Berge des Wahnsinns

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    • Berge des Wahnsinns

      Berge des Wahnsinns

      Klappentext:
      In Form eines Tagebuchs zeichnet Ich-Erzähler William Dyer den Verlauf einer Expedition in die Antarktis nach. Zunächst suchen er und sein Team nach außergewöhnlichen und mesozoischen Gesteinsarten, wie dem Kreide-Schiefer. Doch dann stoßen sie auf eine Höhle, in der sie Fossilien einer der Menschheit völlig unbekannten, halb pflanzlichen und halb tierischen Rasse entdecken. Bald stoßen sie auf urzeitliche Städte einer überlegenen Zivilisation und erkennen, dass die Urgeschichte der Erde eine ganz andere war, als die Wissenschaft annimmt.

      Sprecher:
      Dyer: Lutz Harder
      Pabodie: Herbert Fux
      Danforth: David Nathan
      Professor: Friedrich Schoenfelder
      Lake: Christian Rode
      Douglas: Jan Prähl
      Moulton: Michael Jackenkroll

      Rezension:
      Die Story ist nicht von schlechten Eltern. Irgendwie H.P. Lovecraft halt. Er ist ein Garant für gute spannende Geschichten. Aber was macht die Umsetzung durch das Label? Kurz und Knapp, hervorragend!!! Hier wurde absolut meisterliche Arbeit geleistet.

      Die Sprecher sind ein Auflauf von derzeit den besten Sprechern die es in der Deutschen Republik zu buchen gibt. Und die sind auch noch hervorragend aufgelegt bei der Produktion dieses Hörspiels.

      Die Soundeffekte und die Musik sind in guter Form eingesetzt worden. Stellenweise fand ich die schrillen und die dröhnenden Töne nicht ganz angebracht. Dafür wurde aber die Musik gut und eindrucksvoll eingesetzt.

      Das Cover ist ein Schuber mit einem Digipack für die CDs und das Booklet. Das Booklet ist klasse. Man findet auf den Seiten viele Kurzbiografien der Sprecher. Die Zeichnung ist dem Hörspiel absolut angepasst und entspricht auch dem Klappentext. Die Zeichnung weis zu gefallen.

      Als Fazit kann man knapp sagen, eine tolles Einstiegswerk durch das Label. Ich bin gespannt, was als nächstes durch Lauschrausch auf den Markt kommen wird. Aber was soll man groß rezensieren bei einer so guten Umsetzung? Bis auf den Einsatz der Sounds ein sehr gutes Werk.

      Meine Bewertung:
      Schulnote: 1-2

      Berge des Wahnsinns
      ISBN 3-9805820-3-5
      lauschrausch.eu
      ca. 94 Minuten (2CDs)

      Michael Girbes, 07. Januar 2007, hoerspieltalk.de
      "Alles richtig machen ist unmöglich. Gerecht zu sein noch mehr!

      Aber der Wille dazu, der muss in jeder Situation, bei deinem Tun und Handeln erkennbar sein."
      Dr. Markus Merk
    • "Der Mensch ist nicht der älteste Herr der Erde und wird auch nicht der letzte sein... !"

      Was als geologische Forschungsreise in die Antarktis begann, entwickelt sich bald als ein lebensbedrohliche Gratwanderung zwischen Sinn und Wahnsinn. Unter dem meterdicken Eis befinden sich Spuren von Urzeitlebewesen, die auch wenn sie körperlich nichtmenschlich sind, so doch eine vergleichsweise hohe Kultur besaßen, wie ihre verwaisten Bauten auf den Gipfeln der Berge des Wahnsinns bezeugen. Doch noch etwas anderes, weitaus bedrohlicheres lauert dort in den Tiefen unter dem Gebirge. Und es ist nicht freundlich.

      Beim Hören mußte ich sofort an "THE THING" denken. Sind bestimmt Elemente aus Lovecrafts Roman dafür ausgeliehen worden. Die Produktion kann durchaus als gelungen bezeichnen, auch wenn ich manchmal den Eindruck hatte, daß es Probleme bei der Tonaufnahme gab. Manchmal glaube ich die Sprecher kurz nur aus einem Lautsprecher zu hören, dann plötzlich auf beiden. Auch der Wechsel zwischen Erzähler-Off und Dialog ist manchmal zu deutlich hörbar. Aber das sind bloß kleine technische Probleme, die den Genuß nicht weiter stören sollen. Ich frage mich aber, wer auf den Gedanken gekommen ist, Herbert Fux als Sprecher zu verpflichten. Ich kenne ihn eigentlich nur als trinkfesten Quartalssäufer aus dem Kaisermühlen-Blues. Er ist keine Frage ein großer Schauspieler und bringt seinen Text gut rüber, aber sein österreichischer Dialekt (und wenn mir als Landsmann das sogar auffällt) bricht doch zu sehr durch in einer rein neuhochdeutsch gesprochenen Produktion. Leider merkt man auch, daß das Alter sich schon sehr stark bei ihm bemerkbar gemacht hat (er ist ja erst vor kurzem gestorben).

      Die Musik hat mich eigentlich überhaupt nicht gestört und das Fehlen von effekthaschenden Geräuschen war auch wohltuend, sodaß man sich ganz auf den Text konzentrieren konnte.
      Und die dämonischen Mächte des Grauens suchen sich schon wieder ein neues Opfer!
    • Ganz Subjektiv liegt mir das Orchester der Schatten bei Monsieur Lovecraft doch deutlich näher,
      da ich mich aber über [fast alles] Lovecraftsche begeistern mag
      habe ich mich auch über die Berge des Wahnsinns gefreut ...

      Was dieses unsinnige bayrische Idiom angeht bin ich etwas ratlos,
      die musikalische Untermalung mochte ich auch, obgleich mir der Zusammenhang zur Geschichte oder der Geographie der Geschichte nicht gänzlich einleuchtet ...

      Muss die Berge des Wahnsinns jetzt auch einfach nochmal lesen
      und werfe dann nocheinmal Echo ...
      [einfach schon zu lange her um wirklich über Realisation und Geschichtstreue zu befinden]

      David Nathan [und nicht sogar auch Simon Jäger?] liebe ich aber sehr

      Alles Gute Euch

      edit: musste ein auch für Simon Jäger ? einfügen
      Memento Mori

      "Blutbücher sind wir Leiber alle ; wo man uns aufschlägt : lesbar rot." Clive Barker.
      [Tentakeltanz im Märchenpark]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Skeli ()

    • Mir hat die Produktion auch sehr gute gefallen. Schön schaurig und gruselig, wie ich es gerne hab. Mich hat es sogar gefreut Herbert Fux zu hören. Der Einsatz eines Ösis in einem Hörspiel ist zwar mutig, weil der Dialekt doch hörbar ist, macht für mich diese Produktion erfrischend "anders" und sprachlich "umfangreicher". Wir werden aber Herbert Fux ohnehin nie mehr zu hören bekommen :(
      Schönes neues Hörspieljahr 2019 :winke:
    • Lieber Markus, Neige mein Haupt für den etwas unsensiblen Ausdruck ...
      besonders im Bezug auf Herrn Fux
      ein z.B. sächsischer Akzent [fern der Sprecherleistung - und um die ging es mir nicht, sondern um den Akzent] hätte mich zu ähnlich Echo verführt [oh weh]

      Da es eine wissenschaftliche Exkursion ist, kann es ja sehr gut sein das sie multinational besetzt ist ... werde es, wie gesagt, nocheinmal lesen

      Vermisse bei Lovecraft Tonüberführungen einfach die wunderschöne Vielfarbigkeit seines Werkes gleich "Traumsuche nach dem ..." und "das weiße Schiff" ...

      Alles Gute

      diverse Editierereien Dank [selbsterkannten] Rechtschreibfehlern
      Memento Mori

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