Sherlock Holmes & John H. Watson - 0 - Das sanfte Lächeln der Medusa

    • Sherlock Holmes & John H. Watson - 0 - Das sanfte Lächeln der Medusa



      Inhalt:
      Ein Schmuckstück von unbezahlbarem Wert, einst im Besitz der gefürchteten Lucrezia Borgia. Eine geheimnisvolle Frau, deren Anwesenheit in London eine Blutspur des Verbrechens nach sich zieht. Ein entgleister Zug und ein gestohlener Sarg - Meisterdetektiv Sherlock Holmes und sein treuer Gefährte Dr. Watson schlittern unversehens in ein Inferno sich überschlagender Ereignisse ... und erblicken schließlich das sanfte Lächeln der Medusa...

      Sprecher:
      Sky du Mont, Hans Peter Korff, Christina Plate, Christiane Leuchtmann, Helmut Zierl, Rüdiger Schulzki, Robert Missler, Crock Krumbiegel, K. Dieter Klebsch


      Bestelllinks und VÖ Datum werden bei Verfügbarkeit nachgetragen.


      Ich denke ununterbrochen daran.
    • Habe mir "Das sanfte Lächeln der Medusa" mittlerweile zweimal angehört.
      Ja, ganz unterhaltsam :zustimm: , aber die Geschichte hat doch ein paar Faktoren, die mir nicht so gefielen bzw. die ich inhaltlich nicht recht nachvollziehen konnte.
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      Erst mal die Szene bei Mycroft im Diogenes Club, die ich eher daneben fand, sorry!
      Warum nennt er seinen Bruder und Watson ständig "Sherly" und "Johnny"? Ist der Gute plötzlich durch zu großen beruflichen Druck geistig derangiert und kindisch geworden? :wirr2:
      Passt absolut nicht zu dem ernsthaften, gesetzten, um nicht zu sagen steifen Staatsmann, als der diese Figur bei Conan Doyle dargestellt wird.
      Natürlich darf es auch in einer Holmes-Story witzig zugehen, ich wäre so ungefähr die Letzte, die sich darüber beschweren würde. ;)
      Aber es muss zu den Charakteren passen, und das hier fand ich leider nur aufgesetzt!
      Dass Mycroft erklärt, er könne vor so vielen Zuhörern nicht über alles sprechen, ist schlichtweg falsch, denn es wird in den Originalgeschichten immer wieder betont, man dürfe im "Diogenes Club" überhaupt nur in einem speziellen Besucher-Zimmer mit anderen reden, während es in den übrigen Räumen vollkommen still sein müsse, um die anwesenden Mitglieder nicht zu stören. Wer sollte das Gespräch also mitbekommen, außer den Dreien, für die der Inhalt auch bestimmt war. ?(


      Die Handlung selbst beginnt gleich mitten im sehr turbulenten, spannenden Geschehen, wobei eine Szene quasi vorgezogen wird, die sich eigentlich erst gegen Ende ereignet.
      Hier reagiert die weibliche Hauptfigur "Ava Darling" ziemlich heftig Holmes gegenüber, was dem Hörer an dieser Stelle noch nicht unpassend erscheint, sondern ihn wohl eher amüsiert. (So ging es mir jedenfalls.)
      Sieht man Avas "Herumgemotze" jedoch später im Zusammenhang mit den vorhergehenden Ereignissen, dann gibt es für ihr zwar effektvolles, aber übertriebenes Gezicke nicht wirklich einen Grund.
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      Ich meine, immerhin helfen Holmes, Watson (und auch Lestrade, der scheinbar zuhause in London nicht mehr genug zu tun hat :pfeifen: ) ihr von Beginn an bereitwillig, begleiten sie in die Schweiz, man versteht sich gut, geht freundlich und respektvoll miteinander um, alles so, wie es sein sollte.
      Dann rettet ihr der Meisterdetektiv, unter großem persönlichem Einsatz, auch noch das Leben und hat an dem, was ihre mordlustigen Verfolger so treiben, keinerlei Schuld.
      Sie aber beginnt plötzlich ihn zu ohrfeigen und kann gar nicht oft genug herausschreien, wie sehr sie ihn doch hasst!
      Dieser nicht wirklich nachvollziehbare "Sinneswandel" war für mich eher Effekthascherei, um den Anfang rasanter zu gestalten, was es aber doch gar nicht gebraucht hätte, denn er ist doch auch so schon aufregend genug! :nein: :schulter:
      Merkwürdig auch, dass Ava nichts vom Diebstahl des Sarges ihrer Mutter aus dem Zug weiß, obwohl es in den Zeitungen stand. Nun gut, vielleicht liest sie ja keine...
      Aber wieso behaupten Holmes und Watson ihr gegenüber, diese Information auch nur durch Zufall erfahren zu haben, wenn Watson vorher im Polizeipräsidium bestätigt, von der Sarg-"Entführung" schon aus der Zeitung zu wissen? :S


      Ansonsten fand ich die Geschichte aber angenehm zu hören, es gab keine Längen, Holmes und Ava auf der einen, Watson und Lestrade, die ein paar humorige, wenn auch teils makabere :pinch: Momente mit hineinbrachten, auf der anderen Seite, dazu ein verschwundenes Schmuckstück, ein gestohlener Sarg, diverse Bösewichte, alles präsentiert von guten Sprechern, darunter, neben den beiden Hauptsprechern, z.B. auch Christina Plate (Ava), Helmut Zierl (Lestrade), Rüdiger Schulzki (Mycroft) oder Robert Missler (Taggert) usw., und mit einem dichten Soundteppich sowie passend ausgesuchten Meldodien hinterlegt. :thumbup:
      Ich würde mir wünschen, dass die Serie durch diese Aktion noch etliche zusätzliche Liebhaber gewinnt!

      Ach ja, die Schokoladen-Marke "Trumpf" gab es tatsächlich bereits Ende des 19. Jahrhunderts, falls da jemand, bezüglich einer kleinen Szene, Schmu wittern sollte. Wäre alles genau so möglich gewesen. ;)
    • Danke für die Schilderung Deiner Eindrücke. Bin schon gespannt, was die anderen sagen werden. Die Szene mit den Trumpfpralinen hat mich aber doch etwas überrascht, obwohl ich wusste, daß es die Firma und ihre Schokopralinen damals schon gab. =) War aber mal ne nette Abwechslung zu den Datteln. :biggrin:


      Ich denke ununterbrochen daran.
    • Watson mag halt Süßes, das finde ich vollkommen okay, und es ist für mich auch nicht irgendwie an den Haaren herbeigezogen. :)
      Wenn ich ihn mir vorstelle, sehe ich sowieso immer Nigel Bruce vor meinem geistigen Auge, da bin ich sei über 30 Jahren drauf geprägt, so sieht Watson aus: dick, nett und gemütlich - und der mag sicher auch Schokolade! :zustimm:
    • Ich habe mir die Holmes-Folge erst einmal angehört und kann noch nicht allzuviel dazu sagen.
      Ein paar Punkte sind mir aber doch schon aufgefallen:

      - die Ava mit ihrem Gezicke fand ich persönlich ziemlich overacting,
      - das Watson gerne nascht, ist ja kein Geheimnis, aber Schleichwerbung für Trumpf hätte man daraus nun auch nicht machen
      müssen,
      - Holmes und Ava springen ins Wasser, man hört es aber nicht wirklich heraus, während sie sich unterhalten. Dafür, dass sie
      gerade schwimmen, unterhalten sie sich ziemlich ruhig.
      - wenn ich es richtig verstanden habe, ist in der Schweiz gerade Winter. Warum haben dann Ava und Holmes nicht furchtbar
      geschlottert, als sie aus dem Wasser kamen und klatschnass waren? Auch das war beim Sprechen nicht herauszuhören.

      Ich war nach dem ersten Hören schon ein wenig enttäuscht von der Folge, obwohl die Story schon sehr unterhaltsam ist.
    • AbdulAschbadri schrieb:

      aber Schleichwerbung für Trumpf hätte man daraus nun auch nicht machen müssen,
      Nun, ich könnte mir vorstellen, dass das vielleicht hinsichtlich Trumpf erwünscht war.
      Und wenn ich das Hörspiel einer Trumpf-Pralinenschachtel entnehme, ist das ja so an sich schon ein fettes Product Placement.
      Da haben mich persönlich dann die zwei, drei Sätze IM Hörspiel nicht mehr gestört.

      Mit dem kalten Wasser hast Du allerdings Recht. Dass Holmes nicht direkt bibbern würde, wäre ja okay, denn der ist hart im Nehmen und wird meistens als zäh beschrieben, aber Ava wohl schon. :zustimm: Die kompensiert das dann durch ihre Wutschreie! =)
    • Ich habe die Schleichwerbung für völlig überflüssig empfunden, weil ja die Cd aus eben dieser Pralinenschachtel kam. :hrhr2:
      So hart kann doch selbst ein Holmes nicht sein, dass er nicht im Winter furchtbar friert, wenn er klatschnass ist. :D
      Wenn ich mir bei der derzeitigen Kälte mit Frost und Schnee vorstelle, ich müsste ins (eiskalte) Wasser springen und hinterher noch nass herumlaufen... :bibber2: Ich würde vor lauter Bibbern nicht mal mehr ein Wort heraus bekommen. :D
    • Habe es auch gehört und ich fand es genau wie @Agatha. Kann ihre Meinung genauso unterschreiben.

      Unterhaltsame Geschichte, fängt actionreich an, aber einiges passte nicht so ganz.
      Ava`s Rumgezicke, Mrs. Hudson (ihre Leistung gefällt mir überhaupt nicht), die Szene im Diogenes Club (klang nicht so rund, entweder waren die Sprecher nicht so warm miteinander :gruebel: oder sie lasen das Skript zum ersten mal),
      das Ende wird wieder schnell abgehandelt.
      Aber es war stellenweise witzig und die Geschichte angenehm zu hören.