Margaret Rutherford - 5 - Die Schöne mit den Silberaugen

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    • Margaret Rutherford - 5 - Die Schöne mit den Silberaugen

      Am 27.05.2019 erscheint:



      Inhalt:
      Der grausame Mädchenkiller entkommt aus dem Gefängnis von Dartmoor. Kurz darauf findet man Alice Munroe tot im Blackburn Forest...
      Obwohl Inspektor Enderby davor warnt, diesem Mord eigenmächtig nachzugehen, denkt Margaret Rutherford gar nicht daran, darauf zu warten, bis der eiskalte Mörder womöglich noch ein zweites Mal in Maidenfield zuschlägt. Gemeinsam mit James Stringer nimmt sie die Ermittlungen auf und macht dabei die Bekanntschaft einer rätselhaften Frau: Sadie Lambert – die Schöne mit den Silberaugen...

      Sprecher:
      Ingrid Stein, Siegfried W. Kernen, Peter Kirchberger, Christine Pappert, Merete Brettschneider,
      Heidi Schaffrath, Rüdiger Schulzki, Helmut Zierl, Ursula Pages, Detlef Tams, Sabine Kaack

      Laufzeit:
      72 Minuten

      Vorbestellbar bei:
      Amazon


      Ich denke ununterbrochen daran.
    • In dieser Folge verlassen Miss Rutherford und ihr Freund Mr Stringer das beschauliche Maidenfield und reisen bis an die kroatische Küste, um dem Mörder der jungen Alice Munro auf die Spur zu kommen, deren Leiche sie beim Pilzesammeln im Blackburn Forest gefunden haben.
      Wie üblich ist die rüstige Ermittlerin sehr von sich überzeugt ("Ich setze mich wieder mit Ihnen in Verbindung, wenn ich den Fall gelöst habe."), während Insp. Enderby fast völlig im Hintergrund bleibt und eigentlich, bis auf etwas Geschimpfe ihr gegenüber, nicht viel zustandebringt.
      Das Setting im Hotel an der Adriaküste ist natürlich wie geschaffen für einen so warmen Tag wie heute, man beneidet die Charaktere geradezu darum, sich dort aufhalten zu dürfen. :thumbup:
      Schöne Hommage an diejenigen Christie-Fälle, die in warmen Ländern bzw. direkt am Meer spielen.
      Der Fall an sich ist abwechslungsreich, wenn auch stellenweise, für meinen Geschmack, zu breit ausgewalzt.
      Es gibt diverse Verdächtige, darunter eben auch "Die Schöne mit den Silberaugen" eine etwas undurchsichtige Gestalt, über die die Hotelgäste so einiges zu wissen glauben.
      Miss Marple hilft bei der Lösung des öfteren "Kommissar Zufall" (beginnend bereits mit einer besonderen Entdeckung neben der Leiche), durch den sie an Hinweise kommt, ohne die ihr die Zusammenhänge sicher sehr viel länger verborgen geblieben wären. Aber das passiert jetzt nicht in einem zu unglaubwürdigen Maß.
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      Okay, ob die sterbende Emily West sich wirklich noch mit dem eigenen Blut eine dreiteilige Nummer auf den Oberschenkel hätte notieren können, ist fraglich. Aber gehen wir mal davon aus, dass ihr Todeskampf entsprechend lange dauert und sie, dank der durch Schock und Schmerz ausgeschütteten Hormone, geistig klar genug bleibt, um überhaupt auf eine solche Idee zu kommen.
      An Alice Munros Stelle hätte ich den Schließfachschlüssel außerdem auch längst weggeworfen, anstatt ihn mit nach GB zu nehmen, wo man ihn mir wieder entreißen kann. Hätte doch nur ihre Lebensgefarh erhöht! Oder war sie auf dem Weg zur Polizei? ?(
      Alles ein bisschen undurchsichtig und seltsam.

      Ich fand die Geschichte insgesamt nicht schlecht, in jedem Fall guter Durchschnitt unter den bisher erschienenen Folgen.
      "Easy Listening" mit dem ungleichen Ermittlergespann Rutherford/ Stringer.
    • Hat mir leider nicht ganz so gut wie die vorherigen Folgen gefallen.

      Schon der Anfang ist ungewohnt heftig für diese doch eher "gemütliche" Reihe.
      Direkt im Anschluss und im krassen Gegensatz dann die luftig leichte und beschwingte Titelmusik ... :(

      Irgendwie fühlte sich auch alles zu "modern" an, mir fehlte der Charme der guten alten Zeit.

      Viele Zufälle und glückliche Begebenheiten.

      Und im Hotel fühlte sich alles dann irgendwie falsch an.
      Das Schließfach hatte eine dreistellige Nummer und MR meinte, dass sie viele Stunden brauchen würde, um mit ihrem Schlüssel alle Fächer zu testen.
      Andererseits hatte ich den Eindruck, dass das Hotel sehr klein ist; eher eine Pension.
      Es gab nur eine Handvoll Gäste und eine Angestellte.

      Kroatien ist natürlich nicht falsch, ich denke aber, dass man damals wohl doch eher Jugoslawien gesagt hätte.


      Tut mir leid, aber so richtig warm geworden bin ich mit diesem Hörspiel leider nicht. :schulter:

      Gruß, Frank
      Wo Leidenschaft ist, da ist auch Hoffnung.
    • Ich habe die Folge inzwischen auch gehört und stimme sowohl Agatha als auch Frank zu. Die Geschichte an sich finde ich auch nicht schlecht, aber mir sind hier eindeutig zu viele Zufälle am Werk. Insbesonders die Idee, daß der Schlüssel ja nur in Kroatien auf ein Schloß passen könnte, finde ich zu weit hergeholt. Genau wie Frank finde ich die Eröffnung viel zu brutal, das brauche ich bei dieser Reihe nicht. Da reicht es mir vollkommen, wenn die Leiche einfach nur gefunden wird. Gleiches gilt auch für den Kritikpunkt "Kroatien". Selbstverständlich hätte man damals von Jugoslawien gesprochen und nicht diese feine Unterscheidung gemacht. Schon gar nicht, wenn man überheblicher Brite ist. ;)
      Was das Verhalten der Schönen mit den Silberaugen angeht, kann ich mir einfach nicht vorstellen, daß man damals so locker darauf reagiert hätte. Ich denke, die anderen Gäste wären absolut empört gewesen und/oder hätten sogar Anzeige erstattet.
      Trotz all dieser Kritikpunkte hat mir das Hörspiel unterm Strich aber zugesagt, was nicht zuletzt an den Sprechern und der Inszenierung liegt.


      Ich denke ununterbrochen daran.
    • Frank schrieb:

      Schon der Anfang ist ungewohnt heftig für diese doch eher "gemütliche" Reihe.
      Direkt im Anschluss und im krassen Gegensatz dann die luftig leichte und beschwingte Titelmusik ...
      Da kann ich nur beipflichten. Das hat tatsächlich nicht zum restlichen "Cosy"-Flair der Serie gepasst. Das war eher Thriller und wurde durch die Titelmusik dann in absurder Weise konterkariert. Dass man sich innerhalb der Serie ein bisschen ausprobiert, mal mehr in Richtung Humor geht und mal mehr in Richtung Härte usw., finde ich allerdings nicht schlecht.

      Agatha schrieb:

      Schöne Hommage an diejenigen Christie-Fälle, die in warmen Ländern bzw. direkt am Meer spielen.
      An einen Fall (bzw. deren bekannte Verfilmung) ganz besonders. Deshalb war bei mir als Liebhaber dieses Films kriminalistisch auch die Luft raus, als ...

      Spoiler anzeigen
      ... die Schriftstellerin das Zimmermädchen nach der Uhrzeit gefragt hat. Da war mir dann klar, worauf das hinauslaufen würde.

      Das war nämlich analog zu Christine Redfern und Linda Marshall in "Das Böse unter der Sonne". Auch dort wurde sich durch so ein Zeit-Spielchen ein Alibi verschafft. In beiden Fällen gibt es auch zwei Morde, der erste in England (in beiden Fällen erwürgt), der zweite in einem Hotel auf einer adriatischen Insel. Täter sind hier wie da ein Ehepaar. Die vordergründige Femme Fatale wird zum Opfer und hat eine Affäre mit einem der Täter. Die Schöne mit den Silberaugen entspricht sozusagen Arlena Marshall. Einer der Täter schlüpft kurzzeitig in die Haut des Opfers und geht anschließend zum Tennis. Eines der Motive ist gestohlener Schmuck. Auf Mr. Stringer fällt ein wichtiges Indiz herab (Blatt aus Schreibmaschine) ebenso wie im Film auf Rex Brewster (Flasche mit Bräunungsmittel). Einer der Verdächtigen hat ein Alibi durch eine Schreibmaschine (die Schriftstellerin im Hörspiel, Kenneth Marshall im Film).


      Abgesehen davon, dass mir dadurch dann am Ende irgendwie die Überraschung fehlte, ist die Folge nichtsdestotrotz eine recht gelungene Hommage an diesen Stoff bzw. Variation dieses Stoffes. Margaret Rutherford kann mich nach wie vor gut unterhalten. Bitte weiter so!
      "Was sagt man darüber, wie man Bücher schreibt? Man denkt sich etwas aus und zwingt sich, es aufzuschreiben."

      Ariadne Oliver, Poirot: Wiedersehen mit Mrs. Oliver