Info Einführung in die allgemeine Heftromankultur (Teil 2)

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    • Einführung in die allgemeine Heftromankultur (Teil 2)

      Ja, der Kioskbesuch war immer irgendwie mit jeder Menge Aufregung verbunden, was vor allem an meinem zarten Alter lag. Ich durfte mir zwar alles ansehen (zumindestens das, was in meiner Reichweite war ;) ) aber wenns ums kaufen ging, wurds manchmal schwierig. Erstmal hab ich sowieso Stunden da verbracht, bis ich mein Wahl getroffen hatte. Damals so ca. 1974 gabs einfach eine Unmenge an Grusel und -Horrorserien, daß kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Obwohl sie ja auch als "Groschenhefte" bezeichnet werden, wollte es eben gut überlegt sein, wofür man seine 0,90 Pf oder die 1,- DM ausgeben wollte. Da ich bis dahin noch keine Erfahrung mit den Romanen hatte, ging es bei mir hauptsächlich nach dem Cover. Mich haben immer die wunderschön gezeichneten Bilder fasziniert und je nachdem, welches davon meine Phantasie am meisten beflügelte, wurde dann gekauft. D.h. wenn es die Kisokbetreiberin erlaubte. =) Die hatte nämlich ihren ganz eigenen Jugendschutz. Monster waren ok, aber wenns ne nackte Frau mit drauf hatte, hat sie mir das Heft nicht verkauft. :augenroll: Gut, wenn ich es wirklich haben wollte, hab ich mich dann in die Bahn gesetzt und das Heft im Bahnhofskiosk gekauft. Denen wars egal wie alt man war, oder was es auf dem Cover zu sehen gab. :lach2: Aber ich schweife schon wieder ab. :blush:
      Jedenfalls haben sich bei mir dann ganz schnell die Vampirhorrorromane durchgesetzt. Ich hatte ziemlich schnell raus, daß die zwar so hiessen, aber nur in den seltensten Fällen auch tatsächlich ein Vampir vorkam. Also beschloss ich diese Serie zu sammeln. Selbstverständlich war meine Mutter alles andere als davon angetan und so musste ich heimlich meiner Leidenschaft frönen. Im Sommer sind wir dann nach Jüst gefahren. Wer die Insel kennt, weiß, das da ausser Meer und Strand da so gut wie nix ist. (ausser dem schönen alten Kino, wo ich dann viele Klassiker nochmal auf der großen Leinwand sehen konnte, aber das ist eine andere Geschichte). Schon damals hab ich in jedem Urlaubsort als erstes abgecheckt, wo ich mein Lesefutter herbekommen würde. :biggrin: Also hab ich mich erstmal auf den Weg gemacht und den Kiosk abgecheckt. Ich weiß ja nicht, ob Euch das auch aufgefallen ist, aber im südlichsten Bayern und im absoluten Norden von Deutschland bekam man noch Sachen als Neuware präsentiert, die bei uns schon Jahre alt bzw gar nicht mehr erhältlich waren. :) Die hatten da noch Ausgaben von Romanen oder Comics im Regal, die bei uns schon als vergriffen galten. Geilerweise gabs da auch Vampirhorrorhefte und so konnte ich ein paar Lücken füllen. :juhu: Blöderweise hat meine Mutter die Hefte allerdings beim Aufräumen gefunden. :motz2: Das gab dann einen Riesenwirbel und ich musste mich erstmal gefühlt stundenang dafür verteidigen. Als es an die Rückfahrt ging, hat sie mir dann verboten die Hefte mitzunehmen, unter dem Hinweis, die könnte ich ja dann nächstes jahr wieder lesen. Natürlich waren wir nie wieder auf Jüst und ich trauere den Heften heute noch hinterher. :heul:
      Im Rahmen meiner Vampirhorrorromansammlung (wat n Wort :spott: ) kam es dann auch zu meiner ersten Begegnung mit Dorian Hunter. Ich meine es war Band 79 Die Insel der wandelnden Toten gruselromane.de/vhr/romane/vhr079.jpg in dem ich zum ersten Mal von dem Dämonenkiller las. Ich muss aber zugeben, daß mir der Roman an sich zwar gefallen hatte, ich es aber gleichzeitig doof fand, daß es da einen Charakter gab, der in mehreren Geschichten vorkommt. Genau DAS wollte ich nämlich nicht, da ich in sich abgeschlossene Folgen viel besser fand, als solche mit "unsterblichen" Titelhelden. Das war aber nicht weiter schlimm, da es danach nur noch zwei weitere Hefte mit Dorian gab (Der Moloch[83] & Das Dämonenauge[87]) bevor Pabel die Serie auskoppelte und mit Band 18 als eigenständige Romanserie weiter prodzuierte.

      So, daß war mein kleiner persönlicher Rückblick auf die Heftchenkultur. Morgen gehts dann richtig los, mit dem Topic:
      Geburtsstunde und Geschichte 1974 - 1977(Die Pabel Zeit Teil 1)
    • Super, vielen Dank!

      Das mit der Kisokbetreiberin ist ja =) Ok, wenn mein Kisokbetreiber die Cover gesehen hätte (bei uns gab es nur Zeitungen), hätte er sie mir wohl auch nicht verkauft. Ich weiß nicht, ob ich mich jetzt damit in die Bahn setzten würde. Haha vielleicht doch ein bisschen zu viel des Guten.