UMFRAGE: Wie steht Ihr zum Thema Streaming?

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    • UMFRAGE: Wie steht Ihr zum Thema Streaming?

      Nutzt Ihr Streaming-Dienste, um Hörspiele zu hören? 25

      Das Ergebnis ist nur für Teilnehmer sichtbar.

      Bei den entsprechenden Diskussionen sind ja im Grunde immer dieselben Leute beteiligt, bei denen die Standpunkte im Grunde längst klar sind. Hier im Hörsgrusel sind aber noch viel mehr Leute vertreten, die sich nicht dazu äußern - vielleicht weil sie die (engagierte) Diskussion scheuen oder ganz einfach keine Lust oder Zeit dafür haben. Um aber auch von jene, die sich hier nicht wortreich äußern, einen kleinen Eindruck zu erhalten, starte ich diese Umfrage - in der Hoffnung, dass man sich rege daran beteiligt.

      Ich würde einfach gern mal erfahren, wie die hier sich tummelnden Hörgrusler zum Thema stehen.


      Und es geht hier ausdrücklich nur um den Konsum von HÖRSPIELEN.
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Wie wirkt sich Eurer Meinung nach das Streamen von Hörspielen auf die Situation von Hörspielmachern aus? 22

      Das Ergebnis ist nur für Teilnehmer sichtbar.

      Und wie heißt es so schön: Aller guten Dinge sind drei... :zwinker:
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Den Streaming-Diensten gehört die Zukunft, hört man. Was bedeutet das für die Sparte Hörspiel? 20

      Das Ergebnis ist nur für Teilnehmer sichtbar.

      Okay, eine habe ich noch... :green:

      Hier sind Mehrfachnennungen gestattet!
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Also das Thema ist an sich sehr interessant und es werden sich wohl weiterhin die Geister daran scheiden. Ich kann es ja vielleicht einfach mal so objektiv oder auch nicht objektiv schreiben, wie es bei mir so war. :)

      1. Nutzt Ihr Streaming-Dienste, um Hörspiele zu hören?
      2. Wie steht Ihr zur Technologie Streaming zu den gegenwärtigen Bedingungen?

      Ich war viele Jahre ein Gegner von Streaming-Diensten, da es mir auch wiederstrebte Hörspiele auf dem Smartphone zu hören. Ich habe die Hörspiele lieber 1x erworben und konnte sie dann so oft hören, wie ich wollte. Wenn ich das Streaming-Abo kündigen würde, wäre somit ja auch meine Auswahl sehr eingeschränkt. Ich nutze aber seit knapp einem 3/4 Jahr Spotify und ich bin tatsächlich dabei hängen geblieben. Es erleichterte für mich vieles ungemein. Mein Partner hört keine Hörspiele zum Einschlafen und ich brauche das einfach um wirklich "herunter zu fahren". Früher blieb halt alles aus und es waren unruhige Nächte. Nun nutze ich die Spotify-App und habe am Abend einen Stöpsel im Ohr, der in der Nacht irgendwann von alleine raus fällt. (Da schlafe ich dann ja schon, also juckt es mich nicht mehr *g*) Und alle sind glücklich. Außerdem habe ich endlich Platz auf dem Nachttisch und muss dort keinen CD-Spieler mehr unterbringen. Sieht optisch auch viel schöner aus. Für mich hat sich die Umstellung tatsächlich gelohnt. Auch höre ich viel mehr Hörspiele, weil ich sie immer schnell anschalten kann, ohne lange zu suchen und zu überlegen. Und das in jedem Raum und an jedem Ort. Von den wenigen Reihen/Serien die mich auf dem Markt tatsächlich noch ansprechen, kaufe ich aber weiterhin die CDs für meine Sammlung.

      3. Wie wirkt sich Eurer Meinung nach das Streamen von Hörspielen auf die Situation von Hörspielmachern aus?
      Ich glaube es wurde ja schon einmal deutlich, dass die Macher durch Streaming nicht sehr viel verdienen. Das ist natürlich ein Punkt der nicht gut ist. Denn ohne die Macher haben wir ja keine Hörspiele. Es muss also einen anderen Verdienstweg geben und das sind in den meisten Fällen wohl CDs. Grundsätzlich sehe ich aktuell Streaming aber als Vorteil für mich als Kunden. Durch die große Auswahl höre ich so Produktionen, die ich auf CD niemals erworben hätte. Was mich nicht interessiert, höre ich auch bei Spotify nicht, aber es gibt ja auch Hörspiele die interessant sind, aber ich mir nicht schlüssig wäre, ob es am Ende tatsächlich etwas für mich ist. Ob ich mir am Ende dann aber trotzdem die CDs oder einen MP3-Download direkt von der Firma kaufe, ist natürlich keine Garantie. Im Endeffekt wäre ich als Macher wohl sehr unglücklich damit, als Konsument könnte es aber nicht besser laufen. Es hat alles seine Vor- und Nachteile.

      4. Den Streaming-Diensten gehört die Zukunft, hört man. Was bedeutet das für die Sparte Hörspiel?
      Ich würde vermuten, dass die Produktionen zurückgehen, wenn sie nicht gerade zu einem Big-Label gehören. Es kann natürlich sein, dass in der Zukunft nur noch Hörspiele für den Stream produziert werden, aber ich bezweifel es, denn wenn sich an den Finanzen (Auszahlung für Macher) nichts ändert, wird es sich für die Label nicht mehr rentieren. Und somit werden die Produkte am Ende ganz fehlen oder qualitativ nicht mehr dem entsprechen, was wir bisher gewöhnt sind.
    • Es kann eigentlich jetzt jeder sein Hörspiel ins Netz stellen. --> also Artenvielfalt

      Aber nicht jeder ist ein Profie ...

      Ich bin noch Old School (Cassettenkind). Ich brauche etwas in der Hand, damit ich es nutzen kann,
      wann immer ich will und nicht auf diese Streaming-Dienste angewiesen bin. Sie bieten das an, was
      gerade angesagt ist, also Mainstream und Neuheiten. Das Alte & Andere verschwindet wieder, leider.

      Ausserdem ist das Streamen auch nicht gerade billig und am Ende hat man nix mehr.
      CD's kann man wieder verkaufen wenn man sie nicht mehr will oder tauschen (wie in
      der guten alten LP & Cassetten-Zeit) und man ist Autark !!!

      Der Vorteil am Streamen ist, man braucht keinen Platz.

      Aber wenn ich vor meinen Regalen stehe, ist das für mich wie "Shinrin Yoku" (=Waldbaden)
      blos ohne Natur dafür mit Hörspielen/Hörbüchern aber genauso erholsam für meinen Geist.
      "Die Gegenwart gehört dem, der bereit ist zu handeln."
    • Captain Harlock schrieb:

      Es kann eigentlich jetzt jeder sein Hörspiel ins Netz stellen. --> also Artenvielfalt
      Nein, das gilt nur für Youtube! Alle anderen haben mehr oder weniger hohe Zugangsbarrieren.

      Captain Harlock schrieb:

      Das Alte & Andere verschwindet wieder, leider.
      Diese Aussage ist leider die wenigsten zutreffende, die ich je über Streaming gehört habe. Genau wegen Streaming wird alles Alte wieder ausgegraben, Hunderte, bzw. Tausende seit Jahrzehnten verschwundene Hörspiele sind jetzt wieder für jedermann verfügbar. Was derzeit sicherlich eine große Belastung für Neuproduktionen ist. Weil die Hörspielhörer bekanntlich zu einem nicht geringen Teil "ewig Gestrige" sind ;)

      Captain Harlock schrieb:

      Ausserdem ist das Streamen auch nicht gerade billig und am Ende hat man nix mehr.
      Das ist absolut richtig. Zudem bleibt es für die meisten ja nicht bei einem Abo von Spotify oder Napster für nen 10er. Audible für deren Blockbuster, Netflix für Serien, DAZN oder Sky für Sport, Amazon Prime sowieso ...

      Ich denke mal, dass das schon so ist wie meistens im Leben. Man hat es bequem und alle Möglichkeiten, letztlich nutzt man es aber bei weitem nicht so stark wie gedacht. Was jetzt auf mich garantiert nicht zutrifft in Sachen Hörspielabo, aber iFlix und Sport-Pay-TV sollte ich dringend mal überdenken :D
      Kuck, Mama, ein Kolonist - Nein, mein Kind, s ist ein Tourist - Das Peitschen hier ist nur ein Spiel - Die Sklaven wissen um das Ziel.

      Für Weiß und Schwarz ists ganz schön hart - Und Urlaub hier ist echt apart - Geschichte, ach, das ist mir was - Ich hab genug, lassen wir das.

      Ich will niemand leiden lassen - Und schrein vor Schmerz und Pein - Lieber wollen wir tanzen gehn - Für immer Freunde sein.
    • Die Frage "Wie steht Ihr zur Technologie Streaming zu den gegenwärtigen Bedingungen?" ist schwer zu beantworten, die Vergütungen haben ja eine riesige Spanne.

      Am unteren Ende Youtube, das aber keine Zugangsbarriere hat und extreme Reichweite. Ist ja kein Zufall, dass die Label Youtube trotz einer wirklich nur unter dem Mikroskop erkennbaren Vergütung so attraktiv finden.

      In der Mitte Spoti und AMU mit dem wohl besten Mix aus Vergütung und Reichweite.

      Am oberen Ende Napster, hach, wenn alle das abonnieren würden, dann wäre die Welt seibst für Hardenberg und Ben Kenobi so wunderbar ;)

      Die paradiesischen Bedingungen von Microsoft gibt es ja nicht mehr, die Konsolidierung geht sicher weiter. Wir haben jetzt ein paar Jahre, die für den Hörer und für die Label einfach herrlich sind, weil die Streamingdienste in ihren Flegeljahren keine Rücksicht auf Verluste nehmen. 2025 wird die Welt anders aussehen, falls es das Forum dann noch gibt, werd ich mich selbst zitieren.

      Eine riskante Prämisse stelle ich aber auf: Auch 2025 wird der grundlegende "Premium"-Dienst im Monat nicht mehr als 9,99 EUR bzw. 9,99 USD kosten. Aber vermutlich wird es zig unterschiedliche Pakete geben, Premium, Premium plus, Gold, Platin ...
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    • GrimReaper schrieb:

      Die Frage "Wie steht Ihr zur Technologie Streaming zu den gegenwärtigen Bedingungen?" ist schwer zu beantworten, die Vergütungen haben ja eine riesige Spanne.
      Genau das ist prinzipiell falsch. Die Vergütungen sind alle ähnlich mies. Die genannte Spanne entsteht eigentlich nur durch die Abrufe. Und die sind bei Hörspielen eben wesentlich geringer als bei Musik.

      Ein Verteidigung der Vertriebsform "Streaming" ist in meinen Augen aus Sicht der Konsumenten nur ein Versuch ihr billiges Vergnügen zu rechtfertigen.

      Was im Bezug auf Musik schon sehr zweifelhaft ist, das ist bei Hörspielen wie man ja inzwischen sieht bereits vernichtend.
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Ben Kenobi schrieb:

      Die Vergütungen sind alle ähnlich mies.
      Du musst die Grafiken schon auch anschauen, die Du postest. Und dann den Unterschied zwischen Youtube und Napster ausrechnen. Wenn Du alle Nullen gezählt hast, derzeit sogar noch mehr, da Napster zuletzt noch einmal erhöht hat und Youtube gesenkt.

      Ben Kenobi schrieb:

      Ein Verteidigung der Vertriebsform "Streaming" ist in meinen Augen aus Sicht der Konsumenten nur ein Versuch ihr billiges Vergnügen zu rechtfertigen.
      Das ist eine völlig unzulässige Verkürzung des Themas "Shared Economy". Und ich glaube nicht, dass sich irgendjemand dafür rechtfertigen muss, das mag bei Themen wie Tierwohl anders sein, aber definitiv nicht bei profanen Unterhaltungsangeboten.
      Kuck, Mama, ein Kolonist - Nein, mein Kind, s ist ein Tourist - Das Peitschen hier ist nur ein Spiel - Die Sklaven wissen um das Ziel.

      Für Weiß und Schwarz ists ganz schön hart - Und Urlaub hier ist echt apart - Geschichte, ach, das ist mir was - Ich hab genug, lassen wir das.

      Ich will niemand leiden lassen - Und schrein vor Schmerz und Pein - Lieber wollen wir tanzen gehn - Für immer Freunde sein.
    • Ben Kenobi schrieb:


      Ein Verteidigung der Vertriebsform "Streaming" ist in meinen Augen aus Sicht der Konsumenten nur ein Versuch ihr billiges Vergnügen zu rechtfertigen.

      Das ist, um ehrlich zu sein, auch mein Eindruck bei vielen Äußerungen, die gemacht werden, um den Bedenken entgegenzutreten.

      Echte Belege und Fakten bleiben sie schuldig, und es wird abgelenkt durch die Vermischung mit DL-Verkäufen oder dem Hinweis, dass mancher ja kauft und dann streamt. Dabei verfälscht das die Diskussion. Denn die meisten nutzen ja eben nicht Kauf und Stream desselben Hörspiels (womit ich dann natürlich auch kein Problem hätte), sondern Stream statt Kauf. Und nur darum geht's. Und zwar zu den gegenwärtigen Bedingungen.

      Auch das Argument, dass via Stream Produktionen gehört würden, die man sich sonst nie gekauft hätte, man also solche Hörspiele zusätzlich unterstütze, erschließt sich mir nicht wirklich. Wenn ich ein Hörspiel hören möchte, kaufe ich es. Ich habe etwa Reihen wie Mord in Serie oder MindNapping immer wieder mal eine Chance gegeben, obwohl ich öfters von den Produktionen enttäuscht war, eben nachdem mich der Klappentext zunächst doch wieder angefixt hatte. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommem zu sagen: Ich würde mir das anhören, wenn ich nicht extra dafür bezahlen muss. Nein, ich habe mir die Hörspiele, die ich hören wollte, allesamt gekauft. Und beim Rest verzichte ich eben - oder greife später zu.

      Dass sich dieser zusätzliche Stream eines grundsätzlich Uninteressierten tatsächlich unterm Strich rechnen soll, erscheint mir äußerst fraglich, denn wer weiß denn, wie viele reguläre Käufer demselben Hörspielmacher durch den Stream zuvor verloren gegangen sind - da kann man sich ja ausrechnen, wie viele Streams es bräuchte, um auch nur einen echten Verkauf auszugleichen...
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Hardenberg schrieb:

      Auch das Argument, dass via Stream Produktionen gehört würden, die man sich sonst nie gekauft hätte, man also solche Hörspiele zusätzlich unterstütze, erschließt sich mir nicht wirklich. Wenn ich ein Hörspiel hören möchte, kaufe ich es.
      Ich finde es grundsätzlich aber auch nicht schön, dass der schwarze Peter immer allen Anderen zugeschoben wird. Beim "Stream" will man nur billig davon kommen und wenn die Verkaufszahlen zu gering sind, waren es immer die illegalen Downloader (was ich aber auch nicht gut heiße). Und nein, mir wäre mein Geld zu schade jede Produktion zu kaufen, die mich nur vom Inhalt anspricht. In dem Abo hab ich die Möglichkeit Serien/Reihen kennenzulernen und dann vielleicht zu einem Kauf animiert zu werden. Hinzu kommt, dass die Label nicht verpflichtet sind bei Streaminganbietern alle Hörspiele online zu stellen. Contendo Media hat es immer recht clever gemacht. Immer nur einige Folgen ihrer Serien und wem es gefällt, muss den Rest kaufen. War bei mir z.B. im Fall von Team Undercover und Morgan & Bailey so. Und wenn wir fair sind: Wenn ich so ein Abo habe und alles (freiwillig) zur Verfügung steht, warum sollte ich es dann nicht hören? Ich habe nicht darum gebeten, sondern nutze das präsentierte Angebot. Dabei muss ich nicht auch noch ein schlechtes Gewissen bekommen.
    • Es sagt ja keiner, dass Du es nicht dürfest.

      Und ja, Du hast recht, die Hörspiele, die es dort gibt, wurden von den Labeln freiwillig dort eingestellt.

      Die Frage ist aber, was es für Auswirkungen hat auch auf die, die sich eben nicht daran beteiligen wollen. Ob es eine Art Sogwirkung gibt, die dazu führt, dass man sich dem System über kurz oder lang fügen muss, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden. Und vor allem: Welche Art von Kunden mit dieser Technologie herangezogen wird. Ist das einer, der den wahren Wert einer Produktion, die Kosten und Mühen, noch zu (wert)schätzen weiß?

      Mit all dem muss man sich halt auseinandersetzen als Konsument. Denn auch mit seinem Konsumverhalten stimmt man über gewisse Entwicklungen ab, goutiert sie oder erzwingt Veränderungen.

      Und bei einer Technologie, bei der pro gdhörtem Hörspiel so wenig rumkommt, muss die Frage gestattet sein, wie sich auf diese Weise ein ambitioniertes Hörspielprojekt finanziell tragen soll, wenn vielleicht auch noch der Rest der CD- und DL-Käufer verloren geht, die das heute vielleicht noch alles mitfinanzieren.

      Ich möchte zukünftig auch weiterhin Serien und Reihen wie Goldagengarden, Gabriel Burns, Gruselkabinett, Die Weisse Lilie usw. hören dürfen, bezweifle aber, dass es so was unter den Bedingungen des heutigen Streamings dann noch geben wird.

      Das ist meine Sorge.
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Hardenberg schrieb:

      Und ja, Du hast recht, die Hörspiele, die es dort gibt, wurden von den Labeln freiwillig dort eingestellt.
      Ob das so ganz stimmt, denn nicht nur die Label haben da eine Mitsprache, sondern auch die Vertriebsunternehmen.
      Ähnlich wie bei den AutoRip Vorgaben bestimmter Verkaufsportale.
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Ergänzung

      Chris2710 schrieb:

      Und nein, mir wäre mein Geld zu schade jede Produktion zu kaufen, die mich nur vom Inhalt anspricht.
      Und da habe ich einfach eine grundlegend andere Einstellung. Wenn mich ein Hörspiel interessiert, dann kaufe ich es mir.

      Da steckt natürlich die Einstellung dshinter, dass man auch für das bezahlen sollte, wofür andere Menschen Aufwand getrieben und Geld ausgegeben haben. (Es sei denn, sie schenken es einem freiwillig.)

      Zumal ich gar nicht ermessen kann, ob ich da nicht im Endeffekt die Notlage eines Hörspielmachers ausnutzen würde, weil er vielleicht seine neuen Produkte allein deshalb in den Stream stellt, um überhaupt noch etwas dafür zu bekommen, weil alles außerhalb des Streams ganz einfach nicht mehr wahrgenommen wird...? (Zweitverwertung ist ein anderes Thema.)

      Es hat aber auch mit einer Wertschätzung des Hörspiels als solchem zu tun. Das ist für mich nach wie vor etwas Besonderes. Ich möchte gar nicht erst in die Situation geraten, dass Hörspiele für mich zu einer beliebigen Massenware werden, die ich im Dutzend hintereinander weghöre.

      Ich höre gern auch mal zwischendurch etwas Leichtverdauliches. Aber mich dürstet nach den anspruchsvolleren Produktionen. Mit denen man sich über eine längere Wegstrecke auseinandersetzen muss, auch inhaltlich. Ich glaube aber kaum, dass solche Hörspiele in einem Streaming-only-Markt überhaupt noch eine Chance hätten. Die gingen wohl einfach in der Berieselungsmasse unter.

      Insofern hoffe ich auf eine Aufteilung des Marktes. Streaming für den Berieselungswunsch. Und so etwas wie eine Audible-Kooperation oder -Plattform für die, die nach mehr verlangt. Und wenn dies gleichberechtigt nebeneinander stünde, könnte sich dann ja jeder aus dem Angebot seine persönliche Präferenz zusammenbasteln.

      Im Moment scheint es aber eher in die Richtung zu gehen, dass mit dem Streaming zu heutigen Bedingungen und dem damit verbundenen Einbruch an Verkäufen diejenigen Label, die nicht nur auf die schiere Masse abzielen, ins Hintertreffen geraten. Und das wäre eine Verarmung der Hörspiellandschaft, die ich als zutiefst bitter empfände.

      Und ich weiß auch, dass die meisten Streaming-Nutzer ganz sicher nichts Böses im Schilde führen und nicht einzig darüber nachdenken, wie sie möglichst viel fast für lau bekommen; das alles hat sicher bei den meisten auch einfach nur mit Bequemlichkeit zu tun. Aber die Frage an die Stream-Nutzer richten, ob sie sich sicher sind, dass das alles koscher ist, auch im Hinblick auf die Finanzierbarkeit von (zukünftigen) Hörspielprojekten, wird man wohl dürfen, oder? :zwinker:

      Also: Es geht um die kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Stream, nicht um pauschale Verunglimpfung der Nutzer - auch wenn das von einzelnen vielleicht so (miss)verstanden wird. :)
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Ben Kenobi schrieb:

      Hardenberg schrieb:

      Und ja, Du hast recht, die Hörspiele, die es dort gibt, wurden von den Labeln freiwillig dort eingestellt.
      Ob das so ganz stimmt, denn nicht nur die Label haben da eine Mitsprache, sondern auch die Vertriebsunternehmen.Ähnlich wie bei den AutoRip Vorgaben bestimmter Verkaufsportale.

      Okay, das wäre mir jetzt tatsächlich neu.

      Gibt es da tatsächlich Zwänge? Auch beim AutoRip? Kannst Du konkrete Beispiele nennen?
      >> Kritik ist Liebe. <<