Pater Brown - 54 - Der schlafende Schutzpatron

    • Pater Brown - 54 - Der schlafende Schutzpatron

      Ich habe gerad festgestellt, daß wir diese Folge übersehen hatten. :blush:



      Inhalt:
      Eigentlich hatte Pater Brown die sanften Bergzüge und idyllischen Seen des Lake District besucht, um Urlaub zu machen. Doch kein Fleckchen Erde kann friedlich genug sein, um nicht den Spürsinn des Geistlichen zu wecken. Und so ist er mehr als skeptisch, als ihm ein Bericht über ein entlegenes Dorf zu Ohren kommt, dessen Bewohner ihren Priester davonjaget haben und nur noch ihren eigenen Schutzpatron anbeten. Tatsächlich scheint es mehrere Unfälle gegeben zu haben, die nur dank des Auftauchens einer Engelserscheinung glimpflich ausgegangen sind. Als es kurz nach Pater Browns Ankunft in dem Dorf zu einem wirklichen Unglück kommt, spitzt sich die Lage für den ungebetenen Gast dort mehr und mehr zu.

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    • MonsterAsyl schrieb:

      aber es steht Euch allen ja frei, einen solchen Thread zu erstellen.
      Das stimmt natürlich. Aber "Eigenwerbung" steht in meiner Prioritätenliste ziemlich weit unten, zumal ich gedanklich dann ohnehin schon mit neuen Pater-Brown-Skripten beschäftigt bin.
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver
    • Ich bin @Thorsten B noch eine Antwort schuldig. Ich habe mir Folge 54 angehört. Grundsätzlich finde ich Geschichten um Schutzengel immer sehr interessant. Ich habe dafür schon ein gewisses Faible. Der Gedanke einen Schutzengel zu haben, der auf einem aufpasst, ist ein sehr schöner Gedanke. Von daher hat mich die Geschichte von Thorsten sofort „gehabt“. Natürlich war mir sofort klar, dass es sich hier um keinen echten Schutzengel drehen kann, wenngleich ich einen kleinen überirdischen Ausflug, der vielleicht als kleine Nebenhandlung spielen würde, gerade wenn es um einen Geistlichen handelt, durchaus passend finden würde. Aber ich schweife ab. Der Fall war interessant, angenehm ruhig und ohne Hektik und passte in ein so beschauliches Dorf. Die Auflösung bot Wendungen und auch eine Überraschung, die ich so nicht geahnt habe. Das ist immer schön, wenn man nicht schon bei der Hälfte der Spielzeit weiß wie es ausgehen muss. Sprecher, Musik und Geräuschkulisse sind auf normalen Niveau. Volker Brandt macht eine gute Arbeit, liest nicht so offensichtlich ab, wie sonst manchmal.

      Was mir weniger gefallen hat, war

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      dass ein Kind stirbt. Das tut mir schon beim Hören weh. Ist aber ein ganz subjektives Erleben. Ebenso fand ich das Ende für meinen Geschmack zu sehr „heile Welt“. Auch war der Vater zu gefasst, zu ruhig, zu wenig emotionell. Wenn das eigene Kind stirbt, dann ist dies eine Tragödie und die Welt verliert an Sinn. Dafür sind hier alle zu „gut“ drauf am Schluss, selbst wenn es keinen Mörder gibt.


      Letztendlich war es eine passende Geschichte für diese Serie, eine kurzweilige Unterhaltung und ein nettes Hörspiel. Es war sicher kein Hörspielfest, aber sicher auch keine vertane Zeit. Es hat für mich gut gepasst! :thumbup:
      Baba :winke4:
    • Danke für die Rückmeldung. Hat mich sehr gefreut!

      Schlagworte wie "interessant", "ohne Hektik", "Wendungen", "Überraschung" und "passende Geschichte" zeigen mir, dass das, was ich beim Schreiben beabsichtigt habe, auch erfüllt worden ist.


      Markus G. schrieb:

      Was mir weniger gefallen hat, war

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      Kann ich sehr gut nachvollziehen. Ist das erste Mal gewesen, dass ich in einer Geschichte ein Kind habe sterben lassen, und es wird sicherlich auf sehr lange Zeit auch das letzte Mal gewesen sein. Ist durchaus ein schwieriges und sehr emotionales Thema. Vielleicht zu schwierig für einen Easy-Listening-Krimi?

      Und die "Heile Welt" am Ende ist auch ein bisschen der Tatsache geschuldet, dass man den Hörer nicht mit einem zu schwermütigen Gefühl aus einer Folge entlassen will. Eventuell leidet die adäquate Charakterzeichnung gegen Ende auch daran, dass ich zu fokussiert darauf war, alle Handlungsfäden aufzulösen. Davon will ich mich nicht freisprechen. Und es besteht natürlich auch immer noch die Möglichkeit, dass die Schockreaktion beim Vater erst verzögert eintritt, dass er noch keine Zeit hatte, den Tod seines Kindes so richtig zu realisieren, weil er erst den Mob unter Kontrolle bringen will und nach Antworten für das "Warum" sucht.
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver
    • Das kann ich gut nachvollziehen.
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      Ich mag eigentlich auch immer ein schönes und positives Ende. In diesem Fall war es mir aber „zu viel“. Ich finde es gut, dass Du den Hörer mit einem angenehmen Gefühl „entlassen“ möchtest. Ich mag meine „Lacher“ am Ende der ???, auch wenn es manchmal unpassend, aufgesetzt und übertrieben wirkt. Es gehört einfach dazu. Eine Folge ohne Abschlusslacher lässt einem irgendwie nachdenklich zurück. Dafür macht es diese Folge dann auch zu etwas Besonderem. Beim versunkenen Dorf ist das der Fall. Ernste Folge, ernstes Thema, kein Abschlusslacher und dafür bleibt es mir im Gedächtnis.


      @Thorsten B Was ist denn Deine nächste vertonte Geschichte innerhalb von Pater Brown? Für welche Serien schreibst Du aktuell noch?
      Baba :winke4: