[MDR] Jules Verne: In 80 Tagen um die Welt

    • [MDR] Jules Verne: In 80 Tagen um die Welt

      Und vielleicht ein kleines Schmankerl für die Freunde von Jules Verne:


      In 80 Tagen um die Welt

      von

      Jules Verne
      Mr. Phileas Fogg war ein Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle. Er war zudem ein Mann solider Vermögensverhältnisse und fester Gewohnheiten sowie einer so gleichmütigen Gemütsverfassung, dass man sie fast schon für zu gleichmütig halten konnte. Er liebte sein Haus und seinen Club, das Whistspiel und die Zeitungen, in denen er die Weltläufte zu studieren pflegte - und zunächst deutete nichts darauf hin, dass er sich durch die beiden Irregularitäten, welche sich am 2. Oktober 1872 ereigneten, davon würde abbringen lassen: Vormittags sah er sich gezwungen, einen neuen Kammerdiener zu engagieren, nachmittags geriet er im Club mit seinen Whistpartnern in Streit darüber, ob es mit den gegenwärtigen Verkehrsmitteln möglich sei, die Erde in höchstens 80 Tagen zu umrunden.

      Überzeugt von seiner Berechnung, machte er sich erbötig, den Beweis anzutreten und hatte alsbald 20.000 Pfund, die Hälfte seines Vermögens, darauf verwettet. Noch am selben Abend brachen er und sein Diener Passepartout auf, wechselten in Paris lediglich die Züge und liefen sieben Tage später in Alexandria ein, um sich stante pede nach Bombay einzuschiffen - nun allerdings verfolgt vom Schatten eines Mannes, der in dem reichlich ungewöhnlichen Weltreisenden einen vorm Arm des Gesetzes flüchtenden Bankräuber erkannt zu haben meinte, welchen er bei nächster Gelegenheit festzusetzen hoffte.

      Jules Verne wurde am 8.Februar 1828 in Nantes geboren. Er studierte Jura in Paris, wo er Alexandre Dumas den Älteren kennenlernte, mit dem er Dramen und Opernlibretti schrieb. Sein erstes Bühnenstück hatte 1850 im Théâtre Historique Premiere. Statt die Kanzlei seines Vaters zu übernehmen, wurde er 1852 Sekretär am Theatre Lyrique und ab 1855 Börsenmakler. 1871 zog er nach Amiens, wo er 1888 in den Stadtrat gewählt wurde und bis zu seinem Tod am 24. März 1905 lebte. Mit seinem umfangreichen Werk zählt Verne neben Laßwitz und Wells zu den Begründern der Science-Fiction-Literatur. Seinen literarischen Ruhm begründete sein 1863 erschienener Roman "Fünf Wochen im Ballon". Zu seinen bekanntesten Abenteuer- und Zukunftsromanen gehören "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" (1864), "20.000 Meilen unter den Meeren"(1870) und "In 80 Tagen um die Welt" (1873). Alle drei Romane hat der MDR als Hörspiele inszeniert in Stereo- und 5.1-Mehrkanaltonproduktionen, die auch auf CD und DVD erschienen sind.

      Regie: Stefan Dutt
      Bearbeitung: Jean Szymczak; Helmut Peschina; Thorsten Weigelt
      Komponist: Rudolf Schmücker
      Produktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2005

      Sprecher:
      Peter Fricke - James
      Axel Milberg - Mr. Phileas Fogg
      Boris Aljinovic - Passepartout, Kammerdiener
      Peter Groeger - Fix, Detective
      Effi Rabsilber - Miss Aouda
      Hilmar Eichhorn - Thomas Flanagan
      Jürgen Hentsch - Gauthier Ralph
      Wolfgang Pampel - Andrew Stuart
      Wolf-Dieter Rammler - John Sullivan
      Frank Arnold - Samuel Fallentin
      Walter Niklaus - Konsul in Alex

      Teil 1 - :download:
      Teil 2 - :download:

      Quelle: mdr
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Sehr gern. Freut mich, wenn es Anklang findet. :) Ich selbst bin ja nicht der größte Verne-Fan, aber wenn es eeeendlich mal wieder die wunderbare Stimme von Peter Fricke in einem Hörspiel zu hören gibt, will ich mir das nicht entgehen lassen. Und dazu dann noch Milberg, Hentsch und Pampel... :herz2:
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Agatha schrieb:

      Das höre ich mir allein schon wegen Peter Fricke an!
      Ich mag seine Stimme einfach sehr gern, und als Fogg kann ich hin mir geradezu perfekt vorstellen!

      Ich glaube, hier ist er so etwas wie der Erzähler. Fogg ist jedenfalls Milberg. :)
      Schön, dass ich mit meiner Begeisterung für Fricke nicht allein bin. Der würde so gut auch ins Gruselkabinett passen... :]

      :zaunpfahl: @Titania =)

      @QBert
      Sehr gern. :)
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • @ATRACor

      Ich gehe davon aus, dass es ursprünglich in fünf (kürzeren) Teilen ausgestrahlt wurde und nun aus irgendeinem Grund zu zwei Teilen zusammengefasst wurde. (Vielleict waren es auch ursprünglich nur zwei Teile, die man für die letzte Ausstrahlung noch weiter unterteilt hat.)

      Ich hatte mich auch gewundert, aber das Hörspiel scheint durchaus komplett zu sein. Ich habe es allerdings noch nicht ganz gehört, bin nur mal zum Ende vorgesprungen. Da ist der normale Abspann.

      +++

      Übrigens macht wohl in einer kleinen Nebenrolle auch Martin Semmelrogge mit. Na, das kann ja was geben! =)
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Hardenberg schrieb:

      (Vielleict waren es auch ursprünglich nur zwei Teile, die man für die letzte Ausstrahlung noch weiter unterteilt hat.)
      Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Hörspiel irgendwann mal in nur zwei Teilen ausgestrahlt wurde, denn Teil 1 umfasst ja bereits knapp 80 min..
      Bestimmt waren Teil 1 mal zwei von je um die 40. Die meisten Radiohörspiele sind doch nicht länger als 50 min. pro Teil, weil das i.d.R. gut in die Programmgestaltung der Sender passt.
      Aber ist ja im Prinzip auch ganz egal.
      Man hat dieser Fassung auf jeden Fall viel Zeit geschenkt. So konnte man den Roman natürlich entsprechend ausführlich umsetzen. :zustimm:
    • Hardenberg schrieb:

      Ich gehe davon aus, dass es ursprünglich in fünf (kürzeren) Teilen ausgestrahlt wurde und nun aus irgendeinem Grund zu zwei Teilen zusammengefasst wurde. (Vielleict waren es auch ursprünglich nur zwei Teile, die man für die letzte Ausstrahlung noch weiter unterteilt hat.)
      So ist es. Laut ARD-Hörspieldatenbank gibt es eine fünfteilige Schnittfassung, die vom 21.03. bis 25.03.2005 gesendet wurde, und eine zweiteilige Schnittfassung, die am 29.03. + 05.04.2005 gesendet wurde. Ich denke, die Aufteilung als Zweiteiler entspricht CD1 und CD2 der Doppel-CD, die vom Hörverlag veröffentlicht wurde.
      Alle Rechtschreib- und Grammatikfehler sind Absicht und haben einen pädagogischen Wert. Sie wurden von einem achtköpfigen Expertenteam speziell für diesen Beitrag zusammengestellt.
      Gilt auch einzelne fehlende Worte. In Schule man das Lückentext.