Beiträge von Becks

    Das waren noch andere Zeiten, als man mit nur 2 Personen ein komplettes Hörspiel bedienen konnte. Wenn man sich darauf einstellt, ein kleines Kammerspiel ohne Stress und Action zu hören, ist es richtig gut. Was da psychologisch vor sich geht, ist wirklich interessant. Tolle Schauspieler. Hat mir gut gefallen.

    John Sinclair ist eine Serie, die größtenteils von Altfans gehört wird

    Bist du dir da sicher? Dann stelle ich mir aber die Frage, warum die ganze Präsentation (Podcast, Youtube, Behind The Scenes) auf diesem seltsamen Kindergartenniveau läuft und sich alle größte Mühe geben, möglichst krass heftig lit und cool zu wirken.... Gestandene Erwachsene spricht man so ja eher nicht an.

    Die Cover sind sicher Geschmackssache und natürlich spielt da Nostalgie eine große Rolle, aber oft genug habe ich auch schon früher beim Heftekauf die Augen verdreht, weil das Cover eher unfreiwillig komisch statt gruselig wirkte. Mit den neuen Covern komme ich persönlich ganz gut hin und kann in den meisten Fällen auch nachvollziehen, warum man das Original-Cover nicht mehr nutzen wollte.

    reicht die Hoffnung auf ein Wunder denen, die das Andere produzieren?

    In seltenen Fällen ist das sicher so, ja. Herzensprojekte, die man schon immer mal machen wollte und von denen man hofft, dass sie gut ankommen. Trotz aller Wahrscheinlichkeiten und Statistiken weiß man das am Ende erst genau, wenn man sie veröffentlicht hat. Im Musikbereich gibt es viele Beispiele dafür, dass ein Song, der heute ein Tophit ist, vorher 1x, 2x, manchmal 3x veröffentlicht wurde und floppte. Es kommt oft genug darauf an, das passende Thema zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt zu bringen. Gestern unverkäuflich, heute durch Social Media oder andere Umstände der totale Hype.

    SONY/Europa hat vermutlich eine etwas andere Strategie. :zwinker: Da geht es um eine möglichst breite Angebotspalette. Vom Hörspiel oder der Liederplatte für die Kleinsten über Märchen, Abenteuergeschichten von bekannten Autoren, Kinder- und Jugendserien bis hin zu Thrillern für Erwachsene. Je mehr dort angeboten wird, desto interessanter wird das Abo für die App, desto öfter schaut man in den Shop usw.

    Solche Ansätze verfolgen z.B. auch Holy, HM, Contendo und - an vorderster Front - Maritim. Je öfter der Kunde in den eigenen Shop und die eigene App schaut, desto weniger Zeit bleibt ihm bei den anderen zu stöbern. Sucht die Mutter ein fröhliches Hörspiel für den Nachwuchs, stolpert sie auf der Webseite vielleicht auch über den Krimi oder Thriller für sich selbst - und nimmt ihn auch gleich mit.

    Vieles wird sicher auch auf Zeit gerechnet, kleinere Klickzahlen addieren sich im Laufe der Zeit kontinuierlich auf eine ansehnliche Anzahl. Außerdem fressen die einmal fertiggestellten Produktionen ja kein Brot mehr, im Gegenteil, bestenfalls verdienen sie über die Monate und Jahre noch dazu.

    Ich bin übrigens sehr dankbar für jedes Angebot außerhalb des ewig gleichen Grusel- und Krimigenres und freue mich über SciFi, Fantasy, Abenteuer oder auch verhörspielte Romane, wie z.B. "Cryptos" oder "Hard Land".

    Sie stellt die Folge kurz und knapp vor

    Joar.

    Das Video hat eine Länge von 2 Minuten und 38 Sekunden. Die "Vorstellung" der neuen Folge dauert vorn ziemlich genau 8 Sekunden, durch die Nennung der Folgennummer und des Titels und dem Reinschwurbeln eines sehr kleinen Covers. Das ist wirklich kurz und knapp.

    Dann gibt es hinten nochmal 18 Sekunden zur Folge, vielleicht sogar 20, wenn wir gnädig sind.

    Hauptinhalt des Clips ist eine junge Dame, die offenbar Schwierigkeiten hat, ihr Mikrofon so zu benutzen, wie es technisch sinnvoll wäre und die über einen Sprecher spricht, von dem wir nur den Namen erfahren. Wir hören nichts von ihm, wir sehen nichts von ihm, nicht mal ein kleines Bildchen, nichts. Aber wir hören viel über Filme und Serien, in denen er mitgesprochen hat.

    Mit Sinclair hat das nichts zu tun.

    Würde ich so unterschreiben.

    Habe es gestern in einem Stück durchgehört und fand es sehr schön inszeniert und gespielt. Gestört hat mich nur, dass durch die Besetzung sofort klar war, wer der/die Böse/n ist/sind. Das hat mir leider den Überraschungseffekt genommen, der sonst sicher viel mehr zum Tragen gekommen wäre.

    Sei's drum, die Story war unterhaltsam. :)

    Blue Dog Eben. Ich empfinde es als ziemlich rückwärtsgewandt, unbedingt eine Technik anwenden zu wollen, um Tote wieder agieren zu lassen.

    Ja, in Ausnahmefällen, für Lücken in alten Synchronisationen, okay, wenn's denn sein muss.

    Es gibt genug hervorragende, quicklebendige Schauspieler, die auch tatsächlich sprechen und spielen können statt lediglich zu imitieren.

    Gestern gehört und für gut befunden.

    Beim Produktionsdatum musste ich aber 2x hinschauen; von der Anmutung und dem unaufgesetzten Spiel erinnert das Stück eher an die 60er Jahre, was wirklich nur ein Eindruck ist und es keinesfalls schmälern soll! Ich hab's nicht recherchiert, aber vielleicht stammt ja die Vorlage aus früheren Zeiten.

    Die Atmosphäre gefällt mir sehr, Geräusche sind passend, aber sparsam eingesetzt, nichts spielt sich nach vorn. Es zählt die Geschichte, die angenehm unaufgeregt und leicht geisterhaft daherkommt. Am besten gefiel mir Werner Rundshagen als grummeliger Verleger George Masterman, aber auch der Rest des Casts überzeugt, auch die kleinen Rollen, wie z.B. Josef Tratnik als fröhlicher Kutscher.

    Nur mit dem Titel komme ich nicht so klar, denn ein Boots"haken" ist weit und breit nicht zu finden. confused

    Habe die Folge heute gehört und vorher alle Spoiler usw. vermieden. Ich fand die Geschichte okay, abgesehen vielleicht von dem wirklich dämlichen Tresor-Gedöns, das am Ende überhaupt keine Rolle spielt.

    Sicher gab es schon spannendere/interessantere/rasantere Folgen, aber so schlecht, wie sie hier gemacht wird, ist sie nicht. Ich habe allerdings auch keinen Beef mit A.M. und schaue vor dem Hören nie, wer die Story geschrieben hat, weil für mich die Umsetzung zählt, nicht der Autor.

    Die Folge hätte sicher ein Viertelstündchen kürzer sein können, wenn man alle Wiederholungen und alle x-mal widergekäuten Informationen weggelassen hätte, aber inzwischen habe ich die Vermutung, dass das volle Absicht ist. Heute produziert man Hörspiele ja hauptsächlich für Leute, die nebenbei bei Social Media rumscrollen, Bügeln, in eine andere Stadt umziehen, ihre Kinder erziehen, mit Oma telefonieren, staubsaugen und weiß der Teufel was noch alles. Ach ja, natürlich... dabei einschlafen! Damit die nie rausfallen und sich irgendwie abgehängt fühlen, wiederholt man einfach alles mehrfach.

    Vielleicht ist das Wiederholen aber auch einfach nur eine Maßnahme, um die Streamminuten in die Höhe zu treiben. Oder beides.

    OK, ich gebe zu, man merkt, dass dem Buch offenbar ein Lektor und dem Hörspiel ein Dramaturg fehlt - aber beides wird sich nicht ändern.

    Naja. Anna Carlsson hat einen wunderbaren Job gemacht und der Rest hat auch gut gefluppt.

    Für mich eine 7.5/10.