[MDR] Manitu

    • Inhalt:
      Lothar, der als Angler bekanntlich kein Freund des Kormorans war, ist unterwegs nach Radebeul, dem "Herz des Wilden Ostens": Sein Indianerverein spielt dieses Jahr die Schlacht am Little Big Horn nach, und Lothar als Uralt-Mitglied gibt "Sitting Bull". Neben ihm im Wagen ein Anhalter, der, wie sich zeigte, auch nach Radebeul will, auch zum Verein gehört, wenn auch erst kurz, und auch Lothar heißt - ansonsten aber aus dem Westen kommt und ein hohes Tier bei der Polizei ist. So hören sie beide, was eine kopflose Roswitha durch die Freisprechanlage lamentiert: dass Sohn Heiko bei der linken Gegendemo gegen den Aufmarsch von rechts einen der Sicherheitskräfte verletzt hat und geschnappt worden ist...

      Sprecher:
      Jörg Schüttauf: Lothar-Ost
      Gustav-Peter Wöhler: Lothar-West
      N. N.: Roswitha
      N. N.: Nachrichtensprecher

      Produktion:
      von Holger Böhme
      Regie: Gabriele Bigott
      Laufzeit: ca. 58 Minuten
      MDR 2017

      Der MDR hat das Hörspiel in seiner Mediathek zu :download: bereit gestellt.

      Weitere Informationen zum Hörspiel gibt es hier
    • Wir haben "Manitu" mittlerweile auch gehört.
      Zwei wirklich gute Sprecher, die das Ganze perfekt tragen!
      "Ost-West-Konflikte", die auch fast 30 Jahre nach dem Fall der Mauer noch bestehen, werden hier am Beispiel des besserwisserischen Wessis Lothar, der eigentlich nur Anschluss sucht und seines gleichnamigen Ost-Pendants, das gerade Probleme mit dem Sohn hat und dessen Entwicklung nicht mehr nachvollziehen kann, durchgespielt.
      Man streitet sich, man hilft sich aber auch - und das alles vor dem Hintergrund einer Karl May-Aufführung. "Übernahme" des Ostens durch den Westen also nochmal gespiegelt am Schicksal Ureinwohner vs. später hinzugekommene Amerikaner. Aber beim gemeinsamen "Mutzenbraten" ist man dann eigentlich schon so etwas wie befreundet...

      Nachdenklich und in jedem Fall unterhaltsam!


      Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war. (Mark Twain)