Gruselkabinett - 118 & 119 - 20.000 Meilen unter dem Meer

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    • Das Problem ist meines Erachtens weniger die andere Akzentuierung selbst, sondern der Dramturgie-Fehler, der sich daraus ergibt: Man lässt bei dem Hörspiel fast den ganzen ersten Teil verstreichen, um ausschließlich die Suche nach dem vermeintlich rätselhaften Objekt zu schildern, von dem die Protagonisten (im Gegensatz zu den Hörern) nicht wissen, um was es sich dabei handelt. Die Suche selbst wird dabei ohne eigenen Reiz vertont. Im Grunde wird sie so in Szene gesetzt, als wüsste auch der Hörer nicht, was sich hinter dem vermeintlichen Ungeheuer verbirgt. Da das aber nicht so ist und gerade heutzutage im Grunde jeder weiß, um was es wirklich geht, hätte man diesem Umstand, wie ich finde, Rechnung tragen müssen und die Handlung entsprechend inszenieren: indem man entweder die Suche verkürzt oder ihr einen eigenen Reiz gibt (wie man es zum Entsetzen der Puristen mit der Charaktererweiterung von Dr. Lake und den daraus folgenden launigen Dialogen in den Bergen des Wahnsinns bereits früher schon einmal vorbildlich praktiziert hat).

      In der vorliegenden Form erschien es mir dagegen sehr zäh. Aber ich bin gespannt auf Deine Einschätzungen, wenn Du es gehört hast. Vielleicht schilderst Du uns dann auch Deine Eindrücke?
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Insgesamt hat mir diese Version recht gut gefallen,
      auch wenn Professor Aronnax mit seiner Begeisterung und Diener Conseil mit seiner Unterwürfigkeit schon etwas übertrieben haben.

      Hier war schon von der Fan-Brille die Rede, und ich muss zugeben, dass das auch für mich gilt. ;)

      Ich finde es auch interessant die verschiedenen Versionen zu vergleichen.


      Gruß, Frank
      Wo Leidenschaft ist, da ist auch Hoffnung.
    • ja, es hat wirklich lange gedauert die Folge zu hören. Heute war es endlich so weit. Kurz auf den Punkt gebracht hat diese Geschichte tatsächlich keinen wirklich Platz innerhalb dieser Reihe. Es fehlt hier sowohl am Schauer als auch an der Romantik (kein Wunder gibt es ja auch gar keine Frau in dieser Geschichte ;) ). Das enttäuscht mich doch etwas. Man hätte hier doch durchaus auch Potential gehabt die Geschichte gruseliger und unheimlicher zu gestalten, schließlich jagt man ein Ungeheuer im Meer und kämpft gegen einen riesigen Oktopus. Ansonsten war es eine durchaus zufrieden stellende Umsetzung für mich. Das längere Vorgeplänkel auf CD 1 hat mich eigentlich gar nicht gestört und ich fand doch dass die Geschichte doch langsam aber gut aufgebaut wird. Was die Sprecher angeht, so empfand ich Nemo deutlich zu "brav". Hier hätte ich mir mehr "Rumps" in der Stimme erwartet. Er wirkte nicht so kraftvoll und mächtig wie ich ihn mir vorstelle. Die Soundeffekte sind auch nur sehr brav eingesetzt.

      Abschließend würde ich für ein durchschnittliches Hörvergnügen berichten. Ich bedauere es nicht mir diese Geschichte, von der ich sicherlich schon jede Menge im Regal stehen habe, gehört zu haben. Aber wenn ich jetzt wählen müsste, dann würde ich entweder die kurze Version von EUROPA oder die lange DVD-Version wählen. Letztere ist eines der eindrucksvollsten Hörspiele überhaupt, das ich besitze. Da hat diese TITANIA Version keinerlei Chance dagegen.
      Baba :winke4: