Die drei ??? - Wie könnte ein Neuanfang aussehen?

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    • Die drei ??? - Wie könnte ein Neuanfang aussehen?

      Heute mal eine hypothetische Frage, bei der der Fokus nicht auf der Frage liegt, ob die gegenwärtigen Sprecher weitermachen oder aufhören sollten oder die ganze Serie ersatzlos gestrichen gehört, sondern auf dem Gedanken, wie eine Weiterführung nach dem Ausstieg der drei Hauptsprecher ganz konkret aussehen könnte.

      Wie könnte man diesen "Neustart" bewerkstelligen?

      Was seht Ihr als uabdingbar an?

      Sollte man vertraute Elemente beibehalten, eine Art Kontinuität schaffen (und falls ja, wie sähe die aus? Die alten Sprecher zB in Elternrollen? Alte Musik? Soundkulisse?) oder sollte man einen radikalen Schnitt machen?

      Sollte EUROPA federführend bleiben und mit ihm Frau Körting und Herr Minninger?

      Oder neue Leute mit frischem Blick auf die Serie?

      Wie könnte also diese Serie in fernerer Zukunft weitergeführt werden, so dass Ihr am Ball bliebet oder vielleicht sogar von Neuem angefixt würdet?
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten
    • Also das ist eine Frage die schon so oft besprochen wurde und für die es unendlich viele Antwortmöglichkeiten gibt.

      Also einen großen Neustart bräuchte es in diesem Sinne nicht. Aber ich würde auch nicht bei der Folgenummerierung weitermachen. Tun wir so, als wenn die Folge 200 die letzte reguläre Folge wäre. (Mit einem vielleicht runden Ende wie einen Zeitsprung zum Schulabschluss oder der Gründung einer eigenen Detektei).

      Dann würde ich der Serie einen neuen Titel geben. Vielleicht einen wie "Die Drei Fragezeichen - Das geheime Archiv" oder so. Dort können dann mit neuen Sprechern "verschollene" Fälle erzählt werden. Vielleicht sogar einen der alten drei Sprecher immer abwechselnd als Erzähler der neuen Reihe. Oder, oder, oder...

      Jedoch hat man auch die "Drei Fragezeichen Kids", sodass ich noch eher vermuten würde, dass die drei Sprecher irgendwann das "Erbe" antreten könnten und dann in der Kids-Version umbesetzt werden. Auch wenn immer davon gesprochen wird, dass die Serie neue Sprecher bräuchte, gebe ich zu, dass ich die Folgen dann wohl nicht mehr hören würde. Die drei Sprecher sind nun einmal Kult und fest mit den Rollen verbunden. Deshalb glaube ich, dass die Filme auch nicht so richtig funktioniert haben. Viele kritisieren es, aber ob jeder die Neuerungen wirklich dann leiden mag, ist eine andere Geschichte. Was die Regie angeht, so denke ich, dass da frischer Wind schon gut tun würde.
    • Chris2710 schrieb:

      Dann würde ich der Serie einen neuen Titel geben. Vielleicht einen wie "Die Drei Fragezeichen - Das geheime Archiv" oder so. Dort können dann mit neuen Sprechern "verschollene" Fälle erzählt werden. Vielleicht sogar einen der alten drei Sprecher immer abwechselnd als Erzähler der neuen Reihe. Oder, oder, oder...
      Das wären ja mal beides gute Ideen, finde ich. :zustimm:

      Ich mag mich ansonsten eigentlich gar nicht großartig mit einem Neuanfang beschäftigen, nicht mal theoretisch. ;)
      Denn noch läuft ja die alte Serie, und das wird sie wohl auch noch eine Weile.
      Jetzt schon Strategien zu entwickeln, wie es nach ihrem Ende auf einem innovativeren Weg weitergehen sollte, ist für mich ein bisschen so, als berate die Verwandtschaft des alten Großvaters schon darüber, wie man nach seinem Tod das Haus am besten umbauen könnte. Überspitzt gesagt. ;)
    • Ich wäre ja nach wie vor Freund eines Neustarts mit Rückbesinnung auf "alte Werte" und vielleicht auch einer gewissen Kontinuität.

      Letztere könnte darin bestehen, dass man den (noch recht neuen) Erzähler übernähme (dessen Leistung ich noch gar nicht gehört habe). Oder vielleicht eine Einigung mit Carsten Bohn hinbekäme, die legendären Musikstücke, diese und viele andere aus den Klassikerzeiten, nähme, sie neu (und vielleicht im einen oder anderen Fall zeitgemäßer) einspielte und sie den Hörspielen unterlegte. So wären dann zwar die vertrauten Sprecher weg, aber immerhin ein Bindeglied zu den Klassikern verbliebe damit. Das vielleicht auch den einen oder anderen Alt-Fan zöge.

      Was die alten Werte anbetrifft, so müssten die Geschichten natürlich wieder deutlich besser werden. Ich lese im Augenblick mit meinem Sohn einige der Klassiker und sehe diese darum gerade ein Stück weit mit anderen Augen - und finde durchaus nicht, dass sie über jeden Zweifel erhaben sind, aber im Vergleich zu so mancher Gurke der Neuzeit sind selbst Folgen wie die schwarze Katze, der rasende Löwe oder der verschwundene Schatz reines Gold.
      Man sollte vielleicht mehr zur Devise Klasse statt Masse zurückfinden, vor allem auf Trendthemen verzichten, wieder zeitlose Sujets bemühen, die auch in dreißig Jahren noch Sinn machen - also eher in Richtung André Marx' gehen mit seinem sehr feinen Gespür für die Erweiterung des Serienkosmos unter Beibehaltung seiner klassischen Elemente.

      Schön wäre insbesondere eine Rückbesinnung darauf, dass Rocky Beach eine Kleinstadt ist. Hier könnte man sich sogar einiges bei den DDF Kids abgucken, wo dies besser beherzigt wird, auch wenn Rocky Beach dort viel zu oft wie eine deutsche Kleinstadt wirkt.

      Mehr authentisches Kalifornien-Flair wäre sicherlich auch nicht verkehrt.

      Grundsätzlich fänd ich es auch nicht schlecht, das Kleinstadt-Feeling dadurch zu untermauern, dass es mehr wiederkehrende Nebenfiguren gibt.

      Was die Sprecher angeht, so steht und fällt die Hörspielserie natürlich mit ihnen. Und hier sehe ich das größte Problem: Auch nur halbwegs adäquaten Ersatz für Rohrbeck, Wawrczeck und Fröhlich zu finden, dürfte beinahe unmöglich sein. Das größte Glück war ja, mit ihnen Sprecher gefunden zu haben, die schon als Kinder prägnant und gut unterscheidbar klangen und dies auch mit Einsetzen des Stimmbruchs blieben. So etwas ist natürlich nur sehr schwer hinzubekommen.

      Die Kids-Sprecher zu nehmen, hielte ich für die schlechteste Lösung. Dazu klingen sie einander zu ähnlich. Für mich wäre das nur wieder eine halbgare Lösung.

      Besser wäre eine wirklich ausgeprägte Suche nach jungen Talenten. Hier bitte keine Schnellschüsse.
      Ähnliches gälte natürlich für die anderen Sprecher wie die von Tante Mathilda, Onkel Titus, Skinny, Morton, Reynolds, Cotta etc.
      Und holt endlich Patrick und Kenneth aus ihrem Exil. Sie haben viel zum Schrottplatz-Feeling beigetragen und gehörten einfach dazu.

      Alles in allem plädiere ich dafür, nicht alles an den drei Sprechern festzumachen. Die Serie existierte schon vor ihnen - und sie könnte es auch ohne sie. Insofern halte ich nichts von irgendwelchen Kniffen, die es ermöglichen, die Sprecher mit an Bord zu halten.

      Vielmehr sollte man im alten Geist die Serie fortsetzen - in jenem eben, der diese Serie seinerzeit groß gemacht hat.

      Und sie sollte unbedingt wieder ernsthaft werden. Viele Übertreibungen und Absurditäten wurden doch erst möglich, weil man krampfhaft an den viel zu alten Sprechern festhielt und die Serie dadurch unterschwellig in Schieflage geriet. Man behalf sich mit ironischer Distanz, woraus irgendwann eine Art Hemmungslosigkeit hinsichtlich der Themen und der Figurenausgestaltung erwuchs: Da es nur noch um die Sprecher und den Nostalgiebonus ging und sich auch der absurdeste Kram wie selbstverständlich verkaufte, durfte irgendwann im Streben nach mehr zu versilbernder Masse in diese von Arthur, Arden und Carey geschaffene Kiste jeder reinstopfen, was er nur wollte - bis hin zu den manchmal etwas abseitigen Ideen eines André Minninger. Das hat der Serie ebenso geschadet wie die unsägliche Crimebusters-Ära.

      (Könnte man nicht einfach Bob mit Folge 201 unter die Dusche schicken und ihn feststellen lassen, dass er die letzten 160 Folgen größtenteils nur geträumt hat?! :green: )

      Edit:

      Ach so, mit das Wichtigste habe ich vergessen: Man sollte natürlich André Minninger jegliches Mitwirkungsrecht bei der Umsetzung der Geschichten entziehen und diese Aufgabe Leuten in die Hände geben, die dafür auch nachweislich geeignet sind!
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten
    • Als Fan der Serie jagt man natürlich immer dem Phänomen nach, dass man die Serie gerne wieder so hätte wie früher. So wie man auch immer wieder den Wunsch nach Jugend, Sportlichkeit oder Gewicht nachjagt. Aber in Wahrheit ist dies alles nicht mehr möglich und man muss sich mehr oder weniger mit dem "Ist-Zustand" abfinden. Wir sind alle keine Kinder mehr, Nostalgiegefühle werden daher aus vielen Gründen bei aktuellen Folgen nur mehr sehr wenige entstehen. Wir sind jetzt alle viel kritischer, viel erwachsener geworden und leben in einer komplett anderen Zeit mit ganz anderen Ansprüchen, sowohl allgemein als auch im Speziellen an Hörspielen. Von daher macht ein Neustart für mich keinen Sinn, wenn man ??? plötzlich wieder zu den Kindergeschichten mutieren lassen möchte, wie sie früher waren. Diese Serie hat wie wir auch eine Entwicklung gemacht, manches ist gut gelaufen, manches ist schlecht gelaufen, aber man kann sie nicht mehr rückgängig machen.

      Was ich mir aber gut vorstellen könnte und mir auch erhoffe, ich habe dies schon vor fast 10 Jahren im Talk geschrieben und auch hier gibt es immer wieder diesen geäußerten Wunsch, dass die Serie insofern in ihrer Entwicklung voran schreitet und neben den Kids und den ??? auch eine ???-Serie für Erwachsene bietet. Die drei Jungs sind erwachsen, haben eine Detektei, Bob ist zudem noch Journalist und lösen Kriminalfälle für Erwachsene. Dies würde ich nicht als Neuanfang sondern als eine Weiterentwicklung sehen, die sogar parallel zu den anderen Serien funktionieren könnte.
    • Ausgelöst durch den Thread habe ich eine Zeit lang darüber nachgedacht, wie ein Neuanfang von DDF nach dem Abgang der drei Stammsprecher aussehen könnte. Allerdings ist mir kein wirklich erfolgversprechender Weg eingefallen. Und zwar deshalb nicht, weil es einzig das Trio Rohrbeck-Wawrczeck-Fröhlich ist, das die Serie überhaupt noch am Leben hält. Das Gros der Fans kauft/hört/sammelt die Serie doch schon längst nicht mehr in der Erwartung, spannende und verzwickte Fälle, eine prächtige Klangkulisse und einen famosen Soundtrack zu erleben, sondern nur noch wegen der Rohrbeck-Wawrczeck-Fröhlich-Personalityshow. Würde es den Fans wirklich um die Storys gehen - und nicht wenige klagen ja darüber, die Geschichten würden immer schlechter -, hätten sie der Serie schon lange den Rücken gekehrt. Und auch in Sachen Inszenierung gibt es andere Serien, die deutlich mehr bieten. Doch in puncto Verkaufszahlen sticht DDF sie alle weiterhin aus, weil eben nur DDF dieses Sprechertrio hat. Würde dieser Faktor wegfallen, dann wäre DDF nur noch irgendeine Jugenddetektivserie. Und wenn es stimmt, dass die Geschichten nicht mehr zu überzeugen wissen, noch nicht mal eine sonderlich gute.

      Es ist absolut denkbar, dass Europa nach dem Abtreten der bisherigen Stammsprecher versuchen würde, die Serie irgendwie fortzuführen oder einen Neustart zu versuchen. Doch sehr viele Fans würden die letzte Folge mit Rohrbeck, Wawrczeck und Fröhlich zum Anlass nehmen, sich von DDF zu verabschieden. Denn ohne dieses Trio hätte sich der letzte Grund erledigt, wieso sie die Serie überhaupt noch gekauft haben.
    • Natürlich wäre ein Reboot ein Sakrileg, andererseits muss ich sagen, dass ich das schon spannend fände, das Gespensterschloß oder die Flüsternde Mumie "in neu" zu hören. Aber ohne es jemals gehört zu haben, weil es ja noch nicht existiert, weiß ich jetzt schon, dass mir das Original viel besser gefallen würde ;)
    • Markus G. schrieb:

      ..., andererseits muss ich sagen, dass ich das schon spannend fände, das Gespensterschloß oder die Flüsternde Mumie "in neu" zu hören.

      Prinzipiell hätte solch eine Neuauflage natürlich in gewisser Weise auch ihre Reize. Doch ich jetzt schon die Fans laut im Chor rufen: "ABZOCKE!!!!" :augenroll:
    • Eine Fortführung mit erwachsenen ??? hätte aber wohl sehr großes Trash-Potential. Für mich wäre das nichts.

      Und die Klassiker als Neuvertonung brauche ich auch nicht. Zumal weder Francis noch die großartigen Gastsprecher zur Verfügung stehen. Das kann ja nur ein Reinfall werden.

      Und ansonsten ging es mir nicht darum, Kindheitserinnerungen neu zum Leben zu erwecken, sondern unter dem Label DDF wieder echte und ernstzunehmende Qualität abzuliefern - etwas, was mit 40-60jährigen Sprechern einfach schon viel zu lange ins Hintertreffen geraten ist, weil die Prämisse mit diesen Sprechern einfach immer absurd ist.

      Ja, DDF leben zur Zeit wohl hauptsächlich durch die drei Sprecher. Aber das ist Segen und Fluch zugleich, denn alles andere, was eine gute Serie ausmacht, tritt dadurch weit in den Hintergrund.

      Insofern könnte ein Neuanfang bzw. eine Fortsetzung mit neuen Sprechern (und neuem Team) auch eine Chance sein. Wenn man es richtig anstellt.

      Wenn alles andere stimmt, dann könnte die Bohn-Musik vielleicht auch Alt-Fans ziehen.

      So könnte DDF wegkommen von diesem Melkkuh- und Eigenparodie-Status und wieder eine ernstzunehmende und halbwegs authentische Serie werden.

      Die alten Erfolge werden so oder so nicht zu wiederholen sein. Die Frage dürfte wohl eher sein, ob es eine Chance für die Zukunft gibt. Mit einem Weiter so!, nur eben ohne die drei Sprecher dürfte das wohl kaum gelingen.

      Es mag sein, dass das Interesse meines Sohnes für DDF mich beeinflusst, aber eine wieder wirklich ernstzunehmende ???-Serie mit cleveren Geschichten, gut umgesetzt und mit erstklassigen Sprechern, würde mich deutlich mehr reizen als das Elend, das da in der Neuzeit verzapft wurde.

      Und dabei geht es mir nicht darum, dass die Geschichten in den Siebzigern spielen müssen. Sie dürfen gern heutig sein. Das waren die alten auch. Aber Moden und Trends standen nie im Fokus. Das gab dem Ganzen immer etwas Zeitloses.

      Und Kindergeschichten waren die Klassiker auch nur bedingt. Nimmt man den Background von Folgen wie der flammenden Spur oder dem Zauberspiegel, dann sind die Fälle im Kern deutlich anspruchsvoller und tiefsinniger als der meiste Quark der letzten zwanzig Jahre. :]
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
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    • Markus G. schrieb:

      Was ich mir aber gut vorstellen könnte und mir auch erhoffe, ich habe dies schon vor fast 10 Jahren im Talk geschrieben und auch hier gibt es immer wieder diesen geäußerten Wunsch, dass die Serie insofern in ihrer Entwicklung voran schreitet und neben den Kids und den ??? auch eine ???-Serie für Erwachsene bietet. Die drei Jungs sind erwachsen, haben eine Detektei, Bob ist zudem noch Journalist und lösen Kriminalfälle für Erwachsene. Dies würde ich nicht als Neuanfang sondern als eine Weiterentwicklung sehen, die sogar parallel zu den anderen Serien funktionieren könnte.
      Hm, gab es nicht mal in einem dieser Advents-Specials eine Geschichte, in der DDF schon alte Männer sind, die für ihre lebenslange Detektivarbeit geehrt werden sollen und dann in diesem Veranstaltungsraum nebenbei noch einen Kriminalfall lösen, weil sie es eben immer noch drauf haben? :biggrin:
      Die fand ich ganz witzig.
      Also könnten Geschichten mit erwachsenen Detektiven schon funktionieren, es sollten nur nicht gleich noch Familien mit "dranhängen" ist irgendwie schon wieder zuviel von der "Wir sind jung, ungebunden und haben ständig Sommerferien"- Leichtigkeit der Geschichten weg.
      Kinder und Ehefrauen oder gleich noch familiäre Probleme - will die der langjährige Fan tatsächlich bei den Dreien?
      Es ging damals ja schon nach hinten los, als sie alle Freundinnen hatten, so dass die, bis auf Kelly, die mittlerweile auch nur noch sporadisch auftaucht, "abgehängt" wurden. ;)
      Eine solche Image-Veränderung müsste dann aber sehr behutsam versucht werden, also vielleicht Studentenzeit, von mir aus Mitte/ Ende 20, noch unverheiratet und nebenbei weiterhin als Detektive tätig.

      Hardenberg schrieb:

      Ja, DDF leben zur Zeit wohl hauptsächlich durch die drei Sprecher. Aber das ist Segen und Fluch zugleich, denn alles andere, was eine gute Serie ausmacht, tritt dadurch weit in den Hintergrund.
      Ich lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, ohne die drei Hauptsprecher wäre zumindest die Hörspielserie längst in der Versenkung verschwunden.
      Wie es mit den Büchern aussähe, stünde natürlich nochmal auf einem anderen Blatt. Aber die lesen viele Alt-Fans ja auch schon mit dem Gedanken an die Hörspiel-Umsetzung im Hinterkopf.
      Zeigt sich dann in den DDF-Foren an Postings wie "Bin schon gespannt, wie man diese Atmosphäre im Hörspiel umsetzen will." oder "Szene xy muss im Hörspiel sicher weggelassen werden." u.ä..


      Reboots wären für mich ein komplett uninteressantes Konzept :thumbdown: , da würde ich nicht zugreifen, vor allem nicht bei solchen zu den Klassiker-Folgen.
    • Agatha schrieb:

      Hardenberg schrieb:

      Ja, DDF leben zur Zeit wohl hauptsächlich durch die drei Sprecher. Aber das ist Segen und Fluch zugleich, denn alles andere, was eine gute Serie ausmacht, tritt dadurch weit in den Hintergrund.
      Ich lehne mich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, ohne die drei Hauptsprecher wäre zumindest die Hörspielserie längst in der Versenkung verschwunden.
      Dem widerspreche ich gar nicht. :zwinker: Aber für die Serie selbst ist und war das qualitativ Fluch und Segen zugleich.

      Ist halt immer die Frage, wie man die Prioritäten setzt. Wenn man ökonomischen Erfolg und Langlebigkeit zum Maßstab macht, hat man alles richtig gemacht.
      Nimmt man aber die Ursprünge dieses Serienkosmos, der ja maßgeblich von Arthur, Arden und Carey geschaffen wurde, sind viele der nachfolgenden Entwicklungen, was den Kern und die Qualität der zugrunde liegenden Grschichten angeht, allerdings verheerend.

      Fairerweise muss man zugeben, dass nicht allein deutsche Autoren wie Henkel-Waidhofer und später, viel schlimmer noch, Minninger und Sonnleitner die Talfahrt dieser Serie zu verantworten haben, auch wenn sie sehr viel dazu beigetragen haben, sondern schon der Originalverlag mit seiner unsäglichen Crimebusters-Idee. Damit wurde die Serienprämisse zerstört und jeder noch so armseligen Schändlichkeit in Form unausgegorener oder lächerlicher Geschichten Tür und Tor geöffnet.

      André Marx hat sein Bestes getan, die übelsten Verwerfungen wieder zu neutralisieren, aber solange ihm Kosmos Autorenkollegen wie Sonnleitner oder Minninger an die Seite stellt, konnte dieses Unterfangen ja nur scheitern.

      Es ist bedauerlich, dass sowohl bei Europa als auch bei Kosmos niemand in verantwortlicher Position zu sein scheint, der sich der Ursprünge dieser Serie und seiner Schöpfer verpflichtet fühlt. So jedenfalls wirkt es auf mich.

      Diese Serie scheint mir nur noch als Melkkuh und als groteskes Nostalgie-Happening für Altfans und Sprecher zu taugen.

      Eigentlich schade drum.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten
    • Jede Serie läuft sich irgendwann tot. Und so lange sich genügend Käufer und Hörer finden, warum etwas krampfhaft ändern. Meine Frau hört die Drei nach wie vor sehr gerne. Sie hat aber auch keine „Altlasten“ wie ich, der ich den frühen Folgen nach weine. Manche alte Folgen mag sie, manche alten Folgen mag sie nicht. Und genau so verhält es sich mit den neuen Folgen. Ganz so dramatisch mit der Qualität, als groteskes Nostalgie-Happening oder Melkkuh ist es also für aktuelle Hörer/innen, die vielleicht viel später eingestiegen sind, nicht immer.
      Und was passiert, wenn man die Hauptsprecher immer wieder austauscht, sieht und hört man bei den 5 Freunden. Für mich bleiben die ersten Folgen mit der Originalbesetzung DIE 5 Freunde, die späteren Geschichten sind an mir vorbei gegangen, weil mir wegen der Stimmen etwas fehlte. Und die Verkaufszahlen und die Identifikation der Hörer/innen mit den „Helden“ ist deutlich geringer als bei den ???, die über Jahrzehnte hinweg die selben geblieben sind. Vielleicht hat dies EUROPA/Körting/Sony bei ihren Entscheidungen miteinfliessen lassen.
    • Hardenberg schrieb:

      Nimmt man aber die Ursprünge dieses Serienkosmos, der ja maßgeblich von Arthur, Arden und Carey geschaffen wurde, sind viele der nachfolgenden Entwicklungen, was den Kern und die Qualität der zugrunde liegenden Grschichten angeht, allerdings verheerend.
      Von verheerend möchte ich im Zusammenhang mit etwas eigentlich so belaglosem wie einer Hörspielserie ja nun nicht sprechen. =)
      Alles, was so lange läuft, verändert sich ja, entwickelt sich weiter (wenn auch vielleicht nicht zum Besseren), weil die Autoren wechseln, der Zeitgeschmack ein anderer wird, Sprecher ausscheiden usw..
      Ich mag es schade finden, dass nicht alles so geblieben ist, wie ursprünglich ausgearbeitet, dass die Crimebuster mit ihren kontroversen, neuen Themen kamen, danach dann Frau BJHW und weitere schwächere Autoren, die Dinge mit in das DDF-Universum hineinbrachten, die mir persönlich nicht gefallen, wo ich gern wieder die eine oder andere "Rückbesinnung" hätte, aber keine Serie, die seit über einer Generation erfolgreich läuft, kann tatsächlich noch so sein, wie sie es in ihren Anfängen war!
      Darauf zu hoffen, ist doch eine Illusion.
      Und sie wäre nun einmal auch nicht das Phänomen, das sie ist, wenn man sie in den 90ern schon zu Grabe getragen hätte, als lediglich eine Autorin sie am Leben hielt (auf inhaltlicher "Sparflamme" zugegeben :pinch: ).
      Heute ist so vieles auf Kommerz ausgerichtet, traurig vielleicht, aber eine Tatsache.
      Das, was sich verkauft, wird weiterproduziert, und die "neue" Generation hat vielleicht auch ganz andere Ansprüche als wir und stört sich nicht groß daran. ;)
      Wieso sollte es da gerade bei der "Melkkuh" anders sein.
      Für mich ist der "Hype" DDF eine Mischung aus allem - Alter der Serie, jahrzehntelange Fans, aber auch der "Nachwuchs", regelrecht Star-mäßig verehrte Sprecher ;) , gute und schlechte Autoren, gute und schlechte Folgen, der ständige Austausch - und ja, auch die Aufregerei darüber. =)
      Irgendwie braucht(e) es da alle Komponenten, um ein Phänomen zu werden, das auch heute noch Tausende zu jedem Event lockt.
      Ja, ich weiß, es sind größtenteils die Alt-Fans und natürlich ist das auch "Abzocke", aber wenn die doch in dem Fall freudig hingenommen wird, dann kann man es ja bei Europa nicht nur in den absoluten Anfangsjahren der Serie richtig gemacht haben. ;)
      Den Fans ist ja nicht beim jahrzentelangen Hören schrittweise eine Gehirnwäsche verpasst worden.
      Okay...möglicherweise ja doch...Masakept! :biggrin:
    • Naja, ich schildere meine Sicht auf die Serie. Andere können Folgen wie Hexenhandy oder Panik im Park oder das Ende von Todesflug natürlich originell und tiefsinnig finden. Ich kann das dann zwar überhaupt nicht nachvollziehen, aber legitim ist es natürlich trotzdem. :zwinker:

      Mir fehlt auch weniger das starre Festkrallen an den Klassiker-Vorlagen, und auch das Beibehalten der Sprecher ist für mich nicht das eigentliche Hauptproblem, sondern vielmehr die spürbar mangelnde Sorgfalt bzw. der fehlende Respekt für/vor den Ursprüngen, der bei den Verantwortlichen hinter den Kulissen erkennbar ist.

      Da passt doch einfach vieles gar nicht mehr zusammen. Die drei ??? sind eine Wundertüte, in die heute jeder Autor stopfen darf, was er will. Und der Verlag pappt dann das ???-Logo drauf und verscherbelt es, während Europa mit halbgaren Vertonungen vorgibt, in Kontinuität zur Ursprungsserie zu stehen. Dabei ist diese Serie doch größtenteils längst ein Fake.

      Jemand wie André Marx hat dagegen gezeigt, wie man auch anders, für mich: besser!, mit der Serie und ihren Ursprüngen umgehen kann. Eine nahezu perfekte Synthese von Arthurs/Ardens/Careys Ursprüngen mit der Neuzeit.
      Klar, nicht jede Folge von ihm ist unangreifbar, aber es ist doch immer das Bemühen erkennbar, die Ursprünge zu respektieren und innerhalb der bereits gesetzten Vorgaben die eigenen Geschichten zu entfalten.

      Auf diesen Weg hätte man ganz setzen können. Nur hätte man dann wohl nicht so viel verkauft. Dafür verramscht man Arthurs Erbe nun für unsägliche Trendthemen-Folgen oder sogar Fußball-Settings, die ja nun mal so gar nichts in dieser Serie zu suchen haben.

      Wie gesagt: Das kann jeder anders sehen. Ich sehe es nun mal so. Und bedaure es.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten
    • Agatha schrieb:

      Von verheerend möchte ich im Zusammenhang mit etwas eigentlich so belaglosem wie einer Hörspielserie ja nun nicht sprechen. =)
      Naja, verheerend in diesem - gemessen am Weltgeschehen - belanglosen Kontext, versteht sich. Und nicht im Vergleich etwa zum Massenmord in Las Vegas. Diese Differenzierung hatte ich aber als selbstverständlich vorausgesetzt. :zwinker:
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      Oliver Dörings Phantastische Geschichten
    • Hardenberg schrieb:

      Jemand wie André Marx hat dagegen gezeigt, wie man auch anders, für mich: besser!, mit der Serie und ihren Ursprüngen umgehen kann. Eine nahezu perfekte Synthese von Arthurs/Ardens/Careys Ursprüngen mit der Neuzeit.
      Klar, nicht jede Folge von ihm ist unangreifbar, aber es ist doch immer das Bemühen erkennbar, die Ursprünge zu respektieren und innerhalb der bereits gesetzten Vorgaben die eigenen Geschichten zu entfalten.
      Ich persönlich sehe das doch eigentlich ganz ähnlich wie Du, ich sage nur (mit Blick auf das Große, Ganze ^^ ), es ist schwierig, um nicht zu sagen unmöglich, die Serie "im Gedenken/ im Gedanken an Arthurs Erbe" quasi kontinuierlich auf seiner Spur zu halten und fraglich, ob das für das Gros der Hörer überhaupt erstrebenswert wäre.
      Schon damals haben ja die anderen Autoren neue Ideen und Gedanken mit ins Spiel gebracht, nicht nur die deutschen, sondern auch schon die der Crimebuster.
      Das Problem ist also an sich bereits Jahrzehnte alt.
      Marx hat mit seinen ersten Geschichten wirklich überzeugend zurück zu den Anfängen gefunden, allein deswegen nerven mich ja auch die Leute etwas, die immer nur jammern, nach den achso tollen Klassikern sei ja nichts mehr gekommen, was den Namen DDF verdiene. :augenroll:
      Er war aber leider (zumindest für mich) auch der Einzige, der das über mehrere Stories hinweg schaffte, heute allerdings nur noch sehr bedingt...
      Die anderen haben ein, zwei gute, aber meistenteils eher schwache Geschichten verfasst.
      Die Crux liegt also genau da - hat KOSMOS nur durchschnittliche DDF-Autoren zur Verfügung (denn man muss dort als Schreiberling ja auch eine ganze Bücher-Staffel hervorbringen, egal ob man noch Ideen hat oder langst ausgepowert ist, Arthur brauchte nur seine wirklich guten Plots zu Papier zu bringen, nicht mehr ;) ), und ändert auch ansonsten nicht das Konzept, wird der inhaltliche Niedergang (für uns, wohlgemerkt, denn es gibt immer noch positive Stimmen!!) wohl so weiterlaufen.
      Und zu jeder EM oder WM erscheint eine neue Fußball-Folge. :biggrin:
    • Ein Neuanfang von den ??? waere meiner Meinung nach zeitlich perfekt mit dem Zeitpunkt verbunden, wenn Frau Koerting in Rente geht. Dann kann STIL die Produktion der Hoerspiele uebernehmen (sie machen ja schon Hui Buh fuer Europa). Und dann sicherlich auch neue Sprecher und neue Musik (die thematisch an die alte anschliesst, aber STIL hat ja auch schon bei Hui Buh bewiesen, dass sie die Musik auf eine hoehere Ebene bringen koennen). Die drei Kultsprecher sind sicherlich einmalig, aber zu einem Neustart gehoeren juengere Stimmen.

      Also:

      (1) STIL produziert
      (2) Neue (juengere) Sprecher
      (3) Neue Musik (von STIL)
      (4) Andere (neue) Autoren. Ja, das wird vielleicht schwierig, aber ich denke, die aktuellen Autoren haben ihr Pulver verschossen und da kommt nicht viel innovatives.
      (5) Dunkler. Ok, ich spreche jetzt nicht von Game of Thrones aber die super heile Welt ist auf die Dauer schon langeweilig. Ich wuerde lieber mehr Ecken und Kanten an den Charakteren sehen und von der Thematik wuerde ich es lieben, wenn man mal mehr aktuelle Themen aufgreift.