[HR2-Kultur] Märchen und Verbrechen. Kriminalakte 01–05

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    • [HR2-Kultur] Märchen und Verbrechen. Kriminalakte 01–05

      Märchen und Verbrechen. Kriminalakte 01–05

      Neue Hörspielserie über die Brüder Grimm


      In der Vorweihnachtszeit startet eine märchenhafte Hörspiel-Krimiserie: Darin sind die Brüder Grimm in zunächst fünf Folgen als Ermittler in Kriminalfällen im Einsatz -
      ab Donnerstag, 29. November, als Podcast mit bgeleitendem Onlinespecial und ab Montag, 3. Dezember in hr2-kultur.

      Die von Viviane und Leonhard Koppelmann geschriebenen Fälle sind prominent besetzt – unter anderem mit Mechthild Großmann, Wanja Mues, Jona Mues und Michael Rotschopf.

      Die Brüder Grimm leben in einer bewegten Zeit. In Kassel regiert seit 1807 Jérôme Bonaparte als König von Westphalen. Jacob Grimm wird Jérômes Privatbibliothekar und arbeitet mit seinem Bruder Wilhelm am Projekt einer Deutschen Märchensammlung. Gleichzeitig wird in Paris die moderne Kriminalistik begründet. Chef der neuen Ermittlungsbehörde Brigade de la Sûreté wird der ehemalige Dieb und Betrüger Eugène François Vidocq.

      Was wäre, wenn die Grimms mit ihrer besonderen Beobachtungsgabe und Vidocq mit seinem Insider-Wissen im französisch besetzten Kassel zusammengetroffen wären und hier erste Ansätze klassischer Detektivarbeit entwickelt hätten? Und lesen sich viele Märchen eigentlich nicht wie verkappte Kriminalfälle?


      Die neue hr2-kultur-Hörspiel-Serie "Märchen und Verbrechen" erzählt die Grimmschen Märchen vor diesem Hintergrund kriminalistisch um. Unterstützung bekommen die Ermittler von der resoluten Jenny von Droste zu Hülshoff – der Schwester der Dichterin Annette. Dabei erblüht bald auch eine zarte platonische Liebe zwischen der jungen Frau und den beiden Brüdern.


      MÄRCHEN UND VERBRECHEN. DIE BRÜDER GRIMM - KRIMINALAKTE 01-05
      von Viviane und Leonhard Koppelmann
      Regie: Viviane Koppelmann

      Alle Folgen sind ab Donnerstag, 29. November, als Podcast in voller Länge und zusammen mit Bonusmaterial unter hr2.de/maerchen-und-verbrechen verfügbar.
      Gesendet werden die Kriminalakten vom 3. bis 14. Dezember, jeweils Montag bis Freitag von 9.30 bis 10 Uhr. Wiederholung 15 bis 15.30 Uhr.

      Mit: Mechthild Großmann, Wanja Mues, Jona Mues, Michael Rotschopf, Laura Maire u.v.a.



      Akte 01: Der Fall "Räuberbräutigam"

      In ihrem ersten Fall werden die Brüder gleich in eine politisch hochbrisante Affäre verwickelt. Dem Außenminister ist bei einem amourösen Abenteuer ein wichtiges Dokument abhanden gekommen.
      Gleichzeitig treibt eine Gruppe deutsch-nationaler Umstürzler, genannt „Die schwarze Schar“, ihr Unwesen im Königreich.
      Sollte ihnen das Dokument in die Hände fallen, drohte ein Bürgerkrieg. Ist am Ende gar der eigene Bruder, Ferdinand, in diesen Fall verwickelt?

      Akte 02: Vermisst! Wo ist Schneewittchen?

      Die junge Annabelle Inken von der Malsburg ist verschwunden. Doch ihre Stiefmutter scheint sich für das Schicksal des Mädchens nicht sonderlich zu interessieren.
      Bei Nachforschungen am Stammsitz der Familie erfahren die Brüder, dass sie nicht die erste Vermisste ist. Und ihr Verschwinden steht, so heißt es, mit einem Zauberspiegel in Verbindung…

      Akte 03: Der Wolf oder Das Geiseldrama von Fritzlar

      Im Mädchenpensionat des Ursulinenklosters zu Fritzlar werden eine Schülerin und ihre Lehrerin vermisst.
      Sie ist die Tochter des Kron-Großjäger- und Zeremonienmeisters seiner Majestät, August Wilhelm Karl Graf von Hardenberg.
      Wilhelm vermutet eine Entführung, aber aus welchen Motiven?

      Akte 04: Die fremde Braut

      Es ist gerade einmal zwei Jahre her, dass die schöne Prinzessin Lhasaja zusammen mit ihrer Zofe an die Küste Frieslands gespült wurde.
      Nach einiger Aufregung um die Schiffbrüchige, die eine fremde Sprache spricht, hält Prinz Landgraf Christian von Hessen-Darmstadt um ihre Hand an. Doch bei der Hochzeit kommt es zum Eklat.
      Eine Frau aus dem Volk beschimpft den Grafen als Lügner und Betrüger. Können die Brüder den Skandal aufklären?

      Akte 05: Eingesperrt! Die Förster-Kinder

      Im Kanton Ziegenhain haben Kinder ihre eigenen Eltern vor Gericht gebracht, sie behaupten, dass sie über Jahre gefangen gehalten wurden und zudem nicht die leiblichen Kinder des Försters und seiner Frau seien.
      Beweise für die ungeheuerliche Behauptung sind nicht zu finden, also werden Jakob und Wilhelm in den Fall eingeschaltet.

      Info und Trailer beim HR


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      Das klingt sehr interessant und erinnert natürlich an die beiden Gebrüder-Grimm-Hörspiele nach den Romanen von Kai Meyer.
      Ich bin auf jeden Fall dabei.


      Gruß, Frank
      Wo Leidenschaft ist, da ist auch Hoffnung.
    • @Frank Das klingt wirklich nicht schlecht, :danke: für den Hinweis.
      Obwohl mir die einzelnen Akten mit jeweils nur 30min schon ein bisschen kurz vorkommen, kann man da wirklich einen interessanten Fall aufbauen, ist die Frage. Wenn ich was von "hochbrisanten Affären" etc. lese - die, nebst ihrer Auflösung, passen in eine halbe Stunde?
      Werde auf jeden Fall reinhören, denn das erinnert mich auch an die Meyer-Sachen, und die mag ich ja! :)
    • Ich habe heute die erste Fallakte "Der Räuberbräutigam" (Teile 1-3) gehört.
      Bin sehr angetan von dieser Serie :thumbup: , freue mich jetzt schon auf die nächste Akte "Wo ist Schneewittchen", die ich mir gleich runterladen werde.
      Interessante Story, die geschickt Historie (Hessen/Kassel unter französischer Fremdherrschaft) mit zu lösendem Kriminalfall und daraus sozusagen resultierendem "Grimms Märchen" verbindet.
      Gut strukturierter, unterhaltsamer Aufbau ohne die geringsten Längen, außerdem tolle Sprecher, allen voran die Brüder Mues als die "Brüder Grimm". :thumbup:
      Außerdem erscheinen hier, im Unterschied zu den Kai Meyer-Geschichten, auch nicht nur Jakob und Wilhelm, sondern noch weitere Familienmitglieder.
      Lediglich die Rolle des "Vidocq" hätte ich mit einem französischen Muttersprachler noch optimaler besetzt gefunden.
      Sie ist nun mal recht umfangreich, und so sehr sich Michael Rotschopf auch bemüht, sein Akzent klingt einfach nicht so authentisch wie der eines Franzosen.
      Aber das ist mäkeln auf hohem Niveau :zwinker: , denn, wie gesagt, ich fand bereits diesen ersten Fall absolut hörenswert!
    • Ich habe nun die ersten drei Fälle durch und bin auch mehr als nur zufrieden. Tolle Sprecher und Musik waren ja zu erwarten aber hier wird doch mehr geboten als Rundfunkstandard. Ich war mir echt nicht sicher ob es mir gefallen würde, dad ich die Sherlock Holmes Interpretation von Viviane Koppelmann gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig fand aber hier hat sie meinen Nerv exakt getroffen. Die Idee, real existierende historische Gestalten aus ihrem gewohnten Kontext heraus zu nehmen und Kriminalfälle lösen zu lassen, hat ja seit einiger Zeit Konjunktur, mit mal mehr, mal weniger erfreulichem Ergebnis (Amadeus vom Hörplaneten fnd ich zB sehr gut). Wenn der HR diesen ternd nun aufgreift, erwartet man natürlich einerseits etwas mehr Substanz, fürchtet andererseits aber auch gut gemeintes Bildungsbürgertum bis hin zum Brainfuck. Hier aber alles tippitoppi, beste Unterhaltung mit genug aber nicht zu viel Intellekt. Davon würde ich mir mehr (auch gerne mehr Folgen) wünschen.
      PS Mechtild Grossmann rockt hier so hart, dass ich sie fast vom Fleck weg heiraten möchte.
      Ein Vogel sitzt auf meinem Bein, dem schlag ich gleich die Fresse ein.
      Knarf Rellöm
    • Klar gab es die Idee schon mal bei Kai Meyer, und zwar gleich in zwei Romanen, aber das macht ja nichts.
      Diese Geschichten hier versuchen auch in keiner Weise, denen von Meyer ähnlich zu sein.
      Es geht ja eher darum, dass sich viele Märchen der Grimms, mit ein bisschen Phantasie, auf Kriminalfälle zurückführen ließen - und solche erleben die Brüder hier mit Vidocq, dem ehemaligen Gauner, der zum Chef der Sûreté im von den Franzosen besetzten Hessen avanciert ist.