Sherlock Holmes & John H. Watson - 2 - Der Avalon-Ritus

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    • Sherlock Holmes & John H. Watson - 2 - Der Avalon-Ritus

      Am 14.10.2016 erscheint:



      Inhalt:
      Die schöne Schwedin ist nur noch von einem einzigen Gedanken besessen: Sie will endlich die Wahrheit über den grausamen Mord an ihrer Schwester erfahren. Sherlock Holmes nimmt die Herausforderung an, dem Urheber des Schreckens das Handwerk zu legen. Noch ahnen weder Holmes noch Watson etwas von dem blutigen Ritual, das nachts in den Straßen des Londoner East Ends ausgeführt wird - dem Avalon-Ritus…

      Sprecher:
      Sherlock Holmes : Sky du Mont
      Dr. Watson : Hans Peter Korff
      Tone Norum : Karen Schulz-Vobach
      Ins. Frederick George Abberline : Manfred Lehmann
      Elizabeth Stride :Pia Werfel
      Melville Brown : Klaus Dittmann
      Michael Kidney : Gerhard Hinze
      und : Nicolas Ducci, Gerhard Garbers

      Copyright für Bild & Text: Amazon / Hermann Media Audiobooks

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    • Und wer von euch hat schon rein gehört? Ich habe mir die Folge gerade angehört und bin ob des Endes doch sehr überrascht.
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      Holmes als Mitwisser, fast könnte man sagen Mittäter eines zweifachen Mordes?! Das sitzt...
      Ich könnte mir vorstellen, dass dies so manchen Holmes-Fan stören könnte. Mich stört es nicht, aber es zeigt doch einen Sherlock Holmes, der sich von den bisherigen Holmes-Serien doch unterscheidet. Außerdem kommt diese Folge für mich doch deutlich ernster daher als es zum Beispiel bei Rode/Groeger der Fall war. Die Musik und die Geräuschkulisse fand ich sehr stimmungsvoll und gelungen. Ich muss unbedingt noch einmal reinhören. Das Thema fand ich sehr reizvoll und die Auflösung höchst interessant.
      Baba :winke4:
    • Heute habe ich noch einmal gehört. Dieses Holmes-Hörspiel kommt sehr ernst, sehr düster und sehr brutal daher. Mir hat das Hörspiel wirklich gut gefallen. Einen Tick besser als Folge 1. Was mir jedoch gefehlt hat, war die deduktive Arbeit von Holmes. Mir fehlen die logischen Schlüsse, das Zeigen der Zusammenhänge und das Schlussfolgern. Dies gehört für mich zu einem Sherlock Holmes einfach dazu. Auch das manchmal wie ein Zauberkunststück zur Schau stellen dieser Fähigkeiten. Dies fehlt leider. Ansonsten eine wirklich gelungene Produktion, die ich mit dem Titel "Sherlock Holmes einmal anders" bezeichnen würde. Anders, weil die Geschichte doch unter die Haut geht, anders weil hier Fiktion und Realität miteinander vermischt werden und anders weil Holmes mehr Passagier als Kapitän ist.
      Baba :winke4:
    • Markus G. schrieb:

      Dieses Holmes-Hörspiel kommt sehr ernst, sehr düster und sehr brutal daher. Mir hat das Hörspiel wirklich gut gefallen. Einen Tick besser als Folge 1. Was mir jedoch gefehlt hat, war die deduktive Arbeit von Holmes.
      Mir fehlen die logischen Schlüsse, das Zeigen der Zusammenhänge und das Schlussfolgern. Dies gehört für mich zu einem Sherlock Holmes einfach dazu. Auch das manchmal wie ein Zauberkunststück zur Schau stellen dieser Fähigkeiten. Dies fehlt leider. Ansonsten eine wirklich gelungene Produktion, die ich mit dem Titel "Sherlock Holmes einmal anders" bezeichnen würde. Anders, weil die Geschichte doch unter die Haut geht, anders weil hier Fiktion und Realität miteinander vermischt werden und anders weil Holmes mehr Passagier als Kapitän ist.
      Stimme mit dir überein ;) Die Folge kommt wirklich sehr ernst und düster rüber. Die Geschichte hat mich so gepackt, dass ich auch nach den Namen recherchiert habe.
      Insofern war es spannend, aber hier hat mir der Kutscher nicht gefallen, der die Leiche am Anfang findet. Auch er muss einige Selbstgespräche und Kommentare abgeben. Hätte man ja komplett weglassen können.
      Von Sky du Mont hört man Avolon, statt Avalon :)
      Aber ansonsten fand ich die Folge auch besser als der erste und was die deduktive Arbeit angeht, ja sie hat mir auch sehr gefehlt, aber ist wahrscheinlich schwierig es in diesen Fall einzubringen?
    • Habe die Folge nun auch zweimal gehört.
      Es ist immer eine etwas gewagte Sache, eine Romanfigur mit einem realen historischen Verbrechen zu kombinieren, vor allem mit einem, das nie wirklich gelöst wurde.
      Denn da muss man halt nachvollziehbare Gründe liefern, wieso auch der geniale Meisterdetektiv den Fall nicht lösen konnte. ;)
      Eine ähnlich gelagerte Thematik gab es ja bereits in einer Titania-Folge ("Im Schatten des Rippers"), diesmal fand ich das Ganze allerdings besser nachvollziehbar, denn Holmes und Aberline gehen ja sozusagen bis zum Äußersten, und es wird auch erklärt, wieso man der Öffentlichkeit keine weiteren Erklärungen liefern kann.
      Ja, und da muss ich @Markus G. absolut recht geben, es ist gewöhnungsbedürftig für einen Holmes-Fan, dass der große Detektiv
      Spoiler anzeigen
      sich nicht nur zum Mitwisser eines zweifachen Mordes macht, sondern die beiden Täter noch quasi ans Messer liefert.
      Aber angesichts deren Brutalität und der Tatsache, dass sie niemals von der Justiz zur Rechenschaft gezogen worden wären, können wohl die meisten von uns dieses "Auge um Auge" nachvollziehen.
      Ob es zur Figur des Sherlock Holmes passt, steht auf einem anderen Blatt, aber dem wurde in den verschiedenen Nach-Conan-Doyle-Produktionen schon so viel angedichtet, warum gerade hier mit dem Moralisieren anfangen. ;)
      Die Geschichte an sich fand ich nicht schlecht, allerdings war mir das "Vorspiel" mit dem "Lord" und "Long Lizzie" ein bisschen zu ausführlich, ich hätte das kürzer gehalten.
      Stimmt, nachvollziehbare Deduktion gib es eigentlich nicht, etwas Probleme hatte ich auch mit dem Begriff des "Avalon-Ritus", der mir so nichts sagte und über den ich auch nichts gefunden habe.
      Spoiler anzeigen
      Er wird hier aber als bekannt vorausgesetzt, und auf ihm beruht ja auch die Durchführung der Morde bzw. der Gehirn-Eingriff an einer der Prostituierten.
      Da hätte ich mir mehr Erklärung gewünscht.
      Die musikalische Untermalung war wieder sehr passend, und die beiden Hauptcharaktere machen ihre Sache auch weiterhin gut. :thumbup:
      "Unterschlagen" wurden allerdings zwei der Sprecher, und zwar der "Lord" sowie der "Doktor", warum auch immer man sie bei der Cast ausgespart hat. ?(
      Zumal der "Lord" ja doch eine ziemlich wichtige und auch umfangreiche Rolle hat.
    • Danke für Deinen Eindruck, der sich doch nicht großartig von meinem unterscheidet. Ich habe heute wo gelesen, dass das Hörspiel sehr lieblos gemacht wurde. Hattest Du den Eindruck, dass dies der Fall ist? Ich habe es eher gegenteilig empfunden, alleine die Tatsache, dass man in Sprecherensemble aufgenommen hat und man hört dieses Miteinander auch, finde ich sehr liebevoll und eben nicht 0815 lieblos. Geschmäcker sind verschieden, aber ich für mich kann diese Meinung nicht teilen.
      Baba :winke4:
    • Markus G. schrieb:

      Ich habe heute wo gelesen, dass das Hörspiel sehr lieblos gemacht wurde. Hattest Du den Eindruck, dass dies der Fall ist?
      Ich bin zwar nicht Agatha und werde auch nochmal gesondert was zu der Folge schreiben, aber ich habe diesen Eindruck auch nicht. Ganz im Gegenteil! Ich befürchte, der Schreiber dieser Aussage hat einfach ein anderes bzw. vielleicht zu modern orientiertes Hörempfinden. Mir gefällt die Serie ganz entgegen meiner Erwartung total gut und ich freue mich schon auf neue Folgen. :thumbsup:
    • Da bin ich jetzt froh, dass ich nicht alleine mit meiner Meinung bin. Die negativen Kritiken kann ich mir nur damit erklären, dass diese Serie auf Grund ihrer Machart und auch wegen ihrer Hauptprotagonisten polarisiert, weil sie sich vom Mainstream und vom klassischen Hörspiel 2016 unterscheidet. Man wird sehen ob Carsten hier den Nerv einiger Hörspielfans wie mich, sonst hätte ich mir keine weitere Holmes Serie gekauft, getroffen hat oder ob sie von so vielen abgelehnt wird, dass es finanziell so ein Reinfall ist, dass sie eingestellt werden muss. Das würde mir leid tun.
      Baba :winke4:
    • Markus G. schrieb:

      Ich habe heute wo gelesen, dass das Hörspiel sehr lieblos gemacht wurde. Hattest Du den Eindruck, dass dies der Fall ist?
      Lieblos? Nein, der Ausdruck wäre mir im Zusammenhang mit dieser Serie nie in den Sinn gekommen. :schulter:
      Keine Ahnung, wie ihn der Schreiber begründet.
      Lieblos sind für mich z.B. diverse alte Kinder-/Jugendhörspiele gewesen, die man heute noch gelegentlich irgendwo auf MC findet und dann total perplex ist, dass so etwas tatsächlich mal in den Geschäften lag. :pinch:
      Wo alle ihre Texte nur ablesen, man sich jegliche Musik spart, Erwachsene Kinder sprechen usw... :pfeifen:
      Aber hier? ?(
    • Mich reizt diese andere Herangehensweise bei den Aufnahmen auch enorm, es wenigstens mal mit einer Folge anzutesten, um zu schauen, ob es (für mich) funktioniert. Ich finde es immer wieder toll, wenn Hörspielmacher versuchen, andere Ansätze auszuprobieren - oder, wie in diesem Fall, eine im Grunde schon überkommene Methode mit neuem Leben zu erfüllen.

      Das kann klappen. Das kann schiefgehen. Spannend ist es allemal. Nur so gibt es Entwicklung: indem man sich traut, etwas anderes zu versuchen.

      Aber irgendwie - puuuh! - bin ich gerade gar nicht in Holmes-Stimmung, zumal wenn die Geschichten nicht auf Doyle selbst zurückgehen. (Eine packende und mitreißende Neuvertonung vom Hund der Baskervielles würde mich dagegen schon reizen.)

      Ich bin ja schon gespannt auf die zweite Folge der Thorndyke-Reihe, die in Ägypten spielt. Ich liebe Ägypten-Athmo und hoffe, sie wird auch dort reichlich zu finden sein... Solange werde ich mich noch gedulden (müssen).


      Edit: War hier eigentlich schon mal Thema, wer die Skripte zu den beiden Serien schreibt und ich habe es wieder vergessen? Oder ist das nicht bekannt? Würde mich mal interessieren. :]
      >> Kritik ist Liebe. <<
    • Vielen Dank für Eure Worte. Bei den Holmes ist und war der Gedanke alte Ideen mit der heutigen Zeit zu verknüpfen. Als dort habe ich angefangen in einer großen Gruppe aufzunehmen. Auch Ansätze von alten Radioproduktionen wollte ich aufgreifen. Aber ich werde mich nicht zu Kritiken äußern, dies steht mir nicht zu.

      Bei Dr. John Evelyn Thorndyke schreibt hier Ascan von Bargen die Skripte. Diese sind an den Büchern angelegt. Aber in bearbeitender Form.

      Ab Thorndyke 1 wird alles komplett gespielt und jede "Mini" Rolle ist zugegen. Hier müssen wir jede Szene so üben, dass jeder weis von wo er wie auf welche Stelle im Raum zugeht. Oder wenn alle am Tisch sitzen und essen, dann essen die Schauspieler auch an einer Tischrunde.

      Nun folge 5 ist nun im Kasten, seit letzter Woche...

      Lg.
    • Die Frage nach dem "lieblos" war von mir in erster Linie an die Hörer hier gedacht und weniger an Carsten. Dass Carsten nachdem was wir hier erfahren haben mit jeder Menge Herzblut und auch Mut mal etwas "anderes & neues in Sachen Produktion" zu probieren, steht für mich außer Frage. Ob dies jedoch beim (unwissenden) Hörer auch so ankommt, ist wiederum eine andere Frage.
      Baba :winke4:
    • Naja, ich glaube, von einem ganz normalen Hörspielhörer wird man eine grundsätzliche Wertschätzung des Neuen oder Anderen nicht erwarten dürfen. Der hört das Hörspiel einfach und ist danach davon überzeugt oder nicht. Das finde ich, von dieser Warte aus betrachtet, auch weder schlimm noch verwerflich, auch wenn es für einen Macher bitter sein mag, wenn alles Herzblut und Engagement nicht die gewünschte Anerkennung einbringt.

      Letztlich muss das Gesamtpaket stimmen: Was nützt die ambitionierteste und originellste Technik, wenn die Geschichte dünn, die Sprecher unfähig und das Sounddesign unbefriedigend sind?! Wobei ich das jetzt nicht auf diese Serie bezogen, sondern ganz allgemein verstanden wissen will. (Ich kenne diese neue Serie ja auch gar nicht.)

      Anerkennung für Dinge wie diese findet man wohl eher bei denen, die sich eingehender mit der Materie befassen, bei anderen Machern etwa oder Hörspielverliebten wie uns in diesem oder anderen Foren.
      Wie gesagt, ich finde es immer toll, wenn Neues versucht wird. Es gibt soviel Einheitsbrei, der nur längst eingetretenen Pfaden folgt, darum finde ich den Ansatz bei dieser Serie schon mal top! Das ragt schon aus der Masse hervor.
      Ob es dann am Ende in allen Teilen überzeugt und man diesen neuen alten Ansatz der Ensembleaufnahmen als bereichernd oder eher störend empfindet, steht dann auf einem anderen Blatt.

      Auf jeden Fall macht man sich allein schon mit diesem Versuch um das Medium Hörspiel verdient, finde ich. Denn nur durch den Mut, mal neue Wege zu beschreiten, hält man diese kleine Nischenkunst am Leben, befördert seine Entwicklung. Eine solche Entwicklung besteht aus Meilensteinen, aber auch aus Experimenten, die nicht funktioniert haben. Wichtig und aller Ehren wert, wenn es ernsthaft betrieben wird, ist sicherlich beides.

      Zu welcher Kategorie der Weg dieser Holmes-Serie zählt, wird sich erst noch zeigen.

      Ich wünsche ihr jedenfalls viel Erfolg!
      >> Kritik ist Liebe. <<