Forever young! - Wenn Stimmen nicht altern...

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen zum Thema Cookies finden Sie hier und in unserer Datenschutzerklärung

    • Forever young! - Wenn Stimmen nicht altern...

      Im Thread zu Brickett Bottom dachte ich gerade mal wieder darüber nach: wie unterschiedlich Stimmen sich doch entwickeln.

      Es gibt manche, die erkennt man ab einem gewissen Alter kaum noch wieder.
      Andere wiederum verändern sich gar nicht. Sie klingen auch nach Jahrzehnten noch immer ebenso jugendlich frisch wie damals, als man sie zum ersten Mal hörte.

      Hier nun möchte ich mit Euch eine kleine Sammlung erstellen.

      Wer fällt Euch ein von den uns bekannten Sprecherinnen und Sprechern, die seit langer, langer Zeit Hörspiele sprechen und deren Stimmen sich über die vielen Jahre so gut wie gar nicht verändert haben - denen man, obwohl der Sprecher oder die Sprecherin vielleicht schon in weiter fortgeschrittenem Alter ist, sogar noch immer den jungen oder gar jugendlichen Menschen abnimmt, wenn er oder sie ihn spricht.

      Und eine Frage zu Eurem heutigen Wissen zu SprecherInnen:
      Fällt es Euch schwer, Euch jemanden in einer Rolle, die nicht dem biologischen Alter des Sprechers bzw. der Sprecherin entspricht, vorzustellen und glaubwürdig zu finden, wenn ihr von dieser Alterskluft wisst?

      Oder blendet Ihr den persönlichen Hintergrund der Sprecherpersönlichkeit völlig aus und könnt Euch auch auf eine Darstellung einlassen, bei der das Alter der Figur nicht in etwa dem des Darstellenden entspricht?

      Als Kandidaten für die Auszeichnung Ewig jung! fallen mir übrigens spontan ein:


      Reinhilt Schneider
      Lutz Mackensy
      Jens Wawrczeck


      Stimmt Ihr mir zu?
      Oder seht Ihr es anders?
      Und wer fällt Euch noch ein?
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      > Die Weisse Lilie <,
      Staffel 1 + Staffel 2
    • So auf die Schnelle ...


      Reinhilt Schneider (ja)
      Lutz Mackensy (ja, fast!)
      Jens Wawrczeck (ja!!)
      Hans Clarin
      Sven Plate


      Ich denke mal, die Herren mit den glockenreinen Stimmen haben es da meist einfacher als die mit den volltönenden basslastigen Stimmen. Diese bekommen schneller eine Alters"patina".

      So ist es für mich deutlich leichter, mir Jens Wawrczeck als Peter Shaw vorzustellen, als das bei Andreas Fröhlich alias Bob Andrews klappt. Die Stimme passt einfach nicht für einen everlasting-Sechzehnjährigen. Aber bei den ??? verzeihe ich das gerne, ich finde es irgendwie saugut, dass sie das immer noch alle drei mit Spaß machen.
      ' EINS UND EINS IST ZWEI - VON LONDON BIS SHANGHAI ! '
      ------------


      Hörspiel- und Hörbuch-Rezensionen
    • Reinhilt Schneider ist, wie sich im anderen Thread geschrieben, wirklich ein Phänomen. Bei mir ist sie auch in der Hinsicht Nr. 1.
      Ich freue mich jedes Mal sie zu hören und nehme ihr jeder Rolle immer komplett
      ab.

      Für mich gibt es noch eine deren Stimme sich kaum verändert hat, Susanna Bonasèwicz. Habe sie damals im Interview auch gefragt, warum ihre Stimme immer noch so jung klingt.
      Antwort: "Ich weiß es nicht, es ist einfach so und ich mache nichts dafür."
      Abonniert die Talker-Lounge auf iTunes: itunes.apple.com/de/podcast/talker-lounge/id659910419?l=de
    • Flori1981 schrieb:

      Susanna Bonasèwicz.
      Gutes Beispiel! :thumbup:

      Die anderen hier würde ich auch alle so stehenlassen, bis auf Hans Clarin.
      Sonderlich jung klang er für mein Empfinden nie, nur als er es auch tatsächlich noch war, also z.B. während seiner Radio-Hörspiel-Phase in den 60ern. :)
      Und beim "Pumuckl" hat er seine Stimme doch auch immer ein bisschen verstellt.

      Für mich muss hier noch Heidi Schaffrath mit hinein, die ich sehr gern höre und deren Stimme wirklich auch noch jung klingt, gemessen an ihrem tatsächlichen Alter.
      Kommt halt immer darauf an, wie weit das "Wenn Stimmen nicht altern" nun gefasst sein soll.


      Hardenberg schrieb:

      Oder blendet Ihr den persönlichen Hintergrund der Sprecherpersönlichkeit völlig aus und könnt Euch auch auf eine Darstellung einlassen, bei der das Alter der Figur nicht in etwa dem des Darstellenden entspricht?

      Ich kann das normalerweise ganz gut ausblenden, aber das "Gefälle" darf nicht zu krass sein. ;)
      Eine Frau von Kurmin, die in den frühen 70ern doch tatsächlich noch für Europa-Märchenhörspiele "Gretel" sprach, obwohl sie nun wirklich keine kindliche, ja, zu diesem Zeitpunkt (mit um die 40) nicht einmal mehr jugendliche Stimme hatte, das empfand ich dann doch schon als SEHR störend! :pinch:

      Oder beziehst Du diese Frage jetzt, entsprechend dem Threadthema, nur auf die "Forever Young"-Sprecher/Innen?
      Da habe ich das Alter zwar auch immer irgendwo im Hinterkopf, aber empfinde es überhaupt nicht als störend, freue mich höchstens für die jeweilige Person, dass sie immer noch so jugendlich klingt und man sie weiterhin vielfältig einsetzen kann - was ja andererseits auch uns Hörern zugute kommt, so wir die Stimme mögen. ;)
      Als ich Reinhilt Schneider beim "Pinocchio" von Titania nochmal in der Rolle der "Blauen Fee" gehört habe, die sie über 40 Jahre zuvor schon für Europa gesprochen hat, kriegte ich eine Gänshaut und regelrecht feuchte Augen vor Freude und Nostalgie-Feeling!
      Sie passte immer noch absolut perfekt! :applaus:
    • @Agatha
      Ja, ich meinte das allein auf die jungen Stimmen bezogen. Wie Reinhilt Schneider bei Brickett Bottom, wo sie ja eine junge Frau, fast noch ein Mädchen spielt, obwohl mam ja weiß, dass sie das schon lange nicht mehr ist.
      Ob also das Wissen um das wahre Alter der Sprecher den Hörgenuss hemmt, obwohl die Stimme selbst noch jugendlich klingt.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      > Die Weisse Lilie <,
      Staffel 1 + Staffel 2
    • Ich finde zum Teil hört man das "echte" Alter der Stimmen auch an der Sprechweise, selbst wenn die Stimme jung geblieben ist. Ich weiß nicht ob ihr mir da folgen könnt. Bestes Beispiel sind da für mich die neuen Hanni-und-Nanni-Folgen, deren Sprecherinnen zum großen Teil trotz hohen Alters noch recht jung klingen (inkl. der schon genannten genialen Reinhilt Schneider). Trotzdem hört man ihnen irgendwie an der Sprechweise bzw. der Aussprache an, dass sie keine Teenager bzw. auch nicht mehr Mitte 20 sind. Woran das liegt kann ich nicht sagen, vielleicht habt ihr da eine Erklärung.
    • Ich kann eigentlich immer sehr gut in den jeweiligen Geschichten versinken - wenn sie denn gut in Szene gesetzt sind. Mit Reinhilt Schneider und Daniela Bette-Koch in Brickett Bottom etwa hatte ich nicht eine Sekunde ein Problem. Zwar weiß ich, dass Frau Schneider deutlich älter ist als Frau Bette-Koch, aber in ihrer Rolle fand ich Erstere absolut glaubwürdig und authentisch als jüngere Schwester und hatte sie so auch vor meinem inneren Auge.

      Und ich kann auch nicht sagen, dass neben der Stimme etwas anderes mich das höhere Alter empfinden lässt - wie es @'BjörnErik' schildert. Ich weiß aber auch nicht so ganz, ob ich verstehe, was Du meinst. :gruebel:
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      > Die Weisse Lilie <,
      Staffel 1 + Staffel 2
    • BjoernErik schrieb:

      Trotzdem hört man ihnen irgendwie an der Sprechweise bzw. der Aussprache an, dass sie keine Teenager bzw. auch nicht mehr Mitte 20 sind. Woran das liegt kann ich nicht sagen, vielleicht habt ihr da eine Erklärung.
      Hm, also ich nicht.
      Meinst Du, die müssten sonst irgendwie "flapsiger" oder was auch immer klingen?
      Und würde es Dir überhaupt auffallen, wenn Du nicht schon lange wüsstest, wie alt diese Sprecherinnen wirklich sind? :zwinker:
      Wenn man Dir also jemanden "einfach so" stimmlich präsentieren würde, Du aber keine Hintergrundinfo zu der Frau hättest?
      Wäre interessant, das mal festzustellen.
      Sprechweise und Aussprache sind doch ansonsten eher der Gegend zuzuschreiben, aus der man kommt und die man sehr häufig nie ganz verleugnen kann.

      Was Martin May angeht, stimme ich zu, der gehört auch zu den Männern mit erstaunlich langsam alternder Stimme.
      (Aber andererseits is er auch "erst" 57.)
      Finde ich gut, denn ich mag es wenig, wenn Sprecher/Innen nur wegen der ausgetauscht werden! Vor allem in Rollen, wo ich sie mag und mich schon dran gewöhnt habe. :)
    • Hardenberg schrieb:

      Der geht stimmlich problemlos noch für 20 durch, finde ich.
      Ich find auch, dass seine Stimme noch relativ jung klingt, aber wenn ich ihn so in den letzten Jahren (vor allem beim Gruselkabinett) gehört habe, hätte ich seine Rolle eigentlich nie als erst 20jährig eingestuft.
      Für mich jeweils eher so um die 30+.
      Habe jetzt zwar noch nie eine Folge des "Kleinen Hui Buh" gehört (und plane das auch nicht :sinclair: :zwinker: ), aber da spricht er den Vater - und sollte, allein schon um Missverständnisse zu vermeiden, nicht wie der große Bruder klingen.
      Ich denke, er kann mal so, mal so. :zustimm:

      Allerdings gibt es ja doch eine ganze Reihe Leute von Ende 40, die sich locker 15 Jahre jünger anhören.
      Wir wirken ja heute fast alle körperlich nicht mehr so "alt", wie noch unsere Großeltern mit um die 50. In jeder Hinsicht!
      Wenn ich da allein an meine Oma denke! Die war in meinem Alter auch eine richtige "Oma", nahm zig Medikamente, musste ständig ruhen - und das machte sich auch stimmlich bemerkbar.