Sind Hörspiel-Foren noch zeitgemäß?

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    • O ja, die rocky-beach.com - quasi der Walking Dead unter den Hörspielforen. =) (Nur Spaß!)

      MonsterAsyl schrieb:

      Hardenberg schrieb:

      Und man sieht ja auch oft, dass zwar nur verhältnismäßig wenige registrierte User online sind, aber dafür parallel viele, die nicht registriert sind. Da mögen ja unter Umständen eine ganze Menge Interessierte dabei sein, die sich nur informieren, aber eben nicht aktiv beteiligen wollen.
      Oh ja, das ist mir auch aufgefallen. :zustimm: Mir wäre es allerdings lieber auch die würden sich anmelden und etwas schreiben.

      Ja, das fänd' ich natürlich auch schön.

      Ich war nie ein Verfechter des kleinen Forums, in dem man unter sich bleibt, sondern fand und finde es immer wieder schön, wenn neue Leute frischen Wind mit hineinbringen. Das sieht man ja auch hier regelmäßig: Immer wieder kommen neue Leute hinzu, die das Gesamtbild verändern und neu prägen, auf ganz unterschiedliche Weise. Ich finde es vor allem auch schön, wenn sich viele unterschiedliche Charaktere und Mentalitäten unter dem gemeinsamen Interesse zusammenfinden. Klar ist man dann auch mal unterschiedlicher Meinung, aber ich sehe das nicht als etwas Schlimmes an. Das gehört einfach auch dazu. Ein Forum spiegelt immer auch ein Stück weit das Leben wieder, und da herrscht eben nicht immer nur grenzenlose Harmonie. Wenn der grundsätzliche Wille besteht, gut miteinander auszukommen und Differenzen zu klären, dann können auch verschiedenste Charaktere unter einem Dach gut miteinander auskommen. Das ist für mich das riesengroße Plus bei Foren.

      Es ist aber auch immer die Frage, was der Einzelne möchte, und ich glaube doch, dass es sehr oft den Hang zum Statement gibt. Ich schrieb das an anderer Stelle schon mal. Viele möchten sich gar nicht zu einem Thema wirklich austauschen, im Sinne von: Ich setze mich mit der Meinung des anderen auseinander, gern auch kritisch, und trete in einen echten Dialog, sondern bei vielen glaube ich als alleinigen Antrieb zu erkennen, den eigenen Standpunkt abzugeben - als reines Statement, das im Grunde von anderen nicht hinterfragt werden soll. Da wird eine Diskussion dann schnell als störend empfunden. Oder als so etwas ähnliches wie ein Boxkampf missverstanden, bei dem es darum geht, wer am Ende die Oberhand behält. Ehrlich gesagt, habe ich das nie verstanden. Und ich denke, darum sind die sozialen Netzwerke auch so beliebt: Sie nennen sich zwar "soziale" Netzwerke, sind aber letztlich Orte der reinen (und nicht selten ausschließlichen) Selbstbespiegelung. Dieses Format fördert weniger das Dialogische, sondern die Konzentration auf die eigene Lebensblase und somit auf die eigene Perspektive. Bei so etwas gerät der andere schnell in die Rolle des reinen Stichwortgebers, aber auf die Inhalte wird viel zu oft gar nicht mehr richtig eingegangen: weil sie eh nur noch Vorwand zur reinen Selbstdarstellung sind? Oft will es mir jedenfalls so erscheinen.
      Hardenbergs Hörspiel-Tipp:
      > Die Weisse Lilie <,
      I, II + III