Wichtig Meine Eindrücke von Titania's Sherlock Holmes

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    • Meine Eindrücke von Titania's Sherlock Holmes

      Ich möchte hier meine ganz persönlichen Eindrücke von Sherlock Holmes von Titania geben. Ich höre mich gerade durch die Reihe durch und werde hier nach jeder Folge meine Eindrücke hinterlassen. Ich würde mich über Kommentare sehr freuen.

      (1) Meine erste Erfahrung mit Sherlock Holmes hatte ich schon sehr früh mit zwei der vier Sherlock Holmes Hoerspielen von Europa mit dem begnadeten Peter Passetti als SH und Joachim Wichmann als Dr. Watson. Diese Hörspiele haben mir so gut gefallen, dass sie für mich immer noch eine Referenz sind.

      (2) Meine ersten Erfahrungen mit Titania's Sherlock Holmes sind aus dem Jahre 2004. Titania hatte damals eine Reihe mit dem Namen KRIMI-KLASSIKER in der 3 Sherlock Holmes Fälle und 2 Edgar Wallace Fälle herauskamen. Ich war von Anfang an total begeistert von der Art und Weise wie Sherlock Holmes von Titania inszeniert hat. Die Sprecher waren auch 1A. Und bei dieser Serie würde ich nicht von einem Duo sprechen sondern zumindest von einem Trio, da neben Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt als Holmes und Watson auch noch Regina Lemnitz eine herausragende Mrs. Hudson spielt. Diese drei machen das magische Trio, welches einen unwiderstehlichen Charm ausstrahlt und zu diesen Personen möchte man immer wieder zurückkehren und ich kann von denen nicht genug bekommen. In der Zwischenzeit hatte der DAV die alten SH vom BR mit Passetti und andere in SH Boxen herausgebracht. Die waren auch alle sehr gut.

      (3) Wie dumm darf Watson sein? Es gibt so unendlich viele Sherlock Holmes Darstellungen in Film, Fernsehen und Hörspiel. In den Geschichten wird Watson leider oft total ahnungslos dargestellt. Am schlimmsten ist es bei den Filmen aus den 40er mit Basil Rathbone und Nigel Bruce. Dort war Watson so strohdoof, dass man sich die Hände über den Kopf zusammenschlägt. Bei anderen Hörspielserien war das besser. Hier ist das wunderbar. Wie Titania die Rollen ausgeschmückt hat und wie Detlef Bierstedt diese Rolle spielt finde ich absolut super. Und Joachim Tennstedt hat schon diese geniale Art von SH in seiner Stimme. Dieses Duo ist wunderbar und ist in den Top 3 meiner liebsten Sherlock Holmes und Dr. Watson Interpretationen.

      (4) Werkgetreu: Viele Filme und Hörspiele lassen unangenehme Aspekte der Vorlagen gerne weg, z.B. Sherlock's Kokainsucht oder seine wilden Gemütsschwankungen und Launen. In der Titania Version wird das nicht gemacht. Hier wird das ganz werkgetreu eingebettet und das wird verantwortlich und künstlerisch wertvoll gemacht.

      (5) Wer ist der beste SH und Watson? Nun ja, es gibt so viele SH und Watson. Aber für mich ist die Top 3 ganz klar:

      Erster Platz - Peter Passetti ist für mich ganz klar DER Sherlock Holmes schlechthin. Er hatte einige verschiedene Watson neben sich aber Joachim Wichmann ist mein liebster Watson neben Passetti. Bisher kann Passetti's Interpretation keiner das Wasser reichen. Er hat ihn 26 mal gespielt. 19 mal fuer den BR und 7 mal (auf 4 CDs) fuer Europa).
      Zweiter Platz - Joachim Tennstedt & Detlef Bierstedt sind für mich ganz klar Nummer 2. Die Authentizität und der Charm, den sie ausstrahlen sind wunderbar. Ich denke, dass sie am naechsten am Original sind.
      Dritter Platz - Christian Rode und Peter Groeger sind für mich Nummer 3, vor allem auch wegen ihrer Ausdauer. Sie haben über 100 Sherlock Holmes Hörspiel gespielt.
      Vierter Platz - Walter Renneisen und Peter Fitz - Solide gespielt und auch sehr gut. Gehoert auch in jede Sammlung.

      (6) Lange Pause und Wiederauferstehung - Nach 5 Folgen wurden die Krimi-Klassiker leider eingestellt und es dauerte 7 lange Jahre und viele Anfragen von Fans an Titania bis es im Jahr 2011 endlich weiterging. Titania hatte sich entschlossen SH und Watson wieder aufleben zu lassen und haben die Serie "Sherlock Holmes - Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs" erschaffen. Diese Geschichten basierten nicht auf Originalgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle sondern auf einer Geschichte von Marc Gruppe. Die erste Folge war "Im Schatten des Rippers" welche SH mit Jack the Ripper zusammenführt. Es gab noch acht weitere neue Geschichten (bis einschließlich Folge 9). Danach wurden die 4 Kurzgeschichten die schon damals bei den Krimi-Klassikern raus kamen auf 2 CDs in Folge 10 wieder herausgebracht und die 2 CDs von dem längeren Roman Das Zeichen der Vier kam als Folge 11 in der neuen Reihe heraus. Danach ging es mit neu produzierten Fällen basierend auf Originalgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle weiter. Das geht so weiter bis Folge 35. In Folge 36 und 37 wird ein neues Experiment gestartet. Hier werden schon vorhandene Geschichten genommen, und SH und Watson werden dann in diese Geschichte hineinversetzt. Mal schauen wie das funktionieren wird.

      (7) Meine ersten Eindrücke von der Neuauflage - Ich war so begeistert, dass es endlich mit diesen drei (Tennstedt/Bierstedt/Lemnitz) weitergeht, dass meine Erwartungen wohl leider zu hoch waren. Ich hatte mir die ersten 3 Folgen gekauft, danach waren meine wohl zu hohen Erwartungen aber nicht erfüllt worden und ich habe erst mal nicht mehr weitergekauft. Es gab da einige Dinge, die mir bei diesen Fällen gestört haben. Es war Hauptsächlich in dem Skript. Mehr dazu bei meinen Folgenbesprechungen die unten folgen werden. Ich habe dann aber später (auch durch die immer wieder lobenden Worte vom Ohrcast) mir dann nochmal zwei Folgen gekauft. Folge 12 - Ein Skandal in Böhmen und Folge 13 - Der Bund der Rotschoepfe. Die waren gut, aber ich kannte jedoch schon eine Version mit den Rothaarigen, die war einfach unschlagbar und da wurde ich leider wieder enttäuscht und habe dann wieder aufgehört zu kaufen. Vor ein paar Wochen habe ich dann bei Pop.de gesehen, dass die Titania SH im Angebot waren und habe dann nochmal einige der CDs im Regal nochmal gehört um zu sehen, ob ich bei diesem Angebot zuschlagen sollte. UND NUN WAR ICH BEGEISTERT. Mir wurde klar, dass ich damals einfach zu hohe Erwartungen hatte. Handwerklich, künstlerisch, dramatisch sind die Titania SH erste Sahne. Da gibt es nichts zu meckern. Der Charm dieser Serie hat mich nun doch noch eingefangen. Das war Liebe auf den ersten (Krimi-Klassiker) Blick und dann Liebe auf den 4. Blick. Doch nun hat mich diese Reihe total ein vernommen :herz2: . Ich habe mir 15 weitere Folgen bestellt (viele alte die ich noch nicht hatte aber auch die beiden neuen, die auf vorhandene nicht-SH Geschichten beruhen. Ich freue mich. Bis die hier ankommen, höre ich mir die CDs an, die ich schon hier habe und werde nach jeder Folge eine Meinung posten.

      (8) Charm - hat die Titania Reihe zuhauf. Regina Lemnitz spielt hier die liebevolle Mrs. Hudson ähnlich genial wie sie die Minnie Cogner in Sonderberg & Co spielt. Einfach genial besetzt. Die Musik ist so stimmungsvoll, dass ich SH und Watson und Kutschen vor meinen geschlossenen Augen sehe, wenn ich die Anfangsmusik höre. Wie die Welt des endenden 19. Jahrhunderts hier musikalisch eingefangen wird ist genial. Es macht einfach Spaß den Schauspielern beim spielen zuzuhören. Hier merkt man, wie sehr Titania es versteht, Drama zu erzeugen und es macht ihnen wohl auch sehr Spaß, Geschichten zu inszenieren, wo Hoerspielhoerer nicht mit Beschwerden kommen, dass sie nicht gruselig genug sind (wie man das beim Gruselkabinett schon mal hoeren kann).

      So, nun genug über die Serie selber. Ich werde mich nun jeder Folge selber widmen. Ich würde mich über Kommentare freuen.
    • FOLGE 1 - Im Schatten des Rippers



      Ich finde es erstaunlich, wie mutig sich Titania sich an dieses Thema wagt. Man weiß ja, dass der Ripper in Wirklichkeit nie gefangen wurde und der Fall nicht aufgeklärt wurde. Nun wagt es Titania den unfehlbaren Sherlock Holmes an diesen Fall zu führen und das basierend auf einer eigenen Geschichte. Das an sich finde ich sehr mutig und selbstbewusst. Das Hörspiel ist handwerklich wieder ohne Fehl und Tadel. Die Geschichte ist jedoch sehr kontrovers. Wie man weiß, wurden im Jahre 1888 im Londoner East-End Prostituierte auf grausamste Weise ermordeten und zerstückelt. Hier hat man wohl Sherlock's blutigsten Fall. Wie hier beschrieben wird, wie man weibliche Koerperteile findet ist schon erschreckend. Ich finde es wieder mal erstklassig wie Joachim Tennstedt seine Stimme verstellt wenn er in einer Verkleidung andere Personen taeuschen will (und das auch beim Hoerspielhoere schafft). Die Geschichte hat noch einen weitere Schocker. Watson hat sich von seiner lieben Frau getrennt. Hier wagt man sich einiges und geht ein grosses Risiko ein, Sherlock Holmes Puristen auf den Schlips zu treten. Erstklassige Unterhaltung mit einem kontroversen Ende, das ich hier in einen Spoiler setze. Mich würde sehr interessieren, was ihr von dem Ende haltet.

      Spoiler anzeigen
      Das Ende ist schon ein ganz schön heftiger Klops. Sherlock ist an dem Fall nur so weit interessiert, dass er Watson die Unschuld nachweisen kann. Aber an dem Fall ist er nicht interessiert. Das ist schon sehr merkwürdig. Sherlock duerstet es doch nach Abwechslung und nach interessanten Faellen. Haette Sir Arthur Conan Doyle ihn diesen Fall auch abweisen lassen? Am Ende sagt Sherlock: "bitte sagen sie ihren Lesern die Wahrheit, dass dies ein Fall war, denn ich weder annahm noch mit Akribie verfolgt habe. Ein Fall in dem ich mehr Beobachter war als Akteur und ein Fall, den ich nicht loesen wollte, konnte und werde. So wie es niemand kann."

      Wow. Ueber diesen Satz muss man erst mal stutzen. Das trifft einen wie ein Baseballschlaeger auf die Muetze. Wollte er nicht? Konnte er nicht? Warum nicht? Er prophezeite aber bereits davor, dass es keinen weitern Mord geben wird (warum nicht ist auch nicht so richtig nachvollziehbar - ich glaube nicht daran, dass Serienmoerder so einfach nach einem Meisterstueck aufhoeren. So funktionieren Serienmoerder nicht. Dann macht er einen Kommentar, dass durch die Morde (wie schlimm sie auch waren) endlich etwas im East End passiert um die Missstaende zu verbessern. Hat SH also Morde in Kauf genommen, damit politisch etwas passiert um die Lebensverhaetlnisse zu verbessern? Hmm. Konnte er den Fall nicht lösen? Es hört sich an, als ob er ihn nicht lösen wollte. HMM?? :denk: So richtig hat mich das Ende nicht überzeugt. Aber mutig und interessant war es allemal. Sehr hörenswert und diskussionswuerdig und von welchem Hörspiel kann man so etwas schon erwarten? Also nicht ganz schlüssig, dafür bleibt es aber sehr lange im Gedächtnis. Somit hat es etwas erreicht, was andere Hörspiele oft vergeblich versuchen. Deshalb nochmal: Dies ist Liebe auf den 2. Blick, nachdem ich beim ersten Blick (oder besser ersten hoeren vor einigen Jahren) eher den Kopf geschüttelt habe.


      Was denkt ihr über dieses spektakuläre Ende? Also insgesamt muss man als SH Fan diese Folge gehoert haben. Man wird sie wohl hassen oder lieben oder irgendwas dazwischen aber kalt laesst einen diese Folge wohl nicht. Und technisch und handwerklich ist die Folge auf jeden Fall wieder Tip Top.

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    • Wow, das sind aber wirklich ein paar sehr schöne Threads und Beiträge, die Du in der letzten Zeit beisteuerst. @Cherusker Ich lese immer mit größtem Vergnügen mit. Danke dafür. :)

      Pasetti und Wichmann sind auch meine Favoriten. Der klassiche Holmes ist ja per se recht dialoglastig, aber die Pasetti-Folgen waren dennoch sehr knackig und auf den Punkt gebracht. Im Falle des Hundes der Baskervilles für meinen Geschmack sogar zu knackig, aber grundsätzlich stimmt da für mich die Richtung, weshalb ich diese Folgen vorziehe.

      Die Titania-Holmes-Folgen sind mir, was das angeht, einfach immer zu ausschweifend und langatmig gewesen. Vor allem sind die Dialoge auch viel zu gedehnt gewesen, voller floskelhaftem Smalltalk, den es gar nicht gebräucht hätte. Da werde ich dann schnell ungeduldig.

      Was ich mag, sind die kürzeren Folgen - Der Vampir von Sussex und Das gefleckte Band; das sind interessante Fälle, die verhältnismäßig pointiert präsentiert wurden.

      Die geheimen Fälle mochte ich dagegen nicht so sehr. Beim Ripper trifft exakt das zu, was auch Du erwähnst: er passt nach meinem Empfinden nicht in den Holmes-Kosmos - eben wegen des Endes. Holmes steht nun einmal für die Herleitung selbst der rätselhaftesten Auflösungen. Da passt das offene Ende nicht. Außerdem ist die Verwendung des Ripper-Mythos mittlerweile einfach zu sehr gang und gäbe geworden, um noch zu überraschen.
      Mit den anderen neuen Fällen verhielt es sich ebenso. Sie waren mir zu belanglos.
      Darum bin ich seitdem auch raus.

      Was mich aber schon reizt, ist natürlich der Hund des Baskervilles. Ich liebe diese Geschichte einfach! Und fand sie in der EUROPA-Version immer ein bisschen zu knapp umgesetzt (trotz hervorragender Sprecher). Ich würde mir wünschen, dass man da eine richtige Parade hinlegt, weiß aber natürlich, dass das Risiko der Enttäuschung groß ist.

      Aber wer weiß: Vielleicht fängt man mich mit dieser Folge auch wieder ein, und ich werde wieder zum treuen Hörer dieser Reihe. :zwinker:
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:

    • Hm, bei mir ist das letzte Hören dieser ersten Folge aus Marc Gruppes Feder schon ein bisschen her, muss ich zugeben.
      Ich fand von seinen Geschichten auch eigentlich nur Folge 3 - "Das entwendete Fallbeil" und Folge 5 - "Die Affenfrau" gut, der Rest war für mich inhaltlich eher durchwachsen bzw. sogar schlecht.
      Man schüttelt halt nicht gleich mehrere richtig hochwertige, Sherlock Holmes-angemessene Stories einfach so aus dem Ärmel.
      Ist bei anderen Serien, wie z.B. "Sherlock Holmes & Co.", "Sherlock Holmes - Die neuen Fälle" oder den "Chronicles" ja ganz genauso.
      Da ist die Qualität der Fälle auch unterschiedlich.

      Mich hat bei "Im Schatten des Rippers" der Schluss ebenfalls ziemlich gestört, kann mich erinnern, dass ich damals, noch in Zeiten der "Lobby", eine längere Betrachtung dazu geschrieben hatte, wo ich auch aufzählte, was mir alles nicht so gefiel, schon beginnend mit dem Fakt, dass Watson sich von seiner Frau trennt und dann ins East End zieht :pinch: :pfeifen: , aber okay, man braucht diese Tatsache eben als Aufhänger für die gesamte Geschichte.
      Immerhin agiert Holmes hier ja mehr oder weniger nur so lange, bis er die Unschuld seines Freundes bewiesen hat. :S
      Ihn ausgerechnet gegen eine historische Figur wie den Ripper antreten zu lassen, war doch aber ohnehin ungeschickt, denn der wurde nun mal nie gefasst, also muss auch Holmes zwingend an ihm scheitern - sehr unbefriedigend für eine Story rund um den Meisterdetektiv! :thumbdown:
      Die Rechtfertigung, die ihm Marc Gruppe dabei in den Mund legt, ist schwach, sie passt auch einfach nicht zu der Figur, die sich regelrecht in ihre Fälle verbeißt und alles gibt, um sie zu lösen.

      Das Hörspiel ist auf hohem Niveau produziert und hat tolle Sprecher, das ohne Frage, aber der Inhalt ist eher mittelmäßig. Für meinen Geschmack.

      Die Figur der Mrs. Hudson mag ich so, wie sie hier immer wieder agiert, ja ohnehin nicht (habe ich auch an anderen Stellen schon geschrieben), da ihr geschwätziges, teilweise schon fast unverschämtes Betragen nicht dem Verhalten einer Frau ihres Standes gegenüber zwei Gentlemen im ausgehenden 19.Jhd. entsprochen hätte und mir auch einfach zuviel Gewicht auf ihre Rolle gelegt wird. Zumindest in den ersten Folgen der Reihe.
      Aber das ist reine Geschmackssache. :) Ich weiß ja, dass sie vielen Hörern so gerade gefällt.


      Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war. (Mark Twain)
    • Da stimme ich euch beiden zu. Nur die Mrs. Hudson mag ich im Gegensatz zu @Agatha sehr so wie sie hier von Regina Lemnitz gespielt und dargestellt wird. :wech:

      Nun zur nächsten Folge:

      FOLGE 2 - Spuk im Pfarrhaus



      Nun ja, zu dieser Folge will ich eigentlich nicht viele Worte verlieren. Die Geschichte ist belanglos, spannungslos, höhepunktlos und hat mich kalt gelassen. Die Folge hat mich auch wieder erinnert, warum ich die Serie damals aufgehört habe zu sammeln. Ein Tiefpunkt der Serie. Die Sprecher und die Inszenierung sind jedoch wieder auf hohem Titania Niveau aber die Geschichte zieht das Ganze weit herunter.

      Fuer diejenigen, die die Folge schon gehört haben --> Vergessen und nicht wiederhören
      Fuer diejenigen, die die Folge noch noch gekauft haben --> Auslassen. Mut zur Lücke (im Regal). Diese Folge braucht man nicht.

      Morgen geht es an Folge 3 - Das entwendete Fallbeil. Die habe ich wage in guter Erinnerung. Mal sehen wie sie mir beim morgigen Hoeren gefallen wird.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cherusker ()

    • Agatha schrieb:

      Die Figur der Mrs. Hudson mag ich so, wie sie hier immer wieder agiert, ja ohnehin nicht (habe ich auch an anderen Stellen schon geschrieben), da ihr geschwätziges, teilweise schon fast unverschämtes Betragen nicht dem Verhalten einer Frau ihres Standes gegenüber zwei Gentlemen im ausgehenden 19.Jhd. entsprochen hätte und mir auch einfach zuviel Gewicht auf ihre Rolle gelegt wird. Zumindest in den ersten Folgen der Reihe.
      Aber das ist reine Geschmackssache. Ich weiß ja, dass sie vielen Hörern so gerade gefällt.
      Mag sein, aber die Figur der Mrs. Hudson, wie sie von Regina Lemnitz und den Titanen angelegt wird, ist für mich an der Grenze zur Unerträglichkeit. Was die "Geheimen Fälle" angeht, da fand ich den Ripper trotz des einfallslosen Endes noch klar die beste Folge. Allerdings gab es damals auch noch nicht 20 oder 30 weitere Holmes-gegen-den-Ripper-Varianten wie heute. Mit gewissen Schwankungen ging es immer mehr in den Keller und endete dann einem negativen Höhepunkt.

      Für mich ein klarer Fall von "Seht ihr, Kinder, so ein Debakel kommt dabei raus, wenn man das Geld für den Autor sparen will". Und es dann offensichtlich auch kein Korrektiv in Sachen Lektorat gibt.
      "Die Entscheidung ist gefallen, Herr Meier. Der Muslim bleibt!" - "Frau Riefenstahl meint damit, Herr Ringo Starr Hitler wird den Auftritt absolvieren"

      "Auf dem Weg nach Tuttifrutti traf ich eine ... " - Wer wissen will, wie es weitergeht, der muss "Die Ferienbande bricht in See" hören, denn Leute, die sich um die Kinder sorgen, haben sich über mich beschwert. ZURECHT!
    • Cherusker schrieb:

      Nun ja, zu dieser Folge will ich eigentlich nicht viele Worte verlieren. Die Geschichte ist belanglos, spannungslos, höhepunktlos und hat mich kalt gelassen. Die Folge hat mich auch wieder erinnert, warum ich die Serie damals aufgehört habe zu sammeln. Ein Tiefpunkt der Serie.
      Du sagst es!
      Für mich auch eine der drei schlechtesten Folgen dieser Serie.
      Was ich hier besonders unschön fand, war aber nicht nur die an den Haaren herbeigezogene Story und dass sich Holmes auf diesen Geister-Kokolores überhaupt einlässt (er hat wohl gerade unerträglichste Langeweile gehabt und MUSSTE sich einfach irgendwie beschäftigen :pfeifen: ), sondern auch die mir teilweise fehlenden Sounds bzw. Stimmen.
      Ich meine, uns wird erzählt, die Familie habe einen ganzen Stall voller Kinder (weiß nicht mehr auswendig, wie viele es nun genau waren, aber doch um die 8-10), und man hört, abgesehen von den vier oder fünf älteren, NIE die Stimme eines der jüngeren, kein Husten, kein Tuscheln, kein Herumlaufen, Türenklappen. ?(
      Das war absolut unglaubwürdig, insbesondere, wo man doch ansonsten bei Titania so auf einen authentischen Geräuscheteppich achtet.

      Ich habe diese Folge auch selbst nur, weil ich die Holmes-Box 1 (die beiden anderen enthaltenen Holmes-Folgen, "Spurlos verschwunden"/ "Engel von Hampstead", mag ich noch weniger) geschenkt bekam, ansonsten hätte mir das Hören bei MoAs genügt. ;)
      Kauf-Empfehlung kann ich da definitiv keine geben!


      Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war. (Mark Twain)
    • Ich glaube ja ohnehin, es würde den Tiatania-Produktionen gut tun, wenn man sich einen guten und versierten Skript-Autoren suchte (und damit meine ich nicjht die üblichen Vielschreiber, die durch sämtliche Thriller- und Krimi-Serie dauerhoppeln, sondern einen richtig guten, der weiß, was er tut, und sich bei Vorlagen wie diesen heimisch fühlt).

      Dann würde mal das Pensum, das Titania an den Tag legt, ein wenig entzerrt - und die Qualität stiege wohl auch wieder.

      Und ein unabhängiges Lektorat täte der Produktion definitiv auch mal gut. Da gäbe es nämlich einiges anzumerken bzw. rigoros zu streichen.

      Man muss ja nur die Zahl der Veröffentlichungen pro Jahr nehmen und diese in Bezug setzen zu den Tagen, die ein Jahr nun einmal hat - dann kann man ja überschlagen, wieviel Zeit für eine Produktion inklusive Skript-Erstellung übrigbleibt.

      Mich wundern da die vielen höchstens durchschnittlichen Produktionen jedenfalls nicht.

      Ein gutes Skript braucht seine Zeit.
      Wenn's dauerhaft schnell gehen muss, wird's über kurz oder lang zur Routine, zu 08/15. Und für mich gehört zur Wahrheit: Viele Titania-Skripte sind nur noch 08/15 - und darum unendlich öde.

      Dass sie es anders können, haben sie in den ersten Jahren bewiesen. Ich weiß nicht, ob da der Ausstoß insgesamt geringer war oder sie nur mehr Energie und Elan hatten. Aber irgendwie hatten sie früher ein glücklicheres Händchen.

      Früher habe ich beim Kauf eigentlich immer ein sehr gutes Hörspiel erwartet und wurde nur selten enttäuscht. Heute verhält es sich genau umgekehrt.

      Darum blicke ich auch nur mit sehr gemischten Gefühlen dem Hund der Baskervilles entgegen. Eigentlich würde ich mich gern freuen. Andererseits erwarte ich leider nicht sehr viel - außer mal wieder endlos langen Szenen mit endlos langen Dialogen ohne eigene innere Dynamik. Leider.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:

    • Also, ich muss sagen, dass mir die Titania-Vertonungen nach Conan Doyle-Vorlagen eigentlich durch die Bank gefallen.
      Die sind immer nah an der Vorlage, passende Sprecher, gute Produktion - ich kann da wenig Nachteiliges sagen.
      Geschmackssache halt. :)
      Lediglich die Fälle, die sich Marc Gruppe selbst ausgedacht hat, haben, bis auf wenige Ausnahmen, nicht meinen Geschmack getroffen.
      Bin schon sehr gespannt darauf, wie das bei "Das graue Haus" sein wird, denn

      Cherusker schrieb:

      Hier werden schon vorhandene Geschichten genommen, und SH und Watson werden dann in diese Geschichte hineinversetzt.


      Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war. (Mark Twain)
    • Da stimme ich @Agatha voll zu. Die selbst geschriebenen Faelle sind eher durchschnittlich bis schlecht. Aber die Titania SH die auf Originalgeschichten beruhen, gefallen mir gut bis sehr gut. Es wird interessant sein, wie die Folgen 36 und 37 werden, die ja auf Originalgeschichten beruhen, die aber keine SH Geschichten sind und nicht von Doyle sind. Interessantes Experiment.

      Auf der anderen Seite kann ich @Hardenberg verstehen. Wenn man z.B. beruecksichtigt, dass die fruehen Falle (von den Krimiklassikern) mit 2 Faellen pro CD daherkamen. Die waren schon ein wenig knackiger.
    • Und weiter geht es mit Folge 3:

      FOLGE 3 - Das entwendete Fallbeil


      Die Serie geht weiter mit einer weiteren neuen Geschichte von Marc Gruppe. Die erste Folge war ja eher durchwachsen mit einem kontroversen Ende. Das hat das Hoerspiel runterzogen. Folge 2 war von der Geschichte her belanglos und langweilig und man konnte diese Folge 2 auch bedenkenlos auslassen. Technisch und Sprecher technisch waren die beide jedoch gut, der Haken war an der Geschichte. Was bringt uns also Folge 3?

      In Folge 3 wenden sich die Besitzer von "Madame Tussauds" an SH & Dr. W da ihnen ein historisches Relikt gestolen wurde. Dabei handelt es sich im das Fallbeil der Guillotine, mit welcher schon Marie Antoinette geköpft wurde. Nun soll Sherlock herausfinden, wer das Fallbeil entwendet hat. Und wie? Und vor allem auch: warum? Was hat der Dieb damit vor?

      Sprechertechnisch, Regie, Produktion, Musik und Effekte sind wiederum sehr gut. Das ist bei Titania eigentlich schon klar. Das ist auch bei dieser Folge der Fall. Die Sprecher sind wiederum nicht nur sehr gut sondern werden auch von der Reihe sehr gut geleitet. Joachim Tennstedt, Detlef Bierstedt und Regina Lemnitz machen ihre Sache wieder sehr gut. Christian Stark als Inspector Abberline ist auch wieder mit dabei. Als Sprecher tuen sich in diesem Hörspiel auch Michael Pan, Till Endemann und Maria Koschny hervor. Da ist wieder alles 1A. Aber wie ist die Geschichte (welche ja der Knackpunkt in Folge 1 und 2 war)?

      Diese Geschichte ist diesmal gekonnt gestrickt, historisch interessant eingebettet (nicht nur im Bezug auf Madame Tussauds sonder da ist noch viel mehr, dass ich hier jedoch nicht spoilern möchte) und spannend von der ersten bis zur letzten Minute und das im Stile des Arthur Conan Doyle. Die Geschichte (vor allem in der ersten Hälfte) hätte auch von Sir Arthur Conan Doyle stammen können und das werte ich als Kompliment an Marc Gruppe. Es geht (vor allem in der zweiten Hälfte) recht blutig und auch gruselig zu, was die Spannung noch erhöht. Ich fand die Stimmung im Wachsfigurenkabinett wunderbar gruselig und spannend. Die Geschichte hat eine schönen Bogen mit einer schlüssigen Geschichte. Nur der Schluss war dann ein bisschen schnell. Da hätte man sich ein paar Minuten mehr nehmen können, aber ansonsten ist das Hörspiel sehr gut. Es gibt auch wieder einige humorige Momente die das ganze auflockern. Ich denke, Grusel und schauriges wirkt am besten wenn es mit Humor aufgelockert wird. Das wirkte schon im Gruselkabinett, bei Larry Brent und hier genauso. Auch Mrs. Hudson wird gekonnt in die Handlung einbezogen, und das wirkt erfrischend. Es gibt auch einen besonderen Moment, der schockiert und der mich an andere Geschichten erinnert hat:

      Spoiler anzeigen
      Die Szene am Ende, in der der Kopf von Mr. White in einem Paket zugestellt wird, hat mich an den Film "Seven" mit Brad Pritt erinnert. Schaurig. So weit waere Doyle wohl nicht gegangen.


      Insgesamt ein sehr gutes Hörspiel. Wenn man es in der numerischen Reihenfolge der Reihe sieht (und nicht nach Produktionsdatum), dann ist diese Folge 3 bisher der erste Hoehepunt in dieser Reihe, die nicht auf Vorlagen von Sir Arthur Conan Doyle beruhen. Folge 3 ist eine Geschichte, die man auch bedenkenlos in die Reihe der Original-SH von Sir Arthur Conan Doyle einreihen könnte. Es werden dann jedoch einige moderne Variationen eingebettet und während das bei Folge 1 und 2 ins Auge ging, hat das bei Folge 3 wunderbar funktioniert. So kann es weitergehen. Ich habe jedoch die nächsten Folgen 4-9 noch nicht (sind unterwegs). Deswegen geht es nun mit dem Original Sir Arthur Conan Doyle "Das Zeichen der Vier" weiter, welches ich noch aus den Krimi-Klassikern habe. Das höre ich gerade und das wird als nächstes hier auftauchen. Und dann mit Folge 12 und 13 (Skandal in Böhmen und die Rotschoepfe).

      Von mir gibt es eine klare Empfehlung für diese wunderbare Folge. :daumenhoch:
    • @Cherusker Vielen Dank, daß Du Deine Eindrücke mit uns teilst. :hutheb: Es freut mich, daß Dir die Folgen von Marc Gruppe auch gefallen, wobei du meiner bescheidenen Meinung nach die besten Folgen noch vor Dir hast. Mir ist vor allem die großartige Folge 8 - Walpurgisnacht nachhaltig im Gedächtnis geblieben. Nie habe ich die Liebe zum Theater gekonnter in einem Hörspiel vermittelt bekommen als hier.
    • Cherusker schrieb:

      Es gibt auch einen besonderen Moment, der schockiert und der mich an andere Geschichten erinnert hat:

      Hehe, aber bei A. Conan Doyle werden ja dafür zwei abgeschnittene Ohren im Paket verschickt (siehe "Die Pappschachtel").
      Zimperlich war der auch nicht, so als Mediziner. ^^

      Habe ja schon weiter oben geschrieben, dass diese Folge eine der ganz wenigen von M.Gruppe ist, die mir noch recht gut gefallen.
      Einige, wie z.B. "Walpurgisnacht"(8) oder "Die Elfen von Cottingley"(9) muss ich aber auch erst mal wieder hören, um weiter mitreden zu können.
      Ist schon zu lange her, als dass ich da noch viel über den Inhalt wüsste. Aber ich erinnere mich immerhin, dass ich die "Theater"-Folge um einiges besser fand, als die mit den Elfen-Erscheinungen!
      Leihe ich mir dann beide bei MoAs aus, sobald du in Deinen Besprechungen dort angekommen bist, Cherusker.
      Ist ne gute Idee, denn da hätte ich auch mal wieder Lust zu! :zustimm:

      Aber zurück zum "Fallbeil".
      Simon Jägers "Mutproben"-Nacht im Museum war passend gruselig gestaltet :biggrin: , und auch ansonsten verlief der Fall abwechslungsreich.
      Allerdings hätte ich die Szenen, in denen der Hörer etliche Infos zur Geschichte und zum Betrieb des Wachsfigurenkabinetts erhält, um einiges gekürzt, weil sie für das Fortkommen der Handlung eher störend und größtenteils lediglich "Füllmaterial" sind. :S
      Mrs Hudson und ihre Kusine Margery fand ich weniger nervig bzw. unpassend als üblich, obwohl sie hier ja sogar gemeinsam auftreten ;) , weil ihr Besuch bei "Madame Tussauds" ja doch ziemlich lustig wird :kicher: und die ansonsten z.T. heftige Handlung etwas auflockert.
      Nicht wirklich gefallen hat mir, dass der Hörer schon vor Holmes den Täter und dessen Beweggründe kennt.
      Das ist für eine Geschichte um den Meisterdetektiv doch eher untypisch, zumindest, wenn man von den Originalstories ausgeht.
      Bei Pastiches kam es natürlich schon hin und wieder vor.


      Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war. (Mark Twain)
    • @Agatha - Hmm, da hast du Recht. Der gute alte Doyle hat auch schon ganz schoen schockierende Momente geschrieben.

      So, weiter gehts mit:

      FOLGE 11 - DAS ZEICHEN DER VIER:


      Diese Geschichte basiert auf eine der vier laengeren Romane mit Sherlock Holmes (die zusammen mit den 56 Kurzgeschichten insgesamt 60 SH Geschichen ausmachen). Ich habe diese noch aus der Reihe der Krimi-Klassiker. Dieses Hoerspiel ist aus dem Jahr 2006 (Im Booklet der Folge werden die Gruselkabinett Folgen 12-19 angekuendigt. Da sieht man mal, wie alt dieses Hoerspiel schon ist. Das hoert man auch ein bisschen an den Sprechern, die alle verstaendlicher Weise um einiges juenger klingen. Aber insgesamt ist der gehoerte Alters-Unterschied zu den aktuellen Folgen nicht sehr gross.

      Diese Geschichte hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich habe sie schon ein paar mal gelesen und schon ein paar mal als Hoerspiel gehoert, aber ich vergesse immer wieder, wer denn nun hinter den Taten steckt. Somit war diese Geschichte fuer mich wiederum sehr spannend (Vergesslichkeit hat auch seine guten Seiten =) ). Also habe ich die ganze Zeit mitgeraten, wer denn wohl dahinter steckt.

      Insgesamt ist die Geschichte total mitreißend. Miss Mary Morstan bekommt jedes Jahr von einem anonymen Fremden eine wertvolle Perle zugeschickt. Ihr Vater ist vor einigen Jahren verschwunden. Und nun möchte sich jemand mit ihr treffen. Da ist es Zeit, Sherlock Holmes aufzusuchen und um Rat zu fragen. Die Geschichte geht über verschiedene Zeitebenen und verschiedene Kontinente und hat eine clevere Auflösung. Eine Sache macht dieses Hörspiel besonders interessant. Das ist der Aspekt, dass Watson sich in Miss Mary Morstan verliebt. Und da er als Chronist auch als Erzähler fungiert, finde ich seine Gefühlsregungen sehr erfrischend und belebend. Er ist fast so unbeholfen wie ein Teenager und wie er sich langsam an sie herantastet und wenn man seine Zweifel hört, lässt das keinen kalt und man fiebert mit, und hofft, dass sie trotz allem zusammen kommen.

      Die Sprecher sind wiederum wunderbar. Das geniale Trio wirkt wieder Wunder. Tennstedt, Bierstedt und Lemstedt (haha, ne Lemnitz) machen ihre Sache wieder wunderbar. Und wie ich oben schon bemerkt habe, bleibt man hier nah am Original. Die Geschichte beginnt mit Sherlock an einer Kokainspritze und endet auch mit einem Kommentar darueber. Das Ganze gibt dem Hörspiel einen Rahmen. Gewagt aber es funktioniert. Desweiteren kann man hier den wunderbaren Christian Rode als Inspector Jones genießen. Eine wunderbare Vorstellung von dem Maritim Sherlock. Peer Augustinski als Sholto ist auch faszinierend und Dagmar von Kurmin spielt hier sogar zwei kleinen Rollen. Die Gespräche sind wunderbar schwungvoll und dynamisch, vor allem zwischen Christian Rode und Tennstedt. Da sind zwei großartige Sherlock Holmes zusammen in einem Hörspiel. Es ist schon komisch Christian Rode sprechen zu hören und sein Gegenüber als Sherlock Holmes anzureden. Außerdem gibt es hier viel Aktion, die ja bei SH oft nicht so im Vordergrund steht. Hier geht es richtig zur Sache selbst mit Schiessereien und so weiter, die jedoch die Ermittlungsarbeit von SH nicht in den Hintergrund drängt. Genau richtig. Und die Musik bei der Aktion ist sehr dynamisch und mitreißend.

      Die Themen-Musik ist auf meiner CD nicht identisch mit der neuen Musik der neuen Serie. Ich weiß nicht, ob das bei der Neuauflage angepasst wurde. Aber die Musik gefiel mir trotzdem sehr gut.

      Geniales Hörspiel mit wunderbar, dynamischen Gesprächen und einer spannend inszenierten Geschichten mit Tiefgang und Aktion. Dieses ist ein Musterbeispiel, warum ich die Titania SH so sehr mag. Ein Muss für Hoerspielfans, besonders für alle SH und Krimifans und ein Highlight dieser Serie.
    • Cherusker schrieb:

      Die Themen-Musik ist auf meiner CD nicht identisch mit der neuen Musik der neuen Serie. Ich weiß nicht, ob das bei der Neuauflage angepasst wurde. Aber die Musik gefiel mir trotzdem sehr gut.
      Ich habe hier auch nur die "alte" CD, war, wenn ich mich recht erinnere, mein erstes Titania-Hörspiel.
      Wirklich gut gemacht (ist aber auch seit Jahrzehnten ;) meine SH-Lieblingsgeschichte, von daher mag ich den Inhalt ohnehin), da stimmte damals schon alles.
      Sehr schön atmosphärisch und für mich auch besser als die spätere Fassung von Maritim.

      Cherusker schrieb:

      Außerdem gibt es hier viel Aktion, die ja bei SH oft nicht so im Vordergrund steht. Hier geht es richtig zur Sache selbst mit Schiessereien und so weiter, die jedoch die Ermittlungsarbeit von SH nicht in den Hintergrund drängt. Genau richtig. Und die Musik bei der Aktion ist sehr dynamisch und mitreißend.
      Ja, hier macht es einfach die Mischung, der Roman bietet nicht nur einen interessanten Fall für den Meisterdetektiv, mit allem, was dazugehört und inklusive Toby :wau: ;) , sondern als Topping noch eine Abenteuergeschichte - die konnte A. Conan Doyle ja auch!
      Beides wurde im genau richtigen Verhältnis von Titania umgesetzt und ist keine Minute lang irgendwie langatmig geraten.

      Hm...ich habe jetzt wirklich Lust bekommen, das Ganze nochmal zu hören! :zustimm:


      Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war. (Mark Twain)