Info JAN TENNER (2019) - Eine Hörspielserie von Zauberstern Records

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    • Wie ist denn jetzt eigentlich die Erwartungshaltung bei den Fans und Freunden der Reihe nach den ersten Hörproben?

      Wir der Tag der VÖ von allen herbeigesehnt - oder gibt es auch etwas, was Eure Erwartungshaltung ein wenig getrübt hat?
      Sind die Sprecher, die Inszenierung, die Musik entsprechend Eurer Erwartung?
      Oder gibt es auch Enttäuschungen?

      Ist sicherlich nicht einfach, nach so langer Zeit an so eine Serie anzuknüpfen.
      Gibt es da nicht zwangsläufig immer auch Enttäuschungen?
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten
    • Meine Vorfreude ist schon groß und ich denke, dass R&B die Fortsetzung gut umsetzen wird. Bin da auch recht zuversichtlich, dass ich nicht enttäuscht werde; denn ich weiß, dass ich nicht den Jan Tenner von vor 30 Jahren präsentiert bekommen werde, sondern eine neue Reihe, die eine Verneigung vor den alten Folgen darstellt.
      R&B hat es bei Larry Brent geschafft und wird es auch bei Jan Tenner hinbekommen.
      Außerdem denke ich, dass eine Reihe nur bestehen kann, wenn sie sich ständig neu erfindet.
      no disc, no fun
    • Natürlich gibt es Enttäuschungen bei den Fans. Aber das sind dann die Hardcore-Fans, die keinerlei Veränderung akzeptieren. Alle Stimmen müssen nach rund 30 Jahren genau so klingen, wie damals. Aber das ist schlichtweg unmöglich.
      Und auch ein Hörspiel im 1:1 Stil der 80er mit einfachen und immer gleichen Geräuschen zu inszenieren, wäre der Flop aller Zeiten. Das Hörspiel als solches hat eine Evolution hinter sich. Da kann man nicht mehr so inszenieren wie damals, sondern muss einfach mehr bieten, dadurch erwachsener klingen.

      Ich durfte seit der Pre-Production von Jan Tenner von Kiddinx erfahren, wie man damals die Hörspiele aufgenommen hat. Wer heutige Hörspielproduktionsverfahren im Studio kennt, wird zugeben, dass das heute für ein kleines Label nicht realisierbar wäre:

      1. Die Sprecher trafen sich alle (!) im Studio, bzw. im Konferenzraum und spielten einen ganzen Vormittag lang zwei bis drei mal das Dialogbuch von vorne bis hinten durch. Mit alle sind alle gemeint, der komplette Cast bis in die kleinste Nebenrolle. Nachmittags, oder gar erst am nächsten Tag, nahm man 1 (!) Hörspiel auf. Da wurde Geld in die Hand genommen in unglaublicher Dimension. In der Neuzeit eine völlig unwirtschaftliche Produktionsweise. Das wird jeder Hörspielmacher so bestätigen.

      2. Auf die Sprechergagen und Nebenkosten die Kiosk damals bezahlte gehe ich nicht ein, das sind Interna. Ich sage nur so viel: Das was ein Dialogbuch damals kostete, damit zahlen heutige Label 14 Tage lang ein angemietetes Tonstudio inklusive Toningenieur.

      3. Deswegen hatte das damals auch nicht geklappt mit Lutz Mackensy als Erzähler für die neuen Elea Eluanda: Seine Gagenforderung war in Bezug auf das, was er damals bekam. Ist ja soweit korrekt, dass er das gleiche verlangt wie immer. Es ist halt nur so, dass ein anderes Label dahinter steckte, was nicht die Möglichkeiten hat wie damals und wie andere Label. Ich sage mal so, dass man entweder 10 Hörspiele mit ihm hätte aufnehmen können, oder stattdessen sich das Label einen Dacia Sandero in Grundausstattung hätte kaufen können.

      Da diese Produktionsweise mit vorab gespieltem Dialogbuch so nicht machbar ist und heutzutage "ge-x-t" wird und innerhalb einer Studiowoche 10 bis 20 Dialogbücher eingesprochen werden, ist alleine da schon die Stimmigkeit des "Ball zuspielens" eine andere wie damals. Und natürlich auch das Empfinden beim Hörer.

      Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass wenn man als Hörer offener ist gegenüber der nicht mehr vorhandenen, goldenen Zeit, man eine wirklich tolle Produktion vorgesetzt bekommt. 95% aller Fankommentare sind bereits anhand der Hörproben sehr begeistert und warten sehnsüchtig auf neuen Hörstoff zu Jan Tenner.

      Wer vergleicht wird enttäuscht sein. Wer sich auf das neue Klanggewand einlässt, wird viel Freude an der neuen Serie haben.

      Hoerspielecho.de - Reden wir darüber.
    • Audioromane schrieb:

      Natürlich gibt es Enttäuschungen bei den Fans. Aber das sind dann die Hardcore-Fans, die keinerlei Veränderung akzeptieren. Alle Stimmen müssen nach rund 30 Jahren genau so klingen, wie damals. Aber das ist schlichtweg unmöglich.
      Denke ich auch.
      Die meisten sind doch durchaus bereit, einer neuen Serie eine Chance zu geben, obwohl es halt nicht möglich ist, sie ganz "losgelöst" von der "alten" zu sehen.
      Sobald man die kennt (und mag), zieht man Vergleiche. Das ist immer so, und das wird hier nicht anders sein.
      Aber wenn die Produktion "stimmt" und die Geschichten gut sind, dann wird das schon! :daumendrueck:

      Audioromane schrieb:

      Es ist halt nur so, dass ein anderes Label dahinter steckte, was nicht die Möglichkeiten hat wie damals und wie andere Label. Ich sage mal so, dass man entweder 10 Hörspiele mit ihm hätte aufnehmen können, oder stattdessen sich das Label einen Dacia Sandero in Grundausstattung hätte kaufen können.
      Oh, ausgesprochen interessant, das hier mal so zu lesen!
      Da geht es tatsächlich um Gagen, die man als "normales", kleineres Label gar nicht mehr stemmen kann, denn es bekommt ja nicht der Herr Mackensy eine Entlohnung. :zwinker:
    • Und wie ist es für die eingefleischten Fans unter Euch, die alten Sprecher nun wieder in ihren angestammten Rollen zu hören?
      Haben wir es auch hier mit dem Reinhilt-Schneider-Effekt der Unvergänglichkeit eines jugendlichen Klangs zu tun?

      Ich muss ja gestehen, ich finde einen Sprecher wie etwa Wilfried Herbst eigentlich grundsätzlich ein wenig grenzwertig (ist halt Geschmackssache), aber hier klingt er ja noch zumindest noch ganz frisch. =)
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten
    • Hardenberg schrieb:

      Haben wir es auch hier mit dem Reinhilt-Schneider-Effekt der Unvergänglichkeit eines jugendlichen Klangs zu tun?
      Och, die Sprecher, die hier noch in ihren ursprünglichen Rollen zu hören sein werden, die sind ja, wenn ich alles richtig mitbekommen habe, was man bisher zu der "Ausgangslage" gelesen hat, alle gealtert. Ist also nicht schlimm, dass sie auch so klingen. Passt doch. :zwinker:
      Lediglich bei "Mimo" wäre es für mich halt fraglich, ob gerade eine Computerstimme sich anhören darf, als sei auch das PC-System, das sie repräsentiert, mittlerweile schon ein bisschen "überholt". :zwinker:
      Aber wenn Herr Herbst gerne wieder mitmachen wollte und sich die Fans drüber freuen bzw. das auch zum größten Teil gewünscht haben, ist das okay, finde ich. :)
      So gebrechlich klingt er ja nun auch gar nicht. :)
    • Ich bezeichne mich als eingefleischten Jan Tenner Fan. Immerhin die Lieblingsserie meiner Kindheit und Jugend, und auch die Serie die ich als junger Erwachsener gehört habe.

      Ich finde es toll die Helden meiner Kindheit zu hören, weiß aber noch nicht ob es DAS gleiche innere Zusammengehörigkeitsgefühl auslösen wird - Äh, wisst ihr was ich meine? 8o

      Ich gehe also sowohl freudig als auch ein bisschen misstrauisch ran. 8o
    • Ich finde das immer sehr spannend mit solchen Wiederauferstehungen nach so vielen Jahren, auch wenn mich nun selbst gar nichts mit Jan Tenner verbindet. Bei Larry Brent hatte ich damals auf ein tolles Comeback gehofft, aber ohne das alte Autoren-Team und denselben Spirit wie damals war das leider zum Scheitern verurteilt.

      Ich hoffe für alle Fans, dass es hier besser laufen wird.

      Aber weil ich das gar nicht so richtig abschätzen kann:


      Wer von Euch wird denn bei der Neuauflage nun überhaupt definitiv mit an Bord sein?
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten