
    • Krimi ist, meiner Meinung nach, nie ausgeschöpft, das wird immer nach gefragt, man muss sich nur gute Plots und originelle Ermittler einfallen lassen.
      Du meinst Agatha, der Mörder ist nicht immer der Gärtner?????!???? :dumm:
      Menschlichkeit ist nur noch eine dunkle Erinnerung...
    • Thias 76 schrieb:

      @Hardenberg
      Gib dem guten Foster noch eine Chance, gute Figuren, überraschende Wendungen und eine bisher gut erdachte Geschichte, bei der man aber, ähnlich wie bei Burns oder Fallen, genau zuhören sollte.

      Ja, vielleicht mache ich das wirklich mal wieder. Fünf oder sechs Folgen hab ich ja hier noch rumschwirren. :)

      Thias 76 schrieb:

      Was den Trend angeht, glaube ich, täuschst du dich. Viele Gruselserien laufen ja schon seit Jahren und es kommen mehr neue dazu, als alte eingestellt werden.


      Etwas wirklich Neues vermisse ich auch, freue mich hoffnungsvoll auf den Lovecraft-Ansatz von WinterZeit.
      Ob Holy Horror den alten Geschichten etwas Neues abgewinnen kann und ob Horror hier auch wirklich Horror sein wird, bleibt abzuwarten.

      Das ist eben, was mich wundert: Grusel ist bei Hörspielen ja eine Art Selbstläufer, auf jeden Fall eine relativ sichere Bank. Warum da nicht mehr versucht wird, verstehe ich nicht so ganz. Bis auf Audible mit Monster1983 und Ghostbox sehe ich da nicht mal ansatzweise den Versuch, neue Wege zu beschreiten.

      Auch die angekündigten neuen Serien orientieren sich ja, wie mir scheint, eher an bewährten Pfaden.

      Was gibt es denn momentan überhaupt für neue Serien und Reihen aus dem Bereich Grusel am Markt, also wirklich Serien, die ganz frisch gestartet sind und von denen es auch schon ganz regulär Folgen im Handel gibt?

      Und mal an alle:

      Wenn Ihr ein Konzept/eine Idee für eine neue Grusel-Serie/Reihe vorschlagen dürftet, wie sähe eine solche Produktion aus?

      Gibt es neue Wege, die Euch einfallen und die gern mal hörspieltechnisch beschritten werden dürften (eine Stephen-King-Reihe bzw. verschiedene Serien nach seinen Motiven wurde von @Thias 76 ja schon ins Spiel gebracht), oder seid Ihr eher für die bewährten Umsetzungen, wie es sie seit Eurer Kindheit gibt?

      Die Grenze zwischen Grusel und Horror ist eine, über die immer spannend zu diskutieren ist, aber in diesem Thread sehe ich das nicht so eng. Grusel/Horror/Mystery dürfen hier gern in einen Topf geworfen werden. :)
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten
    • Hardenberg schrieb:

      Grusel/Horror/Mystery dürfen hier gern in einen Topf geworfen werden.
      Okay, also nachdem für mich Psycho-Horror immer mit zum Schlimmsten gehört, solche Sachen wie z.B. in den "Saw"-Filmen, wo eigentlich ganz durchschnittliche Menschen aus irgendwelchen Gründen von perfiden Tätern dazu gezwungen werden sich oder anderen (am besten auch noch komplett Unbeteiligten) etwas Furchtbares anzutun, weil sie nur dann überleben oder ihre Familien retten können :panic: :schreck: , würde nach meinem Empfinden in diese Sparte eigentlich auch die neue vierteilige Serie von @Wolfy-Office gehören, die im Herbst starten soll. Zumindest sind da wohl solche Bestandteile vorhanden.
      siehe Die Prüfung
      Da habe ich beim Lesen des Inhaltes schon gedacht: 'Au weia, das klingt heftig!' :pinch:
      Gut, über den Inhalt kann man noch nichts Definitives sagen, es ist wohl ein Krimi mit Psycho-Horrorelementen, aber nachdem dieselbe Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt werden soll, klingt das auch nach einem interessanten Ansatz.
      Oder soll es hier nur um "reine" Horror-Gruselstories gehen?

      Ich persönlich wäre eher ungeeignet, ein Konzept für ein Horror-Hörspiel bzw. eine Serie zu entwerfen, dazu ist das eigentlich zu wenig "mein" Ding.
      Würde da höchstens als Co-Autor tätig werden wollen.

      Gäbe sicher genügend Horror-Autoren (die schießen ja wie Pilze aus dem Boden, wenn man da allein sieht, was Amazon so alles anbietet an richtig heftigem ab18-Kram, eine Story scheinbar perverser und abartiger als die nächste...), die ihre Lizenzen liebend gern an einen Hörspielproduzenten verkaufen würden, dem King zu teuer wäre. ;)
      Aber wer will das Ergebnis dann hören? :biggrin:

      Mir sind ja schon Sachen wie "Der Augensammler" oder jetzt demnächst "Der Augenjäger" von S. Fitzek zuviel des Guten. :pfeifen:
    • Solange es hier irgendwann nicht ausschließlich um Slasher geht, soll es mir recht sein, wenn der Begriff GRUSEL großzügig ausgelegt wird. Aber es sollte eben wenigstens noch ungefähr im Rahmen bleiben, also wenigstens GruselELEMENTE aufweisen.
      Ist sonst halt immer recht schwierig mit der Abgrenzung.

      Mir ging es aber auch weniger darum, Konzepte entwickeln zu lassen, sondern die persönlichen Interessen und Vorlieben abzufragen, was sich also jeder einzelne für eine Serie, Reihe, für ein Einzelhörspiel wünschen würde, was es vielleicht so noch nicht gibt.

      Kann ja sein, dass es da konkrete Vorstellungen gibt, die bisher noch nicht befriedigt wurden. Wie etwa bei mir die komplexe Endzeit- oder Zombieserie im Stil von TWD oder die King-Serien von Thias 76.

      Horror, der in Richtung Gewalt-Porno geht, mag ich übrigens auch gar nicht.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten