Ein Plädoyer für das Grusel-Hörspiel 2.0

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    • Agatha schrieb:

      Du würdest also sagen, dass diese neue Winterzeit-Serie ein Beispiel für "Gruselhörspiel 2.0" wäre?Bin wirklich gespannt auf Folge 1! :thumbup:
      Ich fand es jedenfalls ungeheuer "fresh" und im Vergleich zu anderen hochwertigeren Produktionen des Genres auch sehr anders in der Stimmung. Ich glaube man hat hier wirklich mal ein interessantes, neues Rezept gefunden, gute Zutaten zusammenzumischen... Natürlich kann es sein, dass Winterzeit hier auch zufällig genau meine besonderen Vorlieben getroffen hat, die ich sonst im HSP-Gruselbereich so noch nicht bedient bekommen habe. Aber andern hat's ja auch gefallen - hoffe also Dir auch! Beim x-ten Mal Hören freue ich mich wenigstens jetzt noch auf jede einzelne Szene, weil das so einen Nerv bei mir trifft... :spook:
      Allerbesten Gewissens empfehle ich:
      DAGON von M. Winter
      Luxus-Ausstattung sowohl CD als auch LP
    • Ich betreibe mal gruselige Thread-Nekromantie .... aber ich habe dieses Thema gerade erst entdeckt.
      Für meinen Teil habe ich mich ein wenig sattgehört an Grusel-Serien mit übergeordneten Handlungsbögen und großen Entwicklungen im Hintergrund (vor allem, wenn sie eingestellt werden, ehe die aufgeworfenen Fragen beantwortet, Verschwörungen aufgedeckt und Mysterien gelöst werden). Weil ich unregelmäßig Zeit habe und zwischendrin gerne auch mal etwas hören möchte, was abgeschlossen ist.
      Erfrischend fände ich privat die gute alte Anthologie-Reihe, vergleichbar z.B. mit Netflix "Love, Death & Robots". Eine echte Wundertüte, jede Folge hat einen total anderen optischen Stil, (der damit oft auch inhaltlich verschränkt ist): von funny zu fotorealistisch, Zeichentrick, Sensual overload oder 80er-Jahre-Actionfilm, Computerspiele-Optic etc. Und durch die unterschiedlichen Themen, Settings und Stile ist es sehr abwechslungsreich, eben wie eine gute Anthologie, speziell für Leute, die wenig Zeit haben, aber mal eine Folge genießen wollen. Hier werden verschiedene phantastische Genres geboten: SF, Phantastik, Horror, Krimi,Action/Thriller, manche böse, dystopisch manche witzig oder artifiziell.

      So etwas hätte ich gern als 'Horror'-Hörspiele, die verschiedene Facetten von Grusel ausloten: mal mehr Psycho, mal Mystery, mal Geisterjäger-Action, oder mal Geisterhaus-Geheimnis.
      Aber bitte neue Stories mit allen Freiheiten für Autoren, die ein solches Projekt bietet. (Allerdings fürchte ich, mag das Publikum lieber wiederkehrende Hauptfiguren und den Dauergegner. Da bin ich realistisch.)

      Und wie kommt man da ran?
      Ein Label könnte etwa einen offenen Schreibwettbewerb veranstalten, die interessantesten 3 oder 10 oder 12 Einsendungen bunt gemischt produzieren und wenns läuft, einfach weitermachen. Wenn man ganz mutig sein will, nimmt man für jede Folge einen anderen Sprecher oder eine andere Sprecherin, passend zum Thema und variiert die Lauflängen, damit man nicht Gefahr läuft, am Handlungsmuster den weiteren Story-Verlauf gleich zu erkennen.
      Die Audio-Szene ist nicht unbedingt klein, aber man sieht halt auch oft immer die gleichen Namen in den Booklets. Und draußen vor der Tür des Tonstudios wartet eine riesige Szene von Phantastik-Autoren, ob verlegt oder Newcomer oder Selfpublisher. Das ist IMHO ein noch recht ungenutztes Potential.
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    • Linda schrieb:

      Wenn man ganz mutig sein will, nimmt man für jede Folge einen anderen Sprecher oder eine andere Sprecherin, passend zum Thema und variiert die Lauflängen, damit man nicht Gefahr läuft, am Handlungsmuster den weiteren Story-Verlauf gleich zu erkennen.
      Hm, das klänge aber eher nach Hörbuch. :)

      So ähnlich, zumindest vom Grundgedanken her, geht doch aber derzeit auch @Contendo mit den "Midnight Tales" vor.
      Viele, sehr unterschiedliche Stories von vielen unterschiedlichen Autoren, wobei man oft auch gerade Leuten aus der "Freien Szene" eine Chance gibt. :)
      "Sorge dafür, dass jeder Tag mit einem Abschlusslacher endet" (A.Fröhlich)
    • So ist es. Dazu fielen mir auch gleich die Midnight Tales ein. :]

      Zum Thema Wettbewerb:
      Da darf man die Arbeit, die so eine Auswertung mit sich bringt, nicht unterschätzen.
      Ich weiß, Äpfel mit Birnen verglichen - aber ich kenne Verlage, die NIE MEHR Wettbewerbe machen. Wenn man sich dann über Monate durch Texte wühlen muss ...

      Aber auch hier gleich ein Gegenbeispiel: :green:
      @Thomas Birker (DLP) hatte gerade gemeinsam mit dem Marburger Verein für Phantastik DIESE AUSSCHREIBUNG am Laufen, auf deren Hörspiel-Resultate ich gespannt bin.
      "Die besten Geschichten werden nicht nur durch den Marburg-Award ausgezeichnet, sondern auch als Folge der Hörspiel-Reihe DreamLand Grusel vertont."
      Eins und eins ist zwei -- von London bis Shanghai!


    • @Agatha und Gruenspatz: Danke für den Tipp, das werde ich mir mal anschauen!

      Zum Wettbewerb - Ich habe ja selbst über 10 Jahre lang (Rollenspiel)-Fantasy-Magazine bzw Storybände herausgegeben, war auch mal im Leseteam der Storyolympiade und kenne natürlich den Aufwand.
      Allerdings gibt es da auch Maßnahmen, das überschaubar zu halten. Mein persönlicher Tipp, vor allem bei langer Laufzeit - nicht erst anfangen zu lesen, wenn der Einsendeschluss vorbei ist. Klar, das Gros der Beiträge wird gegen Ende der Frist eintrudeln, aber vorher kann man halt auch schon loslegen.
      Und, wenn man rigoros ist, kann man auch oft nach drei Seiten einer Story (nicht eines Romans!) erkennen, ob der Autor grundsätzlich sein Handwerkszeug beherrscht und das inach professionellen Gesichtspunkten in Frage kommt. Oder für die Erstauswertung querlesen, ob die Grundzüge stimmen und zu schwache Texte aussieben.

      In die Ausschreibung gucke ich auch gleich mal rein.

      PS: das Joint Venture ist ne gute Sache, leider nicht mein Thema.
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