Wie viel "Zeit"/"Chancen" gebt ihr einer Serie/Reihe?

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    • Wie viel "Zeit"/"Chancen" gebt ihr einer Serie/Reihe?

      @Ben Kenobi hat diese Frage in einem anderen Thread gestellt. Eine berechtigte Frage, die ich hier gerne an alle in einem eigenen Thread weitergeben möchte.
      Wie lange braucht ihr um zu sagen "Ja, die Serie hat mich gefangen" bzw. "Nein, diese Serie ist nichts für mich?
      Baba :winke4:
    • Ganz interessante Frage. Und doch ist die Antwort so verschieden. Zumal meine "Toleranz" sich verändert hat.

      Ich gebe einer neuen Serie sehr lange eine Chance. Meist bis zur 6. Folge. Wenn sie mich dann nicht fesselt, hat sie ein Problem bei mir und weitere Käufe an Folgenummern liegen erstmal auf Eis.

      Immer häufiger kommt es jedoch vor, dass mir schon die die Startfolge so üüüüüüüberhaupt nicht zusagt, sodass ich schon danach wieder Schluß mit dem kaufen mache.

      Kommt (noch) nicht häufig vor, wird aber immer mehr, seltsamerweise.

      Für FAITH VAN HELSING brauchte ich seltsamerweise sehr lange. Ich hatte sogar Season 1 komplett, danach verkauft, dann Season 1 einige Jahre später komplett zum vollen Preis neu gekauft und erst dann hatte mich die Serie gepackt.
      Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
      Achtung, neue Adresse: tsb-sprecher.de
    • Meine Toleranzgrenze ist im Grunde sehr hoch. Früher war es wirklich so, dass nur ganz wenige Serien, die ich begonnen habe als Serie auf CD zu hören, kurzfristig beendet habe, weil sie mir nicht gefielen. Zumeist habe ich schon vorher auf Grund von Inhaltsangabe/Genre/Label ausgesiebt.
      Heute ist es so, dass es mehr Serien gibt, die ich mir auf Spotify anhöre/teste. Einige werden nach einigen Folgen dann als CDs gekauft und dann fix meiner Sammlung einverleibt. Einige (und es werden eher mehr als weniger) sind für mich Durchschnitt und ich weiß, dass ich sie mir mit hoher Wahrscheinlichkeit nur ein Mal im Leben anhören werde. Diese Serien höre ich dann als Stream. Ich bin gespannt wie sich die Geschichte entwickelt, fühle mich aber nach dem hören immer bestätigt, warum ich die Serie nicht kaufe.
      So habe ich nun eine mehrere "Wege-Strategie" entwickelt. Neue Serien werden eben zumeist via Stream getestet und dann entschieden ob ich kaufe oder nicht. Bei Serien, die ich mir aktuell kaufe, warte ich schon einige Folgen ab, bevor ich mich entschließe die Serie abzubrechen. In der Regel ist es wirklich noch immer so wenn ich einmal gekauft und angefangen zu sammeln habe, dann hat die Serie eine "Lebensstellung" bei mir. Obwohl es auch hier manchmal "Härtefälle" gibt, wo ich mit "langedienten" Serien breche. Dass kommt aber wirklich sehr, sehr selten vor und hat für mich persönlich triftige Gründe.
      Baba :winke4:
    • In meinem Fall muss es schon relativ schnell gehen, dass mir eine Serie gefällt, weil ich nicht über Spotify anteste, sondern direkt kaufe und dann stattdessen lieber etwas anderes. ;)
      Aber ich bin - zumindest derzeit - eher weniger gut in der Lage, hier mitzureden, denn ich habe mir bereits vor längerem vorgenommen, keine (Endlos-)Serie mehr anzufangen, sondern, wenn überhaupt, nur noch solche, die auf eine begrenzte Folgenzahl angelegt sind.
      In der Vergangenheit habe ich immer ca. 2-3 Folgen abgewartet, ob sich die Geschichte womöglich noch nach meinem Geschmack entwickelt, länger nicht.
    • Bei Hörspielserien bin ich ganz kompromisslos, die 1. Folge darf noch durchwachsen sein, dann gebe ich ihr mit der 2. Folge noch eine Chance. Fixt die mich aber auch nicht an - war's das.
      Chance vertan...

      Gibt inzwischen einfach zu viel Hörspiele um seine Zeit mit Mittelmaß zu verschwenden.
    • Das ist ganz unterschiedlich. Es liegt an meinem allgemeinen Interesse an der Sache. Je höher es ist, desto mehr Chancen gibt es, wenn nötig. Manches lohnt sich dann auch, anders hingegen ist auch nach dem xten Versuch zwecklos. Es gibt aber auch gefühlte Endlos-Chancen wie z.B. bei Burns oder Brent, wo ich dann 20 oder 30 Folgen lang auf eine Steigerung hoffe....
      :albern:

      :st: :st3: :st2: Neu-Deutsch für Olympische Spiele: "Internationale Doping-Festspiele" :st2: :st3: :st:
    • Ich denke hier sollte man differenzieren, wie die Serie / Reihe angelegt ist.
      Ist es als Mini-Serie oder Staffel angelegt wie z.B. Humanemy oder Fallen, dann höre ich zu Anfang nur kurz rein. Überzeugt es technisch und interessiert mich inhaltlich, dann kaufe ich quasi auf Halde und höre es später komplett. Ist es etwas langfristig angelegtes, dann muss es nach 2-3 Folgen wirklich gut sein oder ich lasse es links liegen.

      Noch schwieriger finde ich es bei Hörbüchern, vor allem wenn diese aufbauend angelegt sind.
      Da war ich gerade bei "Evolution" von Thomas Thiemeyer, da habe ich Buch 1 gehört und habe dann als Buch 3 auf dem Markt erschien, die Trilogie komplett durch gehört.

      Fazit ist eigentlich selbst wenn das Thema passt, dann muss es trotzdem recht schnell gehen, damit ich es auch dauerhaft kaufe.

      Andersrum kann es auch passieren das ich eine Serie oder Reihe "absäge" wie bei Sinclair, weil es eben nicht mehr den Vorlagen entspricht. Oder eine nicht näher genannte Krimi-Serie, weil sich die Produzenten aufführen wie die Axt im Walde, denn dazu ist der Markt zu reichhaltig als das man ein kunden-verspottendes Verhalten tolerieren sollte.
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Ich kann das auch nicht pauschal beantworten. Es hängt schon auch damit zusammen, wie sehr mich das Grundthema reizt - und auch wie viel anderen Hörstoff es zeitgleich noch gibt.

      Durchlebe ich gerade eine Durststrecke, dann bin ich geduldiger. So habe ich zB von Mord in Serie oder MindNapping mehrere Folgen gekauft, obwohl mich keine davon so richtig vom Stuhl gehauen hat. Da es sich dabei aber nicht um eine durchgehende Handlung handelt, hatte ich jedes Mal die Hoffnung, dass mich die jeweils nächste Einzelfolge befriedigter zurücklässt. Was leider nicht der Fall war. Bei Lady Bedfort habe ich vier Folgen durchgehalten, bei Dorian Hunter seinerzeit zwei. Dann war Schluss für mich.

      Bei Sinclair trat bei mir nach zwanzig Folgen starke Ermüdung ein, was die Dramaturgie angeht. Irgendwie hatte ich das Gefühl, das alles nun schon ausreichend genug gehört zu haben. Ich blieb dann aber noch zehn, fünfzehn Folgen lang am Ball, bis ich aufhörte, mir die neuen Folgen zu kaufen.

      Bei Gabriel Burns habe ich zehn Folgen lang darauf gewartet, dass die Handlung mal so richtig losgeht, dann kamen die Höhepunkte bis Folge 14, bei denen ich den Eindruck hatte: jetzt geht es richtig los, und danach habe ich zwanzig Folgen darauf gewartet, dass der (inhaltliche) Qualitätsabfall, den ich mit jeder Folge bestätigt sah, endlich wieder endet und an die Folgen 12-14 angeknüpft wird. Da hatte ich, weil ich GB grundsätzlich und von der Machart mochte, seeeehr viel Geduld.

      Und bei meinem Liebling, dem Gruselkabinett, warte ich schon seit knapp vierzig, fünfzig Folgen darauf, dass die alte Highlight-Dichte endlich wieder erreicht wird. Im Moment sind die Perlen leider eher die seltene Ausnahme, man gefällt sich offenbar im Mittelmaß, und nun ist es zum ersten Mal geschehen, dass ich mir eine Neuerscheinung noch nicht gekauft habe (Der Unsichtbare), und das bereitet mir selbst Sorge - offensichtlich ist hier meine Geduld allmählich am Ende.

      Es muss also nicht unbedingt um einen Serien- oder Reihenauftakt gehen.

      Ganz allgmein gesprochen, würde ich mal sagen, dass ich bei einer echten Serie, die mich wirklich interessiert, wohl mindestens drei Folgen lang durchhalte - sofern das Produktionsniveau akzeptabel ist. Schlechte Sprecher oder dilettantische Regie sind ein absolutes No-Go!
      Nach drei Folgen sollte ich inhaltlich angefixt sein. Sonst geb ich auf. (Wie bei Schwarze Sonne, bei der ich über sieben Folgen verfüge, aber über die dritte nie wirklich hinausgekommen bin.)

      @Ben Kenobi
      Du hörst eine Reihe nicht mehr, weil der Macher sich wie ein Depp aufführt?
      Könnte mir nicht passieren. Ich halte zB Herrn Sassenberg für einen wirklich formidablen Regiekünstler, obwohl er mir bei seinen öffentlichen Auftriiten und Interviews, von denen ich etwas mitbekommen habe, eigentlich durchweg unsympathisch (wegen seiner Großsprecherei) war und ich seine Öffentlichkeitspolitik zum Haareraufen finde.
      Bei einer anderen Person, der man nachsagt, eine Axt im Walde zu sein (es könnte die sein, die Du meinst), würde mich das unprofessionelle Gebaren auch nicht groß kümmern - wenn denn die Hörspiele (vor allem plotmäßig) nicht so schrecklich mittelmäßig wären - jedenfalls für meinen Geschmack.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:

    • Hardenberg schrieb:

      Bei einer anderen Person, der man nachsagt, eine Axt im Walde zu sein (es könnte die sein, die Du meinst), würde mich das unprofessionelle Gebaren auch nicht groß kümmern - wenn denn die Hörspiele (vor allem plotmäßig) nicht so schrecklich mittelmäßig wären - jedenfalls für meinen Geschmack.
      Ich bin da ganz pragmatisch, ist jemand ein Unsympath kaufe ich ich meist keine Produkte von dieser Person.
      Geht mir z.B. auch bei Nestle Produkten so, denn wer meint Wasser wäre kein Menschenrecht, der kommt mit seinen Produkten nicht in meine Hütte.

      Im Fall des betreffenden Hörspiel-Labels ist es nicht nur das Verhalten. Auch sind z.B. die betreffenden Hörspiele sowohl inhaltlich als auch tontechnisch (vor allem im Bereich Musik) nicht mal mehr mittelmäßig.

      Damit ich etwas dauerhaft kaufe muss aber eben auch die Sozialkompetenz passen.
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Wenn mich die erste Folge nicht packt, hat es die Serie sehr schwer mich davon ueberzeugen, ueberhaupt die zweite Folge zu kaufen und zu hoeren. Deshalb ist die erste Folge entscheidend fuer mich. Um mich nach einer durchwachsenen ersten Folge doch noch zum weiterhoeren zu bewegen, bedarf es einiger lobender Stimmen, die auf eine starke Verbesserung hoffen laesst. Andernfalls ist bei mir normalerweise nach der ersten Folge die Meinung ziemlich geformt.

      Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Bei manchen neuen Serien kaufe ich gleich mehr als die erste Folge. Dann hoere ich mir meistens diese gekauften Folgen auch an. Manchmal habe ich das jedoch schon bereut, deshalb kaufe ich mir meistens erst nur die erste Folge (was bei mir ein bisschen problematisch sein kann, da ich nur 2 mal pro Jahr Hoerspiele bestelle). Also insgesamt: Die erste Folge ist entscheidend und ist ausschlaggebend ob ich ueberhaupt die zweite Folge hoere. Auf pure Hoffnung auf Verbesserung hoere ich nicht weiter. Dafuer ist mir meine Zeit zu schade. Da hoere ich lieber noch mal eine sehr gute alte Serie als mir eine durchschnittliche neue Serie anzuhoeren.
    • Agatha schrieb:

      Und hatten wir es nicht erst kürzlich in einem anderen Thread davon, dass heutzutage gerade die Eröffnung mehr denn je besonders "einladend" sein sollte, damit die vielen Streamer nicht womöglich gleich auf was anderes umschwenken?
      Eine sehr interessante Feststellung bzw. Frage. Ich kann dies für mich nur so beantworten. Zunächst sehe ich mich als Hörspielfans, der auf allen Medien hört. Und Ja, als Streaminghörer neige ich wahrscheinlich eher dazu, Hörspiele frühzeitiger abzubrechen als wenn ich mir das Hörspiel auf CD oder Download kaufe. Das liegt einerseits daran, dass ich als CD/Download-Käufer deutlich mehr Geld in die Hand genommen habe und ich dadurch mehr gewillt bin mich notfalls „durchzubeißen“. Andererseits liegt es aber auch daran ich mir zumindest auf CD/Download nur jene Hörspiele kaufe, bei denen ich mir ziemlich sicher bin, dass sie mir gefallen werden. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit abbrechen zu müssen enorm. Via Stream teste ich Hörspiele, die ich früher wahrscheinlich gar nicht gekauft hätte, weil mir das Genre oder die Inhaltsangabe nicht so zusagt. Dadurch kann es natürlich viel früher passieren, dass ich abbreche. Ich würde aber dadurch aber nicht pauschal sagen, dass ich seit ich streame rascher abbreche. Auch hier hat es weniger mit dem Medium als mit der Qualität des Hörspiels zu tun.

      Grundsätzlich denke ich einmal, dass das frühzeitige Abbrechen nicht nur ein Phänomen ist, das auf das Streamen beschränkt ist, sondern auch bei Downloads, die gratis sind, vermehrt vorkommt, siehe auch die Aussagen von @Audioromane oder @Sylphida im Thread (Radio)Hörspiel des Jahres 2017: Coldhaven? Man probiert halt auch hier mehr aus als man es tun würde, wenn man kaufen müsste.
      Baba :winke4:
    • Markus G. schrieb:

      Grundsätzlich denke ich einmal, dass das frühzeitige Abbrechen nicht nur ein Phänomen ist, das auf das Streamen beschränkt ist, sondern auch bei Downloads, die gratis sind, vermehrt vorkommt,
      Solange es "Gratis" ist sehe ich da auch keinen großen Unterschied.
      Wobei ich da aber auch Hörproben mit einschließe, welche ich als zweischneidiges Schwert sehe.
      Gerade im digitalen Zeitalter ist die Hörprobe ja fast schon Pflicht geworden, zu Beginn einer Serie/Reihe. Hat man keine Hörprobe ist es um so schwerer überhaupt auf den Markt zu kommen. Hat man allerdings einmal eine nicht ganz so tolle Hörprobe, dann kann man auch da Probleme bekommen.

      Letztes Beispiel was bei mir da hängen geblieben ist "Der Lord und die Zwei". Da war die Hörprobe gelinde gesagt gruselig. Was sich dann auch in den Meinungen zum fertigen Hörspiel widerspiegelt. Das gepaart mit den Erwartungen die der Serienname und die Sprecher hervorrufen, könnten es der Serie nicht leicht machen, sich beständig auf dem Markt zu etablieren.
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Natürlich gibt es diverse „Hilfen“ wie Inhaltsangaben und weitere Infos über das Hörspiel, Hörproben, Rezensionen und Meinungen, die bereits im Vorfeld nützlich sein können, dass man eben nicht frühzeitig abbrechen muss. Je mehr man sich bereits vor den Kauf mit einem Hörspiel auseinander setzt um so geringer wird die Chance, dass man dann enttäuscht wird und abbrechen muss. Wobei ich darin wiederum die Gefahr sehe, dass einem dann die Vorfreude genommen wird „unbedarft“ ins Hörspiel zu gehen und sich dann weniger überraschen lassen kann. Von daher mache ich eigentlich im Vorfeld von Hörproben und ausführlichen Rezensionen einen Bogen, weil im schlimmsten Falle brauche ich dann das Hörspiel gar nicht mehr hören weil ich eh schon alles weiß. Darum mag ich es lieber wenn ich mich überraschen lasse, auch auf die Gefahr hin, enttäuscht zu werden und abbrechen muss. Bei einer Serie ist es ohnehin nach Folge 1 schwierig auf die Fortsetzungen zu schließen. Da muss man mMn ein bisserl einen längeren Atem haben.
      Baba :winke4:
    • Markus G. schrieb:

      Und Ja, als Streaminghörer neige ich wahrscheinlich eher dazu, Hörspiele frühzeitiger abzubrechen als wenn ich mir das Hörspiel auf CD oder Download kaufe. Das liegt einerseits daran, dass ich als CD/Download-Käufer deutlich mehr Geld in die Hand genommen habe und ich dadurch mehr gewillt bin mich notfalls „durchzubeißen“.
      Also ich seh da andererseits aber nicht wirklich einen Unterschied zur Vergangenheit, als ich mir die Hörspiele im Radio auf Kassette aufgenommen habe. Bei den schnell abgebrochenen Flops wurde die Kassette gleich wieder zum Überspielen angedacht, bei den Hits wurde die Kopierschutzecke oben rausgebrochen :)
      "Die Entscheidung ist gefallen, Herr Meier. Der Muslim bleibt!" - "Frau Riefenstahl meint damit, Herr Ringo Starr Hitler wird den Auftritt absolvieren"

      "Auf dem Weg nach Tuttifrutti traf ich eine ... " - Wer wissen will, wie es weitergeht, der muss "Die Ferienbande bricht in See" hören, denn Leute, die sich um die Kinder sorgen, haben sich über mich beschwert. ZURECHT!
    • Cherusker schrieb:

      Wenn mich die erste Folge nicht packt, hat es die Serie sehr schwer mich davon ueberzeugen, ueberhaupt die zweite Folge zu kaufen und zu hoeren. Deshalb ist die erste Folge entscheidend fuer mich.
      Sehe ich auch so. Wenn der Einstieg nicht gut funktioniert, sinkt das Interesse kostenpflichtig weiterzuhören dramatisch. Kann ich kostenlos bzw. kostengünstig weitere Folgen anhören, kann es noch was werden mit der Serie und mir. ^^
      Jüngstes Beispiel Dr. Thorndyke: Da hat mir die erste Folge nicht soo gut gefallen, ich fand den DL-Preis aber so gut, da gab' s die 2. Folge hinterher und es wird wohl auch noch mehr folgen. :]

      Wenn ich nicht streamen würde, würde ich definitiv viel weniger hören, weil ich einfach nicht mehr so viel Geld für Hörspiele ausgebe(n kann) wie früher.
      Zuerst konnte ich mich auch mit Downloads gar nicht anfreuden, es sollte unbedingt eine CD sein, mittlerweile hat sich das total geändert. Mag blöd für die Macher sein oder die CD-kaufenden Kunden, aber wenn es alternative Möglichkeiten gibt, muss man damit leben, dass Menschen diese nutzen.

      Zum Thema Hörprobe: Ich finde es ganz natürlich, dass da hohe Erwartungen reingesetzt werden. Ist doch bei Filmen nicht anders. Ich sehe mir zumindest keinen Film an, wenn mich der Trailer schon total abgeschreckt hat. Oder nur, wenn es ein Thema ist, das mich brennend interessiert. Ich gehe auch in keinen Laden, der ein grottig gestaltetes Schaufenster hat (wenn es nicht ein superduper Spezialladen Geheimtipp oä... ist). Ich finde das gehört auch zur Kunst des Machers - das Produkt ansprechend anbieten und den Käufer auf sich aufmerksam machen. Klar, die Meinungen sind unterschiedlich was gut und ansprechend und man kann es nie allen recht machen. Wenn ich mir aber nicht mal die Mühe mache, mir eine Hörprobe zu überlegen und zusammenzustellen...dann muss man ein echt interessantes Produkt haben, das auch ohne Appetithäppchen genügend Käufer anlockt. :)
    • Ohne jetzt das Thema Streaming wieder vertiefen zu wollen, kann es in meinen Augen schon das Risiko geben, dass diese Form des Hörspielkonsums, wenn sie zu einem wichtigen oder sogar bestimmenden Faktor wird, die Art, wie Hörspiele produziert werden, mitbeeinflusst. Und darüber, ob man die Folgen gut findet oder nicht, darf man dann wohl geteilter Meinung sein.

      Es liegt ja auf der Hand, dass bei Streaming das Hörspiel gleich zu Beginn überzeugen muss, weil sonst die Versuchung naheliegt, es abzuschalten und ein anderes anzuwählen. Die schiere Masse an Auswahl macht das ja stets möglich.

      Dies könnte aber auch dazu führen, dass die grundsätzliche Erwartungshaltung von an Streaming gewöhnten Hörern sich über die Zeit verändert und sie irgendwann mit eben jener neuen Erwartungshaltung an alle Hörspiele herangehen - und zwar immer und überall.

      Dies wiederum könnte Hörspielmacher dazu verleiten, ihre Hörspiele auf eine Weise zu machen, die auf den "typischen" Streaming-Kunden ausgelegt ist und der Geschichte nicht mehr viel Raum zur Entfaltung zu geben, so dass inhaltliche Tiefe, behutsam dargeboten, vielleicht auf Kosten oberflächlichen Bummses aufgegeben würde (überspitzt formuliert), wenigstens in der Breite.

      Ich fänd das sehr schade. Hörspiel sollte mehr sein als ein Äquivalent zu Fast Food - wenigstens auch, denn es spricht ja nichts gegen Fast Food als eine Variante unter vielen.

      Ich finde es nach wie vor gut, Geschichten einen gewissen Raum zu geben, ihren Plot zu entfalten. Auch bei Radiohörspielen mache ich das so. Aber natürlich, wenn das Hörspiel mich gar nicht kriegt, dann schalte ich natürlich auch gnadenlos ab.

      Ich denke aber auch, dieses Problem betrifft nicht Hörspielbegeisterte, die Streaming als Ergänzung zu ihrem "normalen", seit Jahren etablierten Konsum nutzen und für die diese Form so etwas wie ein Zuschlag ist, bei dem dann halt mal auch Neues angetestet wird.

      Problematisch könnte es erst dann werden, wenn diese Form des Konsums die breite Masse der Hörer erreicht und sie und ihre Erwartungs- und Konsumhaltung bestimmt. Leute also, die gar nicht mehr kaufen, sondern nur das hören, was es via Streaming gibt. Und hier eben nicht hundert Produktionen im Monat, sondern vielleicht nur zwei oder drei oder vier...
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:

    • Medien haben immer einen Einfluss auf das Hörverhalten und somit auch auf Labels und wie sie Hörspiele machen, gehabt. Egal ob Radio, LP, MC, CD, DVD oder Download. Warum sollte dies bei Streaming oder bei kommenden neuen Medien anders sein? Neues sorgt immer für Veränderung und neue Verhaltensweisen. Man kann natürlich traurig darüber sein, dass der aktuelle Hörer sich weniger Zeit nimmt um ein Hörspiel auf sich wirken zu lassen und ihm weniger Chancen einräumt. Man kann aber auch darüber froh sein, dass man sich Mangels Alternativen nicht mehr durch subjektiv schlechte Hörspiele durchbeißen muss, nur um irgendetwas hören zu können. In der Regel hat aber jeder ohnehin so viel Erfahrung, dass er weiß ab wann ein weiter hören für einen selbst keinen Sinn mehr macht.
      Baba :winke4:
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