Erzähler in Hörspielen

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    • @Contendo versteht es sehr gut Situationen, Momente und Umgebungen mit Geräuschen akustisch darzustellen. Das gefällt mir meistens auch sehr gut, wirkt dynamisch und lebendig.
      Einen Erzähler finde ich dann sehr gut, wenn er mehr über das Seelenleben, psychische oder physiologische beschreibt. Dann wird das Gesamtbild größer und man erfährt mehr. Grundsätzlich mag ich auch stimmungsvolle Landschaftsbeschreibungen in Kombination mit passender Musik. Aber manchmal passt auch der Weg von Contendo sehr gut. Es gibt also mehrere gute Möglichkeiten wie man Bilder im Hörer entwickelt.

      Axel Milberg, Simon Jäger, Wolfgang Pampelmuse mag ich als Hörbuchsprecher sehr gerne!
      Baba :winke4:
    • S.R.-Fan schrieb:

      Einen sehr interessanten Beitrag zum Dialog hat Paul Burghardt in seinem Blog geschrieben. Wie genial einfach es manchmal sein kann, wichtige Infos für den Zuhörer in ein paar Sätze zu packen.
      Danke für den Link, habe ich gerade gelesen und hat mir gefallen. Das ist wirklich die Kunst: Informationen für den Hörer unaufdringlich, mit Subtext und eingebunden in die Handlung aufzubereiten. Und Spaß machen sollte es außerdem. Dann klappt's sogar auch ohne Erzähler (so man will).

      Einen Beitrag zum Thema (mit Hörbeispielen) gibt's dazu auch auf der Brandis-Website. Die Überlegungen kamen auf, da wir auch vor der Frage standen und eine Entscheidung fällen mussten.
    • Seit ich jetzt kommerzielle Skripte schreibe, habe ich mir einen Erzähler abgewöhnt und siehe da, es funktioniert auch. Es gibt natürlich auch Beispiele, in denen es nicht funktioniert. Wenn sich z.B. eine Person allein in einem Wald bewegt. Wenn man da keinen Gesprächspartner hat, wird es schwer. Und ich hasse Selbstgespräche. Das kann man mal mit einem Satz machen, ohne das es komisch wirkt, aber bei längeren Szenen geht das gar nicht. Oder man nimmt einen Ich-Erzähler, wie das im Gruselkabinett schonmal der Fall ist. Meistens klappt es bei Titania ganz gut, aber es gibt auch Gegenbeispiele (wenn ich da an Sweeney Todd denke, da haben sie daneben gehauen). Bei meinen unkommerziellen Sachen hingegen hatte ich oft einen Erzähler oder eine Erzählerin. Ich mag beides!
    • Ja, danke für den Blog-Hinweis, S.R.-Fan! :thumbup:
      Den Teil zum "akustischen Dialog" bzw. zum "Subtext", um ohne Erzähler auszukommen, fand ich wirklich sehr interessant.
      "In Tönen denken" - und dann noch in genau den richtigen! So wenig wie möglich sagen, aber doch alles drin haben, was nötig ist - selbstverständlich auch auf möglichst intelligente, unterhaltsame Art und Weise.
      Wirkt auf uns als Hörer dann alles so beläufig und ist doch so schwierig für den Autor zu konzipieren!
      Richtig gutes Skripte-Schreiben will halt gelernt sein, das schüttelt man nicht einfach so aus dem Ärmel. :zwinker:

      Btw. wie man bei "Twilight Mysteries" (um sich hier auch nochmal auf P. Burghardt zu beziehen) ohne Erzähler asukommt, ist für mich ebenfalls ein sehr gelungener Weg.
      Ich hatte in den bisher gehörten Folgen nie das Gefühl, es passiere gerade etwas, ich bekäme aber nicht in vollem Umfang mit, was abläuft.
      Nicht einmal in den Nebel-Szenen bei "Portum".

      Erinnere mich noch, dass eines der ersten Hörspiele, das mich, einfach aufgrund der damals noch relativ selten anzutreffenden Produktionsweise: "Wir benutzen Geräusche und lassen auch mal minutenlang niemanden reden, sondern nur agieren" , stellenweise bisschen ratlos zurückließ, "Dorian Hunter 17 - Jagd nach Paris" war.
      Wirklich sehr gekonnt gemacht, die Szenen im Zug und außerhalb, allerdings erfordern sie definitiv ein genaues Zuhören und volle Konzentration!
      Was man aber einem Hörspiel dieser Qualität ohnehin auch angedeihen lassen sollte - im eigenen Interesse. :thumbsup:
      Für mich ist die Serie immer ein besonders gelungenes Beispiel gewesen, wie es auch ohne Erzähler laufen kann.
    • Bei Interplanar ist auch eigendlich ein Erzähler fehl am Platze.
      Die erstklassige Qualität der Story und die absolut authenischen
      Umgebungsgeräusche machen dies möglich.
      Interplanar - Stücke sind Schallfilm! Bilder für die Ohren!
      Oder habt ihr, wenn ihr mit beiden Ohren durch die reale Welt geht
      einen Erzähler? :zwinker:

      ..
      Interplanar: Du hörst nicht zu, Du bist dabei! :applaus: