Streaming überholt erstmals CD-Verkäufe!

    • Ben Kenobi schrieb:

      Und auch Spotify ist weit weg von kostendeckend.
      Was ja im Grunde ein Glück ist für alle, die die Konsequenzen des Streamings zu heutigen Bedingungen eher kritisch betrachten, denn solange das alles unterm Strich ein Verlustgeschäft ist, gibt es immerhin noch die vage Chance, dass sich diese Form des Angebots in eine Richtung entwickelt, in der am Ende keiner auf der Strecke bleibt, auch nicht die Hörspielmacher. Auch wenn die Chancen sicherlich nicht gut stehen, denn ein Mehr an Einnahmen würde gewiss nicht zwangsläufig an diese weitergereicht werden...
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Hardenberg schrieb:

      Auch wenn die Chancen sicherlich nicht gut stehen, denn ein Mehr an Einnahmen würde gewiss nicht zwangsläufig an diese weitergereicht werden...
      Das wäre auch noch schöner, derzeit gibt es einen großen Gewinner, die Label, und einen, der diese Gewinne ermöglicht, die treuen Spotify-Aktionäre wie ich einer bin 8)

      Die angesprochenen Verluste sind aber bei weitem nicht so dramatisch zu sehen, das sind Anlaufverluste, die immer anfallen, sei es bei Amazon, sei es bei Uber oder sonst irgendeinem Player in der neuen Welt.

      Übrigens gibt es für Sammler nichts schöneres als ein abgeschlossenes Sammelgebiet, die Mitleidstränen sind daher nicht angebracht =)
      Kuck, Mama, ein Kolonist - Nein, mein Kind, s ist ein Tourist - Das Peitschen hier ist nur ein Spiel - Die Sklaven wissen um das Ziel.

      Für Weiß und Schwarz ists ganz schön hart - Und Urlaub hier ist echt apart - Geschichte, ach, das ist mir was - Ich hab genug, lassen wir das.

      Ich will niemand leiden lassen - Und schrein vor Schmerz und Pein - Lieber wollen wir tanzen gehn - Für immer Freunde sein.
    • Ich halte die Argumentationen diverser Musikverlage zum grossen Teil für Augenwischerei.

      Es wird dann ein aktuelles Album zum Exempel für mangelnde Einnahmen statuiiert.
      Das ist aber leider nur eine Seite der Medaille.

      Das Spotify eine wirksame Methode ist, den Backkatalog zu vermarkten, wird leider nirgendwo erwähnt.

      Sind wir doch mal ehrlich: Welcher Kunde geht heute in den Media-Markt und fragt TKKG Folge 120 an?
      Das gleiche betrifft diverse ältere Alben diverser Bands.
      Wenn mit Albenverkäufen überhaupt noch Geld verdient werden kann, dann allenfalls mit den aktuellen Produktionen.

      Spotify bietet aber aufgrund der "Flatrate"-Funktion eine gute Möglichkeit, noch altes Material gut zu vermarkten, wenngleich sich damit auch kein Riesen-Geld verdienen lässt.
      "Die Ärzte" werden schon wissen, warum man sich nach jahrelangem Boykott nun doch für Spotify entschieden hat.

      Beispiel: Modern Talking generiert bei Spotify 1,3 Millionen (!) Hörer monatlich, obwohl die letzte Veröffentlich mehr als 15 Jahre her ist.
      Wie hoch schätzt ihr den CD-Absatz von Modern Talking im stationären Tonträgerhandel ein?

      Mit nachdenklichen Grüßen,
      Maurice
    • Hardenberg schrieb:

      Was ja im Grunde ein Glück ist für alle, die die Konsequenzen des Streamings zu heutigen Bedingungen eher kritisch betrachten, denn solange das alles unterm Strich ein Verlustgeschäft ist,
      Das könnte aber auch irgendwann so sein das die Label irgendwann mal Ansprüche gegen eine insolvente Forma stellen müssen und ich glaube mich Erinnern zu können, das Spotify immer erst nach xx.tausend Euro auszahlt und auch nicht monatlich.

      Das kann einem kleinen Label schon das Genick brechen
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Sakuro schrieb:

      Wenn mit Albenverkäufen überhaupt noch Geld verdient werden kann, dann allenfalls mit den aktuellen Produktionen.
      Ja, das mag sein, dann sollte man cleverer weise eine Karenzzeit einführen, in der es eben nur Verkäufe gibt, bevor es in den Stream geht.
      ABER das ist den grossen Labeln völlig egal, denn die verdienen ja "noch genug".

      Das beste Beispiel sind Videotheken.

      Früher kamen Filme im Kino, dann nach ca. nem halben Jahr (wenn überhaupt so früh) in die Viedotheken und dann noch mal ein halben Jahr später in den Verkauf.

      Jetzt ist es teilweise so krass, das es die Filme Online schon 2-3 Wochen vor der haptischen Version zu kaufen gibt, der Film in haptischer Version in der Erstverkaufswoche teils so billig verkauft wird (Stichwort Charts) wie z.B. "Solo" als Blu Ray für 10 Euro und DVD für 7,99 am Erstverkaufstag, das es sich schlicht nicht mal mehr lohnt einen Film zu leihen.

      Dann kommt noch eBay und Co. hinzu.

      Bei uns in der Ecke macht zum Ende des Jahres auch die letzte Videothek zu. Und das ist sicher nicht das Ende der Fahnenstange.
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • ATRACor schrieb:

      Labelsterben? Vielleicht, aber wenn die Nachfrage da ist wird auch neues Produziert wenn es Kunden bringt.
      War jetzt bezogen auf individuelle Schicksale. Was bringt es einem Label, eine 20.000 € Produktion bestehend aus 10 Folgen auf die Beine zu stellen, da die Nachfrage da ist, aber durch NUR STREAMING kommen 4000,-€ in die Kasse?
      Das meinte ich mit Labelsterben. Oder die Qualität wird stark herunter geschraubt, dass die selbe Produktion nur noch 3500,-€ kosten darf.

      Natürlich werden Big Player Neues und Teures wagen und nicht aussterben. Wobei NETFLIX momentan auch Probleme hat und in Kürze ein "Netflix Light" zu einem günstigeren Preis anbietet, da die Abonnentenzahlen momentan nicht gut sind.

      Hoerspielecho.de - Reden wir darüber.
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