Gruselkabinett - 139 - Der Rabe

    • Hardenberg schrieb:

      Oha, das macht ja Mut!


      Da bin ich mal gespannt, was MoAs dem entgegenzusetzen hat. Falls überhaupt.
      Schlimm sind ja die ganzen Gefälligkeitsrezensionen zu der Folge bei Amazon. Wenn man das liest, dann muss das ja ein ganz dolles Must Have Werk sein. Hab ja sicherlich einen eigenen Geschmack, an Geschmacksveirrung leide ich allerdings noch nicht. Ist ja in letzter Zeit ständig so. Am VÖ Tag haut man die 5 Sterne Kritiken rein und erst nach und nach kommen dann mal die Meinungen von Leuten die das mit einem mal ganz anders sehen und in meinen Augen auch berechtigt schlecht bewerten. SPrich Gruselkabinett kann man eigentlich nur noch kaufen wenn nach einigen Wochen wirklich ALLE Meinungen eingetrudelt sind.
      FFM-ROCK.DE
    • Hardenberg schrieb:

      Da bin ich mal gespannt, was MoAs dem entgegenzusetzen hat. Falls überhaupt.
      Hat er und zwar jede Menge. Es war sogar soviel, daß ich wieder streichen musste. =) Ich finde die Kombination ausgesprochen gelungen, vielleicht die beste, welche Titania bisher gemacht hat. Ausserdem hatte ich so eine Inszenierung der Geschichte wirklich nicht erwartet, finde sie aber bestens gelungen. Da spürt man richtig, wie sehr sich Marc Gruppe mit dem Stoff auseinandergesetzt hat. Schönes Beispiel für ein sehr erwachsenes Hörspiel, mit einem ambivalenten Ende. Wie gesagt, ich hätte daraus ne Doktorarbeit machen können. :biggrin:
    • Ich habe die Folge gestern gehört und muss mich eindeutig zu der Fraktion "Gefällt mir nicht besonders" zählen.
      Langatmig und mit einem sehr hohen Erzählanteil, obwohl man sich schon bemüht hat, das Ganze immer mal wieder durch eine Spielszene zu unterbrechen oder im ersten Drittel durch - für meinen Geschmack - viel zu häufiges Gestöhne und die Andeutung von Sex, was mich ja im Prinzip gar nicht stört, aber hier wird es nervig...).
      Dass der männliche Protagonist praktisch permanent seiner großen, unsterblichen Liebe zu Ligeia Ausdruck verleiht, ist mir einfach auch zu übertrieben und schwülstig geraten, was aber wohl in erster Linie an der Vorlage liegt, die ebenfalls nicht "meins" wäre. Zumindest nicht, um daraus ein Hörspiel zu machen!
      Die Geschmäcker sind eben verschieden.
      Das "Einflechten" des "Raben" geschieht ziemlich unspektakulär, der Schluss ist interessant, wobei man hier natürlich nicht weiß...
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      ...ob Ligeia nun tatsächlich von den Toten auferstanden ist, oder sich das der Protagonist nur aufgrund seines ständigen Opiumrausches einbildet bzw. er möglicherweise selbst gerade in den letzten Zügen liegt und ihr sozusagen "auf der Schwelle des eigenen Todes" nochmal begegnet.

      Was die Produktion und den Cast anbelangt, ist das Hörspiel top, wie bei TITANIA nicht anders zu erwarten, aber inhaltlich war es für mich eher eine Enttäuschung.