Info Der Blick in die Glaskugel: Das Hörspiel der Zukunft

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen zum Thema Cookies finden Sie hier und in unserer Datenschutzerklärung

    • Bei Highscore freut man sich über eine Goldman-Sachs-Prognose bezüglich Streamings, die jedoch mehr eine Reichweiten-Prognose zu sein und auch nichts mit dem deutschen Hörspiel zu tun zu haben scheint. Man freut sich, aufs richtige Pferd gesetzt zu haben und zeigt sich entschieden optimistisch.

      Nun ja.

      Wenn Highscore auch nur eine einzige (aktuelle) Serie hervorgebracht hätte, die mich wenigstens im Ansatz erfreut und angefixt hätte, wäre das für mich sicherlich ein Grund zur Freude.

      Leider ist dem aber nicht so.
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Ich gehe mal davon aus, dass es SIGNIFIKANT günstiger ist, bereits abgeschriebene Hörspielserien für die Streamingverwertung zu lizenzieren als eine neue Serie zu produzieren. Von daher kann ich mir schon vorstellen, dass Highscore sich über diese Prognose freut.

      Nicht vergessen sollte man aber, dass die NUTZUNG von Streams um einen sicher dreistelligen Faktor höher sein muss, als die VERKÄUFE, um das gleiche Geld einzuspielen wie CD oder Download.
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.
    • Fader schrieb:

      Ich gehe mal davon aus, dass es SIGNIFIKANT günstiger ist, bereits abgeschriebene Hörspielserien für die Streamingverwertung zu lizenzieren als eine neue Serie zu produzieren. Von daher kann ich mir schon vorstellen, dass Highscore sich über diese Prognose freut.
      Highscore betriebt aber beides ganz massiv. Dass man mit den Eigenproduktionen meist nicht meinen oder den Geschmack von Hardenberg trifft, dass ist sicherlich bedauerlich, aber eher für uns als das Label.

      Zudem darf man nicht vergessen, "PvD - Die neuen Fälle" ist von Highscore, auch wenn es allscore für Highscore produziert.

      Mal schauen was die Zukunft bringt, wird schon wieder mal ein Kracher dabei sein.
      Ich will niemand leiden lassen - Und schrein vor Schmerz und Pein - Lieber wollen wir tanzen gehn - Für immer Freunde sein.
    • Naja, wenn man alte Hörspielkataloge mit vielen Nostalgie-Schätzchen aufkauft oder Partnerschaften mit anderen Labels eingeht und deren Sachen digital zweitverwertet, kommt da ganz sicher was bei rum, hat doch auch bisher niemand was anderes behauptet.
      Nicht jedenfalls, dass ich es wüsste.
      Man hat sich da ja auch sicher beraten lassen bzw. selbst kundig gemacht, bevor man das "Pferd" ausgesucht hat, auf das man setzt.
      Dem Streaming gehört ohne Zweifel die Zukunft, aber das geht nur über die schiere Masse an Rennen, die das gute Tier dann laufen muss. :zwinker:
      Isses "gut dabei", dann bestens für das (Groß)Label!
      Außerdem haben die ja auch nebenbei noch eigene Produktionen, nicht nur Second Hand-Ware.
    • Ich würde mir jedenfalls von Highscore mal ein paar echte Perlen wünschen, die originell sind, intelligent und vielleicht auch mal mit zumindest künstlerischem Anspruch überraschen - und wenn das dann unter den bejubelten Bedingungen des Streamings funktioniert - und zwar so, dass auch die anderen an der Produktion Beteiligten etwas davon haben: na, dann Glückwunsch! :)
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Mit den Bedingungen des Streamings hat das nichts zu tun, es hängt an der Qualitätskontrolle bei Highscore.

      Im Prinzip hat man ja auch gute Autoren, Freund, AvB, S. Weber, Thorsten B, am Budget wird es auch nicht hapern.

      Lektorat, Produktentwicklung, da sehe ich noch Baustellen, den Regisseuren muss man natürlich auch auf die Finger schauen, da wird einfach viel durchgewunken, was man nicht durchwinken darf.

      Aber "originell, intelligent und vielleicht auch mal mit zumindest künstlerischem Anspruch überraschen", das wird halt die Luft extrem dünn, solche Ansprüche stelle ich eigentlich gar nicht an ein kommerzielles Hörspiel. Wobei die Highscore-Produktion "Die schwarze Sonne" diesen erfüllt, auch wenn es nicht mein Ding ist.
      Ich will niemand leiden lassen - Und schrein vor Schmerz und Pein - Lieber wollen wir tanzen gehn - Für immer Freunde sein.
    • Hardenberg schrieb:

      und wenn das dann unter den bejubelten Bedingungen des Streamings funktioniert -
      Was imho eben nicht funktionieren kann.
      Denn die Generation aus der die ganzen "Karteileichen" die Highscore lizensiert hat, stammen aus der Kassettenkinder-Generation. Und das sind zum größten Teil eben Sachen, mit denen die Generation Netflix nichts anfangen kann.

      Ich vermute mal stark das die Schnittmenge aus den beiden Generationen nun mal nicht die Masse hat um "Erfolge zu finanzieren".
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Highscore macht OW&MH und Die neuen Abenteuer des Phileas Fogg schon paar Jahre, das ist sicherlich nicht über die Einnahmen aus dem alten Krempel querfinanziert.

      Vermute auch stark, dass man diese Produtionen auch als kommerzielle "Erfolge" ansieht.
      Ich will niemand leiden lassen - Und schrein vor Schmerz und Pein - Lieber wollen wir tanzen gehn - Für immer Freunde sein.
    • Neu

      Die CD sehe ich eher als Nische beziehungsweise
      "Pflichtveröffentlichung" für einige wenige Hardcore-Sammler, die ein
      Exemplar in der Hand halten und im Regal stehen haben möchten.
      Grad dass er nicht hinterherschiebt "Aber bald sind die ja alle tot" :D
      Ich will niemand leiden lassen - Und schrein vor Schmerz und Pein - Lieber wollen wir tanzen gehn - Für immer Freunde sein.
    • Neu

      Alleine der Satz "Der Digitalmarkt ist ein Massenmarkt, der von hohen Verkaufszahlen lebt. Während man früher viele Exemplare von einer Katalognummer verkaufen musste, reicht es heute, einen großen Katalog zu haben. " zeigt doch worum es geht. Masse statt Klasse.
      Vor allem sieht man das es da das es nur um die eine Seite geht. Denn die nur die Label können da evtl. von Verkaufszahlen reden. Streaming ist in meinen Augen aber kein Kauf.
      "Great men are forged in fire. It is the privilege of lesser men to light the flame"
    • Neu

      Der Satz mit der aussterbenden CD ist ja noch verständlich, aber der da ...

      Das Hörspiel ist in meinen Augen die moderne, digitale Variante des Fortsetzungsromans geworden – den man einfach nebenbei "wegsnacked" und sich unterhalten lässt.

      ... sagt mir eine Menge mehr über seine Sicht, wie er den Markt sieht (und auch bedienen wird).
      They call me the Fader. Which is what I'm about to do.
    • Neu

      Fader schrieb:

      Der Satz mit der aussterbenden CD ist ja noch verständlich, aber der da ...

      Das Hörspiel ist in meinen Augen die moderne, digitale Variante des Fortsetzungsromans geworden – den man einfach nebenbei "wegsnacked" und sich unterhalten lässt.
      ... sagt mir eine Menge mehr über seine Sicht, wie er den Markt sieht (und auch bedienen wird).

      Genau das habe ich auch gedacht.
      Und im Geiste ergänzt: Das merkt man dem Hörspiel-Angebot auch an!

      Wahrscheinlich deshalb der Deal mit Oliver Döring. So kommt zur Masse dann auch endlich mal die Klasse. Sofern man ihm freie Hand lässt.
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Benutzer online 5

      5 Besucher

    • Tags