Markus Heitz - Die Meisterin

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    • Etwas über 30 Min gehört und ich bin entsetzt und ernüchtert. Long Story Short kann die hier herrschende Euphorie rein gar nicht teilen. Es mag ja sein, das die Story das Hörspiel noch deutlich erhebt, aber bisher finde ich NUR Kritikpunkte. Da wird sich über "Die Zwerge" aufgeregt aber auch hier ist der Erzähleranteil deutlich zu hoch. Viel zu hoch. Schlimmer noch, ständig quatscht der Erzähler selbst in kleinste Dialogszenen hinein und nimmt dem Ganzen damit den Fluss. Wäre man nicht so clever den Part des Erzählers durch verschiedenen Sichtweisen aufzuteilen wäre das für mich ein Hörbuch mit einigen wenigen Inszenierten Hörspielszenen. Was mich aber noch viel mehr stört sind die wirklich grottig geführten Nebensprecher. Miss Grey die starr und hölzern klingt und Mister Black der seine paar Dialogzeilen dahin stümpert wie ein sechjähriger mit Leseschwäche. Finde die Regie echt mies. Es mag ja sein das das noch wird aber wie heißt es so schön "Der erste Eindruck" ist meist der Beste. Werde jetzt tapfer weiterhören und mal sehen ob es was besser wird.
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    • @TheBite - Da hast du vielleicht nur die Hoerproben gehoert. Die hört sich in der Tat nicht so gut an und ist keine Darstellung wie das Hörspiel ist. Da hätte ich eine andere Stelle gewählt. Der Erzähleranteil am gesamten Hörspiel ist sehr klein und wird auch weniger im Laufe des Hörspiels. Wobei die Einsätze der Mutter als Erzählerin für mich die absoluten Highlights des Hörspiels sind.

      Ich kann mich nicht erinnern, dass an einer Stelle der Erzähler den Erzählfluss unterbrochen hat und Dialoge unterbricht.

      Und meinst du den Erzähler oder die Erzählerin?
    • Interessante Kritik, Geschmäcker sind halt verschieden. Ich muss aber zugeben, dass ich mich vielleicht doch an „Die Zwerge“ heran trauen werde, wenn dieses Hörspiel sogar besser sein soll. Nur sagt mir das Thema leider so gar nicht zu. Kommt auf meine Einkaufsliste wenn ich mal nix zu hören habe. Das wäre wieder so ein hören über den eigenen Tellerrand hinaus.
    • @Cherusker

      Nope is das ganze HSP. Bin jetzt nach 1 1/2 Stunden erstmal abgestorben. Also ich komme rückblickend (für den Beginn) auf 45:55 Erzähler / Hörspiel Anteil was mit deutlich zu viel ist. Vielleicht hört man bei diversen Dingen einfach drüber und nimmt das gar nicht wahr. Aber das der Erzähler dauernd reinquatscht ist mir massiv aufgefallen. Man lauscht einem Dialog und der Erzähler springt bei um zu berichten wie sich der würzige Zigarettenduft im Raum verbreitet.Dann einige Dialogzeilen und der Erzähler schildert dabei den sanften Sonnenuntergang draußen. Geht gar nicht sowas bei mir.Muss ich nicht wissen sowas. Heitz ist ein famoser Wortgewandter Autor der viel Wert auf Detail legt. Lese ihn sehr gerne aber als HSP funktioniert das in meinen Augen nicht. Zu viele schnörkelige Infos die kein Mensch braucht und die den Fluss hemmen. Was ich aber viel schlimmer finde sind die echt schlechten Sprecher. Klingen fast alle abgelsen und statisch / steif. Die Regie kommt mit total hingerotzt vor. Nach dem Motto: Schnell raus das Teil. Also hier empfiehlt sich Audible nicht wirklich als Hörspiel Top Produzent. Da gibt es viele Beispiele die deutlich besser sind. Und wieder einmal sieht man das jede Produktion mit dem entsprechenden Team steht oder fällt.

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    • Wow, das ist ja mal eine Meinungsdifferenz! :arg4:

      Aber ich kenne das selbst von der Krieg der Welten-Produktion der Mediabühne - die im Gegensatz zu mir fast alle supertoll fanden.

      Übergroße Erzählereinsätze mag ich eigentlich auch nicht. In ganz seltenen Fällen kann das mal bereichernd sein, bei Gabriel Burns etwa oder bei den Poirot-Hörspielen mit Felix von Manteuffel, in denen Friedhelm Ptok viel der Atmosphäre über gerade solche Einschübe beisteuert. In der Mehrzahl mag ich aber auch eher Hörspiele mit reduzierterem Erzähler-Anteil. (Was auch damit zusammenhängt, dass übergroße Einsätze des Erzählers oft Ausdruck von Mängeln am Skript bzw. Phantasielosigkeit des Autoren sind.)
      "Ein Zyniker ist ein Mensch, der von allem den Preis und von nichts den Wert kennt."

      Oscar Wilde
    • Ich bin jetzt auch durch.

      Insgesamt hat mir Die Meisterin gut gefallen, aber ein Überflieger ist das Hörspiel für mich jetzt auch nicht.
      Die Geschichte selbst finde ich sehr gut, aber die Umsetzung als Hörspiel nicht so.

      Den hohen Erzähleranteil hat @TheBite ja schon angesprochen.
      Das an sich stört mich gar nicht, und dass die Mutter als zweite Erzählerin viele Hintergrundinformationen liefert gefällt mir sogar gut.

      Aber es ist so: Der Erzähler schildert eine Szene, und danach hört man sie dann beziehungsweise die entsprechenden Geräusche.
      Und was die Geräuschkulisse angeht; da bin selbst ich als Wenig- oder bestenfalls Gelegenheitshörer teilweise schon ganz anderes gewohnt.

      Der Schluss ist dann für meinen Geschmack zu langatmig und schnulzig, das hätte ruhig etwas gestrafft werden können.

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      Und dass sie dann ganz am Ende doch noch erzählt wie sie zu ihrem Lebenselixier gekommen ist war für mich schon fast ein Stimmungskiller.


      Gruß, Frank
      Wo Leidenschaft ist, da ist auch Hoffnung.
    • Frank schrieb:

      Aber es ist so: Der Erzähler schildert eine Szene, und danach hört man sie dann beziehungsweise die entsprechenden Geräusche.
      Oh, jedesmal?
      Ich kenne das gehäuft eigentlich nur von O-Ton-Hörspielen, denen man halt nachträglich einen Erzähler verpasst hat, der notgedrungen manchmal die Handlung vorwegnimmt, weil man ihn dann in das nachfolgende Stück der Tonspur nicht mehr reinquasseln lassen wollte.
      "Sorge dafür, dass jeder Tag mit einem Abschlusslacher endet" (A.Fröhlich)
    • Nein das ist nicht jedesmal. Ich behaupte auch, dass das ganz selten ist. Ich habe bei meinen aktuellen Kapiteln nochmal explizit darauf geachtet und ich finde kaum Stellen bei denen das so ist. Das so darzustellen, dass Aktionen dauernd vom Erzähler wiederholt wird ist meiner Meinung nach nicht zutreffend. Bei den aktuellen Kapiteln gibt es für lange Zeit überhaupt keinen Sprecher. Das ist am Anfang vielleicht ein bisschen so aber im Laufe des Hörspiels wird das ganz wenig. Das kann man überhaupt nicht mit Hörspielen wie Captain Future oder Macabros vergleichen, die das absichtlich so machen um nicht in rechtliche Probleme zu kommen. Ich kann diese Kritik nicht nachvollziehen, da ich das überhaupt nicht wahr genommen habe.
    • Ich habe es jetzt auch nicht in Erinnerung, was aber nicht heißt, dass dies nicht der Fall ist. Ich fand die Art die 3 Erzähler einzusetzen eine angenehme Abwechslung zum sonstigen Hörspieleinerlei und es hat für mich meinen Horizont diese Geschichte betreffend erweitert.
    • Das haengt wahrscheinlich davon ob, wie sehr einen das stoert. Wenn es mich gestoert haette, dann haette ich es auch wohl bemerkt. Hat es aber nicht. Ich denke, der Erzaehlereinsatz des maennlichen Erzaehlers ist sowieso super klein. Und ich glaube wir sind uns ja einig, dass der Erzaehlereinsatz der Mutter ein Hoehepunkt dieses Hoerspiels ist.
    • Um ein bisschen Hintergrundforschung zu betreiben, habe ich heute das schaurige Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo besucht. Üble Folterkammer. Meine Bilder sind leider alle zu groß. Ich habe versucht sie hier hoch zu laden aber das hat leider nicht funktioniert. während des Besuchs habe ich immer wieder and Die Meisterin gedacht.
    • Ich muss gestehen, dass ich ein bisschen an dem Hörspiel zu knabbern habe. Nicht wegen der Story an sich. Die finde ich toll. Die meisten Sprecher finde ich auch gut. Nur Bettina Zimmermann macht mir zu schaffen. Ich mag sie eigentlich recht gerne, aber hier... ausser in den Rückblenden spricht sie als Geneve irgendwie so gleichgültig.

      Ich bin jetzt 60% durch und würde mir gerne die anderen Teile holen, aber ich bin dadurch verunsichert.
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