Gruppen-Binge-Hören von Mark Brandis - Kommentare bitte hier posten

    • Habe den Film am WE nochmal gesehen' nachdem ich mir auf yt die kongeniale Doku in 4 Teilen zum Making of angesehen habe. In der Tat ist in "Vorstoß zum Uranus 2" kurz nach dem ersten Hinweis auf 2001 sogar noch ein zweiter im Hintergrund, -- ein wörtliches Zitat aus dem Film. Grins. Die Macher werden ihren Spaß gehabt haben.
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.
    • Letztes Jahr haben die Spielverderber von Interplanar das anlässlich des 50. Jahrestags der Filmpremiere sogar selbst enthüllt. Da kann man sich das Ganze auch anhören.

      Der zweite Shoutout in "Vorstoß zum Uranus" zu "2001" ist eine Lautsprecherdurchsage auf der Station, in der von einem Dr. Kaminsky die Rede ist. Die ist wörtlich auch im Film zu hören.
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.
    • Fader schrieb:

      Letztes Jahr haben die Spielverderber von Interplanar das anlässlich des 50. Jahrestags der Filmpremiere sogar selbst enthüllt. Da kann man sich das Ganze auch anhören.

      Der zweite Shoutout in "Vorstoß zum Uranus" zu "2001" ist eine Lautsprecherdurchsage auf der Station, in der von einem Dr. Kaminsky die Rede ist. Die ist wörtlich auch im Film zu hören.
      Dann kann ich mir einen weiteren Durchlauf sparen.
      Das hätte ich jetzt auch nicht erkannt.
      Ist bei mir dann wohl auch schon zu lange her, dass ich den Film gesehen habe.

      Gruß, Frank
      Wo Leidenschaft ist, da ist auch Hoffnung.
    • Fader schrieb:

      Direkt vergleichen:

      - Original
      - Hörspiel
      Dankeschön.

      Klar, das ist natürlich eindeutig.
      Aber wie schon gesagt; ist eine Weile her dass ich den Film gesehen habe.
      Im Hörspiel ist mir das nicht aufgefallen. :tuete:




      So, es ist Sonntag. Zeit für Raumsonde Epsilon.

      Als direkte Fortsetzung von Vorstoß zum Uranus musste diese Doppelfolge natürlich in sehr große Fußstapfen treten.
      Und für meinen Geschmack waren die dann auch tatsächlich einige Nummern zu groß.

      Hörspieltechnisch natürlich wieder top, inhaltlich aber sehr durchwachsen.

      Der Handlungsstrang um die Raumsonde und insbesondere dessen Schluss haben mir sehr gut gefallen.
      Das war großartig. :daumenhoch:

      Einige andere Dinge haben mir allerdings sehr viel weniger gefallen:

      - Wieso musste dann noch dieses abgeschirmte Kabel am Satelliten angeschlossen werden?
      Alles Wichtige hatte Harris doch schon vorher mitgeteilt.
      Das war völliger Blödsinn und hatte nur den dramaturgischen Grund, dass MB einen weiteren Mann zurücklassen und verlieren musste.

      - Diese Dumpfbacke D'Arcy und der nächste Putsch, die nächste Gefangenschaft.
      Ziemlich langweilig und ermüdend und für mich der "Stimmungskiller".

      - Auch wenn ich mich über Grischas Rückkehr natürlich freue; wie man ihn dann aus dem Hut gezaubert hat war doch schon sehr "abenteuerlich".
      MacGyver ist ein Dreck dagegen. =)

      - MB hat plötzlich/schon Augen für Dr. Wolska?

      - Woher kannte die Sonde die Personen, mit deren Stimmen sie zu den einzelnen Personen sprach?
      Und noch wichtiger: Woher kannte sie deren Stimmen?


      Natürlich war auch diese Doppelfolge wieder sehr unterhaltsam,
      und für meinen Geschmack bot sie auch viel Licht. Aber leider noch mehr Schatten.

      Was war noch?
      Ach ja: "Das ist meine CORA!" :thumbsup:


      Gruß, Frank
      Wo Leidenschaft ist, da ist auch Hoffnung.
    • Neu

      Frank schrieb:

      - Auch wenn ich mich über Grischas Rückkehr natürlich freue; wie man ihn dann aus dem Hut gezaubert hat war doch schon sehr "abenteuerlich".
      MacGyver ist ein Dreck dagegen. =)
      GENAU das empfand ich auch beim Ersthören. :D
      Die Freude über die Rückkehr dieses sympatischen Kerls mischte sich mit der äusserst abstrusen Art des Rückkehrens.
      Spoiler anzeigen
      Das erschien mir nicht ganz logisch, dass ausgerechnet der D'Arcy ihn aus dem Raum fischt.


      Schön fand ich dagegen wie Xuma seine Meinung über Van Kerk änderte.

      Nach dem spitzenmässigen Zweiteiler "Vorstoss zum Uranus" nun eine etwas schwächere "Raumsonde Epsilon".

      @Frank

      Also ich kann Mark verstehen das er Doktor Wolska nun etwas "anhimmelt"... wenn du mit lauter Kerlen wochen- oder gar monatelang unterwegs bist, findest du fast jede "Kollegin" interessant, egal wie glücklich du zuhause verheiratet bist. Es spricht für die Charakterstärke unseres Titelhelden das er sich begnügt mit dem Satz "Gucken, nicht anfassen!". Mir gefällt's, es gibt keine Superheros, sondern Charaktere mit Ecken und Kanten... so wie ihr und ich. Das Mark trotzdem meistens ethisch das richtige tut, macht ihn halt zum Helden wider Willen.
    • Neu

      @Hardenberg: Ich melde mich in diesem Thread nur zur Beantwortung von Sachfragen. Ob's gefällt oder nicht, freut uns zu lesen, aber über den Geschmack sollte man ja nicht streiten.
      Wenn wir hier ein paar Dinge nicht gleich ersichtlich sind, ist das zunächst einmal in der Tat unsere Schuld. Jedoch sind die Hörspiele bewusst auf mehrfaches Hören (zum Genuss) hin geschrieben und produziert.

      Frank schrieb:

      Einige andere Dinge haben mir allerdings sehr viel weniger gefallen:

      - Wieso musste dann noch dieses abgeschirmte Kabel am Satelliten angeschlossen werden?
      Alles Wichtige hatte Harris doch schon vorher mitgeteilt.
      Das war völliger Blödsinn und hatte nur den dramaturgischen Grund, dass MB einen weiteren Mann zurücklassen und verlieren musste.
      Harris sagt im Hörspiel: "Der Befehl duldet keinerlei Aufschub. Mit dem Kursdaten übersende ich eine hochverschlüsselte Information. Zum Inhalt erwarte ich Lösungsvorschläge. Sie können den Satelliten in einer halben Stunde erreichen." Man muss sich das so vorstellen, dass eine "hochverschlüsselte Info" in eine Richtung sehr viel schwerer zu knacken ist als eine Dialogverbindung (siehe div. Artikel zur Realzeit-Kryptographie; ich gehe davon aus, dass sich das auch in der Zukunft nur graduell verändern wird). Harris schickt also eine "E-Mail", will aber im Anschluss über einen Hochsicherheitskanal in Realzeit kommunizieren, zu welchem Zeitpunkt er von Brandis schon erste Lösungsvorschläge und Ideen hören will. Dies soll um keinen Preis abgehört und geknackt werden können. Ein Hardware-Anschluss mit abgeschirmten Kabeln mag archaisch klingen, ist aber in der Tat sicherer als jede Drahtlosverbindung. Die "Urania-Satellitenkette" ist so eine Art Subraumverbindung.

      Frank schrieb:

      - Diese Dumpfbacke D'Arcy und der nächste Putsch, die nächste Gefangenschaft.Ziemlich langweilig und ermüdend und für mich der "Stimmungskiller".
      Ja, muss ich so stehenlassen. War zwar so in der Buchvorlage, aber das hätten wir ja auch vollkommen umschreiben können.

      Frank schrieb:

      - Auch wenn ich mich über Grischas Rückkehr natürlich freue; wie man ihn dann aus dem Hut gezaubert hat war doch schon sehr "abenteuerlich".
      MacGyver ist ein Dreck dagegen.
      Auch das mag man so sehen. Für Interessierte habe ich das gepostet, was im Buch zu diesem Vorfall steht.
      Spoiler anzeigen

      VEGA-Bergungsprotokoll
      Objekt: Kolibri 7
      Pilot: Grischa Romen, Testpilot zweiter Klasse
      Datum: unbestimmt
      Hergang: Hierzu auch das Unfallprotokoll.
      • Kolibri Sieben verließ nach einem Alarmstart im Pazifischen Ozean den kontrollierten Raum. Da das auf maximale Leistung geschaltete Triebwerk blockierte, befand sich das Schiff nicht mehr in der Gewalt des Piloten. Auf dem Funkweg verständigte dieser den Kontroll-Tower. Seine letzten registrierten Worte ließen keinen Zweifel daran, daß er sich über das Ausweglose seiner Situation im klaren war. Dementsprechend wurde er nach dem Abbrechen der Verbindung aus der Liste der Piloten gestrichen. Den Aussagen des Piloten zufolge wurde Kolibri Sieben tief in den Raum hineingetragen. Seine Versuche, das Triebwerk zu stoppen oder doch wenigstens die Schubleistung zu reduzieren, blieben erfolglos.
      • Der Pilot, vor die Wahl gestellt, seinem Leben selbst ein Ende zu setzen oder ohne Hoffnung auf Rettung auszuharren, entschied sich für das letztere. Er ernährte sich von dem an Bord befindlichen Notproviant. Bei seinen vergeblichen Arbeiten am Triebwerk war u. a. von ihm ein Teil der Elektronik beschädigt worden, so daß alle für die Zeitnahme benötigten Instrumente ausfielen. Exakte Datierungen sind daher nicht möglich. Der Pilot vermutet, daß sein Schiff vorübergehend in eine Umlaufbahn um die Venus geriet, dann jedoch erneut in den freien Raum hinauskatapultiert wurde. Hier verbrachte er – so wird von ihm geschätzt – mehrere Monate.
      • Da der Kolibri mit einem Sender von relativ geringer Reichweite ausgerüstet ist, blieb er auch weiterhin von allen Verbindungen abgeschnitten, zumal der interplanetarische Funkverkehr ohnehin durch ungewöhnlich heftige Sonnenstürme beeinträchtigt war. Ohne Orientierungshilfen änderte der Pilot mehrmals den Kurs, was schließlich dazu führte, daß er zu einem noch zu ermittelnden Zeitpunkt in Sichtweite den STELLANORM Isidor passierte. Ein von ihm abgesetzter Notruf wurde von Isidor nicht beantwortet. Wenig später kollidierte der Kolibri, während der Pilot schlief, mit einem im Raum befindlichen Gegenstand: aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem alten, in den Karten nicht mehr geführten Satelliten. Hierbei wurde das Schiff schwer beschädigt. Dem Piloten blieb gerade noch Zeit, den Raumanzug anzulegen. Als das Schiff auseinanderbrach, wurde er in den Raum geschleudert.
      • Hier verbrachte er längere Zeit, mindestens sechzig Stunden, denn als er schließlich von einem Kriegsschiff entdeckt und geborgen wurde, waren die den Anzug beheizenden Batterien fast völlig verbraucht. Geborgen wurde der Pilot von
        SK633
        Division Venus
        ZEUS
        unter dem Kommando von Captain Roger d’Arcy. SK 633 – ZEUS – nahm Kurs auf Isidor. Der Pilot sagt glaubhaft aus, daß der Militärputsch auf der astralen Station zu diesem Zeitpunkt bereits stattgefunden hatte, was erklärt, warum VEGA von der Rettung des Piloten unbenachrichtigt blieb. Der Pilot sagt weiterhin aus, daß er von Captain d’Arcy in den Dienst einer sogenannten Dritten Macht gestellt wurde. Er verließ Isidor – getrennter Bericht – an Bord der Hermes am 4. Februar 2075.


      Frank schrieb:

      - MB hat plötzlich/schon Augen für Dr. Wolska?
      Das hat @Ahtan schon gut entschuldigt ... ist aber allerdings eine Erfindung des Hörspiels.

      Frank schrieb:

      - Woher kannte die Sonde die Personen, mit deren Stimmen sie zu den einzelnen Personen sprach?
      Und noch wichtiger: Woher kannte sie deren Stimmen?
      Das ist ebenfalls nur im Hörspiel so; im Buch ist die Sonde völlig stumm. Wenn die Sonde, wie von Brandis vermutet, telempathisch ist, kann sie aus den Gehirnwellen bzw. Gedanken Elemente und Emotionen ablesen. In den Erinnerungen jedes Menschen ist auch gespeichert, wie sich eine bestimmte vertraute Stimme anhört. Da die Stimme der Sonde auch NUR in den Gedanken des Einzelnen zu hören ist, muss man sich das so vorstellen: die Information wird mit der Anweisung in die Gedanken des Empfängers projiziert, eine bestimmte Gestalt anzunehmen, die aus der Erinnerung kommt, z.B. "klinge so, wie der Vertraute, der/die diesem Menschen am Nächsten steht". Deswegen hört auch jeder Empfänger eine andere Stimme.
    • Neu

      Interplanar schrieb:

      @Hardenberg: Ich melde mich in diesem Thread nur zur Beantwortung von Sachfragen. Ob's gefällt oder nicht, freut uns zu lesen, aber über den Geschmack sollte man ja nicht streiten.
      Wenn wir hier ein paar Dinge nicht gleich ersichtlich sind, ist das zunächst einmal in der Tat unsere Schuld. Jedoch sind die Hörspiele bewusst auf mehrfaches Hören (zum Genuss) hin geschrieben und produziert.

      Das mag ich auch sehr an ihnen. :]

      Aber ich denke halt, Ihr macht es Genrefremden - wie mir - mitunter sehr schwer, in die Handlung zu finden. Wenn man sich an die Machart gewöhnt hat und angefixt ist, ist das kein großes Problem mehr. Aber am Anfang ist das schon eine Hürde, von der ich mir vorstellen kann, das sie nicht jeder meistert. Was bedauerlich wäre.

      +++

      Ich war heute Kochbeauftragter und konnte mich so den Folgen 9 und 10 widmen. Bin noch nicht ganz fertig, aber ich kann die harsche Kritik von @Frank bisher nicht teilen. Zumal ich mich auch jenseits einzelner Details im Ganzen sehr gut unterhalten fühlte.

      Aber dazu später mehr. :)
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Neu

      Njergs, ich scheine es immer erst auf den letzten Drücker noch zu schaffen. =)

      Vorstoss zum Uranus 1 & 2
      Beim Blick auf das Cover ist mir aufgefallen, daß der Erscheinungstermin ja schon fast 10 Jahre her ist. :arg4: Mir kommts wie gestern vor. :opa:
      Hat Spaß gemacht, das Hörspiel nochmal zu hören.

      Da ihr bereits alles wesentliche erörtert habt, bleibt mir nur noch, den Inhalt der Booklets nachzutragen.:

      Booklet 1:
      - Uranus(Auszug aus dem Dossier URANUS der Strat. Raumflotte, Mai 2124)
      - Begriffe (Erläuterung der Begriffe Dunkle Materie, Pulsar, Triangulation & Zhongli Quan)

      Booklet 2:
      - Porta Stellaris
      - Personen (Kurzbiographie von Usko Koskien, Ludmilla Wolska & Wiliam Xuma)
    • Neu

      @Interplanar

      Ich wollte nochmal Danke sagen das ihr euch so sachlich einbringt und teilweise sehr interessante Hintergrundinfos zu bestimmten Situationen einfliessen lasst. Ich wünschte das würden mehr Labels machen, in einen sachlichen Dialog - ohne beleidigt zu sein - mit ihren Fans zu treten. Kann mir gut vorstellen daß es manchmal nicht ganz einfach ist, wenn der eine oder andere Hörer von manchen Szenen nicht 100%ig begeistert ist. Ist es ja quasi "Kritik" an dem was man mit viel Liebe geschaffen hat.

      Aber wie Sun Tzu schon sagte: Wer an mir berechtigterweise Kritik übt ist mein Freund. Wer mir fälschlicherweise schmeichelt, ist mein Feind.

      Daher nochmal herzlichen Dank das ihr bei Fragen so bereitwillig postet, und auch "Kritik" nicht übel nehmt.
    • Neu

      Ahtan schrieb:

      @Interplanar

      Ich wollte nochmal Danke sagen das ihr euch so sachlich einbringt und teilweise sehr interessante Hintergrundinfos zu bestimmten Situationen einfliessen lasst. Ich wünschte das würden mehr Labels machen, in einen sachlichen Dialog - ohne beleidigt zu sein - mit ihren Fans zu treten. Kann mir gut vorstellen daß es manchmal nicht ganz einfach ist, wenn der eine oder andere Hörer von manchen Szenen nicht 100%ig begeistert ist. Ist es ja quasi "Kritik" an dem was man mit viel Liebe geschaffen hat.

      Aber wie Sun Tzu schon sagte: Wer an mir berechtigterweise Kritik übt ist mein Freund. Wer mir fälschlicherweise schmeichelt, ist mein Feind.

      Daher nochmal herzlichen Dank das ihr bei Fragen so bereitwillig postet, und auch "Kritik" nicht übel nehmt.
      Dem schließe ich mich natürlich uneingeschränkt an.
      Vielen Dank. :knie:


      @Interplanar und @Hardenberg Es tut mir leid, wenn das von mir jetzt zu hart klang. So war es definitiv nicht gemeint.
      Im Prinzip sind die meisten von mir genannten Punkte eh nur Kleinigkeiten. ;)

      Nur der Handlungsstrang um D'Arcy und die Dritte Macht hat mir persönlich absolut nicht gefallen.
      Zum einen, weil wir das ja erst ein paar Folgen vorher in ähnlicher Form hatten.
      Zum anderen, weil D'Arcy nichts weiter als ein brutaler und hirnloser Schlägertyp war.
      Smith dagegen hatte wenigstens Stil.

      Gruß, Frank
      Wo Leidenschaft ist, da ist auch Hoffnung.
    • Neu

      Ahtan schrieb:

      Also ich kann Mark verstehen das er Doktor Wolska nun etwas "anhimmelt"... wenn du mit lauter Kerlen wochen- oder gar monatelang unterwegs bist, findest du fast jede "Kollegin" interessant, egal wie glücklich du zuhause verheiratet bist. Es spricht für die Charakterstärke unseres Titelhelden das er sich begnügt mit dem Satz "Gucken, nicht anfassen!". Mir gefällt's, es gibt keine Superheros, sondern Charaktere mit Ecken und Kanten... so wie ihr und ich. Das Mark trotzdem meistens ethisch das richtige tut, macht ihn halt zum Helden wider Willen.
      Jein.

      Einerseits stimmt das natürlich.

      Andererseits ist da aber auch keine Kegelgruppe unterwegs.
      Im Gespräch mit van Kerk spricht MB von "meinen leitenden Offizieren" (wenn auch in einem anderen Zusammenhang).
      Das spricht für eine gewisse Professionalität, und da hat der Befehlshaber in jeder Beziehung absolute Vorbildfunktion.

      Gruß, Frank
      Wo Leidenschaft ist, da ist auch Hoffnung.
    • Neu

      Ich bin ganz schoen hinter dran aber habe heute die beiden Folgen 5 und 6 gehört. Ich fand diese Geschichte um die Kolibri ausgezeichet. Ich habe hier gelesen, dass manche hier die Folge drastisch anders empfunden haben als die ersten 4. Waehrend es richtig ist, dass der Buergerkriegszyklus mit Folge 4 abgeschlossen ist, habe ich es weder beim ersten Hoeren beim Erscheinen der Folge, noch heute als einen grossen Unterschied zu den ersten 4 Folgen empfunden. Die Schluesselelemente, welche die Mark Brandis Hoerspielserie so aussergewoenhlich machen, sind hier alle enthalten und dieser Zweiteiler ist ein wunderbares Hörspiel, welches voller Dramatik ist, welche mich emotional total mitgenommen hat.

      Dass man hier mal eine Geschichte im Hintergrund eines Konfliktes in den Vordergrund bringt (die Forschung eines neuen Raumschiffs/U-Boots) fand ich als Ingenieur und Produktmanager sehr interessant. Konflikte werden nicht nur an der Front gewonnen, sondern auch in der Forschung. Diese dramatische Situation und die Gefahr des Testflugs ist so bedrückend, dass ich in meinem Buerostuhl hin und hergerutscht bin und mitgefiebert habe, vor allem als Mark dann drin sass.

      Grischa ist ein wunderbarer Charakter. Als diese Folge herauskam war David Nathan einer meiner Lieblingssprecher und ich konnte es kaum glauben, dass er in meiner Lieblingsserie auftauchte. Genauso gross wie meine Freude, war dann am Ende natürlich auch mein Entsetzen, als er dann am Ende vermeintlich stirbt. Das hat mich damals und auch heute wieder sehr mitgenommen
      Spoiler anzeigen
      ...obwohl ich natürlich heute weiß, dass er wieder kommt.


      Auch die verschiedenen Handlungsstraenge mit der Verlobung und Hochzeit, die Verantwortung, die wie eine Tonne Gewicht auf Mark Brandis' Herz lastet, die Kommunikation mit der Presse, die Einbeziehung von wirtschaftlichen und militärischen Interesse an einer Entwicklung (wie viel Geld wurde schon investiert) aber das ganze dann doch noch erfolgreich abzuschließen war schon ein interessanter Handlungsfaden. Das Ende mit dem Saboteur kam vielleicht ein bisschen überraschend aber hat der Handlung am Ende wieder eine andere Richtung gegeben.

      Ich finde es auch super, dass man verschiedene Aspekte des Nachkriegsdeutschland hier mit verarbeitet. Mark spricht mit einem der vorher mit der reinigenden Flamme war und nun in der Zeit danach leben muss. Und die gesamte Geschichte mit der Kolibri hat mich (wie schon @MonsterAsyl) stark an die Starfighter Abstürze erinnert.

      Auch wie man die beklemmende Stimmung unter Wasser realisiert hat ist wunderbar. Hier wird auch beschrieben, wie unterschiedlich die klaustrophobische Situatuion unter Wasser ist von dem Gefühl in der Unendlichkeit des Weltalls.

      Wenn ich die beiden Folgen 5 und 6 als ein Hörspiel sehe, dass ist das ein wunderbares Einzelhoerspiel in der Mark Brandis Serie. Die Folge ist natürlich ein Teil der Serie und auch lose eingebettet, aber man könnte dieses Hörspiel auch völlig losgelöst vom Rest hören und genießen. Es gibt eine klare Einleitung, Definition worum es geht, Beschreibung der Gefahr und wunderbare Charaktere, und einen wunderbaren Schluss, der dieses Hörspiel zu einem herausragenden Ereignis macht. Ich bin heute noch genauso begeistert wie damals und bin froh, dass Mark Brandis kein bisschen gealtert ist, und für mich auch heute noch das Non-plus-Ultra im Bereich Hörspiel-SF ist. Wobei SF als Genre, Mark Brandis nicht gerecht wird. Es gibt soviel Elemente von anderen Genres, die nicht nur "Abenteuer im Weltraum" sind, dass Mark Brandis für mich SF auf höchstem Niveau ist. Wenn ich alleine an die Szene mit Mark und Grischa beim Flug denke. Da fangen die beiden an zu philosophieren. Sie sprechen ueber ihre Zeit im Krieg, wie sie ihn erlebt haben, auch ueber Grischa's Hintergrund. Und da ziehe ich meinen Hut an @Interplanar, nicht nur vor der gesamten Serie, sondern vor allem auch, dass sie immer wieder und speziell auch in dieser Szene die Ruhe eingebaut haben, die dieser philosophische Moment gebührt und der wie ein Feuer, die emotionale Tiefe dieses Hörspiels anheizt. Und dann wird es mit einmal sehr hektisch und es geht von null auf 100 in 2 Sekunden und dieser Geschwindigkeitswechsel ist typisch Interplanar, stark mit einem Musik-Tempo Wechsel unterstützt, die Sprecher tragen das auch mit, so dass der Wechsel des Tempos mich als Hörer total und sofort mitnimmt als wenn mit einmal meine Achterbahn den Zenit erreicht und dann mit vollem Tempo runterfahrt. Respekt, dass man sich bei Mark Brandis die Zeit nimmt, um Gefühle sacken zu lassen und dann das Tempo dann wieder schnell anzieht. Viele Hoerspiele sind leider viel zu statisch in dem Tempo. @Interplanar versteht das wie kaum ein anderer die Extremen Tempos der Geschichte anzupassen und uns auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitzunehmen. Bei Heliosphere habe ich das auch immer wieder bemerkt.

      Auch nach dem erneuten hören, freue ich mich schon darauf, wenn ich dieses Hörspiel in ein paar Jahren nochmal hören werde.

      Und im Bezug auf die Diskussion, die oben gefuehrt wurde: Ich persoenlich muss nicht jedes Detail logisch erklaert haben. Mich muss ein Hoerspiel emotional mitnehmen. Das ist fuer mich viel wichtiger. Ok, grob muss das schon glaubhaft sein, aber mir sind viele der Fragen, die oben diskutiert wurden, gar nicht gekommen. Ich habe diese emotionale Achterbahnfahrt genossen auch wenn die Auflösung mit dem Saboteur ein bisschen aus dem Hut gezaubert daherkam und andere Fragen vielleicht nicht alle bis ins kleinste Detail logisch aufgelöst wurden. Muss für mich auch nicht sein. Das war für mich ganz richtig so. Ich genieße Hörspiele mit meiner emotionalen Gehirnhaelfte und zuviel herüberziehen in die rationale Gehirnhaelfte reduziert meine emotionale Erfahrung. Ich will gar nicht sagen, dass dieses Hörspiel nicht logisch zu erklären ist. Mein Punkt ist, dass es für mich nicht wichtig ist, dass die Geschichte bis ins kleinste Detail zu erklären ist. Solange ich eine gute emotionale Erfahrung beim hören hatte und nicht durch grobe Schnitzer rausgerissen werde, ist das fuer mich alles ok. Ich bin hier um zu genießen und nicht um eine Geschichte auseinander zu nehmen. Jeder hört Hörspiele anders und ich respektiere jeden, wie sie/er das macht.

      Nun geht es an die nächste Geschichte, die in den Folgen 7 und 8 erzählt wird und dann an 9 und 10. Ich bin noch ein bisschen hinten dran, aber ich hole auf .....

      Um mal einen kleinen Zwischenstand zu geben: Seit diesem Wochenende sind alle Folgen bis Folge 10 freigegeben zum besprechen. Jeder kann gerne noch mitmachen und von vorne mithoeren. Es gibt hier keine untere Grenze, nur nach oben sind wir limitiert und da sind wir nun bei Folge 10 angelangt. Also macht noch alle mit!
    • Neu

      Was mich bei der #9 doch ein wenig irrititiert hat, war das freimütige Gespräch Xumas und Brandis darüber, gemeinsam auf Löwenjagd gehen zu wollen. Da hatte ich den Eindruck, dass sich da das Alter der Vorlage bemerkbar machte. So etwas würde man heute so sicherlich nicht mehr schreiben - jedenfalls nicht positiv konnotiert. Erstaunlich auch, dass man es überhaupt ins Hörspiel übernommen hat (so es denn aus der Vorlage stammt). Machokram. :zwinker:

      Zum weiter vorn angesprochenen Rassismus-Thema muss ich sagen, dass sich mein Eindruck verfestigt, diesen hier überhaupt nicht richtig erkennen zu können. In der Vorlage mag das deutlicher zutage getreten sein, weil da ja die Feindseligkeit anders gezeigt wird, aber hier kann ich, ehrlich gesagt, keinen echten Rassismus erkennen. Zumal de Kerk ja nun auch nicht unbedingt Ausbund an Freundlichkeit ist - und zwar grundsätzlich. Den kann man auch ganz gut ohne Vorgeschichte unsympathisch finden. =)

      Und dass de Kerk sich mokiert, dass in Xumas Blick auf ihn Sklaverei eine Rolle spiele, obwohl er selbst diese ja nie erlebt habe, ist auch eine äußerst unempathische Sicht auf die Dinge. Es gibt auch Ereignisse oder Erlebnisse, die Familien über mehrere Generationen hinweg belasten, nicht selten unbewusst. Und Xumas Verhalten de Kerk gegenüber mag tendenziell ablehnend sein, aber darin erschöpfen sich seine Taten ja schon.
      Insofern überzeugt mich da der bekundete Wille zur mal etwas anderen Darstellung von Rassismus nach wie vor nicht so recht. Wenn ich aber dieses Schlagwort einfach mal beiseite lasse, ist diese Animosität ein interessanter Nebenhandlungsstrang und insofern eine Bereicherung.

      +++

      Wer ist hier denn jetzt eigentlich aktuell mit an Bord beim Binge-Hören?

      @Cherusker, @Agatha, @MonsterAsyl, @Fader, @Frank, @Hoax, @Ahtan und meine Wenigkeit?

      Und was ist mit @Tolkien, @DerHarry und @Smeralda?
      Seid Ihr auch (noch) mit an Bord?

      Und hatten nicht noch weitere User Interesse?
      @gruenspatz? @BjoernErik? ...?

      Noch sind wir nicht so weit vorangeschritten.
      Ein guter Zeitpunkt, noch mitzumachen. :]
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Neu

      Ich bin natürlich noch mit dabei, aber ich kann die beiden aktuellen Folgen erst frühestens am Mittwoch hören und möchte hier so lange auch eigentlich nicht mehr in den Thread reinsehen.
      Das wurde nämlich bereits beim letzten Mal für mich zum Problem. ;)
      Da wir hier alle in unterschiedlichem Tempo hören und einige dafür bereits das Wochenende nutzen, lese ich sonst zu oft Dinge zu den beiden gerade aktuellen Folgen, die ich noch nicht wissen möchte. :pfeifen: Ist für mich schließlich der erste Durchlauf und kein Wiederhören.
      Ich werde entsprechend auch erst wieder schreiben, wenn ich die Folgen selbst kenne. :)
    • Benutzer online 3

      3 Besucher