...und nebenbei Liebe

    • ...und nebenbei Liebe

      Seit drei Tagen habe ich die Serie "und nebenbei Liebe" wiederentdeckt. Beim ersten Durchgang vor ein paar Jahren kam es mir wirklich wie eine Soap-Opera vor.
      Aber jetzt habe ich die Serie über Kopfhörer konzentriert begonnen zu hören. Und muss sagen: Ab Folge 3 "Das Sommerfest" wird die Serie echt spannend. Mal was anderes als Krimi, Science-Fiction, Horror, usw.
      Mir gefallen die Wendungen die stattfinden. Man denkt, dass alles aus wäre in einer gewissen Situation, aber dann kommt es doch zum Positiven durch eine clevere Idee einer Person.

      Eigentlich will man bei Hörspielen in Fantasiewelten verschwinden. Aber gerade dieses schockierend realistische finde ich bei dieser Serie sehr spannend. Manches habe ich im Leben tatsächlich so erfahren und kann mitfühlen.

      Folge 4 "Das Casting" bereitet fast schon Nervenkitzel, was das Thema schockierende Entdeckung innerhalb der Familie betrifft.

      Früher als Kind fand ich Dauerdialoge ätzend langweilig und interessierte mich eher für Masters of the Universe, oder Knight Rider. Also wo immer wieder Kämpfe und Action zum Einsatz kommt. Aber dieses "Zuhören der Gespräche" bei dieser Serie finde ich in keinster Weise langweilig.

      Ist aber auch toll in Szene gesetzt von Oliver Rohrbeck, der hier Regie führte.

      Eine leider viel zu früh eingestellte Serie, die man selbst als Mann empfehlen kann.

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    • Heute früh noch vor dem aufstehen, habe, nein musste ich regelrecht die Folgen 8 bis 10 der ersten Staffel durchhören, da die Serie wirklich süchtig macht. Eine gewisse Erotik kam rüber, als der Sohn der Familie Wagner sich in seine Mathe-Lehrerin verliebt. Und mit ihr später eine Nacht verbringt....huiuiui....

      Gaaaaaanz fies ist der Cliffhanger am Ende der ersten Staffel: Britt (eine ganz liebe, junge Ehefrau innerhalb der Familie und auch sehr sympathisch gespielt von Anke Reitzenstein) setzt sich auf ein Pony und hat Spaß beim kurzen Ritt. Weil das Pferd plötzlich ausbricht, fällt sie herunter und prallt auf einen Holzpfosten. Und ist bewusstlos. Gaaaanz fieser Cliffhänger wie gesagt, denn die zweite Staffel habe ich nicht in Besitz und muss ich mir nachkaufen. Hatte ich mir damals nicht gekauft, da die Meinungen verglichen zur sehr guten ersten Staffel auseinander gingen. Und wie im Startbeitrag gesagt, ist mir damals beim ersten Durchgang mit der ersten Staffel nicht so viel hängen geblieben und habe die Serie total unterschätzt.

      Es ist schön, eine Serie die man sogar fast abgeschrieben hat, geraume Zeit später nochmal anzuhören und festzustellen, dass man da eine richtige Perle in der Sammlung hat. Für mich sogar eine der besten Hörspielserien, nicht nur für Zwischendurch.

      Hört sich doof an, aber wer von Alltagsproblemen nicht genug bekommen kann, und mal Drama, anstelle Grusel, Krimi, SF, Fantasy, Kinderthemen hören möchte, dem kann ich und nebenbei Liebe sehr empfehlen. Alle, wirklich alle Sprecher machen einen super Job. Kommt auch selten vor.

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    • Ich habe die Serie tatsächlich geliebt. Und es war zu der damaligen Zeit noch nicht wirklich "modern" auch homosexuelle Charaktere in Hörspielen zu hören. Da war diese Serie (aus meiner Sicht) schon ein Vorreiter, wie es damals im TV die Lindenstraße war. Als man sich in den ersten Folgen mit den Charakteren vertraut gemacht hat, war die Serie echt ein Erlebnis. Die Geschichten waren aus dem Alltag und natürlich waren sie auch etwas soapig bzw. erfanden das Rad nicht neu, aber es war richtig tolle Unterhaltung. Ich höre die Folgen auch immer mal wieder gerne, ärgere mich aber jedes Mal bei der letzten Folge von Staffel 2, dass es danach nicht mehr weiter ging. Die Zahlen waren aber wohl einfach zu schlecht. Ich meine mich auch an eine Art Online-Petition zu erinnern, dass die Serie weitergeführt werden sollte, aber die Teilnahme ebenfalls zu gering war. Hervorheben kann und muss man aber auch den Sprecher-Cast. Da ist wirklich ein großartiges Ensemble zusammen gekommen, die wirklich alle überzeugt haben. Es gab tatsächlich keine Stimme, die ich nicht mochte oder fehlbesetzt fand.

      Würde es heute damit weiter gehen, würde ich wohl einen Salto machen. Aber so bleibt es ein Traum und muss einfach sagen, dass diese Hörspielserie ihrer Zeit voraus war.
    • Ich habe diese kleine Hörspielperle ebenfalls im Regal und auch mir hat sie sehr gut gefallen. Besonders das wiederhören mit Judy Winter, die mir am besten als Thora aus den Perry Rhodan Kassetten von EUROPA in Erinnerung geblieben ist.

      Ich habe lediglich die letzten beiden Folgen noch nicht gehört, da ich leider viel zu spät mitbekommen habe, dass die Serie eingestellt wurde und ich HASSE cliffhanger die nicht weitergehen! Wirklich schade...
      Hörspiel kann süchtig machen.
    • Agatha schrieb:

      Solche Soap-Serie "aus dem wahren Leben" gibt es doch ansonsten auch gar nicht, oder?
      Es gab mal eine Radionovela "Kein Geld aber Stuck an der Decke". Lief nach meinen mp3-Daten 2007 im Radio. Habe sie damals aus der Mediathek als Download gespeichert. Aber gibt es mittlerweile wohl nicht mehr.

      Soweit ich mich noch erinnern kann, ging es da auch sopamäßig um die Alltagsprobleme der Hauptakteure.