Info Gruppen-Binge-Hören von Mark Brandis - Kommentare bitte hier posten

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      Die Zeitspule 1

      Es tut mir leid, aber zu dieser Folge fällt mir wirklich nichts ein.
      Natürlich wieder einmal großartig gespielt von Michael Lott, aber das war es auch schon.
      Die Geschichte gibt mir gar nichts, selbst die Enthüllung ganz zum Schluss lässt mich völlig kalt.

      Kann im zweiten Teil nur besser werden ...

      Gruß, Frank
      Wo Leidenschaft ist, da ist auch Hoffnung.
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      Puh, jetzt bin ich wirklich schwer im Hintertreffen.

      Also ... der Reihe nach abarbeiten.

      TRITON-PASSAGE

      Eine dicht gepackte Folge wie die ersten vier ... ich oszilliere immer zwischen meiner Liebe für ausführlich erzählte Brandis-Stories mit Raum für "persönliche Momente" und ruhigere Stränge, und Abenteuern wie diesen hier, bei denen man kaum zum Atmen kommt.

      Kurz zusammengefasst: ein seit Monaten auf Warte- und Beobachtungsposition sitzender Brandis verliert die Geduld und erklärt sich zum Kommandanten, als eine Raumnotsituation sein Handeln fordert. Nur teilweise gedeckt durch seinen frisch abgesetzten Chef spürt man, dass die Sache wahrscheinlich noch Folgen haben wird, aber erst einmal gilt es zu verdauen, dass statt einer vielköpfigen Mannschaft nur eine einzige Überlebende gefunden wird, und auch die nur, weil sie offensichtlich als Letzte überleben *sollte*. Zeit zum Grübeln ist nicht, denn das Schiff schafft es nicht, dem Gravitationssog des Neptun ohne Blessuren zu entkommen. Das Lebenserhaltungssystem fällt aus und damit wird die Luft an Bord knapp. Die neue Passagierin hat eine eigenartige Einsicht und gibt einen Tipp, wo ein rettendes Ersatzteil zu holen sein könnte ... und da sind wir erst auf der Hälfte der Geschichte.

      "Man kommt kaum zum Atmen" -- das ist wörtlich zu verstehen. Der Teil der Story, in dem die Besatzung verzweifelt versucht, unter schwerem Sauerstoffmangel noch eine Reparatur durchzuführen, ist so packend, dass man sich fragt, wieso eine solche Ausgangssituation nicht auch schon in anderen Hörspielen vorgekommen ist. Es transportiert sich jedenfalls sehr unmittelbar. Schön gespielt von allen Beteiligten! Die Sprecherin der Tuva liefert eine gute Leistung, klingt mir aber für die 16, die sie sein soll, als Stimme schon zu erwachsen. Die Sequenz mit den "Pfeilen des Gehorsams" auf dem Mond ist ein weiteres Spannungshighlight ... dass sie eine an sich friedliche Szene wie das gemeinsame Musizieren unterbricht, hat mich, anders als ein paar andere, nie irritiert. Warum sollte jemand wie Brandis nicht auch etwas Gitarre spielen können? Und besonders gut musste er nicht mal spielen können; seine Begleitung ist eher einfaches Akkord-Picking.

      Wirklich relevant ist die Folge nach dem Verschwinden von Tuva aus der Handlung eigentlich als Resumée der Zeit von Brandis bei der VEGA. Wie in einer Nußschale konzentriert erlebt man nochmal und intensiv, dass der anscheinend einmal erfüllende Beruf des VEGA-Piloten und -Commanders nicht mehr das Richtige zu sein scheint. Trotzdem kam der Schluss wie ein Schock (zumal es im Buch ganz anders aussieht) -- was jetzt? Keine Unterstützung der VEGA für sein Vorhaben? Quo vadis?
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.
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      BLINDFLUG ZUR SCHLANGE

      Ja ... da bin ich etwas gespalten. Sehr szeneisch schöne Sachen wie der Einstieg mit Brandis und Torrente, jetzt als Einzelpersonen unterwegs, und dass man erst Stück für Stück erfährt, was da eigentlich der Plan ist ... Göllners Gastrolle (grins) ... die Prügelei an Bord des Piratenschiffs ... aber dann auch eben eine etwas sehr gradlinige Such- und Finde-Geschichte, ein bisschen nach Brotkrumennavigationsprinzipien aufgebaut. Vielleicht liegt's auch daran, dass Charles Rettinghaus nicht so ganz meinen Geschmack trifft und ich die Piratenphilosophie in dieser Serie nicht ganz "blicke".

      Inszenatorisch und vom Sounddesign her durchaus wie immer. Somit irgendwie in der hohen Qualitätsvorgabe und -erwartung an diese Serie nicht ganz die Sprunghöhe erreicht. Aber das heisst nichts Schlimmes.
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.
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      Metropolis-Konvoi

      Mir gefällt die Story. Beklemmend finde ich den Mann der reinigenden Flamme dessen Gehirninhalt in einen digitalen Speicher kopiert wurde und dem gar nicht bewusst ist, daß er als echte Person nicht mehr existiert. (Noch 30 Jahre weiter, und das ist auch bei uns möglich - passt Mal auf! 8o )

      Besonders gefiel mir wie diesmal nicht Brandis alle rettet, sondern Gaston Weygand, das Schwarze Schaf, der in heroischem Einsatz seines Lebens die Flotte rettet. Die Musikuntermalung dazu bewirkt bei mir bei jedem Hören eine Gänsehaut. Das ist für mich eine perfekte Szene!

      Zeitspule, Teil 1

      Tja, was soll ich sagen. Ist nicht meine Folge, nach Blindflug zur Schlange für mich mit die schwächste Folge. Traurig ist nur das Commander Bush, der Unsympath, auf so tragische Weise sterben muss. Das ist in der Tat die Szene in dieser Folge die mich emotional am meisten berührt hat, auch wenn sie eher in einem Nebensatz abgehandelt wird.
      Ah Moment, toll ist natürlich auch das Mark nicht mit seiner Frau sprechen kann daß er erpresst wird, weil er nicht weiss ob er sie dadurch in Gefahr bringt.
      Aber ansonsten? Eher schwach (für MB-Verhältnisse natürlich :zwinker: )
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      Ahtan schrieb:

      Metropolis-Konvoi

      Beklemmend finde ich den Mann der reinigenden Flamme dessen Gehirninhalt in einen digitalen Speicher kopiert wurde und dem gar nicht bewusst ist, daß er als echte Person nicht mehr existiert.
      Ja, das ist wirklich eine skurrile und irgendwie auch gruselige Szene.
      In erster Linie aber ein grausames Schicksal. Ich hatte tatsächlich Mitleid, "RF" hin oder her.


      Ahtan schrieb:

      Zeitspule, Teil 1


      Tja, was soll ich sagen. Ist nicht meine Folge, nach Blindflug zur Schlange für mich mit die schwächste Folge.
      Danke, das beruhigt mich. ;)

      Gruß, Frank
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