Beiträge von American Beauty

    Aber, aber... Herr Lehmann... das ist doch sicher wieder nur so eine neue "Verschwörungstheorie", nicht wahr?

    Es gibt doch gar keine "Überwachung" bei uns. Es gibt doch gar keine "RFID-Chips". Es gibt doch gar keine "Zensur". Es gibt doch gar keine von all diesen merkwürdigen, angeblichen "Verschwörungen" da draußen...

    Danke dscheh, für diese sehenswerten und informativen Videos!

    Vielleicht interessiert sich jemand ja auch für eine andere kleine Doku auf youtube?
    Titel: "Der Orden des Todes (Doku) Die okkulte Elite"

    Aber, aber... Herr Lehmann... das ist doch sicher wieder nur so eine neue "Verschwörungstheorie", nicht wahr?

    Es gibt doch gar keine "Überwachung" bei uns. Es gibt doch gar keine "RFID-Chips". Es gibt doch gar keine "Zensur". Es gibt doch gar keine von all diesen merkwürdigen, angeblichen "Verschwörungen" da draußen...

    Danke dscheh, für diese sehenswerten und informativen Videos!

    Vielleicht interessiert sich jemand ja auch für eine andere kleine Doku auf youtube?
    Titel: "Der Orden des Todes (Doku) Die okkulte Elite"

    Mein Favorit der Gruselserie ist "Die Insel der Zombies".

    Wer die "H.G.Francis-Gruselserie" kennt, weiß, dass der Großmeister der Hörspielunterhaltung sich sowohl an klassische "Gruselstoffe" gewagt hat (Vampire, Werwölfe, usw.) als auch an "freie Bearbeitungen" von Filmstoffen. So stand für "Das Weltraummonster" zweifellos der Ripley Scott-Klassiker "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt", (1979), Pate.

    Für "Im Bann der Monsterspinne", "Angriff der Horror-Ameisen" oder "Ungeheuer aus der Tiefe" Jack Arnolds Kult-Horror-B-Movies "Tarantula", "Formicula" oder "Der Schrecken vom Amazonas". Dass das durchaus nichts Schlechtes sein muss, beweist die Tatsache, dass selbst der Horror-B-Movie "Gefahr aus dem Weltall" von Jack Arnold später von Stephen King im Roman "Tommyknockers - Das Monstrum" neu aufgekocht wurde. (Beziehungsweise die Grundidee der Story: Jemand findet ein abgestürztes Alien-Raumschiff, kurz darauf geht eine unheimliche Veränderung mit den Bewohnern des Ortes vor...)

    Das Hörspiel "Die Insel der Zombies" basiert ebenfalls auf "klassischen" Voodoo-Horror- und Zombie-Geschichten. Manche sehen die Story im Kielwasser von Lucio Fulcis Zombie-Klassiker "Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies" von 1979. Zumindest der (deutsche) Titel des Horrorstreifens dürfte H.G.Francis (offensichtlich sehr) inspiriert haben. Inhaltliche Übereinstimmungen zwischen Film und Hörspiel kann ich aber nicht darlegen, da ich den Film nicht gesehen habe und nur dem Namen nach kenne.

    In den Hauptrollen des Hörspiels sind Uwe Friedrichsen als "Jonas Pray" und Judy Winter als "Clarissa Deighton" zu hören. Clarissa, eine junge Frau aus New York, tritt auf einer Karibikinsel ihr Erbe an, denn ihr Vater hat ihr dort eine Plantage hinterlassen. Und nebenbei - unbeabsichtigt - auch böse Voodoopriester und mörderische Zombies. Zur Begrüßung erleben Jonas und Clarissa, wie sich offenbar ein Selbstmörder von einer Brücke stürzt... nur um später festzustellen, dass der Mann schon längst tot war, als er die Brücke betrat...

    Die Inszenierung hat es in sich und bietet eine packende "Dr. No - Karibik"-Atmosphäre und einige wirklich unheimliche, gruselige Szenen.

    Die einzigen Hörspiele der "Gruselserie", die genauso überzeugend und auf hohem Niveau Abenteuer- mit Grusel-Atmosphäre kombinieren, sind (meiner Meinung nach) "Angriff der Mörder-Mumie"... (Der Fluch des Merikara und die Abenteuer in der ägyptischen Wüste basieren natürlich auf dem s/w-Kultfilm "Die Mumie" aus dem Jahr 1932, mit Boris Karloff in der Titelrolle als bandagierter Mumienwiedergänger.) ... "Draculas Insel, Kerker des Grauens" und vielleicht noch "Gräfin Dracula, Tochter des Bösen".

    Obwohl ich üblicherweise Zombie- und Voodoo-Geschichten nichts bis gar nichts abgewinnen kann, ist es umso überraschender, dass gerade "Insel der Zombies" zu meinem Favoriten werden konnte. Das liegt sicher an den tollen Sprechern, der packenden Geschichte und der einnehmenden Atmosphäre und Klangkulisse des Hörspiels. Wer Lust auf gute alte, klassisch-gruselige Hörspiele mit dem unverwechselbaren Charme der 1980er-Jahre verspürt, sollte hier ein Öhrchen riskieren.

    Kommt auf die Geschichte an, bzw. die Erzählform.

    Mich stört es z.B. wenn aufgrund des fehlenden Erzählers Handlungung nicht schlüssig sind.


    Das finde ich auch. Wenn Dinge gleichzeitig passieren, wenn es einen Szenen- oder Ortswechsel gibt oder einen Zeitsprung, dann ist ein Erzähler schon hilfreich als Orientierung. Oder als Mittel, um Spannung aufzubauen.

    Abgesehen davon transportiert ein Erzähler ja auch die Atmosphäre und andere sinnliche Einzelheiten (Möbel, Gegenstände, Farben, Formen, Gerüche, Stimmungen), die das Gesamtbild stimmiger, farbiger oder lebendiger machen. Wie stellt man das Dekor eines Raums denn akustisch dar? Nicht alles kann mit Geräuschen und Musik rübergebracht werden. Und wenn die Dialoge glaubwürdig sein und bleiben sollen, werden solche Details auch nicht darin untergebracht.

    (Aktueller) Lieblingserzähler? Hm... Klaus-Dieter Klebsch ("Dr. House") ist ein Supererzähler, habe ich kürzlich entdeckt. Bei den "Top Secret"-Hörspielen, z.B. Da können sich andere aber 'ne Scheibe von abschneiden. Mit den Vokabeln "fesselnd" und "packend" gehe ich normalerweise sehr sparsam um. Aber bei Klaus-Dieter Klebsch wäre jedes andere Wort die pure Untertreibung. Diese Stimme und die unheimliche Art, wie er einen durch die Hörspiele führt - besser geht's nicht!

    Das Zentrum des somalen oder cerebrospinalen Nervensystems ist das Gehirn. Es ist der Sitz des Bewusstseins und lenkt sämtliche körperlichen Aktivitäten, die dem freien Willen unterstehen.

    Das Zentrum des vegetativen Nervensystems ist das sogenannte "Sonnengeflecht" hinter der Magengrube, "Solarplexus" genannt. Es ist der Sitz des Unterbewusstseins und lenkt sämtliche (lebensnotwendigen) körperlichen Aktivitäten, die autonom, vom Willen unabhängig, ausgeführt werden: Herzschlag, Atmung, Stoffwechsel, etc.

    Angst führt sofort dazu, dass sich das Sonnengeflecht zusammenzieht. Die Atmung wird flach, kurz und abgehackt. Man spürt das "ungute Gefühl in der Magengrube" oder das "ungute Bauchgefühl, das einen warnt". (Auf diese Regung der "Intuition" sollte man unbedingt achten!) Positive Ereignisse hingegen, Gedanken oder Bilder, die Freude, Liebe etc. auslösen, sorgen dafür, dass das Sonnengeflecht stärker durchblutet wird und sich weitet. Ein wohliges, angenehmes Gefühl macht sich im Bauchraum breit. Die Atmung wird tief und ruhig.

    Das "Geheimnis" liegt im Zusammenspiel zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein, denn das eine beeinflusst das andere. Wer sich körperlich vollkommen entspannt, dabei eine bildhafte Vorstellung (z.B. von einem erwünschten Ziel) in Gedanken aufrecht hält und durch eine kurze, in der Gegenwart formulierte Bestätigungsformel (Affirmation) untermauert, nutzt zunächst einmal das Bewusstsein.

    Das Unterbewusstsein nimmt dies nun als Befehl, als gegebene Tatsache auf. Es kann nicht überprüfen oder unterscheiden, ob das Gesagte / Vorgestellte objektiv der "Wahrheit" entspricht, und wird automatisch darauf hinarbeiten, das gewünschte Ziel in der Praxis umzusetzen. Ein einfaches Beispiel wäre, dem Unterbewusstsein einzuprägen, mich zu dieser oder jener Uhrzeit aufzuwecken, was dann automatisch geschieht, sobald der "Befehl" tief genug verankert ist. Dies geschieht durch regelmäßige Wiederholung. Verstärkt und schneller, wenn der Wunsch oder Befehl positiv emotional aufgeladen und nicht durch gegenteilige Gedanken ("So ein Unsinn... das klappt doch nie...") oder gegenteilige (Phantasie-)Bilder wieder neutralisiert wird.

    Viele Menschen nutzen diese Fähigkeit, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Und daher nutzen sie sie oft (leider) in negativer und destruktiver Weise. Jeder Schüler, z.B., der sich sagt: "Ich bin einfach zu blöd, um das zu kapieren" und sich dabei vorstellt, wie er bei der nächsten Klausur wieder eine Fünf schreiben wird, prägt seinem Unterbewusstsein einen negativen Befehl ein. Das Unterbewusstsein weiß nicht, dass der Befehl eigentlich gar nicht so gemeint oder erwünscht ist, und setzt ihn einfach in die Praxis um. Nicht sofort, aber durch langanhaltende, ständig wiederkehrende Wiederholungen, (wenn der Befehl nicht sofort neutralisiert und durch eine positive Formulierung ersetzt wird). Wenn dann die nächste Fünf auf dem Tisch liegt, sagt sich der Schüler: "Siehste, hab ich doch gewusst - ich bin wirklich zu blöd dafür. Da ist der Beweis." Aus einer gedankenlosen, enttäuschten Bemerkung wird so eine scheinbare Tatsache und zuletzt der feste Glaube, die unerschütterliche Überzeugung, dass es wirklich so ist.

    Genauso leicht kann der Schüler sich aber auch sagen: "Ich mache jeden Tag größere Fortschritte in diesem Fach und verbessere täglich meine Leistungen." Dabei kann er sich vorstellen, wie er zum Beispiel eine Vier oder Drei erhält, statt einer Fünf. Für das Unterbewusstsein macht es eben keinen Unterschied, was ihm regelmäßig eingeprägt wird. Es setzt einfach um, was ihm befohlen wird.

    Weshalb nun eigentlich dieser kleine Exkurs? - Um darauf hinzuweisen, dass es mitunter riskant sein kann, sich angsterzeugenden oder -verstärkenden Bildern, Glaubenssätzen oder Überzeugungen auszusetzen.

    "Denn was ich gefürchtet habe, ist über mich gekommen;
    und was mich sorgte, hat mich getroffen."


    Mit dem Bewusstsein muss man solche angsterzeugenden Gedanken oder Gefühle sofort entschieden zurückweisen und durch gegenteilige, positive ersetzen. Dann wird der Erfolg nicht auf sich warten lassen.

    "Wer zu diesem Berge [der Sorgen, Ängste und Nöte] spräche:
    Hebe dich und wirf dich ins Meer!, und zweifelte nicht in seinem Herzen,
    sondern glaubte, dass es geschehen würde, was er sagt,
    so wird's ihm geschehen, was er sagt!"

    Das Zentrum des somalen oder cerebrospinalen Nervensystems ist das Gehirn. Es ist der Sitz des Bewusstseins und lenkt sämtliche körperlichen Aktivitäten, die dem freien Willen unterstehen.

    Das Zentrum des vegetativen Nervensystems ist das sogenannte "Sonnengeflecht" hinter der Magengrube, "Solarplexus" genannt. Es ist der Sitz des Unterbewusstseins und lenkt sämtliche (lebensnotwendigen) körperlichen Aktivitäten, die autonom, vom Willen unabhängig, ausgeführt werden: Herzschlag, Atmung, Stoffwechsel, etc.

    Angst führt sofort dazu, dass sich das Sonnengeflecht zusammenzieht. Die Atmung wird flach, kurz und abgehackt. Man spürt das "ungute Gefühl in der Magengrube" oder das "ungute Bauchgefühl, das einen warnt". (Auf diese Regung der "Intuition" sollte man unbedingt achten!) Positive Ereignisse hingegen, Gedanken oder Bilder, die Freude, Liebe etc. auslösen, sorgen dafür, dass das Sonnengeflecht stärker durchblutet wird und sich weitet. Ein wohliges, angenehmes Gefühl macht sich im Bauchraum breit. Die Atmung wird tief und ruhig.

    Das "Geheimnis" liegt im Zusammenspiel zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein, denn das eine beeinflusst das andere. Wer sich körperlich vollkommen entspannt, dabei eine bildhafte Vorstellung (z.B. von einem erwünschten Ziel) in Gedanken aufrecht hält und durch eine kurze, in der Gegenwart formulierte Bestätigungsformel (Affirmation) untermauert, nutzt zunächst einmal das Bewusstsein.

    Das Unterbewusstsein nimmt dies nun als Befehl, als gegebene Tatsache auf. Es kann nicht überprüfen oder unterscheiden, ob das Gesagte / Vorgestellte objektiv der "Wahrheit" entspricht, und wird automatisch darauf hinarbeiten, das gewünschte Ziel in der Praxis umzusetzen. Ein einfaches Beispiel wäre, dem Unterbewusstsein einzuprägen, mich zu dieser oder jener Uhrzeit aufzuwecken, was dann automatisch geschieht, sobald der "Befehl" tief genug verankert ist. Dies geschieht durch regelmäßige Wiederholung. Verstärkt und schneller, wenn der Wunsch oder Befehl positiv emotional aufgeladen und nicht durch gegenteilige Gedanken ("So ein Unsinn... das klappt doch nie...") oder gegenteilige (Phantasie-)Bilder wieder neutralisiert wird.

    Viele Menschen nutzen diese Fähigkeit, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Und daher nutzen sie sie oft (leider) in negativer und destruktiver Weise. Jeder Schüler, z.B., der sich sagt: "Ich bin einfach zu blöd, um das zu kapieren" und sich dabei vorstellt, wie er bei der nächsten Klausur wieder eine Fünf schreiben wird, prägt seinem Unterbewusstsein einen negativen Befehl ein. Das Unterbewusstsein weiß nicht, dass der Befehl eigentlich gar nicht so gemeint oder erwünscht ist, und setzt ihn einfach in die Praxis um. Nicht sofort, aber durch langanhaltende, ständig wiederkehrende Wiederholungen, (wenn der Befehl nicht sofort neutralisiert und durch eine positive Formulierung ersetzt wird). Wenn dann die nächste Fünf auf dem Tisch liegt, sagt sich der Schüler: "Siehste, hab ich doch gewusst - ich bin wirklich zu blöd dafür. Da ist der Beweis." Aus einer gedankenlosen, enttäuschten Bemerkung wird so eine scheinbare Tatsache und zuletzt der feste Glaube, die unerschütterliche Überzeugung, dass es wirklich so ist.

    Genauso leicht kann der Schüler sich aber auch sagen: "Ich mache jeden Tag größere Fortschritte in diesem Fach und verbessere täglich meine Leistungen." Dabei kann er sich vorstellen, wie er zum Beispiel eine Vier oder Drei erhält, statt einer Fünf. Für das Unterbewusstsein macht es eben keinen Unterschied, was ihm regelmäßig eingeprägt wird. Es setzt einfach um, was ihm befohlen wird.

    Weshalb nun eigentlich dieser kleine Exkurs? - Um darauf hinzuweisen, dass es mitunter riskant sein kann, sich angsterzeugenden oder -verstärkenden Bildern, Glaubenssätzen oder Überzeugungen auszusetzen.

    "Denn was ich gefürchtet habe, ist über mich gekommen;
    und was mich sorgte, hat mich getroffen."


    Mit dem Bewusstsein muss man solche angsterzeugenden Gedanken oder Gefühle sofort entschieden zurückweisen und durch gegenteilige, positive ersetzen. Dann wird der Erfolg nicht auf sich warten lassen.

    "Wer zu diesem Berge [der Sorgen, Ängste und Nöte] spräche:
    Hebe dich und wirf dich ins Meer!, und zweifelte nicht in seinem Herzen,
    sondern glaubte, dass es geschehen würde, was er sagt,
    so wird's ihm geschehen, was er sagt!"

    Von Natur aus sind dem Menschen nur zwei Ängste angeboren - die Angst vor Dunkelheit und die Angst vor großer Höhe. Als dritte Angst vielleicht noch die Angstreaktion, die ausgelöst wird, wenn man das Bewegungsmuster einer Schlange sieht oder ihr Zischeln (bei Klapperschlangen: ihr Rasseln) hört. (Diese Reaktion der Angst zeigen sogar Kleinkinder, die noch nie vorher eine Begegnung mit einer Schlange hatten.)
    Diese ganz natürliche, dem Menschen innewohnende Angst dient dem Überleben.

    Im "Ernstfall" wird Adrenalin und Noradrenalin über die Nebennierenrinde in die Blutbahn ausgeschüttet, der Cortisolspiegel steigt rapide, das rationale, bewusste Denken wird ausgeschaltet, das cerebrospinale (somale) Nervensystem wird in seiner "normalen Funktion" lahmgelegt und das vegetative Nervensystem (Sympathikus und Parasympathikus) übernehmen sofort "die Kontrolle". Herzschlag und Atemfrequenz werden beschleunigt, kognitives Denken wird blockiert, ebenso werden alle Tätigkeiten der inneren Organe / des Stoffwechsels gehemmt, die momentan nicht unbedingt überlebensnotwendig sind. Die Adern ziehen sich zusammen und das Blut wird verstärkt in die Mitte des Körpers, zum Herzen hin, gelenkt. (Daher wird man vor Schreck oder vor Angst so bleich, und beginnt stark zu schwitzen.)

    Im Wesentlichen läuft nun ein einfaches Programm ab: Die Augen werden weit aufgerissen und der Körper darauf vorbereitet, so schnell und so weit wie möglich wegzulaufen, oder zu kämpfen, d.h. sich auf eine physische Konfrontation einzustellen. Alles, was dabei stören könnte, wird sofort ausgeschieden. (Das berühmte "sich vor Angst in die Hose scheißen". Eine vollkommen normale Reaktion des Körpers, wie jeder Soldat bestätigen wird, der schon einmal feindlichem Artilleriefeuer ausgesetzt war. "Das gehört dazu", sagen sie.)

    Menschen können in solchen Momenten "über sich selbst hinauswachsen", Kräfte entwickeln und freisetzen, die unwahrscheinlich wirken oder ähnliches. Wer einmal versucht, bei klarem Bewusstsein einen Hechtsprung zwischen aufgespannte Drähte eines Stacheldrahtzauns zu machen, wird sich dabei vermutlich sehr schlimm verletzen. Wenn dies in einer lebensbedrohlichen Notsituation aber der letzte Ausweg ist, wird er oder sie sich später darüber wundern, wie es nur möglich gewesen ist, ohne am Stacheldraht hängen zu bleiben, diesen Sprung überhaupt geschafft zu haben.

    In anderen Stress-Situationen, die nicht lebensbedrohlich sind, dafür aber unnütz mit "eingebildeten Ängsten" aufgeladen werden, z.B. bei Prüfungssituationen, Klausuren, Führerscheinprüfung, etc., führt die Angstreaktion zum berühmt-berüchtigten "Blackout". Weglaufen kann man nicht. Kämpfen auch nicht. Klar denken aber auch nicht mehr. Man wird zum Opfer der Lähmung, die die Angst im cerebrospinalen Nervensystem verursacht.

    Das "Geheimnis", von dem z.B. Bücher wie "The Secret" handeln, liegt genau in oben geschilderten Tatsachen begründet. (Fortsetzung folgt)

    Von Natur aus sind dem Menschen nur zwei Ängste angeboren - die Angst vor Dunkelheit und die Angst vor großer Höhe. Als dritte Angst vielleicht noch die Angstreaktion, die ausgelöst wird, wenn man das Bewegungsmuster einer Schlange sieht oder ihr Zischeln (bei Klapperschlangen: ihr Rasseln) hört. (Diese Reaktion der Angst zeigen sogar Kleinkinder, die noch nie vorher eine Begegnung mit einer Schlange hatten.)
    Diese ganz natürliche, dem Menschen innewohnende Angst dient dem Überleben.

    Im "Ernstfall" wird Adrenalin und Noradrenalin über die Nebennierenrinde in die Blutbahn ausgeschüttet, der Cortisolspiegel steigt rapide, das rationale, bewusste Denken wird ausgeschaltet, das cerebrospinale (somale) Nervensystem wird in seiner "normalen Funktion" lahmgelegt und das vegetative Nervensystem (Sympathikus und Parasympathikus) übernehmen sofort "die Kontrolle". Herzschlag und Atemfrequenz werden beschleunigt, kognitives Denken wird blockiert, ebenso werden alle Tätigkeiten der inneren Organe / des Stoffwechsels gehemmt, die momentan nicht unbedingt überlebensnotwendig sind. Die Adern ziehen sich zusammen und das Blut wird verstärkt in die Mitte des Körpers, zum Herzen hin, gelenkt. (Daher wird man vor Schreck oder vor Angst so bleich, und beginnt stark zu schwitzen.)

    Im Wesentlichen läuft nun ein einfaches Programm ab: Die Augen werden weit aufgerissen und der Körper darauf vorbereitet, so schnell und so weit wie möglich wegzulaufen, oder zu kämpfen, d.h. sich auf eine physische Konfrontation einzustellen. Alles, was dabei stören könnte, wird sofort ausgeschieden. (Das berühmte "sich vor Angst in die Hose scheißen". Eine vollkommen normale Reaktion des Körpers, wie jeder Soldat bestätigen wird, der schon einmal feindlichem Artilleriefeuer ausgesetzt war. "Das gehört dazu", sagen sie.)

    Menschen können in solchen Momenten "über sich selbst hinauswachsen", Kräfte entwickeln und freisetzen, die unwahrscheinlich wirken oder ähnliches. Wer einmal versucht, bei klarem Bewusstsein einen Hechtsprung zwischen aufgespannte Drähte eines Stacheldrahtzauns zu machen, wird sich dabei vermutlich sehr schlimm verletzen. Wenn dies in einer lebensbedrohlichen Notsituation aber der letzte Ausweg ist, wird er oder sie sich später darüber wundern, wie es nur möglich gewesen ist, ohne am Stacheldraht hängen zu bleiben, diesen Sprung überhaupt geschafft zu haben.

    In anderen Stress-Situationen, die nicht lebensbedrohlich sind, dafür aber unnütz mit "eingebildeten Ängsten" aufgeladen werden, z.B. bei Prüfungssituationen, Klausuren, Führerscheinprüfung, etc., führt die Angstreaktion zum berühmt-berüchtigten "Blackout". Weglaufen kann man nicht. Kämpfen auch nicht. Klar denken aber auch nicht mehr. Man wird zum Opfer der Lähmung, die die Angst im cerebrospinalen Nervensystem verursacht.

    Das "Geheimnis", von dem z.B. Bücher wie "The Secret" handeln, liegt genau in oben geschilderten Tatsachen begründet. (Fortsetzung folgt)

    Leider kann ich bei den anderen gesuchten Sprechern nicht mithelfen. Ich habe mir nun die Folgen 4 und 5 angehört, aber die fehlenden Sprecher sind mir nicht bekannt.

    [Nachträgliche Korrektur: "William March" ist Utz Richter.]


    Dafür ist mir noch eine kleine Ungereimtheit aufgefallen...

    Im EUROPA-Hörspiel "Im Zeichen des Bösen" spricht Roberto 'Alvirez' - (im Roman: Roberto Copello) - mit Lilian Hunter, während des Zwischenstopps im Gasthof. Etwa bei Minute 9:45 sagt 'der Puppenmacher', dass er herausgefunden habe, dass alle Mitglieder der Reisegesellschaft 29 Jahre alt seien und am 30. November geboren wurden.

    Lilian regt sich über Alvirez' Zahlenspielereien auf und wiederholt im Gespräch mit Dorian Hunter schließlich (10:45) : "Aber du bist am 29. November geboren! Am 29. November!" -- Dorians Antwort: "Eine Nuance."

    Hingegen, in der ersten Dorian Hunter-Szene von "Amok", als Dorian Hunter mit "dem amerikanischen Polizist Morton" im Flugzeug sitzt, (der im Roman gar nicht vorkommt, weil Hunter ganz allein fliegt), erwähnt Dorian Hunter bei Minute 4:44 seine bösen Brüder seien alle am 29. November geboren worden; nur er selbst sei am 30. November geboren. Morton erwidert, der Unterschied betrage nur (symbolträchtige) 13 Minuten. Die Bösen sind alle kurz vor Mitternacht, Hunter kurz nach Mitternacht geboren. Dorian kommentiert dies süffisant mit: "Sie sind bemerkenswert gut informiert..."

    Im Roman "Im Zeichen des Bösen" von Ernst Vlcek hingegen steht es völlig anders ...

    Lilian gab einen erstickten Aufschrei von sich und starrte ihren Mann aus vor Schreck geweiteten Augen an.
    "Habe ich Sie erschreckt?" erkundigte sich Copello scheinheilig.
    Dorian schüttelte den Kopf. "Die Überraschung meiner Frau ist wohl darauf zurückzuführen, daß ich ebenfalls in Ihrem Alter bin. Auch mein Geburtstag fällt auf den 14. Juli."

    Meine Güte... wenn ich an Anastasia von Lethian denke... nachdem sie in wenigen Minuten NEUN Kinder zur Welt gebracht hat, muss sie zwischen den Schenkeln wohl ungefähr so ausgesehen haben ... ^^

    Kurt Luif alias Neal Davenport berichtete im Interview, dass er ein hübsches Mädchen namens Eva Zamis kennengelernt hatte. "Zamis... ein toller Name für eine Hexe!" Link: http://www.zauberspiegel-online.de/index.php/phan…iller-chronik-1

    Beste Dialoge aus "Das Henkersschwert":

    Im Taxi
    Jerome: "Da ist tatsächlich ein Mädchen! Es kam vom Zentralfriedhof!"
    Wiener Taxifahrer: "Na sowas... I hätt' sie foast übafoarn..."
    [...]
    Jerome: "Es war tatsächlich da!"
    Wiener Taxifahrer: "Jo, jo... I hätt's jo foast übafoarn..."

    Im Pförtnerhaus, wo Dorian und Jerome Cocos parfümierten Magieschleier finden
    Dorian: "Bitte sehr, den Schleier lass ich Ihnen hier..."
    Torwärter: "Woas soll I dommit?"
    Dorian: "Schenken Sie ihn Ihrer Tochter."
    Towärter: "I hoab koine, nur an Buam."
    Dorian: (zweifelnd) "Na... Ob der sich freut?"

    Nach einem Attentat, bei dem Dorian knapp mit dem Leben davon kommt, sein Wagen aber in Flammen aufgeht
    Frau: "Ist... WAR das Ihr Auto?"
    Dorian: "Iwo... mein Auto brennt längst nicht so schön..."
    ^^

    Es folgen "Experimente des Schreckens" nach dem Roman "Der Griff aus dem Nichts", und "Amok" nach dem Roman "Amoklauf", (übrigens der erste Roman des "Dämonenkillers", in dem Dorian Hunter als Ich-Erzähler auftritt).

    ...oder was denkst du? Doch ein anderer Sprecher? Ich bin mir nicht 100%ig sicher....aber doch zu 95% :]


    Ich finde, bei den von dir genannten Stellen hört man aber immer, dass es Jürgen Thormann ist. Nur bei der einen Stelle, sollte er es da auch sein, klingt die Stimme wirklich völlig anders.

    Meine liebste Dialogzeile stammt übrigens auch von Lilian und lautet - ja, ich weiß, vorpubertär :green: : "Pah...ein Schwuler!!" =) (über Jörg Eklund, Timecode: 8:50)


    ^^ ^^ ^^

    Nun noch ein paar sonntägliche Zeilen zu "Das Henkersschwert". Die Grundstory ist natürlich wieder packend, diesmal basierend auf einem Roman von Neal Davenport. Im Anschluss an die erfolgreiche Flucht aus dem Schloss der Gräfin, fahren Dorian und Lilian von Slowenien nach Österreich. Nach Wien, um präzise zu sein. Dort wird Lilian stationär untergebracht. Dorian möchte aber auf Anraten des Psychiaters Jerome Barrett (im Hörspiel: Jerome Berkeley) zurück nach England, um die traumatisierte Lilian dort behandeln zu lassen. Vorher will er in Wien aber noch den Okkultisten Norbert Helnwein treffen. Dieser besitzt angeblich ein Schwert, mit dem im Mittelalter Hexen und Magier hingerichtet wurden. Eine solche Waffe erscheint Dorian im Kampf gegen das Böse also als das Utensil erster Wahl. Er will das Schwert begutachten und bei Zufriedenheit von Helnwein kaufen.

    In Wien residiert aber auch ein Ableger der "Schwarzen Familie". Dorian stellt schnell fest, dass damit keine Bootsflüchtlinge gemeint sind, die man vor Lampedusa aus dem Meer gefischt hat, sondern eine Sippe von Schwarzmagiern der Familie Zamis. Die ältesten Zamisbrüder hecken einen üblen Plan aus, um Dorian ans Leder zu gehen:

    1.) Ihr hübsches, junges Hexen-Schwesterchen Coco soll Dorian etwas den Kopf verdrehen, ihn verführen, mit parfümierten schwarzen Schleiern nach allen Regeln der schwarzen Kunst betören, etc.
    2.) In einem magischen Ritual wollen sie dann einen Untoten beschwören, damit der aus seinem Grab steigt und Dorian eigenhändig umbringt.

    Dabei zeigen sich zwei verblüffende Umstände:

    1.) Als Coco Dorian tatsächlich erfolgreich verführt und Bekanntschaft mit seinem "Zauberstab" macht, verliebt sie sich plötzlich in den Dämonenkiller und beschließt mit ihm gemeinsame Sache gegen die Zamis-Sippschaft zu machen. Dorian fi....losofiert Coco buchstäblich den Teufel aus dem Leib. Und fortan ist sie geheilt. (Im Hörspiel wird die Szene ungefähr so beschrieben, als könnte Dorian sich nicht so recht an die Geschehnisse der Nacht erinnern, kleiner Zeitsprung, der nächste Morgen, Frühstück.) Dorian fragt sich, warum Dämonenbekämpfung nicht immer so leicht, erfolgreich und Freude bringend gestaltet werden kann. Zwar hat er leichte Gewissensbisse wegen Lilian, aber hey: Da war Magie im Spiel. Er konnte nix dafür. Hexenkräfte und so. Und, falls Lilian fragt: Er kann sich an nichts mehr erinnern... kann also nicht so wild gewesen sein...

    2.) Der Untote, der nun erst umständlich via Schwarzmagie-Ritual aus einem Wiener Grab heraufbeschworen werden muss, ist Dorians dämonischer Bruder: Bruno Guozzi. Merkwürdig: In der ersten Folge wird der Italiener ("Isch 'abè gar keine Auto") als typischer Mafioso* geschildert, der vom Äußeren her ziemlich an den Duce erinnert, dafür aber aus Sizilien kommt. In der ersten Folge ("Im Zeichen des Bösen") sitzt er, wie alle anderen auch, ganz normal im Reisebus nach Asmoda und unterhält sich und bewegt sich wie alle anderen. Nun, einige Tage und wenige bis gar keine Gründe später, liegt er irgendwo als geistloser Untoter in Wien rum, kann kaum sprechen und muss erst von Magiern umständlichst und unter Zuführung blutiger Opfer aus seinem Grab beschworen werden...?

    Im Hörspiel bleibt dieser Widerspruch ungelöst. Im Roman zumindest gibt Coco Zamis eine halbwegs nachvollziehbare Erklärung darüber ab: "Er tauchte vor einem Jahr in Wien auf. Er gehört der Schwarzen Familie an. Vor zwei Jahren hatte er auf Sizilien eine Auseinandersetzung mit der Mafia. Er wurde lebendig eingemauert. Dabei starb er, wurde aber wieder zum Leben erweckt und lebt seitdem als Untoter weiter. Er quartierte sich bei uns ein, und wir mußten ihm laufend Opfer besorgen. Ich hatte entsetzliche Angst vor ihm."

    Da sag noch einer, die Sizilianer könnten Querköpfe und Quadratschädel nicht fachgerecht bei Bauunternehmungen einsetzen.

    *Im Hörspiel verwendet Lilian für Guozzi fälschlicherweise die Pluralform: "Ein Mafiosi, wie er im Buche steht!"
    Bastian Sick hilft weiter: "1 Spaghetto, 2 oder mehrere Spaghetti; 1 Espresso, 2 oder m. Espressi; 1 Salto, 2 oder m. Salti, 1 Mafioso, 2 oder m. Mafiosi."

    Gern geschehen, *dot*!

    Dann hör mal von Minute 20:27 bis 20:44. Da wurden wohl noch ein paar Extra-Takes für Vukujev ohne Jürgen Thormann aufgenommen und später dazwischen geschnitten, denn davor und danach ist es immer Jürgen Thormann, der Vukujev bei "Im Zeichen des Bösen" spricht.

    Bester Dialog in "Im Zeichen des Bösen"-Hörspiel, ab Minute 5:44. Der Bus hält vor dem Gasthaus. (Der Wirt heißt im Roman Jablonsky.) Elmer Landrop aus Kapstadt (Andreas von der Meden) erklärt beim Aussteigen aus dem Bus, wieso es ihn überhaupt nach Slowenien verschlagen hat: "...aber, ich musste dem Ruf folgen. Es war mir wichtig. Ich konnte ihm nicht widerstehen. Das Dämonische in ihm war... war... verstehen Sie? Ich...kann es nicht genauer beschreiben... verstehen Sie? Es war... war... Nun, Sie verstehen." -- Lilian: "Ja, natürlich. Ich verstehe."

    ^^ Ich habe gestern Abend noch Martina Hill im TV gesehen. Bei der Szene stelle ich mir Lilian Hunter immer mit ihrem Grimassen schneidenden Gesicht vor! Herrlich!

    Nachdem ich jetzt "Der Puppenmacher" gehört habe, bin ich ziemlich sicher, dass der Sprecher von Mr. Burdon - laut Inlay "Herbert Menzel" - derselbe Sprecher ist, der bei "Im Zeichen des Bösen" den slowenischen Gastwirt sprach.

    Der Puppenmacher selbst, im Roman Roberto Copello, bei Europa "Roberto Alvirez", wird hier von Jürgen Thormann gesprochen, nicht von Michael Harck. (Es mag durchaus sein, dass Michael Harck ihn bei "Im Zeichen des Bösen" gesprochen hat. Das habe ich schon wieder vergessen. Müsste ich noch mal nachhören.)

    Beste ungeklärte Frage bei "Der Puppenmacher": Wie, wieso, weshalb und warum ist Edgar Palmers Sarg ins Gartenhäuschen von Lord Hayward gekommen? Logische und einwandfreie Erklärung von Lord Hayward: "Ach... der Sarg... der... Der hat nichts weiter zu bedeuten..." (Hat ja jeder so'n Ding zwischen Gießkannen, Harken und Rechen im Gartenhäuschen stehen. Jedenfalls, wenn man in einem Land lebt, wo man permanent auf der falschen Straßenseite unterwegs ist...)

    Ansonsten: Eine sehr spannende und atmosphärische Gruselfolge rund um den Hermaphroditen Phillip Hayward und die rothaarige Killerpuppe mit der Trommel, Alina Burdon.

    Kleine Info am Rande: Im Roman sind die Söhne der Gräfin von Lethian alle am 14. Juli geboren. Im Hörspiel "Im Zeichen des Bösen" von Europa haben sie alle am 30. November Geburtstag. Außer Dorian, der kurz vor Mitternacht, also am 29. November, geboren wurde.

    Im Roman ist der Busfahrer auch nicht Vukujev, sondern ein normaler Mensch, der Angst vor dem Dorf Asmoda und dem Schloss hat und Dorian und seine Frau warnt, dorthin zu reisen. Vukujev selbst ist ein junger Mann, der "Botengänge" für die Gräfin absolviert. In erster Linie entführt er junge Mädels für die Gräfin. Im Roman ist es die schöne Anja, die er ins Verderben lockt. Laya existiert im Roman nicht und wird auch nicht im Gasthof umgebracht. Anja hingegen macht im Schloss "unliebsame Bekanntschaft" mit einem "Mann", der an allen Fingern, außer an den Daumen, Ringe mit Stacheln oder Dornen trägt. Und damit tut er Anja sehr, sehr weh... (Gut, der "Mann", der sie brutal vergewaltigt, ist in Wirklichkeit ja auch der Teufel. Was will man von so einem schon anderes erwarten?)

    Immer wieder gerne! :hutheb:

    Werde gleich mal den Roman "Im Zeichen des Bösen" rauskramen und die eine oder andere Stelle "nachprüfen". ^^ Heute Nachmittag will ich mir von EUROPA "Puppenmacher" anhören. Aber auch über "Das Henkersschwert" möchte ich noch ein, zwei Zeilen schreiben, hier. Es ist mit nur 36:50 Minuten Laufzeit das kürzeste der fünf Europa-Dämonenkiller-Hörspiele. Trotzdem ist es sehr spannend und atmosphärisch geraten!

    Zu einem späteren Zeitpunkt also gerne wieder mehr zu good ol' Dorian!

    Wenn man das Urteil zu Larry liest, scheint der Grund für die Indizierung aber eher darin zu liegen, daß sich die Reihe speziell an ein jugendliches Publikum richtete. ;)


    Wer darüber mehr erfahren möchte, hier ein Link.

    Wer keine Lust hat, das alles jetzt zu lesen, hier die Kurzform: "verrohend, geeignet Kinder und Jugendliche sozialethisch zu desorientieren, sittlich zu gefährden, Selbstjustiz bejahend, Aggressionen aufbauend, den Zuhörer im Zustand angespannter, latenter Aggressivität haltend..."

    Zum Glück gibt's heute League of Legends, (LOL), Call of Duty, Slender Man, usw. ... würde mich mal interessieren, wie Dr. Gorgo gegen diese Konkurrenz aussehen würde in dem damaligen Gremium der BPjS.

    Ja, klasse :thumbsup: Hoffentlich findest Du noch was. :zustimm:


    Dazu würde ich spontan sagen:

    Der Roman "Im Zeichen des Bösen" von Ernst Vlcek ist ein absolutes Meisterwerk des Genres. Darin ist alles zu finden, was das Gruselherz sich nur wünschen kann, eine unheimliche und sehr dichte Atmosphäre, schaurige Schauplätze und Charaktere und im Schloss der Anastasia von Lethian jede Menge furchterregender Dinge, Geschehnisse und Gestalten.

    In der EUROPA-Hörspielfassung sehr gut eingefangen ist die unheimliche Stimmung, das unterschwellige Grauen. Peter Lakenmacher nimmt man den jungen Reporter mit Schnurrbart sofort ab. Er ist so eine Art "Magnum", der anfangs sehr unbeschwert und leicht ironisch auftritt. Später aber begreift er, dass die Sache todernst wird. Spätestens als Laya auftritt, mit dem Pentagramm an ihrer Halskette, und kurz darauf im Gasthof ermordet wird, kippt die Stimmung zusehends.

    In der moderneren Hörspiel-Fassung von Marco Göllner sind sehr viel mehr "authentische" Szenen des Romans verarbeitet worden. Da dort aber kein Erzähler vorhanden ist, außer Dorian Hunter selbst als Ich-Erzähler, gehen auch hier eine Menge unheimlicher Bilder und spukhafter Geschehnisse des Romans unter, die Vlcek meisterhaft eingebaut hatte. Aber, ein Pluspunkt gegenüber der EUROPA-Produktion: Asmodis hat seinen Auftritt. Nur im Roman ist die Szene mit dem Ring noch beklemmender und unheimlicher geschildert...

    In der EUROPA-Produktion hingegen, tritt der Herr des Bösen selbst gar nicht auf. Er, bzw. seine Ankunft, wird eher als drohendes oder nahendes Unheil beschrieben. Das Damoklesschwert, das über Hunter und Lilian schwebt, und vor dem beide fliehen wollen.

    Action gibt es nicht besonders viel, und wenn, dann wird sie eher zwischen den Zeilen vermittelt und angedeutet. Es beginnt mit Vukujevs Verrat an Anna, die den Dämonen am Anfang in die Fänge gerät. Man begreift, dass es kein gutes Ende nimmt mit ihr, ohne dass aber irgendwelche Gewalttätigkeiten oder Details geschildert oder inszeniert werden. (Eine Eröffnungsszene, wenn ich mich richtig entsinne, die im Roman gar nicht vorkommt. Sie soll eher die Grundstimmung der Story etablieren und Vukujev als gefährlichen Verräter und Kollaborateur des Bösen vorstellen.)

    Der Tod von Laya findet auch außerhalb des "Blickfelds" statt. Ein Schrei gellt durchs Gasthaus. Kurz darauf erfährt man, dass das Mädchen irgendwo baumelt und man ihr den Hals durchgeschnitten hat.

    Bei der Versammlung der Gräfin und ihrer Söhne im Schloss, kommt es fast zu einem Eklat, als Dorian sich weigert Satan über Christus zu stellen. Später, nachdem er die Gräfin als Mutter verleugnet, altert sie rapide und beschließt deshalb spontan zu krepieren. Auch das geschieht eher nebenher. Angeblich gibt es da irgendwelche schwarzmagischen Gesetze, die das so vorschreiben. (Müsste ich noch mal genau nachlesen, wie es im Roman beschrieben steht.)

    Ein Vampir wird durch zwei zum Kreuz Christi zusammengelegte Degen besiegt. Anschließend gibt es noch die eine oder andere Schlägerei mit Dorians Verwandtschaft. Teilweise kann Dorian sich vor den Kreaturen der Nacht schützen, da seine Frau Lilian zum Glück gerade mal wieder rechtzeitig wahnsinnig geworden ist und die Mächte der Finsternis vor der geistigen Ausstrahlung der Irren zurückweichen. (Der Verrückte Vukujev weiß diesen Umstand als Lebensversicherung zu schätzen.) Dorian benutzt Lilian quasi als lebendigen Schutzschild, während er sich durch die Reihen der Dämonen ins Freie drischt.

    Lilian Hunter, die bereits geistig hochgradig verwirrte Britin, fühlt sich mitten im Schlachtenchaos plötzlich vom Licht einer Kerze ganz verzückt und muss sie fasziniert unbedingt an sich nehmen. Dass sie dabei die alten Vorhänge des Schlosses in Brand setzt, damit ganz nebenbei den Untergang der Lethian'schen Burg (und der entsprechenden Versicherungsgesellschaft, Abteilung: Sturm- und Feuerschäden) besiegelt, bekommt die irrsinnig Kichernde gar nicht mehr bewusst mit. Sie freut sich nur über das helle Leuchten und Flackern. Im allgemeinen Chaos gelingt es Dorian seine Frau und sich zu retten und in die Nacht zu fliehen.

    Bemerkenswert: Im Gespräch mit Laya erfährt Dorian Hunter, dass die Gräfin von Lethian auf ihrem Schloss einen der Zugänge zur Hölle bewacht. Was nun eigentlich damit ist, ob der Zugang jetzt unbewacht offen stehen bleibt, ob er durch das Feuer zerstört wurde oder, oder, oder... das wird im EUROPA-Hörspiel nicht näher beleuchtet. Und auch in den kommenden Folgen nicht mehr.

    Aufgrund dieses Threads habe ich mir vorhin "Im Zeichen des Bösen" gegönnt. Und auch "Das Henkersschwert". (Beide von Europa.)

    Bei "Im Zeichen des Bösen" ist mir eine kurze Szene aufgefallen, bei der "Vukujev" spricht - aber ganz bestimmt nicht Jürgen Thormann, der ansonsten das ganze Hörspiel über als "Vukujev" zu hören ist. Und der Wirt im jugoslawischen Gasthaus erinnert mich vom Klang her ein bisschen an Hermann Ebeling. (Wem der Name grad nix sagt: Die deutsche Stimme, früher, (nur in der 1. Staffel), von Dagobert Duck bei "Duck Tales".) Aber ich weiß nicht, ob es wirklich Hermann Ebeling ist, der den Wirt gibt. Manche Stimmen klingen sich ja auch ziemlich ähnlich.

    Ich werd mal nach und nach weiterlauschen und mitteilen, sobald mir noch was auffällt.

    P.S.: In dem schlauen Büchlein von Jochen Bärtle ("Grusel, Grüfte, Groschenhefte") steht, dass 1986 eine Reihe von Gruselheftroman-Serien eingestellt wurden, u.a. die 2. Auflage des Dämonenkillers. Außerdem wurde im selben Jahr aufgrund irgendwelcher Jugendschützer mit Florence-Nightingale-Syndrom das EUROPA-Larry Brent-Hörspiel Nr. 9 ("Die Schlangenköpfe des Dr. Gorgo") indiziert. Damit war das Aus für sämtliche Erwachsenenhörspiele besiegelt, die auf Gruselheftromanen basierten.

    Dämonenkiller Nr. 5, "Amok", durfte wohl auch nur deshalb überhaupt noch veröffentlicht werden, weil man erstens den Titel änderte, (Original: "Amoklauf"), und zweitens, weil man das Originalcover nicht verwendete, sondern auf das Cover des Heftromans "Der Berg der Gnome" zurückgriff, VHR Nr. 128 - der Roman hatte nichts mit dem Dämonenkiller zu tun. Und drittens, weil H. G. Francis wirklich alles aus dem Hörspiel raus schrieb, was dem Roman seine Indizierung eingebracht hatte.

    Gibt es auch Infos zu den indizierten Titeln (Gründe für die Indizierung?) :?:


    Ich hab zwar jetzt den Artikel des Zauberspiegel (noch) nicht gelesen, bin aber über ein interessantes Buch gestolpert: "Grusel, Grüfte, Groschenhefte: der deutsche Gruselheftroman von 1968 bis 2008 - eine Serienübersicht zum 40jährigen Jubiläum" von Jochen Bärtle.

    BoD – Books on Demand, 2008 - 408 Seiten

    Darin schreibt der Autor u.a. (natürlich) auch über die Serie "Dämonenkiller". Als Grund für eine Indizierung brauchte die "Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften" - BPjS - demnach nicht immer den eigentlichen Inhalt der Romane. So wurde bei manchen Romanen nicht nur dieser als "jugendgefährdend" beanstandet, sondern auch die in den Heften enthaltenen Werbeanzeigen (!) des Gronau-Sex-Versands, oder die auf den Leserseiten historisch korrekt wiedergegebenen Fakten über z.B. Foltermethoden im Mittelalter, die Hexenverfolgung, und andere tatsächliche, historische Begebenheiten...

    Und wo man schon mal dabei war, die Romane "Die Todesschwelle" (#115) und "Das zweite Gesicht" (#121) zu indizieren, hat man auch gleich rückwirkend einen Indizierungsantrag für Band 104, "Die Braut der Bestie", gestellt, und auch für den Roman Nr. 7 - "Amoklauf", der zu dem Zeitpunkt schon über vier Jahre auf dem Buckel hatte!

    Statt sich in Ruhe mit neuen Romanen beschäftigen zu können, musste sich Ernst Vlcek nun mit diesem nutzlosen Bürokratenkram herumschlagen. Hat aber leider nichts geholfen. Am 10.2.1977 wurden die Romane in "die Liste der jugendgefährdenden Schriften" aufgenommen. Nach dem damaligen Jugendschutzrecht hätte demnach eine einjährige "Dauerindizierung" angestanden, was de facto bedeutete: Sämtliche Dämonenkiller-Romane wären nun für ein Jahr lang ohne ein separates Verfahren ebenfalls als "indiziert" eingestuft worden. Das heißt nicht, dass sie "verboten" gewesen wären, sondern nur, dass sie nicht an Leser unter 18 Jahren verkauft werden dürften und dass man diese Titel nicht mehr bewerben dürfte. Der öffentliche Verkauf über z.B. den Bahnhofskiosk wäre damit direkt flachgefallen.

    Der Pabel-Verlag sah sich nun dazu gezwungen, eine Entscheidung zu fällen. Zwar lagen schon die Manuskripte für die Romane #144 - #150 dem Verlag vor, trotzdem entschied man sich, die Serie am 17.5.1977 mit Band 143 ganz einzustellen.

    Heerscharen damals jugendlicher Leser sind bis heute der BPjS für diese weitsichtige und weise Indizierung des Dämonenkillers dankbar. Denn durch solche Romane ist "die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit" in höchster Gefahr gewesen. Der "Dämonenkiller" ist "nervenaufpeitschend, unsittlich, wirkt verrohend und reizt an zu Gewalttätigkeit, Verbrechen und Rassenhass; versetzt in eine unwirkliche Lügenwelt; ist das Ergebnis einer entarteten Phantasie"... blablabla...

    Ich weiß gar nicht, wie ich der BPjS meine unendliche Dankbarkeit ausdrücken kann, dass sie mich und viele, viele meiner Freude so eifrig in Kindheits- und Jugendtagen z.B. vor "bösen" und "entarteten" Schriftstellern wie Ernst Vlcek, Gott hab ihn selig, beschützt haben...

    Posthum wurde Ernst Vlcek 2009 übrigens der Kurd-Laßwitz-Preis für sein Lebenswerk verliehen.
    Sogar ganz ohne BPjS und ähnliche Spezialisten.