Das Hörspieljahr 2018 ... so far ...

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    • Das Hörspieljahr 2018 ... so far ...

      Mein Hoerspieljahr 2018 … so far … und dann wuerde ich gerne wissen, wie euer Hoerspieljahr bisher war.

      Es geht stark auf die Mitte des Jahres zu und es ist Zeit mal zurück zu schauen, wie das Hoerspieljahr 2018 bisher für mich war. Das heisst nicht unbedingt, dass alles was ich hier aufliste in 2018 erschienen ist.

      Am Ende 2017 hatte ich geschrieben, dass mir in 2017 ein wenig die Innovationen fehlten. 2017 war ein Jahr der Fortsetzungen, aber nichts hat mich wirklich vom Hocker gerissen. 2016 hatte Macbeth das noch spektakulär geschafft und auch Foster und Fallen waren innovative neue Serien. 2017 war dagegen nicht so innovativ. 2018 ist jetzt schon besser für mich. Insgesamt habe ich wohl eine Ermuedungserscheinung von Serien und Reihen die wie am Fliessband kommen. Ja, es gibt vieles gutes, aber auch vieles durchschnittliches und auch wieder einiges, dass unterirdisch ist. Innovation vermisse ich bei den meisten Serien sehr.

      Fuer mich gibt es bisher zwei Highlights:
      • Die Meisterin: Für mich das beste Hörspiel seit MacBeth. Ein absoluter Knaller mit einer der interessantesten Geschichte seit langem und innovativ umgesetzt. Wie die Erzählerin eingesetzt wird ist absolut genial und noch nie so da gewesen. Die Geschichte ist faszinierend und hat mich total in den Bann gezogen. Alleine dieses Hörspiel hebt das Jahr schon mit einem neuen Knüller, der mir in dieser Art in 2017 gefehlt hat.
      • Heliosphere 2265: Ok, die Serie ist schon älter und nur die letzte Folge ist aus 2018, aber ich bin jetzt erst dazu gekommen, die Serie mit den Folgen 1-9 zu hören und die Serie hat es auf Anhieb geschafft, meine Lieblingsserie zu werden. Die Serie ist anspruchsvoll, verlangt dem Hoerer einiges an Aufmerksamkeit ab, ist aber dann ein absoluter Genuss und Knaller mit einer Geschichte voller Wendungen und Überraschungen, wie ich es im Hörspiel noch nicht erlebt habt. Einziges Manko ist der langesame Veroeffentlichungsryhtmus. Im Juli kommt Folge 10, dann irgendwann 11 und 12 und dann ist der erste Zyklus abgeschlossen. Wie es dann weitergeht ist noch nicht klar.
      Hier nun meine Gefuehlswelt im Bezug zu anderen Hörspielen, Serien und Reihen und andere Hoerspielthemen.
      • Fallen/Foster – Großartige Serien, die für mich ganz oben waren in der Kategorie Lieblingsserie, jedoch ist hier erstmal Pause. Die letzte Foster Folge kam im Dezember 2017 und die letzte Fallen Folge kam im Mai 2017. Da ist die Ruhe leider viel zu ruhig und lange. Fallen ist nach der ersten Staffel zwar für eine zwei Staffel verlängert, aber es gibt noch keine Infos. Imaga hat geschrieben, dass man die generelle Firmenstrategie wegen Streaming erstmal analysieren will. Da kommt vielleicht eine neue Ausrichtung. Was das heißt, wissen wir nicht. Also bzgl. Fallen und Foster gibt es erstmal einige Fragezeichen, ob und wann es dann in welcher Form weitergeht. Schade. Zwei großartige Serien und für mich eine der wenigen Highlights in 2016 und 2017.
      • Goldagengarden X – Eine der großen Negativbeispiele im Bereich Crowdfunding. Ich bin zwar immer noch hoffnungsvoll, aber da hat sich der großartige Marco Goellner wohl zu viel aufgehalst. Das die Lieferung eines Produktes von einem Crowdfunding davon abhängt, dass man Sprecher zusammen mit einer anderen Serie aufnehmen kann, heißt im Umkehrschluss, dass ohne dieses Projekt (Fallen), GX wahrscheinlich nie kommen würde. Hier hat Marco sich wohl verrechnet und seinen ersten Klops seiner ansonsten faszinierenden Laufbahn geleistet. Ich hoffe immer noch, dass GX irgendwann kommt, aber ein paar mehr Infos sollte es schon geben.
      • Doctor Who – Die größte Enttäuschung bisher in 2018. Die Serie ist zwar an sich nicht schlecht von STIL produziert, aber das Konzept ist ein absoluter Reinfall. Als Einsteiger wird man hier total alleine gelassen und es gibt keinerlei Einführung. Außerdem gibt es keine Rahmenhandlung. Und auch innerhalb einer Folge gibt es keinen Rahmen. Keine Erklärung, warum der gute Doctor nun mit wem, wo gerade ist und was er in dieser Folge macht. Ein absoluter Schwachsinn, ohne Bedeutung und für mich eine gnadenlose Zeitverschwendung. Das hat mich sogar bewogen, schon bestellte Folgen wieder zu stornieren, und das habe ich schon seit Ewigkeiten nicht gemacht.
      • Titania – Hier gibt es gute Hoerspielkost am laufenden Band aber wenig spektakuläres. Gruselkabinett und Sherlock Holmes sind fast alle gut, aber keines hat mich hier wirklich vom Hocker gerissen. Einzig „Das Zeichen der Vier“ was ich dieses Jahr mal wieder gehört habe, aber das ist schon über 10 Jahre alt. Ich hatte SH schon aufgehört zu sammeln, habe aber bei einer halbe Preis Aktion von Pop.de zugeschlagen und mir fast alle Folgen geholt, da ich das SH & DW von Titania einfach genial fand. Die Hörspiele sind alle gut, alle hörenswert, aber spektakulär ist anders. Auch im Gruselkabinett ist es schon einige Zeit her, dass ich mal absolut begeistert war. Und SH gibt es eh wie Sand am Meer und trotzdem sind einige davon immer wieder gut. Jedoch Innovation sieht anders aus. Ich finde es jedoch interessant, dass Titania kürzlich SH in vorhandene Geschichten (die ohne SH geschrieben wurden) hineinverfrachtet haben. Interessantes Konzept, ganz gut gemacht, das Resultat ist jedoch auch kein Knüller.
      • Captain Future – Ich habe mich dieses Jahr durch einige der Captain Future Hörspiele gehört und bin nostalgisch bewegt und habe die Teile genossen. Schön, dass die Geschichte mit der Seelentransplantation und Wrecker endlich als Hörspiel herauskam. Die Crew ist super alt und alleine deshalb, ist diese Serie hörenswert. Wie diese betagten Haudegen dieser Serie immer noch Leben einhauchen ist schon bewundernswert. Leider was Wolfgang Völz bei dem letzten Hörspiel nicht mehr dabei (wurde von Tomas Pieper ersetzt) und der gute Wolgang Völz ist ja nun auch leider verstorben. Ich hoffe, die Serie geht flott weiter mit weiteren Hörspielen. Die Crew wird nicht jünger.
      • Mord in Serie – War lange in meiner Top 3 meiner Hoerspielserie, und die Folgen sind immer noch sehr gut, aber im Moment ist da für mich eine Ermuedungserscheinung eingetreten. Ich weiß gar nicht wieso, da die Folgen immer noch sehr gut sind, aber vor 1-2 Jahren habe ich jede Folge sofort bei erhalten gehört. Nun habe ich einige Folge hier liegen und werde sie irgendwann hören. Die Serie ist immer noch eine der erfrischensten Serien oder besser gesagt, Reihen am Markt.
      • Comtamination Z – Ich habe diese Wiederauflage dieser Serie sehr genossen. Wie hier Emotionen geweckt werden und wie eine Endzeit-Zombie Geschichte in Deutschland platziert wurde ist schon genial. Die Schlacht von Hannover ist nur eine der innovativen Ausflüge dieser Geschichte. Jedoch halte ich es auch für gut, dass die Serie abgeschlossen wurde und nicht endlos weitergeht.
      • Die weisse Lilie – Ein Knaller. Da brauche ich gar nicht mehr zu sagen. Eine sehr gute Hoerspielserie, die Staffelweise in Boxen herauskommt. Die Handlung spricht mich total an und die Umsetzung ist perfekt. Ich hoffe, es geht bald weiter.
      • Dan Dare – Dank eines Hinweises hier im Forum höre ich gerade die erste Staffel von Dan Dare, eine englische Hoerspielserie über eine Art englischer Buck Rogers. Sehr gut gemacht. Leider wird es wohl nach der zweiten Staffel nicht weitergehen.
      ENDE TEIL 1 - (wegen Charakterlimitierung pro Beitrag
    • TEIL 2:
      • John Sinclair und ??? – Gehen flott weiter. Da werden munter Geldscheine gedruckt und die Cashcow wird gemolken. Aber interessant sind beide Serien für mich nicht mehr.
      • John Sinclair Dead Zone – Sollte im Januar 2018 herauskommen, wurde dann aber um ein Jahr verschoben. Schade, da diese Serie sich für mich sehr interessant anhört. Da werde ich auf jeden Fall zuschlagen. Wurde diese Serie wegen Johnny Sinclair verschoben? Ich hoffe nicht.
      • Der englische John Sinclair (TOP SECRET) – Die englische Serie von John Sinclair (John Sinclair - Demon Hunter) ist einfach genial. Nach der faszinierenden ersten Staffel kam eine siebte Folge unter großer Geheimhaltung heraus. Warum Lübbe aus dieser Serie so ein Geheimnis macht, erschließt sich mir nicht. Die Serie ist für mich so viel besser als die deutsche Serie und das liegt nicht an der Sprache sondern die deutsche Serie schleppt halt viel Groschengrusel Ballast mit sich herum, während Douglas Welbat sich für die neue Serie komplett austoben konnte und hier wunderbaren englischen Humor mit hereinbringt. Schaurig, lustig, modern, unterhaltend. So muss John Sinclair sein. Warum nicht auch auf Deutsch? Und warum gibt es da keine Infos wann es mit dem Demon Hunter weitergeht?
      • Die Zwerge von Audible – Haben mich enttäuscht. Leider. War nichts für mich. Ich hatte gehofft, dass das Hoerspiel mich anspricht, da ich die Buecher nicht gelesen habe. Hat leider nicht geklappt. Das Skript ist einfach nicht gut geschrieben. Aber Audible hat das mit dem meisterlichen „Die Meisterin“ wieder gutgemacht.
      • NYPDead – Endlich kam eine neue Folge heraus. Der Humor gefällt mir sehr. Ich hoffe, dass es da weitergeht, aber das ist wohl eher fraglich. Humor im Hoerspiel bedarf eines cleveren Drehbuchs und nur die wenigsten Hoerspiele schaffen dass und die meisten versuchen es deswegen erst gar nicht. NYPDead ist eine positive Ausnahme. Bei den Sprüchen schmeiße ich mich regelmäßig weg.
      • Macabros – Hat mir als halbe Lesung/halbes Hörspiel gut gefallen, aber interessanterweise, nachdem sie Serie auf Hörspiel umgestellt wurde, gefiel mir die Serie nicht mehr. Ich weiß nicht warum, aber ich mochte den alten Stil besser. Hier fehlt jetzt was. Schade.
      • Eifelkrimis und Sonja Senger – Ich habe die Eifelkrimis lange links liegen gelassen aber nach den Besprechungen im Ohrcast, habe ich mir nun mal den ersten Eifel-Krimi und die erste Folge von Sonja Senger bestellt. Sonja Senger ist ja ein Spin-Off der Eifelkrimis. Man wollte die Fälle von Senger erst in den Eifelkrimis veröffentlichen, aber man hat sich dann doch entschlossen eine eigene Serie daraus zu machen. Mal schauen.
      • Waringham Sage – Wow. Das größte Audible Hoerspielprojekt mit ca. 170 Stunden Hörspiel. Die Saga, geschrieben von Rebecca Gable in 5 Büchern wird von Audible in 15 Büchern plus 3 Bücher für das Prequel als Hörspiele umgesetzt. 18 x 9 Stunden. Wahnsinn. Ich habe mir mal die ersten Hörspiele gekauft und bin sowohl gespannt als auch abgeschreckt, und wundere mich ob ich jemals Zeit finden werde, so viele Hoerspielstunden in Reihe zu hören.
      • Audible, here I am – Die Meisterin hat endlich den Ausschlag gegeben. Nachdem ich Audible lange wiederstanden habe und mir viele großartige Audible Hoerspiele über iTunes gekauft habe, bin ich nun seit dieser Woche Mitglied von Audible (.com, nicht .de, aber die haben beide eh das gleiche Sortiment. Bei Audible.com gibt es alle deutschen Hörspiele). Als Belohnung gab es 2 Hörspiele zum Einstieg umsonst und von jetzt an gibt es 20% Rabatt auf alle Hörspiele dort und ich kann jederzeit kündigen. Jeden Monat gibt es einen Credit und dafür hole ich mir dann jeden Monat einen weiteren Waringham oder anderes Hörspiel. Hört sich gut an. Ausschlag ist auch, da ich die Teile sehr gut mit der Audible App auf meinem Kindle oder meinem iPhone hören kann (plus externen Bluetooth Speaker). Funktioniert super. CDs sind für mich hauptsächlich fürs Auto oder für den PC. Woanders habe ich gar keine CD Spieler mehr. Downloads sind sicherlich die Zukunft.
      • Sonderberg – Wo bist du? Von John Sinclair mit seinem Kreuz erschlagen worden? Anscheinend ist Dennis Ehrhardt mit John Sinclair so beschäftigt, dass er dieser wunderbaren Serie keine Aufmerksamkeit mehr schenkt. Schade. Die letzte Folge 8 ist aus 2016 und es gibt keine Lebenszeichen. Vielleicht doch von Sinclair mit seinem Kreuz in den Rhein gejagt worden.
      • H.G. Wells von Oliver Doering – Die ersten beiden Oliver Doering Hörspiele basierend auf H.G. Wells haben mir gut gefallen, vor allem, da sie in unsere Zeit versetzt wurden. Diese moderne Adaption war sehr erfrischend. Ich habe Krieg der Welten noch nicht gehört aber diese soll wohl eher originalgetreu sein und im Jahr 1900 spielen. Schade. Ich weiß noch nicht, ob ich mir dieses Hörspiel holen werde oder nicht. Erst mal abwarten, bis alle drei Teile raus sind und wie die Rezis sind. Aber die haben schon bei der Mediabuehne meinen Geschmack nicht getroffen, da ich im Kontrast zu den meisten anderen mit dem Hörspiel nichts anfangen konnte. Vielleicht liegt mir der Stoff nicht.
      • Dorian Hunter – Geht munter weiter, und ich kaufe auch munter alle Folgen, aber ich bin beim Hören hier schon jede Menge Folgen um Rückstand. Muss ich irgendwann mal nachholen, aber der Drang ist auch nicht sehr groß.
      • Gabriel Burns – Das Interview mit Volker Sassenberg war ein Witz. Wie weit er sich da wieder aus dem Fenster gelehnt hat ist schon unglaublich, vor allem wenn man sein vorheriges Verhalten bedenkt. Ich liebe Gabriel Burns und auch die letzten Folge waren alle sehr starke Einzelfolgen, haben aber der Rahmenhandlung nicht unbedingt groß vorangebracht. Wie diese großartige Serie in den Sand gesetzt wurde ist schon traurig. Und ich kann es nicht nachvollziehen, warum viele Volker immer noch glauben, dass er Hörspiele schon fast fertig hat. Falls da irgendwann mal was kommt, bin ich wieder mit dabei. Ich bin da nicht nachtragend, aber ich erwarte nichts. Da kann meine Erwartung nur übertroffen werden (oder getroffen werden).
      • Das Schwarze Auge – Es ist schon frustrierend. Die aktuelle Schwarze Auge Serie ist schon mindestens der dritte Anlauf und irgendwie konnte keine davon so richtig einschlagen. Die aktuelle Serie ist nicht schlecht aber auch nichts Besonderes. Ich kaufe sie weiter, da die Rahmenhandlung mit den Vergiftungen und den Verschwörungen am Hofe sehr interessant sind. Die erste Folge hat arg in die ideenlose Stereotypen-Kiste gegriffen und alle Vorurteile über Elfen und Zwerge wurden billig verpackt. Die Serie wurde danach besser und ich kaufe und höre weiter, aber so richtig reißen kann die Serie leider auch nicht. Drizzt bleibt im Fantasy-Bereich unerreicht. Wer gute Fantasy mag, ist mit dem guten alten Drizzt bestens bedient.
      • Mark Brandis Raumkadett – Wurde zum Ende der zweiten Staffel immer besser. Die Serie ist gut gestartet und im Laufe der 12 folgen hat sich die Handlung immer mehr an die Originalserie angenähert und die Serie wurde immer erwachsener und immer besser. Leider gibt es auch vom Raumkadetten bisher keine neuen Lebenszeichen, ob es nach der zweiten Staffel weitergeht. Ich würde mich sehr freuen.
      • Takimo – Diese Serie ist ein Phänomen. Der VW unter den Hoerspielserien. Sie läuft und läuft und läuft. Seit vielen Jahren gibt es pro Jahr eine oder zwei Folgen auf CD, die alle 12,95 Euro kosten. Viel zu hoch zum verkaufen von 60 Minuten Hörspiel, würden viele sagen, aber sie läuft und hat eine treue Kundschaft und Fangemeinde. Alle potentielle Hindernisse die so oft von anderen Labels hergeholt werde wie illegale Kopien, Downloads, Streaming werden einfach souverän ignoriert und man fliegt konstant seine Runden. Eine wunderbar innovative Serie, die einem auch viel über das Universum erklärt. Takimo erinnert mich ein bisschen an Captain Future. Folge 30 kommt am 15. Juni und ich habe das Gefühl, wenn ich Rentner bin, wird das vielleicht die einzige Serie sein, die immer noch auf CD erscheint (und dann wahrscheinlich immer noch für 12,95 Euro).
      • Das B-Team – Diese Serie soll ja toll sein. Ich habe sie mir bestellt und ich bin gespannt. Mal schauen.
      • Die schwarze Sonne – Wunderbar, dass die Serie abgeschlossen wurde und nun in der zweiten Staffel weitergeht. So richtig hat mich die 2. Staffel bisher noch nicht mitreißen können. Insgesamt ist diese Serie wohl die anspruchsvollste an den Hörer, die ich kenne. Da wird sehr viel vom Hörer abverlangt. Ich finde es super, dass es einen Podcast zu dieser Serie gibt, die eine Folge diskutiert und dadurch verstehe ich die Folge meist erst richtig. Ich höre die Serie abwechselnd. Eine Folge, dann die Diskussion, dann wieder eine Folge usw. Ich würde mich freuen, wenn andere Serien solch einen Folgen-Diskussions-Podcast haben.
      • Erzähler – Eine der großen Fragen für mich im Bereich des Hörspiels ist der Erzähler (oder die Erzählerin). Die Frage ist, ob man einen Erzähler einsetzen soll oder nicht. Das Hörspiel leidet daran, dass der Hörer halt nichts sehen kann und deshalb ist es oft schwierig dem Hörer die Handlung darzustellen. Wenn man einen Erzähler einsetzt, dann kann man dem Hörer leicht klarmachen, was gerade passiert. Jedoch wirken Erzähler oft künstlich eingebaut und reißen den Hörer aus der Handlung heraus. Deswegen verzichten die meisten Serien nun auf Erzähler. Das fühlt sich wohl alt-backen an. Das hat jedoch den Nachteil, dass man alle Informationen durch wörtliche Rede und Effekte herüberbringen muss. Das ist nicht leicht und viele Regisseure sind meiner Meinung damit überfordert. Ich möchte ein Plädoyer für einen guten Erzähler halten. An einem Hörspiel ärgert mich am meisten, wenn ich der Handlung nicht folgen kann. Sicherlich gibt es viele, die ein Hörspiel mit Kopfhörer und ohne irgendwelche Ablenkung hören können. Schön für Euch. Ich habe eine Familie mit zwei Kindern, bin Fußballtrainer, male Bilder und habe einen Beruf der viel Zeit in Spruch nimmt und auch eine Frau, die nicht einschlafen kann, wenn ich Hörspiele zum Einschlafen hören würde. Das bedeutet, dass ich Hörspiele hauptsächlich im Auto oder beim Bügeln oder beim Kochen oder bei der Hausarbeit oder im Flugzeug höre. Und da ist es nicht so einfach, Hörspiele ohne Erzähler zu hören, bei denen man kein einziges Wort verpassen darf ohne sich in der Handlung zu verlieren. Dem Hörer komplexe Aktionen ohne Erzähler klar vor Augen zu führen, verlangt viel von einem Regisseur. Einige können das sehr gut, aber viele sind dadurch völlig überfordert. Man kann Erzähler auch sehr gut einsetzen. Stellt Euch mal Gabriel Burns ohne Juergen Kluckert vor. Oder die alten ??? ohne Peter Passetti. Und wie die Erzählerin in dem neuen Hörspiel „Die Meisterin“ die Hörer in die Handlung hineinzieht ist schon genial gemacht. Meine Meinung dazu: im Zweifel lieber mit Erzähler als die Hörer mit der Handlung auf der Strecke liegen zu lassen. Es gibt auch innovative Methoden einen Erzähler in die Handlung mit einzubeziehen.
      • Alt oder Neu? - Eine Frage, die ich mir vor allem in diesem Jahr schon mehrfach gestellt habe, ist, ob ich mir lieber mal wieder eine alte Serie anhöre anstatt mir neue Serien zu kaufen. Ich habe so viele ausgezeichnete Serien aber stattdessen höre ich im Moment eher neue Serien auch wenn die oft nicht so gut sind wie die alten Klassiker. Ich habe mir nun vorgenommen, verstärkt alte Serien aus dem Regal nochmal komplett durchzuhören, z.B. Takimo, Perry Rhodan (von STIL), Perry Rhodan (Europa) und die Neon Grusels.
      • Neue Serien von Lübbe im Oktober - Lübbe bringt im Oktober einige neue Serien heraus, die interessant werden könnten. DEATH NOTE ist eine Hoerspielserie basierend auf einem japanischem Comic. DIE BLUTLINIE ist eine Hoerspielserie auf dem ersten Roman mit Smokey Barrett, worauf ich mich sehr freue. Ich hätte nur gerne Franziska Pigulla als Smokey gehabt, da sie schon in den Lesungen eine perfekte Leistung gebracht hat. Trotzdem freue ich mich darauf sehr. Johnny Sinclair kommt auch bald und die Hörproben hören sich für mich nicht schlecht an, aber ich frage mich, ob die Hörspiele auch für meine Altersgruppe interessant sind. Ich mag einige Jugendhoerspielserien, das ist also nicht generell das Problem, aber ich werde sehen ob das was für mich ist. Die Hörprobe hat mir für Kinder jedoch gut gefallen.
      • Roch – Dieses hochgelobte Hörspiel habe ich hier liegen aber ich habe es noch nicht gehört. Ich freue mich jedoch schon darauf.
      • Zweite Jahreshaelfte - Mal sehen was die zweite Jahreshaelfte so bringen mag ….
      So das war’s. Ich bin interessiert, wie ihr dieses Hoerspieljahr erlebt habt. Wie war euer Hoerspieljahr 2018 bisher?
    • Takimo ist für mich DIE Enttäuschung der letzten Jahre. Die Folgen 1-18 waren toll, interessante Ideen gepaart mit einer mysteriösen Rahmenhandlung...

      Und dann? Nachdem man kurz vor der Auflösung steht kommt erstmal ne superlange und langweilige Folge über den Führer der Weltenallianz... Ok, nicht jede Folge kann top sein. Dann kommt endlich heraus wo Kyp Olsen Xyphon ist, und anstatt jetzt zügig auf die globale Auflösung zuzusteuern passiert was?

      Das habe ich dann selbst nicht megr gecheckt... Der rote Faden völlig verschwunden, Verzettelung in irrelevanten Handlungssträngen, Takimo reist erstmal in die Vergangenheit, erlebt da ne Handlung wie in "Planet der Affen" und ist just kurz darauf in der Gegenwart und geht - als wäre nichts gewesen - in ein Spielcasino. Die Handlung um das Casino war so belanglos das ich an dieser Stelle aus Takimo ausgestiegen bin.

      Lasst Takimo endlich sterben, statt so ein konfuses Zeug zu produzieren, nur um den roten Faden nicht weiterverfolgen zu müssen.
    • Danke für den schönen Thread! Leider fehlt es mir an der Zeit so ausführlich zu antworten.

      Mir haben die ersten 6 Monate sehr gut gefallen. Ich habe Neues wie Altes gut durchgemischt.

      Bei den neuen Hörspielen fand ich Die Meisterin & Roch grandios und schön „anders“ als viele übrigen neuen Produktionen.

      Daneben habe ich mir auch wieder meiner Sammlung gewidmet. Ich habe so viele großartige Hörspiele und Serien, die viel zu toll sind, als dass man sie nur einmal hört. Genial war für mich die Reise mit Dorian Hunter. Eine wirklich schöne Serie, die ihre Stärken noch einmal deutlich macht, wenn man am Stück hört. Daneben habe ich mir Das Lufer Haus angehört, großartiger Grusel, der meine persönliche Referenz darstellt. Und letzte Woche war es endlich so weit und ich habe mir wieder Goldagengarden, diesmal bei Audible, angehört. Eine der besten, spannendsten und kurzweiligsten Serien, die ich besitze. Dazu ein großartiges Sprecherensemble.

      Ein wunderschönes Hörspielhalbjahr, in dem ich noch das eine alte und auch sehr viele neue Sachen gehört habe. Am beeindruckendsten waren für mich aber vorerst die oben erwähnten!
      Baba :winke4:
    • Schönes Thema ... bei mir gab es nicht viel Neues, und die beiden Hörspiele, die mir dieses Jahr in besonders guter Erinnerung geblieben sind, sind auch schon Ende letzten Jahres erschienen. Dafür aber wirkliche Knaller, wie ich finde:

      Killroy was here, Staffel 2 und Die drei Sonnen








      ... und dann warte ich noch auf Goldagengarden X (die Hoffnung stirbt zuletzt!!) :xplode:
      ' EINS UND EINS IST ZWEI - VON LONDON BIS SHANGHAI ! '
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      www.hoerspatz.de -- Hörspiel- und Hörbuch-Rezensionen
    • Danke @Cherusker für den schönen und umfassenden Rückblick. Bei mir sind die Highlights in 2018 sehr rar. "Roch" wäre jetzt das, was ich spontan als Favorit nennen könnte. Dazu käme "Der Mieter" vom rbb, "Eingeschlossene Gesellschaft" von Jan Weiler (ja, ich weiß, damit bin ich in der Minderheit), "Das Ende von Laura und Paul" bei DLF Kultur, "Hexenland" (ebenfalls DLF Kultur). "Summer of Hate" von Buttgereit (weniger Hörspiel, mehr Dokufeature), die neue "Live-Ferienbande"...

      Lowlights waren "Ed Gate" (ed gate gar nicht) und die Triaden-???.

      "Die Meisterin" hat mich nicht so restlos überzeugt, wobei ich es schon deutlich besser finde, als "Die Zwerge" oder "Ghostsitter". Hauptsächlich deshalb, weil man sich hier die Mühe gemacht hat, das Skript als Hörspiel zu bearbeiten und die unsäglichen Brüche der anderen Produktionen nicht so extrem sind. Mir war es aber dennoch letztlich etwas zuviel Hörbuch und storytechnisch etwas viel Gruselbaukasten.

      "Tyll" hatte ich auch als große Hoffnung für 2018. Fing auch sehr gut an, Die ersten beiden Teile versprachen viel, ab Teil 3 wird's dann merkwürdig und hat mich dann immer weniger erreicht. Ziemlich ähnlich bei "Q" und eingeschränkt auch "Geronimo", das mir dann von diesen dreien noch am besten gefallen hat.

      Die meisten Reihen- oder Serienhörspiele, die schon über Jahre laufen, haben es meist schwer, Highlights zu setzen, da der Rahmen meist bekannt ist und Originelles da nur bedingt möglich ist. Dennoch gibt es zumindest ein paar Sachen, die mich richtig gut unterhalten haben. Bspw. die Frühjahrsstaffel des Gruselkabinetts oder tatsächlich auch die neue Drei Fragezeichen. Bei letzterer hat wahrscheinlich auch die miese Vorgängerfolge geholfen, dass ich die sehr unterhaltsam und - im Rahmen der Serie - herausragend fand.
      Beim Gruselkabinett fand ich die "Ameisen" bspw. deutlich besser als die Döring-Variante, was bei der Zeitmaschine noch umgekehrt war.

      Vielfach wurde ich auch eher enttäuscht, weil es oft an daran mangelt, Besonderes erzählen zu wollen. Viel Masse, wenig klasse. Vieles wird sehr lieblos auf den Markt gefeuert. Lieber wird noch ne Reihe mehr produziert, als die bestehenden vernünftig zu produzieren oder zu präsentieren. Wirtschaftlich mag das sich rechnen, aber treue Hörer generiert man damit wohl nicht.
    • Wow, was für ein Überblick. Repekt! @Cherusker :hutheb:

      Was mich angeht, so lässt das ganz große Highlight 2018 noch auf sich warten.

      ROCH war sicherlich gut, auch wenn meine anfängliche Euphorie durch die nachträgliche Betrachtung des Plots doch ein wenig abgeflacht ist. Aber ansonsten hat mich in diesem Jahr noch nicht allzu viel Neues angefixt.

      Heliosphere betrachte ich zwar für mich persönlich als Highlight, aber die Folgen, die ich gerade höre, sind ja schon ein paar Jahre alt.
      Ansonsten...

      Die Fortsetzung der Weissen Lilie steht da für mich wohl derzeit auf Platz 1.

      Was 2017 angeht, so waren da mein Highlights ganz klar die Wells-Vertonungen von Oliver Döring. Und die Entdeckung der Weissen Lilie. Ganz so düster wie Cherusker zeichne ich das Bild also nicht.

      Was mir jedoch gefehlt hat im letzten Jahr (ebenso wie in diesem Jahr) ist das ganz große Audible-Highlight wie der erwähnte Macbeth. Julia und Romeo reichte da nicht ran. Und die letzte Staffel Monster1983 auch nicht. Alien sowieso nicht.

      Und für dieses Jahr ist da auch noch nichts angekündigt, was mich vom Hocker reißt.

      Aber das Jahr ist ja noch jung. :)
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:

    • Ahtan schrieb:

      Takimo ist für mich DIE Enttäuschung der letzten Jahre. Die Folgen 1-18 waren toll, interessante Ideen gepaart mit einer mysteriösen Rahmenhandlung...

      Und dann? Nachdem man kurz vor der Auflösung steht kommt erstmal ne superlange und langweilige Folge über den Führer der Weltenallianz... Ok, nicht jede Folge kann top sein. Dann kommt endlich heraus wo Kyp Olsen Xyphon ist, und anstatt jetzt zügig auf die globale Auflösung zuzusteuern passiert was?

      Das habe ich dann selbst nicht megr gecheckt... Der rote Faden völlig verschwunden, Verzettelung in irrelevanten Handlungssträngen, Takimo reist erstmal in die Vergangenheit, erlebt da ne Handlung wie in "Planet der Affen" und ist just kurz darauf in der Gegenwart und geht - als wäre nichts gewesen - in ein Spielcasino. Die Handlung um das Casino war so belanglos das ich an dieser Stelle aus Takimo ausgestiegen bin.

      Lasst Takimo endlich sterben, statt so ein konfuses Zeug zu produzieren, nur um den roten Faden nicht weiterverfolgen zu müssen.
      Das sehe ich komplett anders. Takimo ist erwachsen geworden und fordert von seinem Hörer mittlerweile eine gesunde Portion Aufmerksamkeit und Bereitwilligkeit zur Aufnahme anspruchsvoller "Hörspielkost". Unter Umständen gelingt das nicht Jedem, was aber nicht weiter schlimm ist. Die Hardcore-Fanbase hat Bestand und die Serie - um es mit @Cherusker schönen Worten zu wiederholen - läuft und läuft und läuft; und Takimo zieht weiterhin seine Bahnen in der Hawkwind.

      Ich freue mich sehr auf Folge 30 und bin immer wieder gerne bereit die 15 EUR dafür zu bezahlen; juckt mich nicht bei der Qualität, die einem hier auf das Ohr gelegt wird.
    • Ich kann hier leider (zumindest noch ;) ) nicht sehr viel Erhellendes beitragen, da ich 2018 eher wenig herausragendes Neues gehört habe und vieles, was ich richtig gut fand, halt bereits 2017 erschienen ist. :schulter:
      "Die weiße Lilie" ist sicher, was Serien angeht, bisher ein absoluter Höhepunkt gewesen. Hier warte ich mit Spannung darauf, dass es weitergeht.
      Gefreut habe ich mich auch über die derzeit in regelmäßigen Abständen erscheinenden guten, alten Sandor Ferency-Hörspiel-Wiederveröffentlichungen.
      Das sind kleine Perlen, die für mich auch nach Jahrzehnten noch einen großen nostalgischen Unterhaltungswert besitzen.
      Meine "Stammreihen"/-"Serien", wie z.B. Gruselkabinett, DDF oder auch diverse Holmes'e, erscheinen weiterhin schön regelmäßig, das ist natürlich auch prima, ebenso wie die Tatsache, dass nach wie vor ein breites Spektrum an Hörspielen auf dem Markt ist.
      Ob nun als CD oder halt nur als DL.
      Enttäuschend, dass sich bezüglich Point Whitmark nach wie vor nichts getan hat und man mehr und mehr auch noch die letzte Hoffnung diesbezüglich verliert...
      Von GB wollen wir mal gar nicht reden.
      Immer noch interessiert wäre ich an der Fortsetzung von "Fallen", aber die wird wohl noch etwas dauern.

      Sehen wir mal, was die zweite Hälfte des Jahres so bringt. :)


      Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war. (Mark Twain)
    • Securitate schrieb:

      Ahtan schrieb:

      Takimo ist für mich DIE Enttäuschung der letzten Jahre. Die Folgen 1-18 waren toll, interessante Ideen gepaart mit einer mysteriösen Rahmenhandlung...

      Und dann? Nachdem man kurz vor der Auflösung steht kommt erstmal ne superlange und langweilige Folge über den Führer der Weltenallianz... Ok, nicht jede Folge kann top sein. Dann kommt endlich heraus wo Kyp Olsen Xyphon ist, und anstatt jetzt zügig auf die globale Auflösung zuzusteuern passiert was?

      Das habe ich dann selbst nicht megr gecheckt... Der rote Faden völlig verschwunden, Verzettelung in irrelevanten Handlungssträngen, Takimo reist erstmal in die Vergangenheit, erlebt da ne Handlung wie in "Planet der Affen" und ist just kurz darauf in der Gegenwart und geht - als wäre nichts gewesen - in ein Spielcasino. Die Handlung um das Casino war so belanglos das ich an dieser Stelle aus Takimo ausgestiegen bin.

      Lasst Takimo endlich sterben, statt so ein konfuses Zeug zu produzieren, nur um den roten Faden nicht weiterverfolgen zu müssen.
      Das sehe ich komplett anders. Takimo ist erwachsen geworden und fordert von seinem Hörer mittlerweile eine gesunde Portion Aufmerksamkeit und Bereitwilligkeit zur Aufnahme anspruchsvoller "Hörspielkost". Unter Umständen gelingt das nicht Jedem, was aber nicht weiter schlimm ist. Die Hardcore-Fanbase hat Bestand und die Serie - um es mit @Cherusker schönen Worten zu wiederholen - läuft und läuft und läuft; und Takimo zieht weiterhin seine Bahnen in der Hawkwind.
      Ich freue mich sehr auf Folge 30 und bin immer wieder gerne bereit die 15 EUR dafür zu bezahlen; juckt mich nicht bei der Qualität, die einem hier auf das Ohr gelegt wird.
      Das kann ich zu 100% unterschreiben!
      Trotz der sehr kleinen Veröffentlichungsfrequenz begeistert mich die Serie immer mehr!
      Der frühe Vogel fängt den Wurm.
      Aber die zweite Maus bekommt den Käse.