Gruselkabinett - 138 - Die Ratten in den Wänden

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    • Gruselkabinett - 138 - Die Ratten in den Wänden

      Wer sich vielleicht schon ein bisschen Appetit auf die Gruselkabinett-Hörspiele der zweiten Jahreshälfte machen lassen möchte, sei hiermit dazu eingeladen:




      Die Ratten in den Wänden

      von
      H. P. Lovecraft

      Ein Hörspiel von Marc Gruppe

      Inhalt
      Der Amerikaner Delapore entschließt sich im Jahr 1923, den Stammsitz seiner Familie in Südengland zurückzukaufen und aufwendig zu restaurieren. Zu Anfang des 17. Jahrhunderts ist dort bis auf ein Familienmitglied unter mysteriösen Umständen die gesamte Familie zu Tode gekommen…

      Cover-Illustration: Ertugrul Edirne

      ISBN 978-3-7857-5718-5

      VÖ: 31. August 2018

      Vorbestellbar bei:
      Amazon
      und bei
      POP.de

      Quelle: Titania Medien bei facebook
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp: Die juten Sitten
    • Super, vielen Dank @Hardenberg!

      Ich freue mich immer am meisten auf die Lovecraft Geschichten, die Qualität ist bisher immer top gewesen und sie gehören auch zu den besten Gruselkabinett Geschichten.

      Mir wurde ja gesagt, ich soll besser keine Previews posten, die mehr als zwei Monate in der Zukunft liegen, aber dieses Hörspiel hätte ich ebenfalls gepostet.
      Momentan denke ich auch, dass es mehr Sinn macht alle Hörspiele des Jahres 2018 zu posten, erstens machen andere das auch und zweitens finde ich 2 monate Vorlauf zu wenig, ich bestelle mir ja auch Sachen, die erst in sechs Monaten erscheinen.
      Resultiert das vielleicht daraus, dass POP.de nur zwei Monate im Voraus listet? ;-)
    • Also das mit der Zwei-Monats-Regel wäre mir neu.
      Oft macht eine frühzeitige Vorstellung aber auch einfach keinen Sinn: wenn nämlich außer dem Titel und dem Platzhalter-VÖ-Datum, etwa von amazon, noch gar nichts bekannt ist.

      Dann hat man einen neuen Thread mit beinahe nacktem Eröffnungsbeitrag. Da wäre es vernünftiger, eine solche Ankündigung irgendwo in einem anderem Thread mitunterzubringen, als direkt einen neuen zu starten, denn da man als User nur begrenzte Zeit Beiträge edititeren kann, müssten alle dann noch folgenden Infos erst mühsam von den Moderatoren nachgetragen werden.

      Was sie ja auch gern machen. (Ich hatte in meiner Begeisterung ja selbst vor kurzem einen Thread zu ROCH gestartet, obwohl noch nicht alle Infos vorlagen.) Insofern ist so etwas >>>mal<<< sicher kein Problem.

      Aber wenn das zur Standard-Praxis wird, kann es schnell Überhand nehmen mit dem Bedarf an nachträglicher Bearbeitung, und da sollte man sich schon fragen, ob man das dem Team zumuten kann/darf/will. :zwinker:

      Das Gute beim Gruselkabinett ist allerdings, dass die Herren Gruppe und Bosenius gewöhnlich sehr zuverlässig sind, was Infos und VÖ-Daten angeht. So sind hier schon im Februar alle relevanten Fakten beisammen. Es fehlt eigentlich nur der Link zu den Verkaufsplattformen (weil die Hörspiele da noch nicht gelistet sind). Wenn es im Sinne der Forumspolitik ist, dies zwingend nachzutragen (und sei es als Service), dann ist dies recht schnell erledigt, im Vergleich zu einer kompletten Überarbeitung, weil noch fast alles an Infos fehlte. Die reine Ankündigung ist jedoch komplett.

      Davon ab, finde ich den Willen zu Engagement und Beteiligung, den Du zeigst, super! :thumbsup:

      +++

      Was die Lovecraft-Hörspiele angeht, so bin ich nicht ganz so begeistert wie Du. Ich mag Berge des Wahnsinns (trotz der viel zu langen Dialoge in Teil 1), hier gerade wegen der Veränderungen (der Originaltext ist für meinen Geschmack unerträglich zäh), und auch den Charles Dexter Ward finde ich okay. Von allen anderen Hörspielen nach Lovecraft aus diesem Hause ist bei mir kaum etwas haften geblieben, trotz mehrmaligen Hörens. Für mich Plots, die so vor sich hinplätschern, aber ohne richtigen Spannungsbogen und ohne richtige Höhepunkte.

      Aber so kann man aus unterschiedlicher Perspektive dieselben Sachen völlig unterschiedlich sehen... :)
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp: Die juten Sitten
    • Die zwei Monate sind ein Richtwert, den ich Marco (vor)gegeben habe. ;)

      Marco schrieb:

      Momentan denke ich auch, dass es mehr Sinn macht alle Hörspiele des Jahres 2018 zu posten, erstens machen andere das auch und zweitens finde ich 2 monate Vorlauf zu wenig, ich bestelle mir ja auch Sachen, die erst in sechs Monaten erscheinen.
      Äh nein, das macht keinen Sinn. :nein: Ob das andere auch machen oder nicht, spielt hier keine Rolle. Wir müssen nicht immer die Ersten sein, die einen Release ankündigen. Lieber etwas später und dafür mit allen Infos, die der User braucht.
      Das Du so "vorausschauend" bestellst, ist natürlich im Sinne der Label, aber andere müssen oder wollen damit noch warten und die verlieren im Zweifelsfall die Ankündigung bis dahin aus den Augen.

      Marco schrieb:

      Resultiert das vielleicht daraus, dass POP.de nur zwei Monate im Voraus listet? ;-)
      Nur indirekt. Wir möchten halt auch gerne die Links für unseren Partner POP zur Verfügung stellen.

      Hardenberg schrieb:

      Aber wenn das zur Standard-Praxis wird, kann es schnell Überhand nehmen mit dem Bedarf an nachträglicher Bearbeitung, und da sollte man sich schon fragen, ob man das dem Team zumuten kann/darf/will. :zwinker:
      Das wäre nett. :)

      Hardenberg schrieb:

      Davon ab, finde ich den Willen zu Engagement und Beteiligung, den Du zeigst, super! :thumbsup:
      Ja, das finden wir auch alle! :zustimm: :thumbsup:
    • Die Lovecraft-Vorlage heißt im Original doch 'Die Ratten im Gemäuer', oder? Ich mag Lovecraft-Geschichten.
      "Das Sonnenlicht, es schwindet bei Nacht, erst am Tag ist wieder sein Feuer entfacht. Von Sonne zu Mond und zu Sonne erneut,
      ewige Ruhe die lebenden Toten erfreut. Ruhelose Seelen wandern ohne Wonne, gib ihnen Frieden mit der Hymne der Sonne."
    • Ich finde "Wände" für ein Gruselhörspiel viel krasser, weil das ja wirklich impliziert, sie sind ganz dicht dabei, nagen sich womöglich demnächst mal durch und sitzen im Wohnzimmer. :panic: (Okay, würde wohl die Katze freuen... :hrhr2: )
      "Gemäuer" ist so neutral, in den meisten alten "Gemäuern" sitzen ja Ratten und Mäuse. :schulter:
      Bin auf die Geschichte wesentlich gespannter als auf den "zusammengebastelten" Poe.
      Diese "Aus-zwei-mach-eine-Verknüpfungen" haben mir bisher eher weniger gefallen.
    • Gemäuer finde ich trotzdem lyrisch-schöner :P
      Auf jeden Fall freue ich mich drauf, ich mochte das Hörbuch schon.
      Und Lovecraft geht sowieso immer.
      "Das Sonnenlicht, es schwindet bei Nacht, erst am Tag ist wieder sein Feuer entfacht. Von Sonne zu Mond und zu Sonne erneut,
      ewige Ruhe die lebenden Toten erfreut. Ruhelose Seelen wandern ohne Wonne, gib ihnen Frieden mit der Hymne der Sonne."
    • Ich habe vorhin die Originalgeschichte von Lovecraft gelesen und fand sie echt großartig. Die Erlebnisse waren sehr packend geschildert und ich hätte sogar gerne mehr von den Erlebnissen gelesen. Hut ab. Ich freue mich jetzt daher sehr auf das Hörspiel. :)

      P.S. Fun-Fact nebenbei: Beim Lesen hatte der junge Delapore die Stimme von David Turba und der erwachsene Delapore die Stimme von Thomas Nero Wolff. Hat mich gut durch die Geschichte gebracht. :)
    • MonsterAsyl schrieb:

      Allerdings ist es zu Beginn ziemlich Dialog betont, um die nötigen Hintergrundinformationen zu vermitteln.

      Zu Beginn ist gut! :zwinker:
      Das ganze Teil besteht fast ausschließlich aus Dialog. Und wieder mal werden 99 Prozent der Handlung nur erzählt, aber nicht mittels Spielszenen vermittelt. Nur ganz am Ende kommt mal ein wenig Aktion. Dauert aber dann auch nur knapp zwei Minuten, grob überschlagen.

      Die Dialoge selbst sind leider wieder nicht wirklich dynamisch: die Partner sind einander Stichwortgeber und ergänzen sogar oft den angefangenen Satz des anderen. Das ist dramaturgisch höchst fragwürdig nach meinem Geschmack. Zumal wenn diese Kombination das gesamte Hörspiel über aufrecht erhalten wird. (Wie es besser geht, sieht man etwa bei Berge des Wahnsinns, wo Dr. Lake innerhalb des Dialogs eine Art Widerpart zu Professor Dyer bildet, oder von mir aus auch Kalte Luft mit der herrlich vorlauten Senora Herero oder auch die Dialoge zwischen der sittsamen Alice und der etwas vorlauteren Maggie in Brickett Bottom.)

      Dieses Problem findet sich seit zig Folgen immer wieder beim Gruselkabinett, und für mich ist das ganz klar ein Mangel des Skripts, weil man es nicht schafft, die Erzählanteile der Vorlage in hörspielgerechte Spielhandlung umzusetzen. Dadurch geraten dann viele Umsetzungen viel zu zäh und dialoglastig oder geraten sogar langatmig, zumal dann auch noch versucht wird, die jeweiligen Dialoge mit Floskeln lebendiger zu gestalten - was aber meist nach hinten los geht und das Ganze noch konstuierter erscheinen lässt.

      Dialoge müssen ganz einfach mehr sein als ein reines Abarbeiten an den Informationen, bei dem sich die Dialogpartner permanent gegenseitig bestätigen und ergänzen. Auch in Dialogen, zumal in langen, braucht es eine Dramaturgie, nach der sie ablaufen, sonst geraten sie fade. Ich wünschte, man würde das noch deutlicher beherzigen.

      In Die Ratten in den Mauern wurde aber durchaus noch Maß gehalten. Das Floskelhafte fehlt hier fast völlig. Und es ist auch nicht so zäh dargebracht, was auch an den gut aufgelegten Sprechern liegt, und an dem Bemühen Gruppes, wenigstens durch kurze szenische Einschübe den Dauer-Dialog für kurze Zeit zu durchbrechen. Da habe ich schon ganz andere Passagen in Gruselkabinett-Hörspielen gehört. Dennoch hätte man bessere Wege finden können (müssen?), die Handlung zu erzählen, gerade angesichts des Grauens, von dem permanent berichtet wird und das aber doch selbst im Hörspiel zu keiner Sekunde wirklich in Erscheinung tritt außer in eben jenen zwei Minuten am Ende. Da ist leider wieder viel Potential verschenkt worden. Schade.

      Aber um das klar zu machen. Diese Folge ist aus meiner Sicht keinesfalls ein Ausfall. Sondern Mittelmaß. Mal wieder. Was enttäuscht bei einer Serie, die einst für Meisterwerke in Serie stand. Die Messlatte beim Gruselkabinett hängt nach wie vor hoch. Fluch für die Macher, aber letztlich auch Kompliment für Geleistetes.

      Positiv überrascht war ich übrigens von Marc Gruppes Sprecherleistung. Er hat in dieser Folge ja selbst einen kürzeren Part übernommen. Und war ich doch bisher von seinen Einsätzen nicht sehr überzeugt, so muss ich wirklich sagen, dass er hier seine Sache sehr gut macht. Er fällt überhaupt nicht auf unter den anderen hervorragenden Sprechern. Kompliment. Hier kommt seine Klangfarbe sehr schön zur Geltung, und auf diesem Niveau höre ich ihn mir gern noch öfters an.

      Alles in allem für mich also solider Durchschnitt. Was mir persönlich, gestehe ich frei heraus, bei einer Gruselkabinett-Folge nicht genug ist. Sicherlich werde ich die Folge noch einmal hören, um zu schauen, ob sich mein erster Eindruck verfestigt, aber eine Lieblingsfolge wird das wohl nicht werden.

      In Sternen ausgedrückt für mich also:

      :st: :st: :st: :st2: :st2:


      .
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp: Die juten Sitten
    • 138 - Die Ratten in den Wänden

      Also ich habe vor einigen Tagen zum ersten Mal die Geschichte von Lovecraft gelesen und freute mich sehr auf die Hörspielumsetzung. Man hat die im Text wirklich langen Erzählungen zu Beginn der Geschichte relativ gut gekürzt, angepasst und die Handlung effektiv genutzt. Einzig ab dem letzten Drittel weicht das Hörspiel schon etwas von der Geschichte ab, endet aber durchaus im gleichen Ziel. Das hat mir irgendwie weniger gefallen. Es wurden einige Charaktere gestrichen und diese unheimliche, düstere Erkundungs-Tour durch die "Gemäuer" kamen wir am Ende fast schon zu kurz. (Auch die vorherige Bedrohung findet leider zu wenig statt. Und die Cover schmückende Katze hat leider auch sehr wenig zu tun). Aber sie ist am Ende durchaus etwas blutiger, als die Vorlage. Soviel sei gesagt. Die Sprecher leisten einen tollen Job und überzeugen in ihren Rollen. Wer hier die Vorlage nicht kennt, wird das Hörspiel mögen und es passt sehr gut in die Reihe. Wer die Vorlage kennt, wird vielleicht kleinere Minuspunkte machen. Insgesamt würde ich 7/10 Punkten vergeben.