Comicvorlage für selbergebastelte Hörspiele

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    • Comicvorlage für selbergebastelte Hörspiele

      Das Ganze liegt schon über 30 Jahre zurück. Als ich neulich ein paar alte Comics aus der damaligen Zeit fand, ist mir dies wieder eingefallen...
      Ich war zwischen 12-15 Jahre. Ein paar Gespenster Geschichten oder Science Fiction Comics dienten als Story-Vorlage für ein selbergemachtes Hörspiel.
      Mit einer Geräusch LP und von Filmen aufgenommene Soundeffekte, machten ein Freund, mein Bruder und meine Wenigkeit, es uns zur Aufgabe, einige Amateur-HSPs auf die Beine zu stellen. Alle verfügbaren Leute in der Umgebung, meine Eltern, weitere Verwandte und Freunde, bekamen ( kurze) Sprechrollen, welche sie aus dem Comic-Heft ablesen durften.
      Da ich mich mit 14 Jahren, schon wie ein Erwachsener anhörte, war dies von Vorteil.
      Ich hab dann damals mitgesprochen, „Regie“ geführt =) und alles mit zwei Cassettenrekordern ( Ende der 80‘er hatte ich noch keine CDs)inkl. Musik, zusammengebastelt.
      Das war eine mords Arbeit. Musikalische Unterstützung holte ich mir aus TV Aufnahmen wie z.B. Captain Future, Mondbasis Alpha 1 oder auch vom C-64. :thumbsup:
      Aber so haben wir uns damals die Zeit vertrieben.
      Vielleicht habt ihr früher ähnliches gemacht?
      Menschlichkeit ist nur noch eine dunkle Erinnerung...
    • Und ob wir so was auch gemacht haben! =)
      Hatte ich hier aber auch schon mal irgendwo in einem ähnlichen geschrieben... :gruebel:
      Da wurde so im Alter von 12-14 Jahren geradezu massenhaft produziert, ging los, als mein Bruder und ich einen Kassettenrecorger mit Mikro bekamen.
      Vieles habe ich erst mal komplett allein gemacht und gleich alle Rollen selbst übernommen :bla2: , etwas später dann auch mit meiner besten Freundin, meinem besten Freund, meiner Kusine und z.T. auch meinem Bruder.
      Ich dachte mir meist die Skripte aus, einige wurden detailliert aufgeschrieben und die Parts dann jeweils von den Sprechern vorgelesen, einige haben wir, nach dem Aufstellen eines Grundgerüsts, auch einfach improvisiert. Die waren dann zwar nicht die inhaltlich Besten, aber definititv die Lustigsten. :biggrin:
      Die Themen drehten sich meist um Alltagsdinge, die wir ein bisschen "zurechtbastelten".
      Da passierten dann eben Diebstähle u.ä. in der Schule, Haustiere oder auch Menschen aus dem Bekanntenkreis wurden entführt, Geheimgänge entdeckt, alles Fälle, die wir mit unserem Detektivteam lösen mussten. :thumbsup:
      Und alles sehr beeinflusst von dem, was ich damals eben so las.
      Pubertäts-gemäß kam es auch zu diversen "Schmuddeleien" :biggrin: , die sich noch so nebenbei ereigneten, teilweise nahmen die schon fast zu viel Raum ein, so dass die Story kompletter Blödsinn wurde. :lach2:
      Ich habe einige der MCs bis heute, sie lassen sich allerdings fast durchweg nur noch auf guten Recordern abspielen, nicht mehr auf jedem.
      Das Hören ist mir (ich mache es auch praktisch nicht mehr...) heute eher ein bisschen peinlich, aber ich kann mich über so einiges auch noch sehr amüsieren, vor allem staune ich über meine damalige Fantasie, die leider mit den Jahren doch ein bisschen verlorengegangen ist.
      Und auch über die Akribie, mit der das Ganze umgesetzt wurde. Allein das Geräuschemachen! Oder die Zwischenmusiken, alle von meinen sonstigen MCs oder von TV-Serien aufgenommen! :aechz:
      Eine Geräusche-LP hatten wir erst relativ spät, die habe ich dann schon kaum noch benutzt, auch weil die meisten Sounds viel zu "abgefahren" waren für meine Zwecke. ;)
    • Der Text könnte auch von mir sein: Mit einem Schulfreund haben wir damals auch mit zwei Kassettenrecordern eigene Hörspiele aufgenommen. Ich weiß gar nicht mehr was. Eines war auf alle Fälle ein eingedeutschtes DINO RIDERS Hörspiel. Mit eingedeutscht meine ich, dass ich das Minicomic ohne Englischkenntnisse auf Basis der Bilder in ein Dialogbuch umgeschrieben habe. Und das witzige dabei: Als ich eines Tages englisch konnte und das Minicomic wieder in die Finger bekam, traf unsere Geschichte zu 80% den erzählten Inhalt ziemlich genau.
      Wir waren aber nie auf einem Gruseltrip, sondern vertonten immer Science Fiction. Eines Tages (aber da war das Interesse schon erloschen und wir älter), begann mein Freund mit der Vertonung des ersten Perry Rhodan Silberbandes: Er hat das Hörbuch mit Geräuschen unterlegt, Tratnik als Erzähler drin gelassen, aber den Rest haben wir mit verstellten Stimmen nachgesprochen. Daraus wurde dann ein Hörspiel, was sogar super klang.

      Aber eigentlich synchronisierten wir Videos nach: Mein Freund hatte eine BETA-Kamera mit Schultertasche und seine Katze war das Opfer. Dieser verpassten wir unsere Stimmen und es war megawitzig, da Lippensynchron. Ansonsten synchronisierten wir Trickfilme, da mein Freund viel LEGO hatte und er Wochen lang Stop-Motion filmte und die LEGO Figuren, später dann MASK und G.I. JOE in Bewegung setzte. Darauf haben wir dann den Ton gelegt. Alles mit analogen Mitteln, also nix PC. War eine tolle Zeit.

      Hoerspielecho.de - Reden wir darüber.
    • Klasse Erinnerungen. Ich hatte dazu schon mal hier Hörspielerfahrungen Teil 6: Warum ich Hörspiele höre...


      Folgendes gepostet:


      Markus G. schrieb:

      Ich habe diese Phase auch gehabt. Ich habe mich als 8 Jähriger vor die Schreibmaschine (ja so alt bin ich schon) gesetzt und Dialogregiebücher geschrieben. Diese waren sehr stark von H.G.Francis Gruselserie beeinflusst. Mein Hörspieldebüt hieß "Im Bann Graf Draculas" und erinnerte stark an Gräfin Dracula, Tochter des Bösen und an "Draculas Insel, Kerker des Grauens". Die Sprecher waren meine Schulkollegen & Mama und Papa. Die Geräuschkulisse haben wir zum Teil live eingespielt (Wellblech für Blitz und Donner, Korkenzieher für das knarren einer öffnenden Tür oder eine große Schüssel Wasser für Meer und Regen) und zum Teil "eingespielt". Wie der legendäre Max Braun von TSB war ich mit meinem tragbaren Kassettenrecorder unterwegs und habe Geräusche aufgenommen. Mein Vater musste einige Mal unsere Holztreppe rauf und runter laufen, damit ich ein perfektes Stiegen steigen habe. Die Aufnahmen waren dann immer ein großes Fest. Insgesamt hat es aber nur zu 3 aufgenommen Hörspielen gereicht. Diese waren aber ein wirkliches Erlebnis für mich. Als Cover habe ich mir alte Fotos von Christopher Lee, Bela Lugosi und Boris Karloff (Teil 2 ging über Dracula) aus Magazinen ausgeschnitten. Da wurde wirklich alles noch von "Hand" gemacht.
      Baba :winke4:
    • Ja, kenne ich auch. Zum Effekteräubern wurden lauter Filmtöne (später sogar in Stereo) mitgeschnitten: Moonraker, Star Wars, Buck Rogers, Galactica ... und dann wurden Weltraumgeschichten vertont. Teilweise selbstgeschrieben, teilweise eben auch Comics vertont (Zack Enterprise, "Stadt der letzten Hoffnung" und "Das Geheimnis der fremden Planeten" ... ach ja ...). Bei Letzteren hatten wir natürlich keinen Erzähler dabei, der die Bilder beschrieb, sondern wir gingen davon aus, dass den Comic alle Hörer im Kopf hatten <rofl>.
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.
    • Schön, dass ich damals nicht der Einzigste war.... :daumenhoch:
      schade eigentlich, dass heutzutage sowas niemand mehr im Bekanntenkreis macht.
      Man sitzt sich an mehreren WE mit einigen Leuten zusammen, jeder spricht seinen Text ein, Geräuschkulisse ist ja heutzutag kein Problem mehr ( z.B. Youtube oder Sound CDs), musikalische Untermalung bekommt man bestimmt auch irgendwie zusammen, und am Ende muß eben alles zusammengemixt werden. Ist eben ne mords Arbeit, aber als Amateurprojekt bestimmt machbar.
      Wenn man das richtig aufzieht, wäre das bestimmt ein großer Spaß. 35-40 Minuten könnten ja schon als Spielzeit ausreichen.
      Kann sowas heutzutage technisch nicht einfacher zusammengebastelt werden?
      Kann man Sprachdateien nicht am PC versenden, damit man nicht alle Personen zu sich ins Haus holen muß?
      Was für technische Möglichkeiten hätte man heute überhaupt?
      Irgendein Comic könnte dazu als Vorlage dienen, damit man nicht einen ganz neuen Text und Story schreiben müßte...

      Hhmmmmm....... :denk:
      Menschlichkeit ist nur noch eine dunkle Erinnerung...
    • Hoerspiel-Mike hatte doch vor ein paar Monaten hier irgendwo geschrieben, dass er mit Kumpels nochmal angefangen hat, Hobby-mäßig eigene Retro-Hörspiele zu produzieren.
      Ansonsten müsste man da mal die Leute vom Hörspielprojekt fragen.
      Wir hatten uns darüber auch kürzlich im Chat nach dem gemeinsamen Hören unterhalten.
      Jeder muss eben schon ein Basis-Equipment zuhause haben, Soundlibs, die man gratis benutzen kann, gibt es auch, hinterher muss es einer zusammenbasteln und nochmal überarbeiten.
      Das größte "Problem", das ich da sehen würde, wäre noch ein einigermaßen originelles, interessantes Skript. ;)