Wenn man das Urteil zu Larry liest, scheint der Grund für die Indizierung aber eher darin zu liegen, daß sich die Reihe speziell an ein jugendliches Publikum richtete. 
Wer darüber mehr erfahren möchte, hier ein Link.
Wer keine Lust hat, das alles jetzt zu lesen, hier die Kurzform: "verrohend, geeignet Kinder und Jugendliche sozialethisch zu desorientieren, sittlich zu gefährden, Selbstjustiz bejahend, Aggressionen aufbauend, den Zuhörer im Zustand angespannter, latenter Aggressivität haltend..."
Zum Glück gibt's heute League of Legends, (LOL), Call of Duty, Slender Man, usw. ... würde mich mal interessieren, wie Dr. Gorgo gegen diese Konkurrenz aussehen würde in dem damaligen Gremium der BPjS.
Ja, klasse
Hoffentlich findest Du noch was. 
Dazu würde ich spontan sagen:
Der Roman "Im Zeichen des Bösen" von Ernst Vlcek ist ein absolutes Meisterwerk des Genres. Darin ist alles zu finden, was das Gruselherz sich nur wünschen kann, eine unheimliche und sehr dichte Atmosphäre, schaurige Schauplätze und Charaktere und im Schloss der Anastasia von Lethian jede Menge furchterregender Dinge, Geschehnisse und Gestalten.
In der EUROPA-Hörspielfassung sehr gut eingefangen ist die unheimliche Stimmung, das unterschwellige Grauen. Peter Lakenmacher nimmt man den jungen Reporter mit Schnurrbart sofort ab. Er ist so eine Art "Magnum", der anfangs sehr unbeschwert und leicht ironisch auftritt. Später aber begreift er, dass die Sache todernst wird. Spätestens als Laya auftritt, mit dem Pentagramm an ihrer Halskette, und kurz darauf im Gasthof ermordet wird, kippt die Stimmung zusehends.
In der moderneren Hörspiel-Fassung von Marco Göllner sind sehr viel mehr "authentische" Szenen des Romans verarbeitet worden. Da dort aber kein Erzähler vorhanden ist, außer Dorian Hunter selbst als Ich-Erzähler, gehen auch hier eine Menge unheimlicher Bilder und spukhafter Geschehnisse des Romans unter, die Vlcek meisterhaft eingebaut hatte. Aber, ein Pluspunkt gegenüber der EUROPA-Produktion: Asmodis hat seinen Auftritt. Nur im Roman ist die Szene mit dem Ring noch beklemmender und unheimlicher geschildert...
In der EUROPA-Produktion hingegen, tritt der Herr des Bösen selbst gar nicht auf. Er, bzw. seine Ankunft, wird eher als drohendes oder nahendes Unheil beschrieben. Das Damoklesschwert, das über Hunter und Lilian schwebt, und vor dem beide fliehen wollen.
Action gibt es nicht besonders viel, und wenn, dann wird sie eher zwischen den Zeilen vermittelt und angedeutet. Es beginnt mit Vukujevs Verrat an Anna, die den Dämonen am Anfang in die Fänge gerät. Man begreift, dass es kein gutes Ende nimmt mit ihr, ohne dass aber irgendwelche Gewalttätigkeiten oder Details geschildert oder inszeniert werden. (Eine Eröffnungsszene, wenn ich mich richtig entsinne, die im Roman gar nicht vorkommt. Sie soll eher die Grundstimmung der Story etablieren und Vukujev als gefährlichen Verräter und Kollaborateur des Bösen vorstellen.)
Der Tod von Laya findet auch außerhalb des "Blickfelds" statt. Ein Schrei gellt durchs Gasthaus. Kurz darauf erfährt man, dass das Mädchen irgendwo baumelt und man ihr den Hals durchgeschnitten hat.
Bei der Versammlung der Gräfin und ihrer Söhne im Schloss, kommt es fast zu einem Eklat, als Dorian sich weigert Satan über Christus zu stellen. Später, nachdem er die Gräfin als Mutter verleugnet, altert sie rapide und beschließt deshalb spontan zu krepieren. Auch das geschieht eher nebenher. Angeblich gibt es da irgendwelche schwarzmagischen Gesetze, die das so vorschreiben. (Müsste ich noch mal genau nachlesen, wie es im Roman beschrieben steht.)
Ein Vampir wird durch zwei zum Kreuz Christi zusammengelegte Degen besiegt. Anschließend gibt es noch die eine oder andere Schlägerei mit Dorians Verwandtschaft. Teilweise kann Dorian sich vor den Kreaturen der Nacht schützen, da seine Frau Lilian zum Glück gerade mal wieder rechtzeitig wahnsinnig geworden ist und die Mächte der Finsternis vor der geistigen Ausstrahlung der Irren zurückweichen. (Der Verrückte Vukujev weiß diesen Umstand als Lebensversicherung zu schätzen.) Dorian benutzt Lilian quasi als lebendigen Schutzschild, während er sich durch die Reihen der Dämonen ins Freie drischt.
Lilian Hunter, die bereits geistig hochgradig verwirrte Britin, fühlt sich mitten im Schlachtenchaos plötzlich vom Licht einer Kerze ganz verzückt und muss sie fasziniert unbedingt an sich nehmen. Dass sie dabei die alten Vorhänge des Schlosses in Brand setzt, damit ganz nebenbei den Untergang der Lethian'schen Burg (und der entsprechenden Versicherungsgesellschaft, Abteilung: Sturm- und Feuerschäden) besiegelt, bekommt die irrsinnig Kichernde gar nicht mehr bewusst mit. Sie freut sich nur über das helle Leuchten und Flackern. Im allgemeinen Chaos gelingt es Dorian seine Frau und sich zu retten und in die Nacht zu fliehen.
Bemerkenswert: Im Gespräch mit Laya erfährt Dorian Hunter, dass die Gräfin von Lethian auf ihrem Schloss einen der Zugänge zur Hölle bewacht. Was nun eigentlich damit ist, ob der Zugang jetzt unbewacht offen stehen bleibt, ob er durch das Feuer zerstört wurde oder, oder, oder... das wird im EUROPA-Hörspiel nicht näher beleuchtet. Und auch in den kommenden Folgen nicht mehr.