Hochdosiert oder in kleinen Häppchen - Wie funktioniert eine Hörspiel-Serie am besten?

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    • Naja, ich möchte ja nun nicht, dass jemand voreingenommen an das Hörspiel herangeht. Es ist eine Einzelmeinung. Mehr nicht. Vielleicht seht Ihr es ja alle ganz anders und findet es totaaaal rund. =)

      Mich stört eigentlich auch hauptsächlich die für mich falsche Erwartungshaltung, die geweckt wurde. Nach dem GB-Desaster hatte nämlich auch ich keine Lust mehr auf eine Endlos-Mystery-Serie, bei der man nicht weiß, ob und wann es weitergeht. Und an genau diesem Punkt stehen wir jetzt doch wieder. Und das ärgert mich halt.

      Obwohl Fallen ja durchaus auch viele gute Seiten hat. Das sollte man bei allem Ärger nicht vergessen. Diese Serie hat uns zwischenzeitlich sehr viel Freude bereitet. Das gehört auch zur ganzen Wahrheit. :]
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      > Die Weisse Lilie <,
      I, II + III
    • Ach, dazu wollte ich ja auch noch etwas schreiben...

      Agatha schrieb:

      Ja, aber hättest Du Dich ansonsten wirklich so intensiv mit jeder Folge auseinandergesetzt, wie wir es im Spoiler-Thread getan haben?Ich ganz sicher nicht.
      Wäre mir die gesamte Staffel in einem Komplettpaket serviert worden, dann hätten wir ja auch gleich die Antwort auf etliche "große Fragen" aus den ersten Folgen dazubekommen.
      So aber konnten wir alle zusammen darüber fabulieren und unsere Theorien aufstellen - das hat schon viel Spaß gemacht.
      Auch wenn ich jetzt im Nachhinein sicher enttäuschter darüber sein werde, dass mir so vieles, was wir zusammen sehr akribisch :lupe: hinterfragt haben, erst einmal nicht beantwortet werden wird (wenn überhaupt je :pfeifen: ), als es beim Hören der kompletten Staffel der Fall gewesen wäre.
      Da hätte ich nämlich ganz bestimmt nicht so genau nachgehört bzw. darüber nachgedacht. ;)
      Ja, das sind die zwei Seiten der Medaille.
      Eigentlich finde ich das ja auch toll. Gerade das viele Spekulieren zu Anfang hat mir unglaublich viel Freude bereitet. Das war für mich ein beinahe ebenso großes Vergnügen wie das Hören selbst.
      In einer perfekten Welt würde ich diese Art der Veröffentlichung darum wohl auch vorziehen. Jedenfalls bei Serien, bei denen der Schwerpunkt auf Mystery liegt.
      Wenn man aber nie weiß, worauf es hinausläuft, ob es sich alles klärt, ob die Geschichte rund wird, verlässlich veröffentlicht und die Gesamtgeschichte irgendwann zu einem befriedigenden Ende kommt, dann kann man versucht sein, die staffelweise Veröffentlichung vorzuziehen. Und leider hat gerade auch Fallen mal wieder bewiesen, dass es heikel ist, Vertrauen zu fassen zu Hörspielmachern und ihren Ankündigungen. Fallen ist für mich eben keine runde Geschichte wie Monster1983, sondern, wenn man es genau nimmt, die ersten sechs Teile einer Geschichte mit ungewisser Folgenzahl und ungewissem Fortgang. Und das macht's für mich (bei aller Größe im Detail) zu einer Art Mogelpackung, so leid es mir tut - und so sehr ich Marco Göllners Regie-Kunst wirklich, wirklich schätze!

      Der Vergleich zu Monster1983 hinkt aber insofern, als ich nicht glaube, dass es dort bei einer kleckerweisen Veröffentlichung ähnlich viel Raum für Spekulationen gegeben hätte. Es lag zwar einiges im Dunkeln, doch es gab nicht so viele Ansätze, sich einen Reim darauf zu machen.
      Anders bei Fallen in den ersten drei Folgen.
      Die sprudelten ja nur so über vor Andeutungen und Hinweisen, die man als Hörer drehen und wenden konnte. Schade, dass es so nicht auch weiterging.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      > Die Weisse Lilie <,
      I, II + III
    • Also ich empfand, dass Monster 1983 Fallen in Sachen Hinweisen, Andeutungen und Handlungsstränge, die in verschiedene Richtungen gehen, um nichts nachsteht. Im Gegenteil, ich würde sogar sagen, dass hier Ivar Leon Mengers Geschichte die Nase vorne hat. Von daher hätte sicher auch hier eine Monatsweise VÖ auch ihren Reiz gehabt. Trotzdem fand ich die VÖ als ganze Staffel sehr gut. Man kann ja als Hörer zwischen den einzelnen Folgen theoretisch kleine Pausen einlegen, wenn man möchte und nicht alles in einem Rutsch hören.
    • Immer wieder interessant, wie unterschiedlich zwei Menschen dieselbe Sache wahrnehmen können. Ich fand Monster1983 ja wirklich großartig, aber Grundlage zu echtem Spekulieren habe ich da nie gesehen. Dazu gab es auch (für mich) viel zu wenig Andeutungen und Hinweise darauf, was wirklich los ist. Jedenfalls in Bezug auf den Haupthandlungsstrang. Das Verbrechen dagegen war ja sehr schnell zu durchschauen...

      Bei Fallen dagegen wimmelt es ja nur so vor Vieldeutigkeiten innerhalb von Dialogen und kurzen Szenen, in denen ein Hintergrund angedeutet wird, der noch im Dunkeln liegt und gerade deshalb zum Spekulieren einlädt.

      Was das angeht, sind Fallen 01-03 für mich unübertroffen und stellen selbst GB in der Meisterlichkeit, wie das umgesetzt wurde, weit in den Schatten.
      Schade nur, dass dieses Niveau nicht beibehalten wird.

      Aber vielleicht besinnt sich Marco Göllner und startet in Staffel 2 dann ein Feuerwerk, das beweist, warum er zu den Innovativsten und Besten der aktuellen Hörspielszene gehört.

      Das Zeug dazu hat er sicher.
      Ich fürchte nur, er ist mit dem Sujet nicht ganz glücklich...
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      > Die Weisse Lilie <,
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    • Das kannst Du gern machen. Vielleicht fange auch ich dann Feuer... :zwinker:

      Und mir fällt gerade ein:

      Spoiler anzeigen

      In Staffel 2 wurde ja doch das Spekulationstor noch ein wenig geöffnet (hatte ich aus den Augen verloren, weil es die Nachtmahr-Geschichte ja erst mal nur indirekt betraf), allerdings einzig in Bezug auf Dunfords Hintergrund. Und dann gibt es ja auch noch das Geheimnis um die verschiedenen Cody-Erwähnungen.

      (Da bin ich sehr gespannt, wie es weitergeht und ob es gelingt, diese Ansätze weiterzuverfolgen, ohne dass es insgesamt unglaubwürdig oder gar hanebüchen wird.)


      Okay, in Bezug darauf könnte man ins Spekulieren geraten (und ich bin dabei gern mit von der Partie! :winke: ), aber bei Staffel 1 war das noch anders, deutlich reduzierter, und auch aufs Ganze betrachtet, ist das für mich bei weitem nicht ein so clever komponiertes Mystery-Geflecht wie bei Fallen 01-03.

      Muss es aber auch nicht, denn Monster1983 besticht durch andere Eigenschaften und braucht sich hinter Fallen ganz gewiss nicht zu verstecken.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
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    • Da in der Zwischenzeit viele neue Leute im Hörgrusel aktiv geworden sind und ich das Thema nach wie vor interessant finde, würde ich es gern noch einmal zur Diskussion stellen.

      Wie ist Euch die VÖ einer Hörspielserie am liebsten?

      Mögt Ihr es lieber oldschool, als einzelne Häppchen übers Jahr/über die Jahre verteilt, oder doch eher so, wie es Audible macht: mit einer in sich geschlossenen Staffel pro Jahr?

      Ich habe gerade über eine mögliche Fortführung von Gabriel Burns nachgedacht, und ich glaube, da wäre mir das Audible-Modell mit Abstand am sympathischsten. Warum nur? :zwinker:

      Ich weiß nicht, ob die Umfrage noch geöffnet ist. Falls nicht, wäre es dann möglich sie noch einmal freizuschalten? @MonsterAsyl @Agatha @Sylphida :klimper:
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    • Überschaubare Folgenzahl mit Nacheinander-Veröffentlichung: Vorfreude auf jede neue Folge, das ist fast so toll wie das Hören selbst. :]

      Gemeinhin bin ich kein Freund von Endlosserien, weil das Niveau einfach nicht gehalten werden kann. Irgendwann ist alles erzählt und man braucht Superlative um die Leute noch bei der Stange zu halten. Das finde ich blöd, weil man aufhören sollte wenn man nicht mehr besser werden kann. Sonst langweilt man die Leute oder macht sich selbst zur Witzfigur.
    • Wenn mich eine Serie gepackt hat, dann möchte ich so schnell wie möglich weiterhören. Da finde ich die Audible-Variante, in der gleich eine ganze Staffel veröffentlicht wird, einfach ideal. Und bei Audible bekommt man im Abo eine ganze Staffel somit auch relativ günstig.

      Kann aber auch verstehen, dass aus Labelsicht vielleicht bei Serien auf CD erstmal nur ein oder zwei Folgen veröffentlicht werden, um anzutesten, ob die Serie ankommt. Und aus Käufersicht greift man bei neuen, unbekannten Serien eher bei einer CD für einen Einzelpreis von ca. 8 - 10 € zu, als wenn man eine Box mit mehreren Hörspielen für vielleicht 50 € angeboten bekommt.
    • Am liebsten höre ich die Folgen gerne zügig nacheinander weg.

      Da geht es mir wie beispielsweise @S.R.-Fan, wenn mich eine Serie gepackt hat, dann darf es gerne eine Folge täglich sein.

      Die Variante von Audible mit der staffelweisen Veröffentlichung gefällt mir auch sehr gut.


      Das negative Gegenbeispiel für mich persönlich ist gerade Heliosphere 2265. :schiri:

      Gruß, Frank
      Wo Leidenschaft ist, da ist auch Hoffnung.
    • Am liebsten höre ich mehrere Hörspiele einer Serie nacheinander,
      was aber natürlich den Nachteil hat, dass manches erstmal im Regal liegenbleibt bis ich zumindest die ersten Folgen komplett beisammen habe. :whistling:
      Komplett muss die Reihe nicht unbedingt sein um sie anzufangen- aber eben zumindest einige hintereinander folgende sollten es schon sein.
      Weitergehört wird dann eben erst, wenn die nächsten zusammenhängenden Folgen in meine Sammlung kommen.
    • Sind es bei einer Serie abgeschlossene Folgen gefällt mir eine Veröffentlichung von 4-5 Folgen im Jahr am besten. So jedes Quartal eine + eine Bonusfolge zu Weihnachten.
      Bei Serien die ein offenes Ende haben und aufeinander aufbauen soll es dann doch schon zügiger gehen. Mindestens jeden Monat eine. Am liebsten sogar noch schneller.