Eurovision Song Contest 2014

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    • Eurovision Song Contest 2014

      Alle Jahre wieder...

      Am kommenden Samstag, 10.5.2014, ist es wieder so weit, diesmal live aus Kopenhagen, Dänemark: Der Eurovision Song Contest.

      Die Top-Favoriten in diesem Jahr:


      Emma Marrone - La Mia Città (Italien)





      Conchita Wurst - Rise Like A Phoenix (Österreich)





      Es wird ein spannendes Finale!

    • geht das verlogene gekasper schon wieder los? auffallen um jeden preis! mich interessiert der song contest nicht die bohne.der sinn der mal dahinter steckte, ist spätestens seit dem sieg von LORDI zu grabe getragen worden. und nicht falsch verstehen ich fand es super geil das die gewonnen haben. mitlerweile ist es doch so, schriller, schräger und showträchtiger und die chancen für den gewinn steigen überprozentual an. da spielt es auch keine rolle das das lied ein 100 mal gehörter abklatsch ist, der es im radio(als reine neuvorstellung) nie und nimmer geschafft hätte.hier verkauft man bunte bilder, leeres geschwätz und verlogene punkteverteilung. das einzige was ich diesem *hüstel* "event" zusprecheh mag ist, das man es gewagt hat irgendwann moderner zu werden und die terror mucke alter tage endlich in ruhestand zu schicken.
      FFM-ROCK.DE
    • Der letzte Songcontest, den ich mir - auszugsweise - angesehen habe, war der damals mit Gildo Horn.
      Seitdem erspare ich mir das Zeug komplett, kucke keine Vorentscheidungen, lese nicht die Ergebnisse hinterher im I-Net nach, und ob Deutschland mit 0 Punkten rausgeht - who cares??
      Soviel zu dem Thema. :schulter:
      Und wir haben da doch einen echt perfekt passenden Smiley: :reissack:
    • Du bist nicht allein lieber sk. Ich gucke das auch aber nur um mir Peter Urban anzuhören. Wer gewinnt ist mir meist Schnuppe und der Rest so ziemlich auch.
      Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weis nie, was man bekommt (aus Forest Gump)

      Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. (Oscar Wilde)
    • Ich liebe den Grandprix Eurovision de la Chanson, oder wie er seit einigen Jahren neudeutsch heißt: Den Eurovision Song Contest, kurz ESC. (So wie die Taste, oben links auf der Tastatur.) Tatsächlich hat der musikalische Wettbewerb (auch) eine Fluchtfunktion: Für ein paar Stunden in eine fröhliche und mehr oder weniger heile Glitzerwelt fliehen zu können, manchmal mit toller Musik, manchmal mit grässlicher Musik und schrillen Bühnenkostümen.

      Aber es ist so oder so ein alljährlich wiederkehrendes Gute-Laune-Ritual, das ich mir zwar auch aus Tradition, aber auch mit Freude und Begeisterung ansehe. Einige Interpreten haben durch den Eurovision Song Contest eine große internationale Karriere starten können, wie z.B. die Sieger aus Schweden - ABBA ("Waterloo"), Céline Dion ("Ne partez pas sans moi"), die 1988 für die Schweiz antrat und den Sieg holte, oder auch Johnny Logan ("Hold Me Now") für Irland.

      Verändert hat sich der ESC aber meines Erachtens mit genau jener Show damals, als Guildo Horn (Deutschland) und die Transsexuelle Dana International (Israel) antraten, um der Show einen neuen Drive zu geben. Das machte den Weg frei für aberwitzige Nonsense-Comedy-Beiträge, wie die von Stefan Raab ("WaddeHaddeDuDeDa"), den Auftritt von Lordy und vielen anderen schrägen Beiträgen.

      Schade ist es ein wenig, dass der ESC für politische Zwecke missbraucht wird, spätestens seit die ehemaligen Sowjet-Staaten mit an Bord sind, das Baltikum mal außen vor gelassen. Aber heutzutage, wo man nur noch hört "Krim-Krise", Ukraine, Weißrussland, Russland... Krieg, Anti-Homosexuellen-Gesetze usw. ... das schreit ja förmlich nach Top-Votings für Conchita Wurst, die stimmgewaltig und überzeugend auftritt, auch wenn ihr Song nach einem James-Bond-Film klingt, also nicht wirklich neu und frisch.

      Wenn man sich vor Augen hält, dass für Russland vor wenigen Jahren noch die Lesbenlolitas "t.a.T.u." die Bühne stürmten - heutzutage würde man sie in Moskau direkt zusammenschlagen und bei Wasser und Schimmelbrot in irgendeinen alten Sowjetkerker werfen, wegen "homosexueller Propaganda"...

      Aber, nichtsdestotrotz: The Show Must Go On. - Gerne auch ohne gewisse Teilnehmerländer, die aufgrund "moralischer Bedenken" jederzeit auf eine Teilnahme verzichten dürften, statt die Welle zu machen. Was Leute wie Conchita Wurst oder Dana International privat machen oder nicht, ist doch deren Sache. Freddie Mercury, Elton John oder George Michael (und viele andere) mach(t)en privat auch Dinge, für die man anderswo noch heute gesteinigt, gehängt, erschossen, verfolgt, gefoltert oder sonstwie massakriert wird. Noch bis in die 1970er-Jahre galt Homosexualität auch in Deutschland als "Krankheit", als schlimme "sexuelle Abartigkeit" und Homosexuelle wurden zwangskastriert, mit Elektroschocks "kuriert" und gesellschaftlich geächtet.

      Aber die Zeiten ändern sich - und niemand sollte, meiner Auffassung nach, ein Problem damit haben, die Werke irgendwelcher Künstler genießen und bewundern zu dürfen, egal, ob die Künstler nun homo-, bi- oder heterosexuell sind / waren.
    • Halte das ganze für großen Nonsens. Wie einige schon bemerkt haben geht es nur darum aufzufallen, und das ist seit ABBA so. Aber jetzt reichen keine Glitzerklamotten mehr aus, nein jetzt muss die Sexualität herhalten, und das finde ich kümmerlich. Jedem auf die Nase binden wo man es gerne rein hätte ist dämlich und tut der Aufklärung und vor allem der Akzeptanz keinen Gefallen, ganz im Gegenteil.
      Ob das auch funktionieren würde wenn sich einer als Große-Tittenliebhaber outet?? :erica:

      Ich sehe auch keinen Sinn in der ganzen Aktion außer die , zu ermitteln welche Länder sich nicht mögen. Würden die Lieder in den Landessprachen gesungen werden hätte das wenigsten Scharm , aber so sind es halt schlechte Lieder meist auf Englisch und mit Bart.
      "-----FREIHEIT MACHT ARBEIT-----"
    • Merkwürdiger Weise gehört der ESC seit einigen Jahren für mich zum Pflichtprogramm. Das ist einfach herrlich bescheuert und amüsant. Das ist das letzte der großen TV-Formate, das noch funktioniert.

      urmel schrieb:

      Halte das ganze für großen Nonsens. Wie einige schon bemerkt haben geht es nur darum aufzufallen, und das ist seit ABBA so. Aber jetzt reichen keine Glitzerklamotten mehr aus, nein jetzt muss die Sexualität herhalten, und das finde ich kümmerlich. Jedem auf die Nase binden wo man es gerne rein hätte ist dämlich und tut der Aufklärung und vor allem der Akzeptanz keinen Gefallen, ganz im Gegenteil.
      Ob das auch funktionieren würde wenn sich einer als Große-Tittenliebhaber outet?? :erica:


      Eigentlich funktionieren die Medien doch seit den 50er Jahren durch nichts anderes als Titten, insofern verstehe ich Deinen Einwand hier nicht.

      urmel schrieb:


      Ich sehe auch keinen Sinn in der ganzen Aktion außer die , zu ermitteln welche Länder sich nicht mögen. Würden die Lieder in den Landessprachen gesungen werden hätte das wenigsten Scharm , aber so sind es halt schlechte Lieder meist auf Englisch und mit Bart.


      Da bin ich wiederum ganz Deiner Meinung. Wenn a) die Interpreten, b) die Komponisten und Texter und c) die Produzenten aus dem jeweiligen Teilnehmer land kämen und in Landessprache gesungen würde, wäre das Ganze viel interessanter und auch vergleichbarer. Wo ist denn letztlich die "nationale" künstlerische Leistung, wenn (sagen wir mal) Albanien sich von Pharrell einen Song schreiben und Produzieren lässt, der dann von Lady Gaga, Madonna und Elton John gesungen wird?
      Ein Vogel sitzt auf meinem Bein, dem schlag ich gleich die Fresse ein.
      Knarf Rellöm

    • Da bin ich wiederum ganz Deiner Meinung. Wenn a) die Interpreten, b) die Komponisten und Texter und c) die Produzenten aus dem jeweiligen Teilnehmer land kämen und in Landessprache gesungen würde, wäre das Ganze viel interessanter und auch vergleichbarer. Wo ist denn letztlich die "nationale" künstlerische Leistung, wenn (sagen wir mal) Albanien sich von Pharrell einen Song schreiben und Produzieren lässt, der dann von Lady Gaga, Madonna und Elton John gesungen wird?


      ??? Sag ich doch ???? ?
      "-----FREIHEIT MACHT ARBEIT-----"
    • Ich schaue jedes Jahr mal rein, mal bleib ich hängen und mal nicht. Für Lena habe ich damals sogar angerufen. Mir gefiel dann aber nicht, daß sie dann nach ihrem Sieg wieder angetreten ist. Ganz schlimm fand ich im letzten Jahr Cascada, deren Lied für mich ganz klar nach dem Vorjahressieger klang. Elaiza wird da hoffentlich weiter nach vorne kommen, denen würde ich es gönnen. Beim Vorentscheid hätte ich sie aber nur auf Platz 2 gewählt und diese 50er Jahre Combo (Name vergessen) auf Platz 1.
    • Tolkien schrieb:

      und diese 50er Jahre Combo (Name vergessen) auf Platz 1.


      The Baseballs ;)

      Der ESC ist seit vielen Jahren für meine Mom und mich Pflichtprogramm.
      Wir setzen dann gemütlich zusammen und schauen ihn uns an.
      Vorher gibt's lecker was zu Essen. :essen1:
      Nach anfänglichen Meckern gefallen mir "Elaiza" jetzt auch, eine sympatische Mädchenchombo und das könnte wie damals bei Lena helfen.
      Ich muss aber gestehen für "Santiano" gewesen zu sein weil ich die Ende Februar live durfte und es einfach geil war.
      Ganz schlimm ist dieser Transvestit als Österreich, ich weiß nicht wie die Leute sowas wählen können?

      Sehen wir mal was heute abgeht.
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    • Es ist schon so, dass es ein politisches Urteil war, das Conchita zum Sieg verholfen hat. Der ESC ist ja ursprünglich kein Sängerwettstreit, sondern ein Komponistenwettstreit. Und Conchitas Song, obwohl hervorragend gesungen und performt, ist kompositorisch einfach eine John Barry- / Shirley Bassey-Kopie. Der typische James Bond-Song, den man schon 100 Mal vorher gehört hat. - Ich frage mich: Hätte Conchita auch ohne Vollbart gewonnen? Hätte sie auch gewonnen, ohne den Medientrubel um Russland/Weißrussland und Ukraine?

      Die Zuschauer und Lobbyisten haben gestern nicht für einen Song gestimmt, sondern für ein Image oder eine Lebensart.

      Ziemlich unfair fand ich es, wie sehr die russischen Tolmachevy-Zwillingsschwestern darunter zu leiden hatten und schon im Vorfeld immer nur ausgebuht wurden, (einfach nur, weil sie aus Russland kommen und für Russland singen), obwohl das amerikanische und schwedische Komponisten-Team um John Ballard ihnen einen Hammersong geschrieben hatte, der von den beiden 1A über die Bühne gebracht wurde:


      SHINE - Tolmachevy Sisters



      Mit dem Song hätten sie noch im letzten Jahr den sicheren Sieg heimgebracht.

      Auch die Power-Performance der ursprünglichen Favoritin, Emma Marrone, war der Hammer - ging aber im Sog der Medienkampagne um den aufgepinselten "Vollbart" vollständig unter, bei der anschließenden Punkteverteilung:


      LA MIA CITTÀ - Emma Marrone


      Aber so ist das halt beim ESC: Manchmal gewinnt die Musik, (z.B. Waterloo), manchmal das nette Mädchen von Nebenan (z.B. Lena oder Emily de Forest) - dann wieder gewinnen Politik und Lobbyisten, (z.B. Dana International oder eben Conchita Wurst).

    • Lustigste ESC-Kommentare:

      "Oh, die kleine Cousine von Julius Cäsar!" (über Emma)

      "Julia Timoschenko singt für Italien?" (über Emma)

      "Die Geschichte wiederholt sich: Erst stimmen alle jubelnd für einen Österreicher mit Bart, und wenige Jahre später will angeblich niemand mehr für ihn abgestimmt haben..." (über Conchita)

      "Ein Österreicher mit Bärtchen dominiert Europa. Ist es schon wieder so weit?" (über Conchita)
    • Ich glaube es ging nicht darum auf Teufel-komm-raus aufzufallen. Eher darum, dass ihn vorher keiner so akzeptiert hat wie er ist. Soweit ich das gelesen habe, hat er sich vorher schon für andere Shows beworben, wurde aber abgelehnt, weil er zu feminin aussieht. Na, da hat er sich halt den Bart wachsen lassen und nen Fummel angezogen, denn er ist ein Mann (das will er ja auch nicht anders). Aber wieso soll ein Mann unbedingt aussehn wie Arnold Schwarzenegger? Ist doch eine tolle Reaktion. Ich kann das gut verstehen. Wenn man ewig zu hören bekommt, man sieht ja nicht so aus, wie das entsprechende Geschlecht auszusehen hat, oder zu handeln.

      Die "Russen" haben übrigens Conchie auch auf hohe Ränge (Platz 3 soweit ich das erinnere) gewählt, es war die Jury aus Russland, die keine Stimme gegeben hat. (Das wusste das Live-Publikum, in dem Moment, natürlich nicht). Aber es ist schon so, dass es mehr gekocht hat als vorher. Die Stimmung kippt wohl gerade, leider....

      Wie dem auch sei, ich mag C. W., ich mochte auch Herrn Horn. Ich mag es, wenn mein eingefahrener Blick mal ein bisschen abgelenkt wird.

      Im übrigen finde ich Travestie-Kunst eigentlich eher langweilig. Der einzige Künstler, der mich wirklich beeindruckt hat war Mary, und der ist bei uns seit den 90ern ja schon in der Werbung(!) gewesen, also kein Grund sich jetzt über einen Mann mit Bart aufzuregen, finde ich. Wenn schon Travestie, dann den Punkt finden. Also keine Schiller-Scheiße (Olivia Jones), sondern das was Frauen auch kaum können, Die weibliche Eleganz....woran man wieder mal sieht, dass das Leben eben nicht schwarz-weiß (bzw männlich oder weiblich) ist. Ich kenne aber auch nicht viele Travestie-Künstler...Keine Ahnung. Eigentlich ist mir das auch alles Egal.

      Edit: Apropos Komponistenwettstreit. Naja, das ist halt auch der Wandel der Zeit. Wo früher in den 50ern der Komponist wichtig war, ist später immer mehr der Interpret in den Vordergrund gerückt. Früher wurden die Lieder von einem Komponisten geschrieben und dann wurden das Lied interpretiert. Später haben die Interpreten immer mehr selber komponiert, die "Berufsgruppe Komponist" rückte im POP immer mehr in den Hintergrund. Und so ist es auch bein ESC, denke ich. Ich meine Ralph Siegel sieht ja auch keine Schnitte mehr, nur weil er Ralph Siegel ist. Früher hätte er bestimmt ein paar Bonuspunkte eingeheimst.
    • urmel schrieb:

      Halte das ganze für großen Nonsens. Wie einige schon bemerkt haben geht es nur darum aufzufallen, und das ist seit ABBA so. Aber jetzt reichen keine Glitzerklamotten mehr aus, nein jetzt muss die Sexualität herhalten, und das finde ich kümmerlich. Jedem auf die Nase binden wo man es gerne rein hätte ist dämlich und tut der Aufklärung und vor allem der Akzeptanz keinen Gefallen, ganz im Gegenteil.

      Nein, es hatte eben nichts mit der Sexualität zu tun. Sondern mit dem Wirken und Einordnen, der Personen, die nicht klar kommen, wenn jemand eben NICHT der Testosteron-Macker ist. Er hat sich ja normal präsentiert, nur fand das die Jury (in den anderen Wettbewerben) zu weiblich.