Beiträge von Audiophile

    Danke für eure Antworten!
    Schade!
    Weil Jan Tenner doch wirklich eine Hörspiel-Ikone ist :pipi:

    Hoffentlich bekommen sie noch einmal die Wendung hin zu besseren Folgen!

    Ich versuche ein Optimist zu bleiben, inzwischen ist die neue Serie folgenmäßig wie die Originalserie bei Folge 39 angekommen, hat sich dabei deutlich mehr in eine Ecke geschrieben.

    Einst gab es die Leonen, das Dunkle Imperium und immer mal wieder Zweistein, nun haben wir Ostland, die Zzazz (?), die Hohen. Im Gegensatz zur Originalserie endet nichts, sondern irgendwann kommt alles wieder zurück, einem ewigen Spinnrad gleich. Horst Hoffmann hat damals Handlungsbögen beendet, die ihrerseits meist durch ebenso interessante Geschichten ersetzt wurden. Gleiches gelingt seit sieben Jahren nicht.

    Die wirkliche Konstante zwischen Original und aktueller Serie ist Tanjas Charakter, der nicht funktioniert. Drei Folgen mit ihr als größter Bedenkenträgerin unter der Sonne waren damals genug, aktuell zerfallen die Folgen in zwei Optionen: sie rettet den Tag als mentale Superfrau oder wird wie Superman durch Kryptonit kaltgestellt. Ohne wirkliche Schwächen macht sie ihre etwas von oben Art auch nicht wirklich sympathischer darüber hinaus.

    Im Ergebnis bleibt einerseits nichts aus den episodischen Geschichten hängen, andererseits ist vielleicht Zweistein als Antagonist nicht zu ersetzen. Die Serie muss darauf eine Antwort finden, sonst mag die Serie in ihren Aufruf- und Verkaufszahlen zwar ganz bemerkenswert sein, doch am Ende bleibt ein leerer Gesamteindruck zurück.

    Als Gedankenexperiment: Einfach eine Zahl zwischen 1 und 39 auswählen, den Titel lesen und die Frage beantworten: Was ist in dieser Folge geschehen. Ich wage die Prognose, dass signifikant mehr aus der alten Serie hängenbleibt als von den neuen Folgen.

    Mein Eindruck: "that ship has sailed."

    Klingt, als wäre der Rauswurf des ehemaligen Autors 1A zu hören

    Das kann schon sein, andererseits könnte auch der Regisseur gewisse Vorgaben gemacht haben, die zu diesen Hörspielergebnissen geführt haben. Zu Beginn, 2019, war ich bereit, geduldig zu sehen, wie sich die Serie entwickelt. Eine seit mehr als einem Jahrzehnt (bzw. hinsichtlich der Originalserie fast 30 Jahre) ruhende Serie wiederzubeleben, dazu gehört schon einiges.

    Auf jeden Fall hätte nichts gegen einen wirklichen Cut nach dem Autorenwechsel gehabt. Aber Hand aufs Herz, auch davor waren manch neue Figuren hart bizarr - Benjamin Brain zum Beispiel.

    Die Sache ist irgendwie die:

    - Forbett, Futura, Mimo sind nur noch Stichwortgeber

    - Dem Hörer / der Hörerin wird nicht zugetraut, Zwischentöne wahrzunehmen. Dialoge externalisieren das gesamte Innenleben der Figur

    - Figuren, die nur in einer einzelnen Folge vorkommen, laufen einfach durch, da bleibt nichts hängen

    - keine Spannung. Keine. Tanja hat schließlich immer eine Lösung. Immer.

    - ein erratische Folgenstruktur. Zack, es geht weiter, irgendwas passiert, ist aber nicht so wichtig, weil am Ende noch zur nächsten Folge übergeleitet wird

    - Ostland nervt nur noch

    - wie viele Figuren in wie vielen Folgen wurden jetzt von Santiago Ziemer gesprochen? (Ich mag ihn als Sprecher, aber in den JT-Folgen ist er immer dabei, wenn er nicht schnell genug den Baum hochklettern konnte)

    - Handlungsbögen, die so uninteressant sind, dass man im Rahmen der Folgenveröffentlichung kein Interesse daran hat nachzuholen, was vor gefüllt sechs Monaten begonnen wurde

    Irgendwie wäre es mal lustig, wenn die Silbervogel-Schicksalsgemeinschaft zur Erde zurückkehrt und dort anscheinend eine andere Truppe die Verteidigung der Erde übernommen hätte. Oder es gäbe mal wirklich 5-6 Folgen mit geschlossener Handlung, simpel, aber einfach mal unterhaltend.

    Falls jemand JT-Hörspiele mag, in denen Tanja nicht wie jüngst mit ihrem Magic-Mambo-Jambo den Tag rettet, Hoffnungen in diese Folge gesetzt hat - nein, auch hier wird schön nach Schema F verfahren. Auch klingt das alles wieder derart hölzern, dass ich zumindest die Lust verloren habe, da es noch nicht mal ungewollt lustig ist. Ach ja, Jan Tenner junior und senior sind wieder dabei.

    Das stimmt absolut. Mit Intro und Outro dürfte die Nettolänge bei 25 Minuten liegen.

    Ich muss ehrlich gestehen, dass wäre mir (vermutlich) einfach zu wenig, wenn ich die Serie noch hören würde.
    Zwei Folgen zusammen wären dann ja "eine" mehr oder weniger normale Laufzeit.
    Wobei die Laufzeit ja nicht etwas über die Qualität aussagt, aber wenn diese 25-30 Minuten dann 9 EUR kosten, ist das doch schon etwas seltsam.

    Zusammenfassend: Spotify gibt die Lauflänge mit 38 Minuten an. Ich habe mir die Folge am Freitag gegeben. Insgesamt fühlt sich das Hörspiel wie der zweite Teil einer einzelnen Storyline an. Ich suche zwar noch, was die Storyline sein soll, aber hey, es scheint noch genug Leute zu geben, die dafür Geld für physische Medien ausgeben.

    Tanja und Forbett laufen durch Gänge, Forbett ist sehr wehleidig und bewundert Tanjas Fähigkeiten, die seien schon bemerkenswert. Das war Storyline A.

    Jan und Futura laufen durch Gänge, Futura kann irgendwann nicht mehr, das titelgebende Orakel dropt einen Informationdump, die beiden sacken noch einen mysteriösen neuen Mitstreiter ein. Jan ist weiterhin in einigen Momenten psychisch labil und wie in den letzten Folgen sehr gesidelined in seiner eigenen Serie. Das war Storyline B.

    Tanja und Forbett treffen Jan und Futura, großes Hurra, Rätselraten über die Motive des neuen Mitstreiters, Abflug.

    Das ist alles so verquastet, kompliziert und langweilig erzählt, dass mein Hirn irgendwann nicht mehr mitgekommen ist. Alles ist mit allem irgendwie verbunden und Ereignisse aus alten Folgen werden in ein neues Licht gesetzt, aber warum das interessant sein sollte, erschließt sich mir nicht.

    Forbett, Futura und Tenner sind in dieser Folge nur totes Gewicht. Einmal mehr. Florian Clyde als Jan Tenner jun. ist für mich inzwischen eine einzige Enttäuschung.

    30 Minuten Laufzeit nur?
    Die sind mittlerweile, glaube ich zumindest, ja immer relativ kurz, aber 30 Minuten ist schon arg wenig, oder??

    Das stimmt absolut. Mit Intro und Outro dürfte die Nettolänge bei 25 Minuten liegen. Das ist sehr, sehr wenig Zeit, um einen umfangreichen Plot abzuliefern. Die alte Folge "Red Rock in Flammen" - Folge 8, hatte damals um die 44 Minuten Laufzeit. Bei 25 Minuten läuft es vermutlich auf eine sehr gradlinige Erzählung aus Problem -> Komplikation -> Lösung -> Teaser auf die nächste Episode hinaus.

    Die Episode ist wie ein Fast-Food-Burger: verfügbar, nach Schema F zubereitet, inhaltlich nicht gerade das Gelbe vom Ei, so schnell konsumiert wie vergessen. Zugegeben, die Drei ??? generieren immer noch Umsatz, aber erzählerisch ist das schon sehr trübe und kein Highlight. Aber zum Glück für Europa kann die Kuh weiter gemolken werden.

    Was für ein gruseliges Hörspiel. Inzwischen macht es mir mehr Spaß, hier ein paar Sätze zu schreiben als die Folge nochmals zu hören. Das war wieder nichts und in Anbetracht der Tatsache, dass die Lauflänge der eigentlichen "Geschichte" bei unter 30 Minuten liegt, grenzt es schon an eine Form von Abzocke, dass eine ultradünne Geschichte auf zwei Folgen aufgeteilt wird. Dazu kommt erneut ein Stakkato gestelzter Dialoge, die - ich hebe es positiv hervor - fehlerfrei von einem Blatt Papier oder Teleprompter abgelesen werden.

    Ein unglücklicher Haufen Weltraumhelden darf (erneut) in eine sehr offensichtliche Falle geraten und dann zwei Konfliktparteien den Tipp geben, es mal mit reden zu versuchen. Tanja darf Super-Tanja sein, Lara gibt die Teilzeit-Erzählerin, da der Stanrdarderzähler für eine andere Rolle gebraucht wird, Futura ist weiterhin erkältet und Tenner junior und Forbett sind auch dabei. Das ist absolut banal und leitet am Ende nur zur nächsten Folge über. Wen soll das hinter dem Ofen hervorlocken?

    Ich unternehme den Versuch, respektvoll über die Folge zu schreiben. Ich finde sie grotesk schlecht.

    Die Folge beginnt gewohnt verkompliziert, ich gehe davon aus, das damit der Kickoff für den Stein-der-Macht-Zyklus in dieser Iteration von Jan Tenner beginnt. Natürlich müssen die Bösewichte gewohnt ungelenk über ihre Pläne unterhalten, kurz Folge 17 der alten Serie wird geskippt, wir steigen in den Zyklus direkt mit den Vogelmenschen direkt ein. Tenner und Co. beginnen die Folge auf der Mondstation Luna 3000. Also sind die Seniors dabei? Na, aber natürlich nicht, ein Notruf vom Planeten der Vogelmenschen kommt dazwischen und schon geht es los - minus der alten Recken. Hurra.

    Dafür durfte Futura seine Erkältung auf der Mondbasis herumschwenken. Erkältungen sind übrigens für Futura der Entgegner, er hat immer noch kein Serum dagegen entwickelt. Ist halt so.

    Zack, 700 Lichtjahre durchs Universum geballert, ist man auf dem Planeten ohne Probleme angekommen. Die Vogelmenschen, die schon damals um 1983 herum als raumfahrendes Volk darstellt wurden, konnten mit einem Funkgerät von der Erde um Hilfe rufen. Aber das ist auch ziemlich egal, die Vogelmenschen - ein durchaus ikonisches Volk der alten Serie - werden hier so generisch verwendet wie nur was. Das Hörspiel für Kinder ab 9 Jahren hatte damals ein aus meiner Sicht wirklich rundes, mitunter nachdenkliches Bild über die Vogelmenschen geschaffen. Nostalgie eben. Die Folge hatte damals einfach Zeit für das Worldbuilding.

    Hier sind sie nur Stichwortgeber für das typische Monsterverkloppen der Folge. Gut, dass Futura vor dem Angriff der Monster warnen kann, weil er an Bord des Silbervogels mit seinem Nasenspray auf den Ortungsschirm schaut.

    Hurra. Was dann folgt, ist wirklich - und das finde ich ziemlich lustig - eine Auflösung, die sich mit Fug und Recht an einer kurzen Szene aus "Der Höllenplanet" - hey, Folge 36 der alten Serie - orientiert. Die Monster werden bekämpft und werden in ihr Verderben gelotst. Ob neue Hörer sich dabei ohne Kenntnis der Originalfolge 18 auf Zygon orientieren können, weiß ich nicht. aber auch egal, wir haben nur 33 Minuten. Der Höllenplanet war im Gegensatz zu dieser Folge aber nicht zu ende. Es waren halt andere Zeiten.

    Jan wird im Endkampf etwas angeritzt und wirkt am Ende auch etwas angefasst. Aber keine Sorge, Tanja fängt ihn emotional auf. Wäre Tanja wie ein Mensch geschrieben, hätte ich das auch gekauft, aber der Charakter ist einfach SIMPLY THE BEST, weil sie halt so geschrieben wird. Warum der Hauptcharakter der Serie dadurch immer mehr zu einem Sidekick wird, bleibt ein Geheimnis.

    Forbett, der damals Anteil am Schicksal der Vogelmenschen genommen hat, ist hier vor allem wieder der grobschlächtige General.

    Wie auch immer, Team Jan Tenner schließen die Folge nach der Suche nach einem McGuffin ab und ich kann an dieser Stelle gar nicht ausreichend schreiben, wie ich die Geschichte um Ostland und damit den entsprechenden Antagonisten finde. Wirklich, wirklich schlimm.

    Darum nochmal die Frage an die, die es anders sehen: was ist das Gute an der Folge. Ich habe die Folge gehört, weil ich der neuen Serie um Jan Tenner - vermutlich zulange - eine Chance gebe. Kurz, das war nichts.

    Sechs Jahre nach Beginn der neuen Serie ist bei mir immer noch die Frage offen, was die neue Serie für die, denen sie gefällt, gleich gut oder besser macht als die Serie aus den 1980ern.

    Mich holt die Serie einfach nicht ab, das muss ich leider so sagen. Auf Meinungen - auch sehr gerne konträr zu meiner - bin ich sehr gespannt.

    Ich habe vor einigen Wochen den Bobcast zu hören begonnen. Nach mehr als dreißig Jahren DDF-Abstinenz. Den Podcast finde ich grandios, insbesondere die Einblicke und Erinnerungen, die von Andreas Fröhlich eingebracht werden und Kai Schwinds Art, mag ich.

    Durch den Podcast bin ich auch auf "Die Auferstehung", in meinem das Audiobuch, aufmerksam geworden. Die 11 Stunden haben mir weitaus mehr gefallen, als viel der normalen Fälle der dreistelligen Folgennummern.

    Aus dem Bobcast selbst habe ich - ich muss an dieser Stelle paraphrasieren - Andreas Fröhlichs Zitat vor kurzem mitgenommen: "Lieber 50 Minuten Action und Vollgas als Längen im Hörspiel." Persönlich bin ich in den Achtzigern mit den DDF aufgewachsen und es stimmt, viel Tempo in der Folge lässt auch den einen oder anderen Schnitzer verzeihen. Bei den neuen Folgen habe ich - ganz subjektiv! - den Eindruck, dass man locker 15 - 20 Minuten aus jeder Folge herausschneiden kann, ohne dass sie signifikant schlechter wird.

    Und so sehr ich Axel Milberg als Schauspieler und Sprecher schätze, seine langen Einleitungen machen mir die Folge nicht zugänglicher, ich will sie wie damals mir selbst erschließen. Das ist auch eine Referenz an den Bobcast - traut den Hörern einfach mal was zu.

    Hört sich gut an! :daumenhoch:

    Kannst du (darfst du) verraten wie weit ihr eigentlich im Voraus plant, z.B. bis zu welcher Nummer?

    Ich habe Titel, Ideen und die grobe Handlung bis zur Nr. 65 entworfen!

    Eine Rückkehr von Seytania wäre toll.

    Seytania hatte einen tollen Handlungsbogen und ein großes Finale. Das sollte man nicht revidieren, hat der Charakter nicht verdient.

    Vielleicht eine unpopuläre Meinung, aber Jan Jr. wird seit Beginn der Serie als inkompetenter als sein Vater darstellt. Auch hier müssen wieder Lara und - vor allem Tanja - auf ihn aufpassen. Um das klar zu sagen, die risikoaverse Tanja und Laura aus den ersten 46 sind nachvollziehbar für heute Folgen aus der Zeit gefallen. Aber dadurch trägt Jan Jr. die Serie und die einzelne Geschichte eben genau nicht. Jan Tenner hatte auch damals eine forsche Art, die zwischen Heldenmut, Unbekümmertheit und - ja - auch manchmal Arroganz hin- und herpendelte. Indes, er hat damals auch Folgen bekommen, um sich als Protagonist seiner eigenen Serie in Szene setzen zu können. Die Frage stelle ich mal: Warum soll ich die neuen Folgen hören, wenn Florian Clyde eine minderen Patiche von Lutz Riedels Jan Tenner gibt? (Ich habe ausdrücklich nichts gegen Florian Clyde, er muss halt mit dem Material arbeiten, das er erhält)

    Dann noch zwei konkrete Anmerkungen zur Folge: Die Szenen mit den Würmern in Futuras Labor sowie die Szene beim Hersteller der Tecramils hätte man auch schneiden können, weil sie für den weiteren Verlauf null Einfluss hatten. Zweiter Punkt: Die Existenz der Tecramils scheint manche Leute noch zu überraschen, dann wiederum wird gesagt, sie stellen die zweite Generation dar und 280.000 (?) wurden schon ausgeliefert. Also sind sie schon etabliert in Westland. Hat mich schlicht verwirrt.

    Fazit aus dieser Episode: Jan braucht einen guten Gegenspieler, die Auflösung sollte kein Deus-ex-machina-Moment sein und lasst Jan doch einfach den heldenhaften Protagonisten sein, der er in den Originalserie war.

    Ohne zu viel zu verraten, die Folge hat meine oben geäußerten Erwartungen erfüllt. Mit um die 37 Minuten ist sie ähnlich kurz wie die vorangegangenen Folgen.

    Spontan sah ich mich durch die Folge an "Angriff der grünen Spinnen" (die richtige Serumsdosierung), Invasion der Androiden (Gespräche zwischen künstlichen Lebensformen, die Familie Hobsley) und Explosion der Sonne erinnert (Sonnenanbeter und Lemminge).

    Am Ende der Folge bleibt bei mir der Eindruck zurück, dass Jan Tenner Jr. sich einfach einen netten Tag hätte machen können. Die große Gefahr fällt, streng genommen, von alleine in sich zusammen. Ich vermag nicht zu sagen, ob das mein Alterszynismus ist, aber richtig in Fahrt kommt die Folge nicht.

    Schade, mal sehen, was alsbald auf Zygon abgeht.

    Klingt nach einer Folge, die sich erstens kräftig bei "I, Robot" bedient und zweitens mit den Tecramils etwas anscheinend Allgegenwärtiges einführt, das in den Folgen davon nie und in den Folgen danach nie mehr Erwähnung finden wird. Hoffentlich haben Ostland und Zweistein Pause, das wäre immerhin ein Pluspunkt.