Ich würde ja gerne nachhaltiger sein, aber...

    • gruenspatz schrieb:

      Belphanior schrieb:

      Ich kaufe jetzt immer verstärkt digitale Waren, vor allem ebooks. Natürlich bedarf das Lesen eines ebooks Strom, aber die Produktion, das Lagern, das Versenden etc. von herrkömmlichen Büchern ist auch nicht unbedingt umweltverträglich. Da ich auf meinem Handy lese, bedeutet das Entsorgen meines Devices keinen Mehrmüll (das Handy brauche ich sowieso weil ich kein Festnetz bzw. sonstiges Telefon besitze). Und auch bei Musik, Hörspielen, Filmen gehe ich verstärkt von physikalischen Trägern weg. Ja, digitale Medien erfordern beim Abspielen Strom, aber CD-Player, Walkman, Blu ray Player erfordern auch Strom.
      Man muss aber auch weiter denken. Streamen verbraucht enorme Energiemengen, digitale Daten verschicken ebenso. Siehe z.B. HIER

      Der Verzicht auf "greifbare" Medien heißt nicht automatisch, dass die Ökobilanz dann sauberer ist.

      Wir sind einfach sehr viele Menschen, die sehr viele Resourcen verbrauchen.
      Ja, Streamen verbraucht Energie. Aber auch Herstellung, Lagerung und Vertrieb von physikalischen Datenträgern verbraucht Energie. Wenn ich beispielsweise ein Hörspiel oder einen Song digital erwerbe, so lade ich ihn meist runter (Energie) und höre ihn dann (Energie). Aber es verbraucht "nur" Energie. Während die Herstellung von physikalischen Trägern oftmals auch Müll im Sinne von Plastik und Metall mit sich bringt. Natürlich betrachten wir unsere geliebten Hörspiele auf physikalischen Trägern nicht als Müll (sondern als Schätze), aber was passiert in 100 oder 1000 Jahren? Abspielgeräte gibt es dann vielleicht nicht mehr für CDs etc.. Ja, man kann es umwandeln (kostet aber auch Energie). Und irgendwann landet Plastik und Metall auf dem Müll - der dann hoffentlich getrennt und recycelt wird. Von daher würde ich die digitale Welt nicht sofort verteufeln...
    • GrimReaper schrieb:

      Wir haben alle nur ein paar Jahrzehnte auf diesem Planeten, jeder sollte für sich das Beste daraus machen.
      Genau das ist eben der völlig falsche egoistische Ansatz, jeder sollte so handeln das es für alle Lebewesen dieses Planeten das Beste ist und das auch nachhaltig.


      Belphanior schrieb:

      oder einen Song digital erwerbe
      Es ging um das Streamen und nicht das kaufen von Downloads.
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Ben Kenobi schrieb:

      Genau das ist eben der völlig falsche egoistische Ansatz, jeder sollte so handeln das es für alle Lebewesen dieses Planeten das Beste ist und das auch nachhaltig.
      Ich führe diese Diskussion nicht, ist sowieso zwecklos. Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden, der eine durch eine Kreuzfahrt zum Südpol, der andere, dadurch, dass er darauf verzichtet und sich deshalb für einen besseren Menschen hält.

      Mein Rat lautet lediglich, diese Welt ist so interessant, wunderschön und spannend, schaut sie euch an. Das Leben ist etwas positives, es gibt keinen Grund zu glauben, dass einem der Himmel auf den Kopf fällt. Lasst extreme Vorsicht walten, bei allen Dingen und vor allem politischen Parteien, die die persönliche Freiheit einschränken und das Leben der Leute schlechter machen, für irgendein angeblich höheres Ziel. Was keinesfalls bedeuten soll, dass es egal ist, dass dieser Planet zu einer riesigen Müllhalde verkommt. Jeder kann was dagegen tun. Aber glaubt nicht jedem dahergelaufenen publicitygeilen Schwachmaten, der sich Wissenschaftler nennt und dummes Zeug faselt, nur damit er möglichst weltweit in der Zeitung steht und so Fördergelder einfacher abgreifen kann.

      Egal, die wahren Probleme der Menschheit sind nach wie vor medizinische. Für jeden kann jederzeit Schluss sein, immer noch ist der Krebs die unbesiegbare Geißel der Menschheit. Also, wer an den Südpol will, der soll jetzt buchen, wer nach Grönland will, ebenfalls, wer die norwegischen Fjorde sehen will, die indonesischen Vulkane, die Architektur Barcelonas, das Floß der Medusa im Louvre, Rom, die ewige Stadt, Venedig, bevor es absäuft, Hong Kong und Singapur, die beiden Rivalen um die Hauptstadt der Welt, die Große Mauer westlich (!) von Mutianyu, die Akropolis, Istanbul, die Brücken von Esfahan, die Pyramiden ...

      Für die Zitadelle der Oase Bam ist es leider zu spät, die ist nicht mehr da.

      Vor und nach dem Erdbeben 2003 (ich war 2002 dort! übrigens mit dem Zug, lange vor Klimakrise): flickr.com/photos/eye1/2151411029

      Oh, zweite Chance, die wurde wieder aufgebaut, die ganze Welt hat zusammengeholfen! inspiredbymaps.com/arg-e-bam-travel-guide-iran/

      Hinfahren! Die Leute warten auf Euch: france24.com/en/20161118-video…e-ancient-citadel-tourism

      Aber: Leave nothing but footprints, take nothing but photos, keep nothing but memories, kill nothing but time.

      Ich sollte echt einen Lebensratgeber schreiben, Dale Carnegie kann einpacken.
      Ich will niemand leiden lassen - Und schrein vor Schmerz und Pein - Lieber wollen wir tanzen gehn - Für immer Freunde sein.
    • Ben Kenobi schrieb:

      GrimReaper schrieb:

      Wir haben alle nur ein paar Jahrzehnte auf diesem Planeten, jeder sollte für sich das Beste daraus machen.
      Genau das ist eben der völlig falsche egoistische Ansatz, jeder sollte so handeln das es für alle Lebewesen dieses Planeten das Beste ist und das auch nachhaltig.

      Belphanior schrieb:

      oder einen Song digital erwerbe
      Es ging um das Streamen und nicht das kaufen von Downloads.
      Im Beispiel zuvor ging es bereits um das Kaufen von Downloads; die Reduktion auf das Streamen kam nicht von mir. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass mein ursprünglicher Beitrag ziemlich zerfleddert wurde; von daher klinke ich mich an dieser Stelle mal aus der Diskussion raus. Habe die Ehre.
    • GrimReaper schrieb:

      Ben Kenobi schrieb:

      Genau das ist eben der völlig falsche egoistische Ansatz, jeder sollte so handeln das es für alle Lebewesen dieses Planeten das Beste ist und das auch nachhaltig.
      Ich führe diese Diskussion nicht, ist sowieso zwecklos. Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden, der eine durch eine Kreuzfahrt zum Südpol, der andere, dadurch, dass er darauf verzichtet und sich deshalb für einen besseren Menschen hält.
      Mein Rat lautet lediglich, diese Welt ist so interessant, wunderschön und spannend, schaut sie euch an. Das Leben ist etwas positives, es gibt keinen Grund zu glauben, dass einem der Himmel auf den Kopf fällt. Lasst extreme Vorsicht walten, bei allen Dingen und vor allem politischen Parteien, die die persönliche Freiheit einschränken und das Leben der Leute schlechter machen, für irgendein angeblich höheres Ziel. Was keinesfalls bedeuten soll, dass es egal ist, dass dieser Planet zu einer riesigen Müllhalde verkommt. Jeder kann was dagegen tun. Aber glaubt nicht jedem dahergelaufenen publicitygeilen Schwachmaten, der sich Wissenschaftler nennt und dummes Zeug faselt, nur damit er möglichst weltweit in der Zeitung steht und so Fördergelder einfacher abgreifen kann. [...]
      Woah! Solche Worte am frühen Morgen sind Balsam für meine Seele und verschaffen wir so einen richtig angenehmen Start in den Tag. Ich hatte schon fast die Befürchtung, dass ich (hier) die Einzige bin, die einen andere Sicht auf die Dinge hat.

      Es ist ja nicht so, dass ich völlig rücksichtslos durch das Leben trapple; nein, nein. Ich versuche schon gesellschaftskompatible aufzutreten und unter Zuhilfenahme von Rücksicht, Umsicht und Weitblick mich mit den anderen Erdenbewohnern zu arrangieren.
      Aber, sobald ich merke, dass ich mir dabei zu sehr selbst im Weg stehe und/oder nicht frei entwickelt kann, ziehe ich den Stecker. Denn, das ist meine einzige Chance auf ein Leben und das möchte ich so erleben, dass ich für den Moment das Beste daraus mache und glücklich dabei bin - Fertig!
    • Ich pesönlich verstehe ja nicht, warum immer die persönliche Freiheit ins Feld geführt wird, wenn es um Belange der Nachhaltigkeit geht. Es geht ja nicht um das Was, sondern um das Wie. Und das Wie, also die Art, wie man seine persönlichen Freiheiten lebt und sich selbst verwirklicht, sollte, wie viele finden, so praktiziert werden, dass nachfolgenden Generationen ebenfalls die Chance gegeben ist, diese Privilegien zu genießen.

      Um nichts mehr geht es. :schulter:

      Wenn wir dagegen alle nur versuchen, unsere persönlichen Schäfchen ins Trockene zu bringen, müssen wir uns nicht wundern, wenn dies Neider und Kritiker auf den Plan ruft. Denn dann haben wir uns diesen Neid redlich verdient.

      Wie heißt es so schön im Grundgesetz:



      Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.


      Dies kann man auch übertragen auf die Folgen des Wohlstands bzw. die Frage, wie die persönlichen Freiheiten, die sich aus ihm ergeben, gelebt werden.

      Träger Eigennutz sowie Egozentrik beschneiden nur den Fortschritt, denn dann gibt es überhaupt keine Notwendigkeit, Alternativen zu finden, die dem Nachhaltigkeitsgedanken besser entsprechen.

      Wenn man jedoch etwas am Wie ändert, steht dem Was (der vollen Entfaltung des Ichs) grundsätzlich doch nichts im Wege.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp: Die juten Sitten
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